Karin Kneffel – Bild im Bild

Ausstellung für Kinder und Jugendliche

30.4. – 3.9.2017 | Kunstmuseum Bonn
Eingabedatum: 23.04.2017

Werkabbildung

Karin Kneffel, o.T., (2013/12), 2013, Öl auf Leinwand, 180 x 240 cm, The Strack Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Achim Kukuliesbilder

Am 30. April öffnen sich im Kunstmuseum Bonn Türen zu einer Ausstellung, die viele Geheimnisse birgt. Die Gemälde von Karin Kneffel zeigen eine Welt zwischen Erinnerung, Traum und Realität. Lichtreflexe, Spiegelungen und beschlagene Fensterscheiben lenken den Blick auf Häuserfassaden und in Innenräume.

Die in Düsseldorf lebende Karin Kneffel (*1957) studierte zunächst Germanistik und Philosophie an den Universitäten in Münster und Duisburg-Essen und später Malerei an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin bei Gerhard Richter war. Ihrer hyper-realistisch wirkenden Malweise steht eine beunruhigende Un-Eindeutigkeit gegenüber. Verschwommen, überlagert oder reflektierend: Nichts ist so wie es zunächst scheint. Wie hat die Künstlerin diese zum Teil sehr großformatigen Leinwände bemalt? Welche Vorlagen und historischen Zeugnisse hat sie genutzt? Der bildgewaltige Ausstellungsraum ist vor allem ein Raum voller Fragen, Fantasien und Geschichten.

Seit 1999 zeigt das Kunstmuseum Bonn jährlich eine Ausstellung für Kinder und Jugendliche mit Arbeiten von KünstlerInnen die aufgrund ihrer Motive, der Materialien oder Bildsprache das junge Museumspublikum in besonderer Weise ansprechen. In der umfangreichen Ausstellungsgeschichte dieses Formats waren Inszenierungen mit Arbeiten beispielsweise von Jean Tinguely, Max Ernst, Rineke Dijkstra und Christiane Löhr zu sehen. Dabei luden alle diese Ausstellungen (nicht nur) Kinder und Jugendliche zu Entdeckungen, zu eigenen Gestaltungen oder zum spielerischen Umgang mit Kunst ein.


Kunstmuseum Bonn
Museumsmeile
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
kunstmuseum-bonn.de

Presse






Daten zu Karin Kneffel:

- art cologne 2015
- Daimler Art Collection
- Gagosian Gallery
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

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Großer Erfolg für die Frühjahrs-Kunstmessen Köln 2005


Gute Umsätze und 28.000 Besucher bestätigen die Synergie-Effekte

Die Rechnung ging auf: Die Zusammenlegung der drei Kölner Frühjahrs-Kunstmessen auf einen gemeinsamen Termin und die Konzentration auf einer Hallenebene haben zur großen Zufriedenheit der über 180 Aussteller geführt. Das Fazit von Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse, zum Messeschluss nach fünftägiger Dauer am 27. Februar 2005: "Die Umsätze, die Besucherzahlen und die Qualität der Teilnehmer mit ihren herausragenden Programmen haben den Kunstmessestandort Köln wieder einmal bestätigt."
Die drei Veranstaltungen - 36. Westdeutsche Kunst Messe Köln, 6. KUNSTKÖLN und 19. Antiquariatsmesse Köln - versammelten Kunst und Kunsthandwerk aus acht Jahrtausenden. "Mit Offenheit, Neugier und Kauffreude reagierten unsere 28.000 Besucher, wie mir Aussteller versicherten, auf das vielfältige Angebot in allen Preislagen", so Kuhrt: "Und die Durchmischung des Publikums hat hervorragend funktioniert, die Sammler haben die Frühjahrs-Kunstmessen
neu entdeckt."

