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B3 Biennale

Annette Kelm ist erste Trägerin des ART COLOGNE-Preises für junge Kunst


Eingabedatum: 31.10.2005


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Einzelausstellung in der Kölner artothek inklusive Katalog - Wert: 10.000 Euro

Der von der Koelnmesse aus Anlass des 25jährigen Bestehens des Förderprogramms New Talents in diesem Jahr zum ersten Mal gestiftete "ART COLOGNE-Preis für junge Kunst" wird an die Fotografin Annette Kelm verliehen. Kelm wurde ausgezeichnet als "Best of the Best", aus dem Kreis von 25 Teilnehmern des New Talents Programm 2005. Die Entscheidung traf die fünfköpfige Jury bestehend aus Christine Dinges, Leiterin der artothek Köln, Nicolaus Schafhausen, Gründungsdirektor der Europäischen Kunsthalle Köln, Christina Végh, Direktorin des Bonner Kunstvereins, Kathrin Romberg, Direktorin des Kölnischen Kunstvereins und Rita Kersting, Direktorin des Düsseldorfer Kunstvereins.

Der Preis in Höhe von 10.000 Euro besteht aus einer Einzelausstellung in der Kölner artothek im kommenden Jahr inklusive eines Ausstellungskatalogs. Annette Kelm wird von der Berliner Galerie Crone Andreas Osarek vertreten. Auf der diesjährigen ART COLOGNE (28.10.-01.11.2005) zeigt die Galerie Fotografien der Künstlerin in einer Förderkoje. Allein zu Messebeginn wurden 25 Exponate verkauft zu den noch recht günstigen Preisen zwischen 800 und 1.400 Euro. In einem Katalogtext über die Arbeiten von Annette Kelm heißt es: "Vielleicht entspricht die Form der Ordnung von Bildern und Sinnzusammenhängen, so wie Annette Kelm sie entwickelt, dem eigentlichen Wesen von Erinnerungserfahrungen - Erinnerungen tauchen unvermittelt auf, man wird von ihnen getroffen und kann sich ihrer gleichzeitig nicht sicher
sein."

Die Preisverleihung findet am 31. Oktober 2005 um 15.00 Uhr in der Sonderausstellung "25 m²" statt, die von Renate Goldmann kuratierte Jubiläumsschau (Halle 10 Obergeschoss C 52).

Koelnmesse GmbH
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50679 Köln
Tel +49/221-821-2270
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Daten zu Annette Kelm:


- Andrew Kreps Gallery

- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2011

- Bonner Kunstverein

- Frieze London 2013

- Frieze London 2016

- FUTUR PERFEKT. Vollendete Zukunft,Frankfurter Kunstverein 2013

- Galerie Meyer Kainer

- Gallery Weekend Berlin 2016

- Gio Marconi - Gallery

- Herald St - Gallery

- Johann König

- Lyon Biennale, 2007

- Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung

- Marc Foxx

- MoMA Collection

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Taka Ishii Gallery

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

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Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz


- 72.000 Besucher auf der ART COLOGNE 2005
- internationale Sammler waren in Köln
- exzellente Verkäufe in allen Segmenten

"Ich bin das zweite Mal hier und war im vergangenen Jahr mit Shapiro erfolgreich. In diesem Jahr mit Chamberlain. Ich finde die ART COLOGNE sehr frisch, sehr aufregend und großzügig, und es macht Spaß, sich umzuschauen“, so der Kommentar der New Yorker Galerie PaceWildenstein, die zwei Chamberlain-Skulpturen zu erstaunlichen Preisen zwischen 495.000 und 825.000 Euro verkaufte. PaceWildensteins Einschätzung der Messe, die am Dienstag, 1. November 2005, nach fünftägiger Dauer zuende ging, deckt sich mit den meisten Äußerungen seiner Kollegen aus 26 Ländern. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse kommt zu einem ähnlichen Schluss: "Auch wenn durch den Umzug zu Beginn noch einige organisatorische Herausforderungen zu überwinden waren, lässt sich sagen, dass die ART COLOGNE mit Erfolg in die Hallen 9 und 10 umgezogen ist. Das neue Ambiente eröffnet ungeahnte Potentiale und hat maßgeblich zur hervorragenden Stimmung der Veranstaltung beigetragen.“ ART COLOGNE-Direktor Gérard Goodrow: "Ich erfahre überwiegend Zustimmung und die guten Verkäufe tragen das übrige zur Zufriedenheit der Aussteller bei. Auch internationale Sammler haben Köln offensichtlich klar auf ihrem Reiseplan.“ Die 72.000 Besucher haben nach den Beobachtungen von Robert Miller aus New York "mit ihrer Lockerheit, Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit die gute Atmosphäre der Messe wesentlich mitbestimmt“.

