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B3 Biennale

Internationaler Nam June Paik Award 2016 an Lawrence Abu Hamdan

Oktober 2016
Eingabedatum: 28.10.2016

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Zum achten Mal wurden am Donnerstag, 27. Oktober der von der Kunststiftung NRW mit 25.000 Euro dotierte Internationale Nam June Paik Award und der mit 15.000 Euro dotierte Nationale Nam June Paik Award verliehen. Die Jury hat einstimmig Lawrence Abu Hamdan mit seiner Installation „Earshot“ (2016) als Sieger des Internationalen Nam June Paik Award 2016 bestimmt. Der nationale Preis geht an Tamaki Watanabe und Walter Zurborg. Staatsminister a.D. Dr. Fritz Behrens, Präsident der Kunststiftung NRW, und Staatssekretär Bernd Neuendorf, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichen die Preise in feierlichem Rahmen im Museum Folkwang.

Die Werke aller vier für den internationalen Preis nominierten Künstlerinnen und Künstler sind vom 28. Oktober 2016 – 8. Januar 2017 in einer Ausstellung im Museum Folkwang, Essen, zu sehen: Lawrence Abu Hamdan (Beirut, Libanon und London, Großbritannien), Trisha Baga (New York, USA), Neïl Beloufa (Paris, Frankreich) und Katja Novitskova (Amsterdam, Niederlande und Berlin, Deutschland).

Der internationalen Jury gehörten an: Dara Birnbaum, Künstlerin (New York, USA), Dr. Penelope Curtis, Direktorin Calouste Gulbenkian Museum (Lissabon, Portugal), Joanna Mytkowska, Direktorin Museum of Modern Art (Warschau, Polen), Rolf Quaghebeur, Direktor Argos, Center for art and media (Brüssel, Belgien) und Akram Zaatari, Künstler (Beirut, Libanon).

Die Jury begründet ihr Urteil: „Mit seiner Installation hat Lawrence Abu Hamdan einen offenen Raum geschaffen, in dem wir uns präzise auf seinen Gegenstand fokussieren können, das meint auf die Repräsentation und auf unsere eigene Rolle als Betrachter. Das Thema der Darstellung von Gewalt ist von großer zeitgenössischer Relevanz und der Künstler ermutigt uns, grundlegende moralische Fragen auf unterschiedliche Weise zu diskutieren.“ Die Jury hebt insbesondere hervor, auf welche Art und Weise Lawrence Abu Hamdan in seinem Werk wissenschaftliche Analyse mit einer ruhigen emotionalen Intensität kombiniert.

Für den Nationalen Nam June Paik Award 2016 waren Malte Bruns (Düsseldorf), Henning Fehr & Philipp Rühr (Köln) und Walter Zurborg & Tamaki Watanabe (Goldenstedt) nominiert. Der Nationale Preis ermöglicht qua Preisgeld die Realisierung einer neuen Arbeit von Walter Zurborg & Tamaki Watanabe, welche in der Ausstellung zum Nam June Paik Award 2018 zu sehen sein wird.

Manuel Graf wurde 2014 mit dem Nationalen Preis (ehemals Förderpreis) ausgezeichnet und ist nun mit seiner Arbeit „Marbles“, 2016, im Museum Folkwang zu Gast.

Der nach dem Medienpionier Nam June Paik benannte Wettbewerb wurde 2002 im NRW-Forum in Düsseldorf erstmals durchgeführt und nach weiteren Stationen in Dortmund, Köln, Bochum und Krefeld kooperiert die Kunststiftung NRW bei der Durchführung und der Präsentation in diesem Jahr mit den Museum Folkwang in Essen. Von den hochwertigen Exponaten der Moderne aus der Sammlung Osthaus umfangen, zeigen die vier Shortlist-Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Preises komplexe Rauminstallationen. Als Vertreter der sogenannten Post-Internet Art gehört für die Generation der in den 1980er Jahren Geborenen die Verschränkung von Realität und Digitalität zur alltäglichen Lebens-wahrnehmung.
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„Der Name der Preises - Nam June Paik Award - ist eine Hommage an den herausragenden Komponisten und Medienkunstpionier. Die Auszeichnung ergänzt die vielfältigen Aktivitäten unseres Landes in der Medienkunst. Der nationale Preis honoriert insbesondere die Arbeit junger Künstlerinnen und Künstler und stellt sie in einen internationalen Kontext. Mein herzlicher Glückwunsch geht an Lawrence Abu Hamdan“, sagte Kulturstaatssekretär Bernd Neuendorf anlässlich der Verleihung.
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Museumsplatz 1
45128 Essen
T +49 201 8845 160
museum-folkwang.de
namjunepaikaward.org/

