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B3 Biennale

Phyllida Barlow erhält den Kunstpreis Aachen 2012


Eingabedatum: 17.11.2011

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Die englische Künstlerin Phyllida Barlow erhält im kommenden Jahr den Kunstpreis Aachen. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre einem bildenden Künstler verliehen, dessen Arbeiten der internationalen Kunstszene nachhaltige Impulse geben. Mit dem Preis verbunden ist eine Einzelausstellung im Ludwig Forum für Internationale Kunst – diesmal vom 13. Mai bis zum 26. August 2012. Die Preisverleihung und Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, 13. Mai 2012 im Ludwig Forum statt. Laudator ist Chris Dercon, Direktor der Tate Modern und Jurymitglied 2012.

Phyllida Barlow, 1944 im englischen Newcastle geboren, arbeitet hauptsächlich mit Skulpturen. Ihre Materialien entsprechen dabei einer Ästhetik des Rohen und Einfachen. Gips, Zement, Kunststoff, Holz sowie Textilien gehören zu ihren favorisierten Arbeitsmaterialien. Diese unterstützen das Herausarbeiten grundlegender Gegensätze, die von Barlow als gestalterische und inhaltliche Kontraste thematisiert werden. Ihre Arbeiten sind durch einen konsequenten Ortsbezug gekennzeichnet. Skulpturen und deren Setzung provozieren stets eine Reaktion, eine Haltung, eine Emotion oder eine Handlung. Auf diese Weise werden die Formen politisch oder sozial wirksam. Durch körperhafte Dimension und ihre Materialität treten die Objekte so in einen direkten Kontakt mit den Besuchern. Eine distanzierte Betrachtungsweise ihrer Arbeiten ist kaum möglich. An ihre Stelle tritt die unmittelbare, physische Erfahrung. Die Zerstörung der meisten ihrer Arbeiten nach Ausstellungs-Ende begreift die Phyllida Barlow als Aufwertung des Präsenzaspektes.

Zur Jury des Kunstpreises Aachen 2012 gehörten neben Chris Dercon noch Marion Ackermann (Direktorin, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf), Dr. Brigitte Franzen (Direktorin, Ludwig Forum, Aachen), Ernst Höhler (Vorsitzender Verein der Freunde des Ludwig Forum) sowie Dirk Snauwaert (Direktor, Wiels Centrum voor Hedendaagse Kunst, Brussel). Der Kunstpreis Aachen ist eine Stiftung des Vereins der Freunde des Ludwig Forum für internationale Kunst e.V. und wird durch eine Kooperation der Stadt Aachen und der Aachener Wirtschaft ermöglicht.

Bisherige Träger des Kunstpreises Aachen waren Pawel Althamer (2010), Aernout Mik (2008), Roman Signer (2006), Andreas Slominski (2004), Tacita Dean (2002), Michael Asher (2000), Richard Tuttle (1998), Katharina Fritsch (1996), Christian Boltanski (1994), On Kawara (1992), Ilya Kabakov (1990), Richard Long (1988), A.R. Penck (1985) und Luciano Fabro (1983).

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Daten zu Phyllida Barlow:


- Allied Editions

- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2013

- Biennale Venedig 2017 Pav

- Carnegie International 2013

- evn sammlung

- Frieze London 2016

- Kunstpreis Aachen

- Kunstverein Nürnberg

- Migros Museum, Sammlung

Weiteres zum Thema: Phyllida Barlow



Phyllida Barlow - BAWAG Contemporary, Wien


Phyllida Barlow (geb. 1944 in Newcastle upon Tyne) beschäftigt sich seit mehr als vier Jahrzehnten mit dem Stadtraum als Ausgangspunkt ihrer experimentellen und prozesshaften Produktion. Müll, verwaiste Baustellen, Fahnen und Schilder, Rampen, Gitter und Litfaßsäulen, all jene Dinge, die aus dem Leben der der Großstadt nicht wegzudenken sind, bergen ein politisches Potenzial, das Phyllida Barlow dekonstruiert und demystifiziet, um neue Sichtweisen zu eröffnen.

Barlows Auffassung von Skulptur, die noch mit den dürftigsten Mitteln wie Gummi, Abdeckplanen, Klarsichtfolien, Asphalt, Beton, Farbe, Stoffabfällen, Holzpaletten, Zement, Styropor, Gips, Karton und Kabeln eine gelungene Form findet, steht sich als Gegenentwurf zur traditionellen Skulptur als Territorium der Permanenz.
Die Arbeiten Barlows, die als erste Frau an der Slade School of Fine Arts unterrichtet und Gastprofessorin am Royal College of London ist,
lassen ein feines Netz aus Bezügen zwischen Materialien und Räumen entstehen.
Die Ausstellung "Street" in der BAWAG Contemporary zeigt sieben neue Arbeiten der Künstlerin.

