Anzeige
Boris Lurie

Logo art-in.de


Henrike Naumann: WESTALGIE

24.01. - 16.04.2023 | IKOB Museum für Zeitgenössische Kunst, Eupen Belgien

Die Installationskünstlerin Henrike Naumann bezieht ihre Inspiration aus den verschiedensten Quellen: Kunst, Produktdesign, Mode, Grafikdesign und dem Medium Video. Aus ihnen komponiert sie Installationen, die zugleich historische Räume und Ausstellungsräume sind. Neumanns größte Inspiration jedoch ist ihre eigene Lebensgeschichte. Sie wurde in der DDR geboren und erlebte die Veränderungen ihres Heimatlandes aktiv mit, welches von der Wiedervereinigung und ihren nicht eingehaltenen Versprechungen, der Ausbreitung des Neoliberalismus und dem zügellosen Konsumismus in den Neunzigerjahren geprägt war. Beobachtend untersucht sie die Zusammenhänge von Architektur, Einrichtungsgegenständen und politischer Ideologie sowie den ihnen zugrundeliegenden Machstrukturen.

So verweist sie in ihren Arbeiten unter anderem auf den expressionistischen Maler Emil Nolde, dessen Nähe zum Nationalsozialismus die Hängung seines Werkes im Kanzlerbüro zu Zeiten Angela Merkels zurecht in ein kritisches Licht stellte. Allein die Tatsache, dass sie sich mit den NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) – Terrorist:innen Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, die unentdeckt im bürgerlichen Untergrund lebten, den Heimatort teilt, gibt ihr Grund für die persönliche Auseinandersetzung mit den faschistischen Tendenzen ihrer alten „Heimat“.

Henrike Naumann spürt immer der Frage nach, wie die Gestaltung von Räumen und Objekten unbewusst auf ihre Bewohner:innen bzw. Konsument:innen wirkt. Möbel, mit denen wir unsere Innenräume ausstatten und die eine vermeintliche Neutralität aufweisen, stellt Neumann infrage, fokussiert sich auf deren ideologische Botschaften und baut eine Brücke zwischen Historie, Innenarchitektur und dem kollektiven Unterbewussten.

Anlässlich ihrer Ausstellung „WESTALGIE“ nimmt uns Henrike Naumann mit ins Jahr 1990.
Ausgangspunkt dieser für den steirischen herbst (2018) entwickelten Arbeit „Anschluss'90“ (2018) ist die Frage, wie Österreich auf die Wiedervereinigung Deutschlands noch hätte reagieren können. Ihr alternatives Geschichtsszenario sieht so aus, dass Österreich sich freiwillig der BRD angeschlossen hätte und damit dem expandierenden BRD-Kapitalismus weitere Absatzmärkte hätte bescheren können. Für das IKOB spinnt sie das Gedankenexperiment weiter. Was – so die Frage – wäre, wenn sich auch die Deutschsprachige Gemeinschaft plötzlich zur BRD hingezogen gefühlt hätte und Teil der BRD geworden wäre? Wie hätte das ausgesehen?

Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Centre d’art contemporain – la synagoge de Delme statt, wo Henrike Naumann 2021 dieselbe Ausgangsfrage – nur eben im Norden Frankreichs – stellte. Um den thematischen Raum des Museums noch in andere Richtungen zu öffnen, lud Henrike Naumann Tom Bogaert und Merle Vorwald ein, das Erdgeschoss zu bespielen.

HENRIKE NAUMANN (*1984, Zwickau, DE) ist eine deutsche, in Theater- und Filmdesign ausgebildete Künstlerin und beschäftigt sich häufig mit Fragen der deutschen Identität. Sie ist in Ostdeutschland geboren, erlebte, dort, wie Neonazis in manchen Landstrichen die dominante Jugendkulturszene darstellten und beschäftigt sich neben der geschichtlichen Seite, ebenfalls mit aktuelleren Geschehnissen, die eben diesen Spiegel der Historie vorhalten. Naumann stellte unter anderem im Centre d’art contemporain – la synagogue de Delme (FR), im Museum Abteiberg, Mönchengladbach (DE) sowie im SculptureCenter, New York (USA) aus. Sie lebt in Berlin.

Parallel eröffnen die Ausstellungen:

24.01.–16.04.2023
Merle Vorwald
DAUERGLOSS

24.01.–16.04.2023
Tom Bogaert
VENDELZWAAIER-FLAGGENWERFER

IKOB
Museum für Zeitgenössische Kunst
/Musée d’Art Contemporain
/Museum of Contemporary Art
Rotenberg 12b, 4700 Eupen
Belgien / Belgique / Belgium
www.ikob.be

Presse





Kataloge/Medien zum Thema: Henrike Naumann



Henrike Naumann:


- Busan Biennale 2018

- Gallery Weekend Berlin 2019

- Kyiv Biennial 2023

- Riga Biennial 2018
Künstler:innen Liste - Gallery Weekend 2024 04 BerlinLa Biennale di Venezia - Biennale Venedig 2024Künstlerinnen Liste Whitney Biennial 2024: Even Better Than the Real ThingTurner PrizeKünstler:innen 2023 / 2021Künstlerliste: 12th Gwangju Biennale 2023Aus unserer Datenbank: Künstlerprogramm des DAAD und documentaAgainst the Logic of War: 5th Kyiv Biennial announces its list of artists6. Biennale der Künstlerinnen im Haus der KunstNeue Künstler*innenliste unter dem Aspekt der MesseteilnahmeNeue Künstler*innenliste unter dem Aspekt der MesseteilnahmeKünstler*liste zur Istanbul Biennale 2022, 17. September – 20. November 2022.Künstler*liste zur Manifesta 14 2022, 22. Juli bis 30. Oktober 2022Künstler*liste zur Berlin Biennale 2022, Still Present! 11. Juni bis 18. September 2022Künstler*liste zur Manifesta 14 2022Künstler*liste zur Whitney Biennale 2022Venedig Biennale 2022 Künstler*innenlisteDie neue Künstler*liste 2023, 2021, 2019documenta fifteen Kassel Künstler*liste und InformationenKünstler*liste Gallery Weekend Berlin 2021 09Künstler*innen, Galerien und die Art Baselsonsbeek20→24Künstler*liste zur 34th Bienal de Sao Paulo – Though its dark, still I singKünstler* mit mehr als 6 Einträgen in unserer Künstler*datenbank. Alphabetische ReihenfolgeKünstlerinnen und InstagramDigitale Bilder / Visualisierungen nach dem Modell GPT3 von OpenAIKünstler* mit mehr als 5 Einträgen in unserer KünstlerdatenbankUntersuchungen zum KunstsystemII. Künstler* sind in der Künstler*datenbank vertreten und haben oder haben nicht an Biennalen teilgenommenKünstler* sind in der Künstler*datenbank vertreten und haben oder haben nicht an Biennalen teilgenommen


Anzeige
Magdeburg unverschämt REBELLISCH


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Alles zur KI Bildgenese


Anzeige
SPREEPARK ARTSPACE

Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Kunsthochschule Berlin-Weißensee




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Galerie Beyond.Reality.




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Meinblau Projektraum




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
GalerieETAGE im Museum Reinickendorf




Anzeige Galerie Berlin

Responsive image
Haus am Kleistpark