Als gut verkäuflich erwiesen sich auf der Westdeutschen Kunst Messe Köln Stücke unter 200.000 Euro. Schon am Eröffnungsabend verkaufte die Salzburger Galerie Salis & Vertes ein Herbin-Gemälde für 150.000 Euro in die Sammlung Corboud im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. Der Münchner Galerist Hans Maulberger vermittelte ein Nay-Aquarell für 58.000 Euro. In fast gleicher Höhe bewegt sich der Erlös für ein Feininger-Aquarell beim Hamburger Galeristen Thole Rotermund, das in eine große rheinische Privatsammlung ging. Ein anderer rheinischer Privatsammler wurde im Kunsthandel Thomas Schneider aus München fündig: Er erwarb ein Spitzweg-Gemälde für einen sechsstelligen Betrag. Ein Gemälde des Altmeisters Cornellis Mathieu ging im
Münsteraner Kunsthandel Frye & Sohn für über 20.000 Euro in ein rheinisches Museum.

"Vermehrt denken Sammler nach ihren Bilderkäufen über den Erwerb von Außen- und Innenskulpturen nach", so der Kölner Galerist Gerhard F. Reinz. Er verkaufte größere und kleinere Exponate von Michael Croissant und Dietrich Klinge zwischen 3.000 und 21.000 Euro. Sein Düsseldorfer Kollege Edwin Vömel war mit zwei Mobilés des jungen Bildhauers Jörg Wiele (je 10.000 Euro) erfolgreich. Große Resonanz fanden auch klassische und zeitgenössische Grafik.

Februartermin erwies sich als günstig
Der frühe Februartermin erwies sich nach Aussteller-Aussagen für die
Möbelsparte als besonders günstig. Aber nicht nur. "Ich führe unsere guten Verkäufe u.a. auch darauf zurück, dass die Zeitgenossen auf der Messe so nah an uns herangerückt sind", sagte der Münchner Biedermeier-Spezialist Axel Schlapka. Ihm gelang der Verkauf eines fränkischen Sekretärs für 16.000 Euro und eines fränkischen Sofas für 6.000 Euro. "Es läuft hervorragend", so Thomas Schmitz-Avila, Bad Breisig, der schon zu Messebeginn ein Paar klassizistischer Kommoden (65.000 Euro) und einen Frankfurter Pilasterschrank (45.000 Euro) veräußerte.

Hochwertiges Porzellan fand zahlreiche Abnehmer. So ging beispielsweise beim Kunsthandel Dagmar Holz, Königswinter, ein Meissner Porzellan-Teekännchen mit zwei Koppchen in eine amerikanische Sammlung. Und Monika Fahrenson vom Münchner Kunsthandel Brigantine 1900 kommentierte ihre zahlreihen Verkäufe von Silber, Porzellan und Glas (zwischen 2.000 und 8.000 Euro): "Ich habe hier bislang immer gute Messen gemacht." Der Rückkehrer Fabery de Jonge aus Middelburg - "Die Leute sind sehr zugänglich und kaufen sehr spontan." Er war begeistert über seine Erfolge mit Schmuck-Objekten zwischen 5.000 und
20.000 Euro.

Marktplatz für antike Kunst
Bei außereuropäischen Objekten erfreuten sich "bestimmte Sammelgebiete
starker Nachfrage", so der Kölner Asiatika-Händler Hans-Martin Schmitz. Er veräußerte aus seinem umfangreichen Bestand Netsukes, verschiedene Exemplare bis zu 7.500 Euro. Die auf Asien spezialisierte Galerie Peter Hardt aus Radevormwald fand Käufer für zwei wertvolle Objekte aus Burma. Die WKM erwies sich erneut auch als ein Marktplatz für antike Objekte. Ein jemenitisches Alabasterrelief aus dem 5./4. Jahrhundert ging beim Antikenkabinett Gackstätter, Frankfurt/Main, für 14.000 Euro weg, ebenso ein 8000 Jahre altes Idol der Sesklo-Kultur für 11.000 Euro.

Stellvertretend für das breit vertretene Segment Ikonen stehen die Verkäufe des Münchner Spezialisten Stefan Brenske, der einige Arbeiten zwischen 5.000 und 10.000 Euro verkaufte: "Ich habe eine bewährte Stammklientel."