Die gute Stimmung auf der Messe war nicht zuletzt begründet durch weitgehend gute Umsätze in allen Bereichen. Zu den Spitzenverkäufen der 39th International Fair for Modern and Contemporary Art zählten Werke von Gerhard Richter (bis in den siebenstelligen Eurobereich) bei Schönewald aus Xanten, Ludorff aus Düsseldorf, Terminus aus München sowie bei Brown aus London. Ferner eine Max Ernst-Skulptur (knapp 600.000 Euro) und eine Fernand Leger-Gouache (320.000 Euro) bei Thomas aus München, ein Hartung-Gemälde (350.000 Euro) bei Fahnemann aus Berlin, ein Gemälde des spanischen Klassikers Manolo Valdés (185.000 Euro) bei Beck & Eggeling aus Düsseldorf, mehrere Wesselmann-Reliefs und -Skulpturen (bis zu 165.000 Euro) bei Benden & Klimczak, Viersen/Köln, zwei Polke-Bilder (je 180.000 Euro) bei Kewenig, Köln/Mallorca, zwei große Marta Pan-Skulpturen (zusammen 250.000 Euro) beim Erstteilnehmer Winter, Wiesbaden, zwei Soulages-Werke (100.000 bis 200.000 Euro) bei Rieder, München, je eine Arbeit der Pop-Artisten Roy Lichtenstein (1,6 Millionen Euro), Robert Rauschenberg (360.000 Euro) und James Rosenquist (360.000 Euro) bei Terminus, München. Inhaber Wilhem J. Grusdat, einer der ca. 40 Rückkehrer: "Es weht ein frischer Wind durch die Hallen. Die Messe ist tatsächlich zu neuen Ufern aufgebrochen. Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

Klassische und zeitgenössische Moderne waren gefragt
Abgesehen von diesen herausragenden Ergebnissen bewegte sich das Gros der Verkäufe zwischen 30.000 und 100.000 Euro. Dies sowohl bei klassischer als auch bei zeitgenössischer Moderne. Hans Maulberger von der gleichnamigen Münchner Galerie: "Die Preisklasse über 100.000 Euro ist augenblicklich schwer zu überschreiten.“ Seine Topseller waren die deutschen Informellen Winter, (28.000 Euro), Dahmen (25.000 bis 60.000 Euro), Cavael (12.000 bis 28.000 Euro) und Berke (18.000 Euro). Utermann, Dortmund, vermittelte von E. L. Kirchner eine Zeichnung und eine Grafik zu 50.000 bzw. 25.000 Euro. Orangerie Reinz, Köln, gab einen Meckseper für 29.000 Euro, eine Antes-Skulptur für 25.000 Euro einen Klinge-Torso für 11.000 Euro, zwei Bronzen von Fautrier (78.000 Euro) und Mataré (25.000 Euro) und diverse Grafiken von Klassikern des Genres zwischen 3.500 und 20.000 Euro ab.

Haas, Zürich, überließ Sammlern eine Tony Cragg-Skulptur, eine Baselitz-Papierarbeit aus der Kölner Sammlung Hahn und ein Graubner-Kissenbild – alle im sechsstelligen Euro-Bereich. Erika Költzsch von der Galerie Hass: "Unsere Erwartungen sind äußerst zufriedenstellend erfüllt worden. Die Menschen finden die Atmosphäre sehr angenehm und sind dadurch kaufbereit.“ Und Edith Rieder aus München machte die Erfahrung: "Die Messe ist wunderbar homogen. Ich habe viele Sammler aus Paris und Frankreichs Süden begrüßen dürfen.“

