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B3 Biennale

ART COLOGNE zeigt: Sonderschau koreanischer Videokunst - Nam June Paik als Übervater


Eingabedatum: 14.07.2005


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Videokunst bildet den Schwerpunkt in den Sonderprogrammen der diesjährigen ART COLOGNE (28.10. - 01.11.2005). Dazu ART COLOGNE Direktor Gérard A.Goodrow: "Schon im vergangenen Jahr haben wir zur Unterstützung der Vermittlungsarbeit der Galerien preisreduzierte Videoräume angeboten. Dieses Programm führen wir 2005 fort." Die Perle innerhalb dieser Aktivitäten ist die Ausstellung "Paik and Beyond (zu deutsch: Paik und darüber hinaus )", verantwortet und betreut von Dong Jo Chang, einem ausgewiesenen Experten des Genres.

Lust und Freude an den neuen Medien
Dong Jo Chang präsentiert Videokunst aus seinem Heimatland Südkorea.
Bislang, meint der Kurator, sei Videokunst überwiegend mit konzeptuellem und philosophischem Gedankengut gespickt gewesen, was sie dem Verständnis und der Akzeptanz des Publikums gleichermaßen entzogen habe. Davon sei die junge Generation koreanischer Videoperformer weit entfernt. Sie hantiere erfrischend unbefangen, ja selbstverständlicher mit den Medien, als da sind interaktive Software, elektronisches Rüstzeug aus dem High-Tech-Sektor und allerjüngste Computer-Programme. Mit existenzieller Lust und Freude verwandle sie hochtechnologisches Material in Kunst und schrecke auch nicht vor wagemutigen Experimenten, die den künstlerischen Irrtum keineswegs ausschließen, zurück.

Fiktive Realität
Videokunst, so Dong Jo Chang, sei von der Aktualität geradezu beseelt, die uns hier nicht bloß optisch entgegentrete, sondern auch akustisch und emotional, ja im äußersten Fall sogar über den Geruchssinn. Kurzum: Kreatürlich. In ihr und durch sie verdichten sich Eindrücke zu einer "fiktiven Realität". Die wiederum ermögliche kreative Kommunikation zwischen dem Betrachter und dem Kunstwerk. Ja, der Betrachter werde Teil des Kunstwerks, erschaffe es mit oder noch einmal aufs Neue. Der ansonsten bequeme Konsument schlüpfe mit Vergnügen in die Rolle des interaktiven Mitschöpfers. Dabei werde ihm klar: Das Kunstwerk ist nicht ein fertiges Ding, eine vorgefasste Sache, sondern ein Prozess, eine Vorlage und Einladung für kreatives Mittun. Den Besucher von "Paik and Beyond" erwarten insofern nicht nur die üblichen Videoprojektionen, sondern Dong Jo Chang verspricht "großräumige reaktive Skulpturen, künstlerisch und digital belebte Mixed-Media-Exponate" zu präsentieren.

Pionierzeit der Videokunst
Gegliedert ist die Ausstellung in zwei Abteilungen. Zur Einführung, als Verneigung vor dem "Vater der Videokunst", Nam June Paik, eine Fotodokumentation über dessen Leben und Schaffen, sowie zum Wirken ihm geistig anverwandter Zeitgenossen. So dann eine Auswahl von Werken aus Paiks Pioniertagen.

Interaktionskunst - Roboterkunst - Videoskulptur
Den Hauptteil frequentiert die von Paiks Denken und Tun inspirierte Generation koreanischer Künstler der Gegenwart. Insgesamt hat Dong Jo Chang circa 12 junge Koreaner ausgewählt, allesamt Protagonisten der digitalen Medien. Ihnen stehen 170 Quadratmeter zur Verfügung. "Die Werke, ausschließlich am Computer entstanden," so der Kurator, "firmieren als Kunstwerke der Interaktion, als Roboterkunst und als Videoskulptur." Am Vernissageabend erwartet die Besucher eine traditionelle koreanische Performance, die an den zwei folgenden Messetagen wiederholt wird.