Presse











Daten zu Lawrence Abu Hamdan:


- Contour Biennale 8 2017

- Göteborg Biennale 2017

- Liverpool Biennial 2016

- Sharjah Biennial 13, 2017

- Taipei Biennale 2012

Weiteres zum Thema: Lawrence Abu Hamdan



Rundgänge an den Kunsthochschulen


Rundgang an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB)
11. bis 14. Februar 2016

Eröffnung: Donnerstag, 11. Februar 2016, 18 Uhr
Es spricht: Prof. Dr. Ana Dimke, Rektorin HGB Leipzig

Vom 11. bis zum 14. Februar 2016 findet der kommende Rundgang an der HGB Leipzig statt. Während dieser vier Tage gewinnen die Besucher einen umfassenden und spannenden Einblick in die Arbeit der Leipziger Kunsthochschule. Studierende, DiplomandenInnen und MeisterschülerInnen aus den vier Diplom-Studiengängen:
· Malerei / Grafik,
· Fotografie,
· Buchkunst / Grafik-Design und
· Medienkunst

zeigen aktuelle Arbeitsergebnisse. Zum Rundgang wird traditionell das gesamte Hochschulgebäude genutzt, d.h. die Galerie, der Festsaal, die Flure und Klassenräume, Teile der Werkstätten sowie sämtliche Ateliers im Haus sind während dieser Tage für die Gäste geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten zum HGB-Rundgang 2016:
Donnerstag, 11. Februar: 18 – 24 Uhr
Freitag, 12. Februar: 11 – 22 Uhr
Samstag, 13. Februar: 11 – 22 Uhr
Sonntag, 14. Februar: 11 – 20 Uhr


Hochschule für Grafik und Buchkunst
Academy of Fine Arts Leipzig
Wächterstraße 11 | D-04107 Leipzig
hgb-leipzig.de

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Städelschule Rundgang 2016
12. – 14. Februar 2016

Feierliche Eröffnung: Freitag, 12. Februar, 18 Uhr, Mensa

Donnerstag, 11. Februar:
Pressegespräch: 11 Uhr, Dürerstraße 10, Rektorat

Freitag, 12. Februar:

Vortrag: DIS, Künstlerkollektiv, New York, 14 Uhr, Aula
Eröffnung mit Preisverleihung: 18 Uhr, Mensa, Dürerstr. 10
Portikus Ausstellungseröffnung Lawrence Abu Hamdan: 20 Uhr, Portikus, Alte Brücke 2, Maininsel
Rundgang Party: 22 Uhr, Daimlerstr. 32 (Eintritt: 5€)

Samstag, 13. Februar:
Gespräch Willem de Rooij & Philippe Pirotte, 14 Uhr, Aula
"The Feast", kulinarisches Experiment der Architekturklasse, 6-Gänge Menü, 19 Uhr, Mensa, Dürerstr. 10
Nur mit Reservierung

Sonntag, 14. Februar:
Daimler Matinée: Brunch & Live-Musik, ab 12 Uhr, Daimlerstr. 32

Durchgehend:
Filmprogramm im großen Kinosaal des Filmmuseums
Film- & Videoarbeiten der Studierenden, Eintritt frei, Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41

Mensa in der Dürerstr. 
täglich 10 - 20 Uhr 

Durchgehend warme und kalte Speisen unter wechselnder Konzeption von Studierenden der drei Fachrichtungen.

Bibliothek der Städelschule& täglich 10 - 18 Uhr
Informationen zum Studium, Verkauf von Studenteneditionen & -publikationen, Bücherflohmarkt

Staatliche Hochschule für Bildende Künste - Städelschule
Dürerstraße 10, Dürerstraße 24 & Daimlerstraße 32
D-60596 Frankfurt am Main
Tel +49 (0) 69 6050 08-0
staedelschule.de

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Alanus Hochschule - Tage der offenen Tür

Vom 18. bis 20. März 2016 lädt die Alanus Hochschule zu den Tagen der offenen Tür ein.
Unter dem Motto „Augen.Blick.Mal“ präsentieren wir an unseren beiden Standorten ein abwechslungsreiches Kulturprogramm: Führungen durch die Ateliers, aktuelle Bühnenprojekte der Schauspiel- und Eurythmiestudenten, Workshops und Vorträge über gegenwärtige Forschungsprojekte.
Drei Tage lang geben wir Einblicke in das breite künstlerische und wissenschaftliche Spektrum der Hochschule.
Zu allen Studiengängen finden zudem zahlreiche Informations- und Beratungsveranstaltungen statt.
Das Programm steht ab Mitte Februar 2016 hier zum Download zur Verfügung.