Zuspruch bei internationalen Galerien
Fortune auch im Sektor der zeitgenössischen Moderne. Der engagierte Sam Francis-Galerist Delaive aus Amsterdam spielte mit neun Arbeiten seines Künstlers Summen zwischen 18.000 und 300.000 Euro ein. Fahnemann, Berlin, erhielt für eine Imi Knoebel-Farbtafel 120.000 Euro und meldete ausverkauft für eine achtteilige Grafikserie zu je 10.000 Euro. Mauroner, Salzburg/Wien, gewann einen Käufer für eine Plessi-Skulptur für 88.000 Euro. Bei Dröscher, Hamburg, bewilligten Käufer für eine "Fingermalerei“ von Arnulf Rainer 33.000 Euro. Strelow, Düsseldorf, meldete Verkäufe einer Knoebel-Tafel für 70.000 Euro und eines Girke-Bildes für 26.000 Euro. Holtmann, Köln, erhielt für ein frühes Vasarely-Bild 90.000 Euro und für ein Beuys-Blatt 18.000 Euro. Holtmann: "Unterm Strich sehr gut gelaufen.“ Hans Mayer, Düsseldorf, spielte mit einem Armleder-Exponat 75.000 Euro, mit einem Gillick-Werk 45.000 Euro und mit Klauke-Arbeiten 80.000 Euro ein. Bei Sprüth Magers Lee (Köln, München, London) erwarben Sammler Arbeiten von Richard Artschwager für 85.000
US-Dollar, Rosemarie Trockel für 25.000 Euro und von Andreas Schulze für 12.000 Euro.

Ein weiteres Segment im Programm der ART COLOGNE ist junge zeitgenössische Kunst, deren Preise mit bis zu 20.000 Euro noch moderat sind. Fündig wurden Sammler bei Secrist aus Chicago: Malerei von Hiero Yokose zwischen 3.000 und 21.000 Euro. Die Galeristin dazu: "Junge Malerei verkauft sich bestens auf der Messe.“ Ochs, Berlin/Peking, überließ Klienten aus seinem reichhaltigen Repertoire junger chinesischer Skulptur und Malerei u.a. 33 Skulpturen, darunter einige zu Gruppen zusammengefasst, zu je 13.800 US-Dollar. Alexander Ochs: "Auch meine fünfte ART COLOGNE ist wie immer gut gelaufen.“

Messeneulinge voll des Lobes
Diana Lowenstein aus Miami machte "erste Erfahrungen mit einer europäischen Kunstmesse“ und war begeistert vom "Zuspruch der Sammler aus Schweden und aus den Niederlanden. Die Besucher der ART COLOGNE sind finanzkräftig. Meine neu gewonnenen Kollegenkontakte sind wunderbar.“ Lowenstein hatte viele hierzulande unbekannte Künstler im Gepäck, fand trotzdem Käufer für Jose Bechara und Tulio de Sagastizabal zu 4.500 bis 8.600 Euro. Der Köln/Berliner Galerist Christian Nagel gab mehrere Arbeiten von Michael Krebber zu je 23.000 Euro ab. Die Hamburger Produzentengalerie erzielten mit dem diesjährigen venezianischen Biennaleteilnehmer Thomas Scheibitz insgesamt 60.000 Euro. Beim Berliner Michael Schultz erzielte eine großflächige Malerei von Seo 30.000 Euro und Cornelia Schleime-Portraits je 35.000 Euro.

"Der Boom der Malerei setzt sich auf dieser Messe auf hohem Niveau fort und ist für Künstler und Sammler interessant“, sagt Klaus Gerrit Friese von der Stuttgarter manuspresse. Auch er hat Grund zum Jubeln: Malereizyklus von Heribert C. Ottersbach (110.000 Euro), vier Karin Kneffel-Leinwände (20.000 bis 28.000 Euro), ein Hartmut Neumann-Bild (5.200 Euro) und vier Pasieka-Zeichnungen (je 3.200 Euro). Rosemarie Schwarzwälder von der Wiener Galerie Nächst St. Stephan, verkaufte ein Panoramabild von Herbert Brandl (41.000 Euro) in die Hamburger Sammlung Falckenberg, drei Bilder von Bernard Frize (29.000 bis 40.000 Euro), drei Federle-Bilder (je um 38.500 Euro) und eine Knoebel-Tafel für 62.000 Euro. Studio La Citta, Verona, übereignete zwei Bilder von David Lindberg (6.000 bis 8.000 Euro), zwei Wandobjekte von Jacob Hashimoto (10.000 bis 15.000 Euro) und eine Malerei von Ettore Spallietti (18.000 Euro).