Köln-Düsseldorfer Jahre Paiks
Ergänzend zu "Paik and Beyond" dokumentiert das Zentralarchiv des
Internationalen Kunsthandels, Köln (ZADIK), in einer Sonderausstellung Nam June Paiks Aktionen und Aktivitäten der 60er und 70er Jahre im Köln-Düsseldorfer Raum.

Ausstellungen - Preise - Gala
Das Digital Art Museum, Berlin, widmet sich mit einer Schau der digitalen Kunst. Erstmals verleiht die Firma Epson ihren neu gegründeten Epson Art Photo Award während der ART COLOGNE. Um elektronische Medien dreht sich auch die Mitgliederversammlung mit anschließender Gala der Integrated TV&Video Association (ITVA). Während der Gala verleiht die ITVA ihren begehrten Medienkunstpreis.

Für weitere Informationen:
Presseteam Kunst und Kultur
Dirk Mangold - Gaby Nohl
Koelnmesse GmbH, Messeplatz 1, 50679 Köln, Deutschland
Telefon: + 49 221 821-2907 + 2270,
Telefax: + 49 221 821-81, d.mangold@koelnmesse.de
koelnmesse.de

Koelnmesse GmbH












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Abschlußbemerkungen Art Cologne 2001


Trotz verkürzter Messedauer fand die Art Cologne auch in diesem Jahr wieder 65 000 Besucher.
Das Angebot der ART COLOGNE sei selektiv auf dem Gebiet der Klassischen Moderne und vielfältig breit bei zeitgenössischer und aktueller Kunst, so Dr. Karl Schweizer, der Direktor Art Banking der UBS.
Und es war nach den Aussagen der Mehrheit der Aussteller, die wirtschaftlich erfolgreichste seit Jahren, so Bernhard Aufderheide, Geschäftsführer der KölnMesse GmbH.
So konnte der Berliner Galerist Michael Schultz nicht nur 20 Werke von Norbert Bisky veräußern, sondern auch noch ein Baselitz-Gemälde (1,3 Millionen), fünf Lüpertz Papierarbeiten (24.000 bis 30.000 DM) und vier Ölbilder von Cornelia Schleime (18.000 bis 36.000 DM).

Die nächste Art Cologne findet Ende Oktober/Anfang November 2002 statt.

ART COLOGNE - Daten & Fakten 2002


Mit der ART COLOGNE findet jährlich die bedeutendste Kunstmesse in Deutschland statt. Der Internationale Kunstmarkt Köln ist seit seiner Gründung im Jahr 1967 das Flaggschiff aller internationalen Kunstmessen und von Zusammensetzung und Ambiente in der Welt einmalig. Darüber und auf die Qualität und Ausgewogenheit des Angebots achtet ein international besetzter Zulassungsausschuss.

Die auf etwa 260 international renommierte Galerien begrenzte Teilnehmerzahl garantiert Überschaubarkeit, bietet gleichzeitig aber einen umfassenden Überblick über das Kunstgeschehen des 20. Jahrhunderts - von der Klassischen Moderne bis zu aktuellsten Kunstproduktionen. Schwerpunkte im Angebot sind neben den Klassikern die Kunst der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre.

In das Ausstellungsareal der Rheinhallen der KölnMesse GmbH integriert ist das Segment Köln Skulptur. In diesem weltweit einmaligem Präsentations-Umfeld sind ausschließlich dreidimensionale Objekte zugelassen. Im internationalen Förderprogramm, unterstützt vom Bundesinnenministerium, der Stadt Köln und der KölnMesse, beteiligen sich in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Debütanten.

Einen eigenen Bereich innerhalb der Messe bilden auch wieder junge Galerien, die auf Einladung einer Expertenjury mittels Förderung durch die Stiftung Kultur der Stadtsparkasse Köln an der Messe teilnehmen können. Die ART COLOGNE zählt jährlich rund 70.000 Besucher.
Nächster Termin: 30. Oktober bis 3. November 2002
  • Abschlußbemerkungen Art Cologne 2001

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  • art.fair- ENJOY CONTEMPORARY ART (30.10. - 02.11. 2003)

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