Städel Museum erhält Schenkung

15 Werke aus der Privatsammlung von Benedikt Taschen


Eingabedatum: 13.11.2013

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Die Städelsche Sammlung der Gegenwartskunst erhält bedeutenden Zuwachs: Verleger und Kunstsammler Benedikt Taschen schenkt dem Städel Museum ein Konvolut von insgesamt 15 Arbeiten aus seiner privaten Sammlung. Die Schenkung umfasst Werke von namhaften Künstlern, darunter außergewöhnliche Arbeiten der deutschen Malerei der 1980er-Jahre von Werner Büttner, Martin Kippenberger, Markus Oehlen, Albert Oehlen, Walter Dahn, Jiri Georg Doukoupil und Andreas Schulze sowie skulpturale Positionen von Georg Herold, Hubert Kiecol, Terence Koh und Paul McCarthy. Ein Teil der Arbeiten ist ab sofort in der Neupräsentation des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in den Gartenhallen des Städel zu sehen.

ÖFFNUNGSZEITEN
ab 23.10. während der Dürer-Ausstellung
Di, Mi, Sa, So 10.00–19.00 Uhr
Do + Fr 10.00–21.00 Uhr

STÄDEL MUSEUM
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main
staedelmuseum.de/

pm







Daten zu Werner Büttner:


- Art Basel 2013

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel, 2006

- Kunstverein Hamburg

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

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Max Liebermann in der Kunsthalle Göppingen (23.11.03-21.3.04)


Neben rund 120 Grafiken von Max Liebermann werden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern (Werner Büttner, Rineke Dijkstra, Bernhard Fuchs, David Hockney, Jaume Plensa, Annelies Strba) gezeigt, die auf Liebermann Bezug nehmen.

Pressemitteilung / Auszug: "Die Ausstellung "Max Liebermann. Das Lebendige ist das A und O aller Kunst" gibt mit rund 120 Grafiken einen eindrucksvollen Überblick über Werk des deutschen Spätimpressionisten. In der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch ist das grafische Werk Liebermanns fast vollständig vertreten. Handzeichnungen und einige Gemälde ergänzen den umfangreichen Liebermann-Bestand auf Schloss Filseck. . . .

Seit den 1870er Jahren galt Max Liebermanns Interesse den Darstellungen von einfachen, arbeitenden Menschen, die mit genügsamer Selbstverständlichkeit ihrer Tätigkeit nachgehen. Allerdings wird gerade dieser Blick auf das Unspektakuläre zu einem Affront gegen den Geschmack der bürgerlichen Gesellschaft, der der junge Künstler als Sohn einer reichen jüdischen Fabrikantenfamilie selbst entstammte. Mit seinen Alltagsszenen, seinen Darstellungen von Handwerkern, Bauern und Arbeitern wird Liebermann in den Augen der konservativen Kritik zum „Apostel der Häßlichkeit“. In diesen Jahren wurde das geliebte Holland für ihn zu einer künstlerischen Wahlheimat. „In der Intimität liegt seine Schönheit. Und wie das Land, so seine Leute: nichts Lautes, keine Pose oder Phrase.“, schreibt Liebermann 1901. Noch dazu bot Amsterdam im Gegensatz zur rasanten Hektik anderer Metropolen eine überschaubare und anheimelnde städtische Atmosphäre. Liebermann war fasziniert vom Treiben im Amsterdamer Judenviertel. In zahllosen Blättern bannt er die Dynamik der Massen, die er in den späteren Studien fast expressiv auffasst. Bilden diese Studien einen Schwerpunkt der Ausstellung, so fasziniert in gleicher Weise die umfangreiche Gruppe der Strandszenen. An den Stränden von Katwijk, Scheveningen und Zandvoort, an Fluss- und Seeufern in Kösen und in Todtmoos im Schwarzwald wurde Liebermann immer wieder zum Beobachter des unbefangenen Badevergnügens. Die Entwicklung dieses Motivs zeigt, wie sich die Figuren aus der anfänglichen Erstarrung zu quirliger Lebendigkeit entwickeln. Das unzählig variierte Motiv der badenden Knaben dokumentiert Liebermanns Wende vom Naturalismus zu einer impressionistischen Sichtweise, die dem Zauber des flüchtigen Augenblickes gewidmet ist. Nicht mehr dem tätigen Menschen gilt seine Aufmerksamkeit, sondern dem vom Alltag losgelösten, bürgerlichen Müßiggänger. Restaurant-Terrassen und Wirtshausgärten in Hamburg und Berlin, Seebäder und Promenaden sind die Orte der Highsociety. Dabei bietet das mondäne sportliche Treiben, vor allem der Tennis- und Pferdesport mit seiner momentanen Bewegungsdramatik die reizvollsten Motive. Zudem schuf Liebermann in seinen späteren Jahren eine umfangreiche Porträtgalerie, eine Art Who's who für die Jahre 1890 bis 1930. Kaum jemand mit Rang und Namen aus Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft fehlte. Seit der Jahrhundertwende macht Liebermann verstärkt die eigene Erscheinung zum Gegenstand seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Die Selbstbildnisse Liebermanns, die in der Kunststiftung Bönsch zahlreich vertreten sind, eröffnen einen nahen Blick auf die Person des Künstlers, der sich selbst charakterisiert. „Ich bin in meinen Lebensgewohnheiten der vollkommenste Bourgeois: ich esse, trinke, schlafe, gehe spazieren und arbeite mit der Regelmäßigkeit einer Turmuhr. [....] Mein Leben war und ist Mühe und Arbeit. [...]“ . . .