Spanische und koreanische Kunst setzten Akzente
Besonders zahlreich war diesmal das Kontingent spanischer Teilnehmer. Stellvertretend für seine 22 Kollegen kommt Frederick Pinya von der mallorquinischen Galerie Pelaires zu dem Urteil: "Die ART COLOGNE ist stark geworden und die spanische Kunst hat ein starkes Standing auf diesem Markt.“ Pelaires war erfolgreich mit acht Materialbildern von Guillem Nadal zwischen 6.000 und 18.000 Euro und einem postmodernen Paladino-Gemälde für 50.000 Euro.

Auch Korea war mit zwölf Galerien und einer Sonderschau besonders repräsentativ auf der ART COLOGNE 2005 vertreten. "Ich bin geradezu überwältigt von der Resonanz, die ich hier erfahren habe“, so Dong Jo Chang aus Seoul, der einen Sonderstand ganz junger intermedialer koreanischer Künstler kuratierte. Bei ihm trafen sich und kauften Sammler und Museums-Experten aus Spanien, aus den USA, aus der Schweiz und aus Großbritannien. Er erhielt verbindliche Zusagen für seine Video-Artisten Junebum Park, Jongku Kim, Geun Oh Chang und Kyung Woo Chun. Als besondere Empfehlung für schnelle Kaufentscheidungen bei seinen Besuchern erwiesen sich "die günstigen Preise meiner Künstler“. Einzelne Exponate kosteten zwischen 1.000 und 12.000 Euro.

Nach dem Motto "Die Galeristen müssen wichtige Kunst zeigen, damit die großen Sammler kommen“, so Ben Frija von der Galerie K aus Oslo. Er präsentierte eine großformatige elfteilige Fotofolge von Candida Höfer und verkaufte davon zwei komplette Editionen (je Blatt 30.000 bis 40.000 Euro). Die Münchner Galerie Terminus trennte sich von Blum-Fotografien (zwischen 10.000 und 50.000 Euro). Bei Thomas Zander aus Köln sicherte sich ein Foto-Fan eine 16teilige Fotosequenz aus den 60er Jahren von Diane Arbus für 130.000 €. Der Fotograf Michael Wesely verkaufte bei Fahnemann, Berlin, drei Serien "Ostdeutsche Landschaften“ zu je 13.000 €.

Sammelleidenschaft für Fotografie hält an
Eine Fotoinstallation von Liliana Porter erwarb ein Kenner bei Secrist, Chicago. Max Estrella aus Madrid konnte je eine Fotografie von Dionisio Gonzalez und Roland Fischer für jeweils 12.000 Euro an den Mann bringen. Max Estrella begrüßte an seinem Stand "Kunden aus Spanien, aus Belgien, aus den Niederlanden und aus Deutschland“. L.A. Galerie, Frankfurt am Main/Peking, veräußerte eine zwölfteilige Fotoserie von Tracy Moffatt, je Blatt 3.000 Euro, und je eine Arbeit von Shen Liang, Zeng Hao und Peter Bialobrzeski, zwischen 9.000 und 11.000 Euro.

Bewährt hat sich das Programm New Contemporaries für viele junge Galerien aus dem In- und Ausland. Es war für viele bereits das Sprungbrett ins normale Programm der Messe. Diesmal auch dabei sind Aschenbach + Hofland aus Amsterdam, Sandroni Rey aus Los Angeles und Motive, Amsterdam. Ihr positives Resümee: "Wir haben sehr gut verkauft.“ "Wir haben uns gut geschlagen.“ "Wir sind weitgehend zufrieden.“ Exponate von Michael Krikham, Peter Voss, Hernan Bas und Martine Stig bis zu 9.500 Euro fanden dort Liebhaber.

