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Der Künstler und sein Ich

Das abstrahierte Selbstporträt in der Fotografie von 1960 bis 2000

17.4. - 4.9.2016 | Staatsgalerie Stuttgart Graphik-Kabinett
Eingabedatum: 11.04.2016

bilder

Die Ausstellung zeigt rund 20 teilweise großformatige Selbstporträts etablierter Künstler aus der reichen Fotosammlung der Staatsgalerie Stuttgart, die den Künstlerkörper thematisieren. In den Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien von Didier Bay, Joseph Beuys, Bernhard Blume, Marcel Broodthaers, John Coplans, VALIE EXPORT, Robert Filliou, Jürgen Klauke, Camill Leberer, Friederike Pezold, Arnulf Rainer, Klaus Rinke sowie einem Objekt aus dem Archiv Sohm von Timm Ulrichs präsentiert sich der „Künstler und sein Ich“.

In einer Zeit, in der sich die Präsentation und Inszenierung der eigenen Person besonders in Verbindung mit den »Social Networks« immer weiter verbreitet, gewinnen auch die Selbstporträts und Selbstinszenierungen von Klassikern der Fotokunst neue Aktualität. Egal, ob der Körper dabei lediglich abgebildet oder inszeniert und dekonstruiert wird, der Ausgangspunkt ist immer die Beschäftigung mit dem Ich.

Der Besucher erlebt eine Welt von Selbstabbildung und Selbstinszenierung. Jeder der ausgestellten Künstler setzt den eigenen Körper mit unter-schiedlichen Voraussetzungen und Motiven individuell ins Bild. Sie schlüpfen in selbst gewählte Rollen, stellen die Verfremdung des Künstlerbildnisses durch malerische und technische Mittel in den Vordergrund oder zeigen einzelne Körperteile, die unterschiedlich inszeniert oder präsentiert, für den ganzen Künstlerkörper stehen. Indirekte Künstlerporträts, die Gegenstände, Lokalitäten oder Szenen darstellen, die den menschlichen Körper ersetzen, ergänzen die Präsentation.

Staatsgalerie Stuttgart
staatsgalerie.de

Presse






Daten zu Timm Ulrichs:

- Zitat:"Mein Kopf ist meine Atelier, ich arbeite ambulant oder lasse arbeiten"
- art berlin 2017
- Biennale der Künstler, München 2013
- Daimler Art Collection
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Kunstverein Göttingen 2015
- Kunstverein Hannover
- Kunstverein Hannover 2015
- Mis-Understanding Photography, 2014, GA
- MoMA Collection
- Playtime, 2014
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Timm Ulrichs



Timm Ulrichs - Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus ( 21.11.04 bis 20.2.05 )


"Ich, immer ich", so der Titel der Ausstellung, zeigt in acht Filmen Selbstporträts und Selbstdarstellungen des Künstlers, die zwischen 1966 und 2003 entstanden.

" . . . Ab dem 21. November 2004 zeigt der Kunstverein acht Filme von Timm Ulrichs, die neu bearbeitet und auf DVD gespeichert wurden. Eine Ausstellung, die sich allein auf Timm Ulrichs Werkstrang "Totalfilmkartei" beschränkt.

Die Filme, die im Kunstverein zu sehen sind:

- Reise zum Mittelpunkt des Ichs 1995/97 (8 Min.)
- Durchsicht: durchs Ich. Eine endoskopische Reise 1971/2004 (1Std. 30 Min.)
- Stirn und Gestirne 1986/91/2003 (4 Min. 47 Sek.)
- Meta-Atem. Über Inspiration und Expiration 1976/99 (1Min.)
- Schuß und Gegenschuß. Eine Wegbeschreibung1970/93 (61 Min.)
- Messerwurf-Porträt 1978/91 (7 Min. 58 Sek.)
- Olympische Marathon-Tretmühle 1972 (3 Min. 2 Sek.)
- The End 1966/70/81/90/97 (6 Min. 9 Sek.)

Timm Ulrichs, der seinen Körper in den Mittelpunkt seines Werks stellt, versteht das Auge als Nachbildung der Kamera. Durch die Augen wird (s)ein Leben von der Geburt an bis zum Tod ununterbrochen und lückenlos abgefilmt. Dauer des Films und Lebensdauer des Filmhelden sind identisch. "Ich" ist für Timm Ulrichs Funktion, nicht Substanz.

In seinem 2. Egozentrischen Manifest heißt es unter I und II:
ICH ALS KUNSTFIGUR oder: was das ganze theater soll
I kunst ist, was ich bin!
II meine lebensäußerungen = meine kunstäußerungen:
kunst sind meine ansichten: malerei
kunst sind meine körperformen: plastik
kunst sind meine bewegungen: tanz
kunst;sind meine geräusche: musik
kunst sind meine worte: poesie
kunst ist mein leben: alles theater
das reinste theater
nichts als theater
(Timm Ulrichs: erstes lebendes kunstwerk / totalkunstbetrieb): OE2. Egozentrisches manifest (Erstpublikation: april 1966)

Zum Ende der Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag das Buch Timm Ulrichs »Ich, immer ich« mit Texten in deutscher und englischer Sprache von Michael Stoeber, Thomas Knubben und Timm Ulrichs" (Quelle: Presse / Kunstverein Grafschaft Bentheim)

Foto: Der Findling. Nordhorn, 1982. Foto: Ferdinand Ullrich (Im Jahr 1981 war von dem 2. auf den 3.Mai in Nordhorn die Performance Der Findling 10 Stunden im geschlossenen Stein zu sehen. Am 28.11.1980 errichtete Timm Ulrichs wenige Meter davon entfernt das Denkmal für Normal-Null. Beide Arbeiten sind heute Bestandteil von kunstwegen.)


Ausstellungsdauer: 21.11.04 bis 20.2.05

Öffnungszeiten: mi-sa: 15-18 | so: 11-18 | u.n.V.

Kunstverein Grafschaft Bentheim | Hauptstraße 37 | 49828 Neuenhaus | Tel. +49(0)5941-98019


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