Abbildung:
Phyllida Barlow, STINT, 2008, untitled: banners
© Fabian Peake and Francis Ware

Ausstellungsdauer: 9.9. – 27.10. 2010

Öffnungszeiten täglich 14:00 – 20:00 Uhr

BAWAG Contemporary
Franz Josefs Kai 3
1010 Wien

ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine 2011


Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung, die seit 2006 jährlich von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine in Kooperation mit der ART COLOGNE vergeben wird, geht in diesem Jahr an den Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft. Die Preisverleihung findet am 16. April 2011 auf der ART COLOGNE statt. Die Jury würdigte ausdrücklich ebenso die Arbeit der Freunde Aktueller Kunst in Zwickau: ein Kunstverein, der mit dem Nürnberger kaum zu vergleichen und doch in der Weise geeint ist, wie er mit Herzblut und Leidenschaft geleitet und positioniert wird.

Der Kunstverein Nürnberg, gegründet 1792, ist der älteste Kunstverein Deutschlands. Er steht beispielhaft für die seit über 200 Jahren von bürgerschaftlichem Engagement getragene Institution Kunstverein – ein in seiner Betonung gerade der zivilgesellschaftlichen Teilhabe an zeitgenössischer Kunst weltweit einzigartiges Modell. „In herausragender Weise gelingt es dem Kunstverein Nürnberg, einerseits die Verbundenheit mit der Tradition aufrechtzuerhalten und zu pflegen und andererseits dem Anspruch nach stetiger Erneuerung gerecht zu werden“, so das Urteil der Jury.

Der Kunstverein bietet ein ebenso zeitgenössisches wie international ausgerichtetes Programm, das vor Ort eng mit entsprechenden Vermittlungsangeboten verzahnt wird. Zuletzt beteiligte sich die Albrecht Dürer Gesellschaft mit der Ausstellung „Mental Archaeology“ an dem Austauschprojekt „Thermostat“ zwischen französischen Centres d’Art und deutschen Kunstvereinen. Bemerkenswert sei nach Meinung der Jury der Dialog, den der Kunstverein zu den Nürnberger Institutionen wie zur Szene in Gang gebracht hat: „Direktorin Kathleen Rahn und ihrem Team ist innerhalb der Stadt der begrüßenswerte Schulterschluss zwischen verschiedenen kulturellen Akteuren gelungen.“ (Informationen zum Kunstverein unter: kunstvereinnuernberg.de)

Aber auch die Arbeit des 1998 in Zwickau gegründeten und ehrenamtlich geleiteten Kunstvereins Freunde Aktueller Kunst beeindruckte die Jury so nachhaltig, dass sie ihre offizielle Anerkennung ausspricht. Sehr ambitioniert, mit Initiativgeist und stets auf der Suche nach neuen Formaten behauptet sich der Kunstverein in der sächsischen Kreisstadt. Besonders hervorgehoben wurden das Stadtraum-Projekt „Brühlette Royal – Peripherie als Zentrum“ sowie das stetige Engagement vor Ort (u. a. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, „Zwickauer Kulturnacht“). (Informationen zum Kunstverein unter: freunde-aktueller-kunst.de)

Mitglieder der Jury waren in diesem Jahr: Sabrina van der Ley (Galerie der Gegenwart, Hamburg), Stephan Adamski (Adamski Gallery, Aachen/Berlin), Ulrich Kavka (Kunstwissenschaftler, Schwerin), Dr. Thomas Köhler (Berlinische Galerie), Hans-Jürgen Hafner (Kunstkritiker, Berlin).

Die Preisverleihung findet am Samstag, 16. April 2011, um 16 Uhr im OPEN SPACE der ART COLOGNE statt.

Begrüßung: Daniel Hug, Direktor ART COLOGNE, René Zechlin, Vorstand ADKV

Laudatio: Peter Gorschlüter, stellv. Direktor MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt

Statement: Kathleen Rahn, Direktorin Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft

Abbildung: Copyright Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft: v.l.n.r. Orlane Durand (Kuratorin), Peter Naumann (Vorsitzender), Kathleen Rahn (Direktorin) vom Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft, Foto: Stephan Minx, 2011 in der Ausstellung von Phyllida Barlow

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV)