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kunstsammlung

European Media Art Festival Report - Notizen aus der Wirklichkeit

18. April – 21. Mai 2018 | European Media Art Festival, Kunsthalle Osnabrück
Eingabedatum: 07.04.2018

Werkabbildung

Candice Breitz - profile - videostill - cohenbilder

Der Journalismus ist zunehmend in Verdacht geraten, als neutraler Berichterstatter zu versagen. Eine kaum durchschaubare Anzahl scheinbar Wahrheitssuchender Akteure hat stattdessen begonnen, Kategorien wie Fiktion und Realität verschwimmen zu lassen. Angesichts der fehlenden Unterscheidungs- und Deutungskraft beginnt sich nun ausgerechnet die Kunst auf die Suche nach der Wirklichkeit.
Die EMAF-Ausstellung will zeigen, wie künstlerische Berichte und Bilder neue Auseinandersetzungen mit der Realität eröffnen und inwiefern sie journalistische Formen übernehmen, transformieren oder widerlegen. Damit geben sie einen Ausblick auf das, was an Arbeit vor uns liegt; auf kommende Entwicklungen hin zu einem Blick auf die Realität, der uns die Komplexität unserer Welt klar vor Augen hält und trotzdem Wege aufzeigt, konstruktiv damit umzugehen.
Candice Breitz (ZA) beispielsweise zeigt in ihrer Arbeit Profile ein selbstironisches Spiel mit und über Zuschreibungen und Repräsentationen. Profile entstand als Beitrag Südafrikas für die Venedig-Biennale. Die Künstlerin tritt aus dem Selbstportrait, um Platz zu machen für zehn andere KünstlerInnen Südafrikas, die ebenfalls für die weltbekannte Biennale hätten ausgewählt werden können.

Mit Das Kongo Tribunal TRANSMEDIA gelingt es Theaterstar Milo Rau (D), Opfer, Täter, Zeugen und Analytiker des Kongokrieges zu einem zivilen Volkstribunal im Ostkongo zu versammeln. Das einzigartige, transmediale Kunstprojekt thematisiert damit einen der entscheidenden wirtschaftlichen Verteilungskämpfe im Zeitalter der Globalisierung, der bereits mehr als sechs Millionen Tote gefordert hat.

Grundlage für die Arbeit Air Strike Atimah von Forensic Architecture (UK) bilden Fotos und Videos, die Menschen in einem Flüchtlingslager nahe der (syrisch-)türkischen Grenze gemacht und auf Social-Media-Websites hochgeladen haben. Sie zeigen Bombenwolken von einem Abwurf, dessen Ziel offenbar in der Gegend operierende al-Quida-Kämpfer waren. Bei dem Angriff wurden sechs Zivilisten getötet. Eine detailreiche kriminalistische Untersuchung von Nachrichtenereignissen hat die britische Künstlergruppe auch bei der documenta 14 gezeigt.

Weitere in der Ausstellung zu sehende Arbeiten sind
• Bomb Cloud Atlas, Forensic Architecture, UK 2017
• Rhizomat VR, Mona el Gammal, D 2017
• Expanding and Remaining, Navine G. Khan-Dossos, UK 2016
• Games Real/ Games Killer, Daniel Garcia Andujar, E 2014
• Blacklist, Christoph Wachter & Mathias Jud, CH/D 2013 - 2018
• Superfreedraw, Ralph Schulz, D seit 2010 fortlaufend
• Vremeplov/ Time Machine, Clarissa Thieme, D
1993/2003/20XX/2037/2320/2572
• Best of Luck with the Wall (variant), Garrett Lynch & Frédérique
Santune, IRL/F 2017
• Boquet zur Rekonvaleszenz, Jonas Paul Wilisch, D 2015
• Breaking, Anahita Razmi, D 2016 - 2017
• N.E.W.S. // N.O.W.S., Olli Holland, D 2016
• Verortung des Unbekannten, Quadrature, D 2017



European Media Art Festival
Lohstr. 45a
D-49074 Osnabrück
Tel.: 0541 – 21 658
emaf.de

Presse






Daten zu Candice Breitz:

- Art Basel 2013
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- Biennale Venedig 2017 Pav
- Frieze London 2013
- Gallery Weekend Berlin 2017
- Göteborg Biennial for Contemporary Art, 2003
- Goodman Gallery
- Gwangju Biennale, 2000
- Istanbul Biennial, 1999
- MoMA Collection
- nbk Berlin
- Ökonomie der Aufmerksamkeit, 2014 Wien
- Prospect New Orleans 1, 2008
- Singapur Biennale 2011
- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien
- White Cube - Gallery

Weiteres zum Thema: Candice Breitz



fuckin´trendy in der Kunsthalle Nürnberg (11.12.03-8.2.04)


Mode, Kunst und Medien sind das Thema der Ausstellung, an der die Künstler Candice Breitz, Daniele Buetti, Lutz Fezer, Sylvie Fleury, Alicia Framis, Yang Fudong, Kirsten Geisler, Swetlana Heger, Josephine Meckseper, Olaf Nicolai teilnehmen.

Pressemitteilung / Auszug: ". . . Die Grenzen zwischen diesen Bereichen sind fließend, doch während die Mode den flüchtigen Zeitgeist immer wieder neu zu fassen sucht, strebt die Kunst nach einer längeren Halbwertszeit.

"Moden sind Ultrakurzzeitreligionen, nämlich starke, aber schnell wieder auflösbare Bindungen." Die rasch wechselnden Moden prägen den Begriff von Schönheit, Jugend, Stil, Individualität und Erotik, doch prägen sie auch Trends? "Moden sind keine Trends", behauptet Norbert Bolz, und weiter "wer einem Trend folgt, glaubt seine Lebensformel, seine Eigenformel gefunden zu haben". Was aber zunächst als Mode und Phänomen des flüchtigen Zeitgeistes erscheinen mag, kann sehr wohl zur individuellen Lebensformel und - als massenhafte gesellschaftliche Praxis - zum Trend werden, genannt seien hier nur Stichworte wie Wellness, kosmetische Chirurgie und - als jüngste Trendwelle - Lifestyle.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Ausstellung fuckin' trendy! den schillernden Begriff des Lifestyle, in dem Elemente und Strategien aus Kunst, Kultur und Mode, Design, Markt und Werbung verschmelzen. Die Arbeiten von Candice Breitz, Daniele Buetti, Lutz Fezer, Sylvie Fleury, Alicia Framis, Yang Fudong, Kirsten Geisler, Swetlana Heger, Josephine Meckseper, Olaf Nicolai thematisieren das Wechselspiel von Authentizität, Rollenklischées und Selbstinszenierung, Mode, Markenfetischismus und Politik, Starkult zwischen Trash und Glamour. Mode wird verstanden als eine Form von Rollenspiel, das auf vieldeutige Weise die Identität ihres Trägers verhüllt und enthüllt, ebenso narzistische Selbstinszenierung wie emanzipatorische Befreiung sein kann.

Die Ausstellung wird begleitet von einer Auswahl aktueller Modemagazin-Konzepte, zusammengestellt und präsentiert von Elke Haarer. Für Januar 2004 ist eine Veranstaltungsreihe mit Filmen, Diskussion und Tanzperformance in Vorbereitung. Anstelle eines Kataloges wird ein handlicher "pocket guide" die Ausstellung dokumentieren und begleiten."

Ausstellungsdauer: 11.12.03-8.2.04

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr | Mittwoch bis 20.00 Uhr

Kunsthalle Nürnberg | Lorenzer Straße 32 | D- 90402 Nürnberg | Tel.: 0911-231 28 53
nuernberg.de


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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