In einem eigenen Kabinett, das die umfangreiche Werkschau Max Liebermanns ergänzt, schlagen sechs Bilddialoge einen Bogen zur Gegenwartskunst. Ausgewählte Arbeiten von Werner Büttner, Rineke Dijkstra, Bernhard Fuchs, David Hockney, Jaume Plensa und Annelies Strba befragen die Liebermann'schen Werke aus zeitgenössischer Sicht. "

Abbildung: Kunststiftung Bönsch: Max Liebermann, Selbstbildnis, 1924

Ausstellungsdauer: 23. November 2003 - 21. März 2004
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-17, Sa, So und an Feiertagen 11-18 Uhr

Kunsthalle Göppingen | Marstallstr. 55 | D-73033 Göppingen | Tel.: 07161 650-777
kunsthalle-goeppingen.de


Krieg - Medien - Kunst - Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen (23.10.04 - 09.01.05)


Rund 70 Positionen deutscher Künstler seit den sechziger Jahren werden zum Thema Krieg und Medien befragt. Darunter, u.a. Klaus vom Bruch, Jörg Herold, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Ute Weiss Leder.

"Die deutschen Künstler und Künstlerinnen der Ausstellung entstammen Generationen, die selbst nie Kriege erlebt haben, sondern diese größtenteils durch unterschiedliche Medien vermittelt bekamen - vom Zweiten Weltkrieg über Vietnam- und Golfkrieg bis hin zum Irakkrieg 2003. Auffällig ist, dass sie die Vermittlungs- und Erinnerungsmedien in ihren Kunstwerken neben der Kriegsthematik selbst mitthematisieren und damit die jeweiligen gesellschaftlichen Deutungs- und Erfahrungsprozesse vielfältig reflektieren.

Unter Medien werden dabei nicht nur die Massenmedien - Zeitung, Fernsehen und Internet - verstanden, deren Kriegsberichterstattung von Künstlern aufmerksam verfolgt und verarbeitet wird. Vielmehr werden auch Werke gezeigt, die sich auf Erinnerungsmedien wie Denkmale und Orden, historisch belastete Symbole und Gesten, Dokumentar- und Amateurfotografie oder auch individuelle mündliche Erzählungen beziehen. Andere Werke rekurrieren auf wissenschaftliche Visualisierungsformen wie Kartografie und auf Medien, die dem militärischen Blick dienen, wie Luftaufnahmen und Radar.

Interessant sind zudem die unterschiedlichen künstlerischen Strategien. In der Ausstellung werden Werke, die eindeutig Stellung beziehen und Aufklärung betreiben, neben solchen präsentiert, die ambivalent bleiben, oder solchen, die einen ernsthaften Umgang mit der Thematik gar verweigern und damit den an Kunst gestellten Anspruch, gesellschaftlich relevant zu sein, hinterfragen.

Wie deutsche Künstler und Künstlerinnen sich der Kriegsthematik seit den sechziger Jahren stellen und welche Aspekte von vergangenen und jeweils aktuellen Kriegen sie in ihren Werken aufgreifen, wird in der Ausstellung mit rund 70 Werken veranschaulicht." (Quelle / Presse /
Städtische Galerie)

Künstlerliste: Heiner Blum, KP Brehmer, Werner Büttner, Klaus vom Bruch, Ingo Günther, Jörg Herold, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Markus Lüpertz, Gerhard Richter, Sigrid Sigurdsson, Wolf Vostell, Matthias Wähner, Ute Weiss Leder, Rainer Wittenborn

Foto: Copyright: Ute Weiss Leder, Ordenskissen aus der Installation SLAWA (Ruhm) 1992

Ausstellungsdauer: 23.10.2004 - 09.01.2005

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14.00-18.00Uhr | Donnerstag 14.00-20.00 Uhr | Samstag, Sonntag, Feiertag 11.00-18.00 Uhr | Montag geschlossen

Städtische Galerie | Hauptstraße 60-64 | 74321 Bietigheim-Bissingen |
Tel.: 07142 / 74 483