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Turning Points. Werke aus der Sammlung von Kelterborn

15.08. - 04.10.2020 | Kunsthalle Gießen
Eingabedatum: 10.08.2020

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© Abb.: Maria José Arjona und Sammlung von Kelterborn, Frankfurtbilder

Erstmalig seit ihrem 11-jährigen Bestehen zeigt die Kunsthalle Gießen eine Privatsammlung. Unter dem Titel Turning Points (dt. Wendepunkte) werden ausgewählte Werke aus der Sammlung ‚von Kelterborn‘ präsentiert, die sich politisch brisanten und gesellschaftskritischen Werken international bekannter Künstler*innen widmet. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung und Globalisierung reflektieren die gezeigten Arbeiten unsere aktuell von vielfachen Umbrüchen geprägte Gegenwart. Dabei nimmt die Sammlungspräsentation in der Kunsthalle einschneidende Ereignisse wie den Abwurf der Atombombe, Migration und ökonomische Krisen sowohl in ihrer individuellen als auch ihrer historischen und sozialen Dimension in den Blick.

Nach einem Turning Point ist nichts mehr so, wie es vor diesem Zeitpunkt war. Das Leben eines Menschen ändert sich abrupt, gesellschaftliche Zusammenhänge kippen oder die Historie nimmt eine völlig neue Wendung. Wie können wir mit solchen einschneidenden Ereignissen umgehen? Welche Folgen aber auch welches Potenzial bergen große Umbrüche? Die Arbeiten von 16 Künstler*innen, die aus zehn verschiedenen Ländern wie China, Kolumbien, Deutschland oder den USA stammen, sowie zwei international agierender Künstler*innen-Kollektive reflektieren einschneidende Erlebnisse, die mitunter auch Einzug ins kollektive Gedächtnis gehalten haben. Diese vielseitigen Perspektiven auf‚Wendepunkte‘ erlauben eine große Bandbreite mit ihrem medialen und künstlerischen Umgang. So ermöglicht die Gruppenshow ebenso Einsichten in das Innenleben ihrer Protagonist*innen wie auch humorvolle Brechungen. Die Ausstellung umfasst Videokunst, Objekte und Fotografie.

Die Sammlung von Kelterborn
Seit den 1990er Jahren sammelt das Frankfurter Ehepaar Mario und Julia von Kelterborn vornehmlich zeitgenössische Videokunst und Fotografie aber auch Objekte, textbasierte Neonarbeiten und raumgreifende Installationen. Inhaltlicher Schwerpunkt dieser außergewöhnlichen Sammlung sind gesellschaftskritische, philosophisch hintergründige und politisch brisante Werke international bekannter sowie aufstrebender Künstler*innen. Dabei ist das Sammlerpaar davon überzeugt, dass Kunst, im besonderen Maße zeitbasierte Medien, unsere Gegenwart in ihrer Komplexität sowie in ihren Widersprüchen begreifbar und erfahrbar machen kann.

Künstler*innen in der Ausstellung
Stuart Bird (*1977, Johannesburg, Südafrika), Ismaël Joffroy Chandoutis (1988, Montelimar, Frankreich), Teboho Edkins (* 1980, Tennessee, USA), Claire Fontaine (2004 gegründet, Paris, Frankreich), Jochen Gerz (*1940, Berlin), Gary Hill (*1951, Santa Monica, USA), Maria José Arjona (*1973, Bogota, Kolumbien), Barbara Klemm (*1939, Münster), Jarosław Kozłowski (*1945, Srem, Polen), Clemens Krauss (*1979, Graz, Österreich), Bjørn Melhus (*1966, Kirchheim unter Teck), Henrike Naumann (*1984, Zwickau), Marcel Odenbach (*1953, Köln), Emilie Pitoiset (*1980, Noisy Le Grand, Frankreich), Igor Simić (*1988, Belgrad, Jugoslawien), Slavs and Tatars (gegründet 2006), Hito Steyerl (*1966, München), Mariana Vassileva (*1964, Tarnowo, Bulgarien), Hu Weiyi (*1990, Shanghai, China)

Kooperationen
In Kooperation mit www.blinkvideo.art wird die Ausstellung in der Kunsthalle in den virtuellen Raum erweitert. Die Arbeiten können mit dem Start der Ausstellungen digital abgerufen werden.
Im Rahmen des Aktionstags NACHHALTIGES GIESSEN – Einfach. Mitmachen. kooperiert die Kunsthalle mit dem Büro für Frauen und Gleichberechtigung. Art Guides führen zum Thema Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz durch die Ausstellung.

Kunsthalle Gießen
www.kunsthalle-giessen.de

Presse




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