In der Abteilung New Talents schauten sich sowohl Einsteiger als auch versierte Sammler um. Martina Detterer aus Frankfurt/Main, die in ihrer Förderkoje Ernst Stark vertrat, überzeugte Käufer mit fünf Exponaten. Detterer: "Es kauften ausnahmslos Sammler, die schon seit Jahren sammeln. Alles Leute mit geschultem Blick. Das spricht doch wohl für die richtige Wahl der Jury.“ Über seinen Protegé, Diego Fernandez, ließ Christian Nagel, Köln, verlauten: "Es ist ausgezeichnet gelaufen.“ Teilnehmerin Thea Djordjadze in der Förderkoje von Sprüth Magers Lee (Köln, München, London), kann sich mit ihren zahlreichen Verkäufen sogar schon auf eine "kleine Fangemeinde in Köln“, so Monika Sprüth, berufen. ART COLOGNE-Preisträgerin für junge Kunst, Annette Kelm, vorgestellt von der Galerie Crone Andreas Osarek, Berlin, war mit mindestens 30 Fotografien (zwischen 800 und 1.400 Euro) erfolgreich.

Forum für die unkonventionelle Präsentation von Projekten
Ein Novum der diesjährigen ART COLOGNE war OPEN SPACE – eine kuratierte Kollektivschau mit 40 internationalen Galerien. Sie war sowohl museale Ausstellung als auch Verkaufsforum. Teilnehmer Daniel Buchholz: "Ich halte es für eine große Chance, dort unkonventionelle Projekte zu realisieren, auch vor einem kommerziellen Hintergrund. Das nützt den Künstlern, den Galeristen und der Messe.“ Bestätigt wird diese Aussage vom New Yorker Galeristen Thomas Erben: "Diese Plattform bietet Präsentationsmöglichkeiten für unbekannte Künstler und Positionen im direkten Dialog mit anderen Arbeiten, was im umgrenzten Raum einer Koje nur sehr schwer möglich ist.“ Er freute sich über reges Interesse und gute Verkäufe u.a. für drei Arbeiten von Jenny Scobel, sowie eine kleine und eine große Arbeit von Rashawn Griffin.

Kommerziell interessant war OPEN SPACE auch für Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin, und ihre finnische Fotografin Elina Brotherus. Das gesamte Ensemble von etwa 25 Fotografien (3.800 bis 5.000 Euro) fand Abnehmer. Und für die Organisatoren, die Kölner Agentur Neumann + Luz, zog Kathrin Luz ein positives Resümee: "OPEN SPACE ist ein Experiment – wir hatten Überraschungen einkalkuliert. Dass allerdings der Zuspruch auf allen Seiten – von Galeristen, Künstlern, Sammlern, Besuchern und Medien – so groß war, hat uns selbst noch einmal überrascht.“ Vom Konzept her sei OPEN SPACE alles andere als eine Verkaufsoffensive gewesen. "Umso schöner“, so Kathrin Luz, "dass fast alle auch verkauft haben. Und das teilweise sogar sehr gut.“

"Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die ART COLOGNE ein Marktplatz ist, bei dem die Kunst im Mittelpunkt steht“, so das Fazit von ART COLOGNE Direktor Gérard Goodrow: "Wir wissen nach der diesjährigen Premiere, was in den neuen Hallen möglich ist, und werden kontinuierlich unser Konzept inhaltlich und organisatorisch verbessern.“

Nächster ART COLOGNE Termin: 1. bis 5. November 2006

ART COLOGNE: Ab 2006 Verschlankung auf 180 Galerien - ab 2007 Frühjahrstermin


Die ART COLOGNE 2006 findet vom 1. bis 5. November mit einer auf
ca. 180 Galerien begrenzten Teilnehmerzahl statt. Im kommenden Jahr wechselt die ART COLOGNE ins Frühjahr und wird vom 18. bis 22. April 2007 auf dem Kölner Messegelände veranstaltet. Die COLOGNE FINE ART übernimmt gemeinsam mit der EXPONATEC COLOGNE den Herbsttermin (31.10.-04.11.2007). Die Infrastruktur für die an der ART COLOGNE teilnehmenden Galerien und Besucher wird im Lauf der kommenden zwei Jahre nach und nach optimiert. Open Space wird auf vergrößerter Fläche bei gleich bleibender Teilnehmerzahl (Projekte von rund 40 Künstlern) fortgesetzt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Köln wird intensiviert. - Das sind die wesentlichen Eckpunkte der Veränderungen, die die Geschäftsführung der Koelnmesse für die Weiterentwicklung der Kölner Kunstmessen festgelegt hat. Dazu Gérard A. Goodrow, Direktor ART COLOGNE:
"Mit dieser Weichenstellung hat die Koelnmesse einen mutigen Schritt gemacht, der die Bedeutung der ART COLOGNE für die Koelnmesse und die Stadt Köln unterstreicht. Wir gehen damit den Weg konsequent weiter, den wir mit den Veränderungen in den vergangenen drei Jahren betreten haben."