Alanus Hochschule gGmbH // Villestraße 3 // 53347 Alfter bei Bonn
Tel. (0 22 22) 93 21-0 // Fax (0 22 22) 93 21-21 // www.alanus.edu
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Zwar fand der jährliche "Rundgang" der Kunstakademie Düsseldorf schon im Januar statt. Aber für die Öffentlichkeit ist die Semesterschlußausstellung ab 27. Februar 2016 geöffnet. Täglich von 9.00 bis 20.00 Uhr,
samstags und sonntags von 10.00 bis 20.00 Uhr.

Jahresausstellung der Studierenden
täglich von 10 - 20 Uhr
Eintritt frei

Kunstakademie Düsseldorf
Eiskellerstr. 1
40213 Düsseldorf
kunstakademie-duesseldorf.de/

Wir Flüchtlinge – Von dem Recht, Rechte zu haben


Der Badische Kunstverein veranstaltet vom 22. April bis 12. Juni 2016 ein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm zu den Themen Migration und Flucht. Hannah Arendts Essay „Wir Flüchtlinge“ gibt dem Ausstellungsprojekt Titel und konzeptuellen Leitfaden vor. In ihrem Essay, der 1943 unter dem Titel „We Refugees“ erschien und erst 1986 ins Deutsche übersetzt wurde, macht sich die Philosophin ausgehend von ihrer eigenen biografischen Situation über den Status von so genannten Flüchtlingen Gedanken und wendet sich gegen die üblichen Strategien ihrer Assimiliation. Arendt plädiert für das Recht der Migrant_innen, politisch aktiv zu werden und an gesellschaftlichen Praktiken teilzuhaben. Als „Avantgarde ihrer Völker“ stellen sie politische Prinzipien wie Nationalstaatlichkeit, Staatsbürgerschaft und Territorialität notwendig in Frage.

Ausgehend von Arendts richtungsweisenden Gedanken und angesichts einer aktuellen Migrationsbewegung mit über 60 Millionen Menschen nimmt das Projekt im Badischen Kunstverein Wanderung und Migration aus verschiedenen Perspektiven in den Blick. Teilnehmer_innen aus Kunst, Theorie und aktivistischer Praxis sind eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren und miteinander in einen Dialog zu treten. Die Formate reichen dabei von Dokumentar- und Kurzfilmen über Texte, Fotografien und Zeichnungen bis hin zu Performances, Installationen und Objekten. Neben einzelkünstlerischen Arbeiten präsentieren Ausstellung und Vortragsprogramm verschiedene Kollektive und Netzwerke.

Die Frage nach Identität ist zentrales Thema der Ausstellung, in der auch Aspekte wie Gender, Queer und Migration angesprochen werden. Rassismen in der Gesellschaft werden aufgedeckt, Begrifflichkeiten, Sprachregelungen und Sprachbarrieren kritisch hinterfragt. Es geht aber auch ganz konkret um die Visionen der Menschen und ihrer Lebensrealitäten auf der Flucht, an den Grenzen und in den Unterkünften. Der Rechtsstatus der Staatenlosen ist Thema einiger Arbeiten, während sich die Staatenlosen längst selbst politisieren. Einige der gezeigten Projekte und Arbeiten bieten auch konkrete Handlungsoptionen an, die in der Ausstellung nutzbar werden.

Die Ausstellung und das Veranstaltungsprogramm im Badischen Kunstverein markieren den Versuch, im Arendtschen Sinne die Diskussion über Flucht und Migration mit einem Blick nach vorne zu führen: Innerhalb einer eigens für die Ausstellung konzipierten Struktur (Raum des Optimismus) kommen die unterschiedlichen Ansätze in Vorträgen, Workshops und Seminaren zusammen, um an einem möglichst unabhängigen Ort über alternative Formen der Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft nachzudenken.

Maja Bajevic, Danica Dakic, Edgar Endress, Azin Feizabadi, *foundationClass, Lampedusa Research Group, Nilbar Gürec, Annika Gutsche, Rana Hamadeh, Lawrence Abu Hamdan, Zarina Hashmi, Mira Hirtz, Hiwa K, Thomas Kilpper, Eva Leitolf, Migrafona (Petja Dimitrova, Vlatka Frketic, Belinda Kazeem, Radostina Patulova, Vina Yun), Mario Rizzi, Till Roeskens, Zineb Sedira, Mounira Al Solh, Christoph Wachter & Mathias Jud, Qingmei Yao Ausstellungsarchitektur: Thomas Rustemeyer

Badischer Kunstverein
Waldstraße 3
76133 Karlsruhe

badischer-kunstverein.de