Teilnehmerzahl auf ca. 180 internationale Galerien begrenzt
Das Zulassungsverfahren zur ART COLOGNE 2006 läuft noch bis in den Juli hinein. "Gemeinsam mit dem ART COLOGNE Committee ist die Koelnmesse bereit, das selbst gesteckte Ziel von insgesamt ca. 180 Teilnehmern unter allen Umständen zu realisieren", so Gérard A. Goodrow. Im Gegensatz zu vielen Verlautbarungen in der Öffentlichkeit stößt die mit der Verschlankung einhergehende Qualitätssteigerung der teilnehmenden Galerien aus dem In- und Ausland auf sehr positive Resonanz. Die Koelnmesse strebt auf der ART COLOGNE einen Auslandsanteil unter den Ausstellern von 50 Prozent an.
Die Angebotsspannbreite von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst bleibt erhalten. Die Qualitätssteigerung wird vor allem im Bereich der zeitgenössischen Kunst sichtbar.

2007 Termintausch der ART COLOGNE mit der COLOGNE FINE ART und der EXPONATEC COLOGNE;
Eine noch viel einschneidendere Veränderung ist im kommenden Jahr der Termintausch der ART COLOGNE mit der COLOGNE FINE ART und der EXPONATEC COLOGNE. Die ART COLOGNE verlässt dann ihren Herbsttermin und findet erstmals im Frühjahr, vom 18. bis 22. April 2007, statt. Im Gegenzug rutschen die COLOGNE FINE ART und die EXPONATEC COLOGNE vom Frühjahr in den Herbst auf den Termin 31. Oktober bis 4. November 2007. Basis für diese Entscheidung bildete u.a. eine im April 2006 durchgeführte Umfrage bei einer Vielzahl bekannter nationaler und internationaler Galerien, die sich mehrheitlich für den Terminwechsel aussprachen. Dieser wird vom Bundesverband deutscher Galerien (BVDG) sowie vom ART COLOGNE Committee ebenso positiv gewertet wie von den ideellen Trägern der COLOGNE FINE ART.
Das sind der Rheinische Kunsthändler-Verband (RKV), der Bundesverband Deutscher Kunstverleger (BDKV) und der Verband Deutscher Antiquare (VDA). So begrüßt Bernhard Wittenbrink, Vorsitzender des BVDG für den Bundesverband Deutscher Galerien, "die Reduzierung der Teilnehmerzahl und die Terminverlegung in das Frühjahr ab kommendem Jahr. Wir freuen uns auf einen spannenden Neubeginn der ART COLOGNE."

"Das Kaufverhalten der Marktpartner (Galerien und Sammler) hat sich - je nach Angebot - vom Herbst weg mehr ins Frühjahr verschoben. Die ART COLOGNE als eine in erster Linie von professionellen Sammlern bevorzugte Kunstmesse profitiert ab 2007 davon mit ihrem Apriltermin und kann den teilnehmenden Galerien ein kauffreudiges und kaufkräftiges Publikum bieten", so Gérard Goodrow. "Mit ihrem Angebot, das die gesamte Kunstgeschichte umfasst, richtet sich die COLOGNE FINE ART an alle Sammler, die ihre Kollektionen ergänzen oder peripher anreichern wollen. Für diese Klientel ist der Herbsttermin optimal."

Optimierung der Infrastruktur für Aussteller und Besucher
In den kommenden zwei Jahren investiert die Koelnmesse in die Infrastruktur für Aussteller und Besucher der ART COLOGNE. Diese Optimierungen betreffen Technik und Ausstattung der Ausstellungshallen ebenso wie die Gastronomie.
Gemeinsam mit einem verbesserten Leitsystem in den ART COLOGNE-Hallen und auf dem Kölner Messegelände tragen sie erheblich zur Attraktivitätssteigerung der Kölner Kunstmessen bei. So ist geplant, auf jeder Hallenebene ein Full-Service-Restaurant einzurichten, das sich im Design und mit seinem Speisenangebot an der dort schwerpunktmäßig ausgestellten Kunst orientiert.

Engere Zusammenarbeit der ART COLOGNE mit der Stadt Köln
Die ART COLOGNE und die Stadt Köln wollen ihre Zusammenarbeit zukünftig intensivieren. Das haben die Stadt, vertreten durch Kulturdezernent Professor Georg Quander, und die Koelnmesse vereinbart. Das betrifft vor allem die Zusammenarbeit mit den Kölner Museen. Die ersten Ergebnisse dieser engeren Kooperation stehen schon in diesem Jahr auf der Agenda. So werden unter dem Titel "Errors in English" Arbeiten der ART COLOGNE-Preisträgerin für junge Kunst des Jahres 2005, Annette Kelm, vom 6. Juli bis 29. August 2006 in der Kölner artothek des Kölnischen Stadtmuseums gezeigt. Der "Orange Blue Kunstpreis" der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken - Preisträger 2006 ist der Mexikaner Gabriel Rozco - findet am 2. November 2006 im Museum Ludwig statt. Der von der Kulturstiftung NRW gestiftete "Nam June Paik-Preis", bei dem die ART COLOGNE Kooperationspartner ist, wird während der Kölner Kunstmesse, voraussichtlich am 5. November 2006, im Kölner Museum für Angewandte Kunst in der dortigen Ausstellung des Preisträgers verliehen. Und traditionell findet die Verleihung des "Wolfgang-Hahn-Preises" der Gesellschaft für moderne Kunst am Museum Ludwig am Vorabend der Vernissage der ART COLOGNE im Museum Ludwig statt.

"Wie Sie sehen, haben wir die Zusammenarbeit schon für 2006 intensiviert", so Professor Quander: "Nun ist die Entscheidung für Terminwechsel und Verschlankung nach anfänglich kontroverser Diskussion einvernehmlich von den Galerien, der Stadt und der Messe getroffen und diese Entscheidung ist richtig." Die Stadt werde daran arbeiten, dass Veranstaltungen von herausragendem Format - nicht nur in den Museen, sondern auch in der Philharmonie und im Opernhaus - stattfinden. "Die Koelnmesse und die Kölner Kulturszene sind offen für neue Impulse und entschlossen, sie umzusetzen", so Kölns Kulturdezernent: "Wir schaffen ab 2007 einen attraktiven Kulturfrühling in Köln mit der ART COLOGNE als Nukleus."

Positives Echo der Kölner Galerienszene auf die Änderungen
Die Veränderungen bei der ART COLOGNE hat die Geschäftführung der Koelnmesse einem Teil des Vorstands des BVDG und einem kleinen Kreis wichtiger Kölner Galerien am 05.05.2006 vorgestellt. Die Resonanz war einhellig positiv.
Gisela Capitain und Christian Nagel: "Wir sind sehr zufrieden mit der gemeinsamen Entscheidung, die ART COLOGNE ab 2007 ins Frühjahr zu verlegen. Wir sind der Überzeugung, dass mit dem verlagerten Termin und der Neugestaltung die ART COLOGNE wieder zu den führenden internationalen Kunstmessen gehören wird." Thomas Zander ergänzt: "Die Lösungen sind weit reichend. Ich bin sehr froh darüber, dass die Impulse aus der Galerienszene von der Messe wahrgenommen werden. Nun liegt es bei uns allen - Koelnmesse und Galerienszene - das Projekt ART COLOGNE voranzutreiben." Aufgrund der positiven Reaktion nach dem Meeting ist die Koelnmesse überzeugt, dass auch die internationalen Top-Galerien - nicht nur aus Köln - die ART COLOGNE weiterhin mit ihrer Teilnahme tatkräftig unterstützen.