Junge Zeitgenossen fanden Käufer
Die traditionellen Schwerpunkte der KUNSTKÖLN sind Editionen, Art Brut, Kunst nach 1980 und Fotografie. Die Bad Honnefer Galerie Rackey veräußerte einen 15teiligen Zyklus und ein Ölbild von Markus Lüpertz für 150.000 Euro.
Die Amsterdamer Octagon-Galerie favorisierte junge Konkrete Kunst zu
moderaten Preisen und fand starke Resonanz bei jungen Käufern mit Arbeiten zwischen 150 und 2.000 Euro. Der Berliner Galerist Michael Schultz setzte sich u.a. für das Künstlerduo Studer/van den Berg ein und erzielte für einen ihrer Inkjet-Prints 9.500 Euro.

Mit Editionen profilierte sich u.a. die Stuttgarter manus presse. Von Karin Kneffel vermittelte sie sensationelle 35 Exemplare à 360 Euro sowie drei Radierungen von Dieter Krieg à 5.500 Euro, zudem vier Zeichnungen von Simon Pasieka à 2.900 Euro. Auf ostdeutsche Künstler setzte die Galerie Berlin: sechs Bronzen von Stefan Reichmann à 3.700 Euro und ca. 20 Grafiken von Bernhard Heisig à 360 Euro.

Fotografie erwies sich als Renner
Als Verkaufsknüller erwies sich die Fotografie, vor allem Blätter von ganz jungen Fotografen, die ihr Messedebut erlebten. Die Berliner LUMAS Editionsgalerie gewann Kunden für eine Fülle von Prints der Lichtbildner Floris M. Neusüss, Julia Christe, Enrique Badulescu, David Steets, Billy + Hells sowie Stefanie Schneider zu Preisen zwischen 100 und 439 Euro. "Überraschend habe ich fast nur neue Kunden gewonnen, darunter Sammler und sogar Einsteiger", stellte Franz van der Grinten von der gleichnamigen Kölner Galerie fest: "Manche waren sogar Wiederholungstäter und kauften an mehreren Tagen." Bei ihm erwiesen sich Arbeiten von Dirk Königsfeld, Walde Huth und Izima Kaoru zu Preisen zwischen 90 und 1.900 Euro als Renner.

Der Grefrather Sven Purrmann reichte 20 digital bearbeitete Farb-Prints von Andreas Lutherer zwischen 450 und 2.780 Euro an Sammler weiter. "Das Qualitätsbewusstsein unter Fotografiesammlern ist erheblich gewachsen", so Jonas Fahnemann von der gleichnamigen Berliner Galerie. Ihm gelang die Vermittlung von drei Wesely-Großformaten zwischen 3.200 und 16.000 Euro.
Martin Kudlek aus Köln trennte sich bereits am Vernissageabend von drei Fotos von Lukas Roth (6.800 bis 7.500 Euro). Sein Kölner Kollege Jan Schlütter kam mit einer Süddeutschen Bank ins Geschäft: sechs Foto-Collagen von Marcel Terrani à 620 Euro.

Internationale Nachfrage nach Art Brut
Der Sektor Art Brut ist von der KUNSTKÖLN nicht mehr weg zu denken. Das gestiegene Publikumsinteresse von Erstkäufern und renommierten Art
Brut-Sammlern aus ganz Deutschland, der Schweiz, Großbritannien und den Niederlanden sorgten für Umsatz. U.a. bei der Kölner Galeristin Susanne Zander mit Werken der Künstler aus Gugging (zwischen 500 und 1.000 Euro), einige handkolorierte Offsetdrucke des Tattoo-Künstlers Thomas Grundmann (2.600 Euro) und ein großes Schlüsselwerk von Sava Sekulic (12.500 Euro).
Werner Fischer aus Berlin gab sieben Zeichnungen und Aquarelle von Paul Goesch zu Preisen zwischen 2.000 und 6.000 Euro sowie drei Papierarbeiten von Scottie Wilson zu 3.000 bis 4.000 Euro ab. Bei Ritsch-Fisch aus Straßburg sicherten sich Sammler u.a. zwei Holztafeln von Francis Marshall (je 1.800 Euro) sowie Zeichnungen des Klassikers Louis Soutter.

Antiquare zählen zu den Gewinnern
Zu den Gewinnern der Kölner Frühjahrs-Kunstmessen gehören die Antiquare, die in diesem Jahr zum ersten Mal unter dem Dach der Westdeutschen Kunst Messe Köln auftraten. Zu den besonders erfolgsverwöhnten unter den Ausstellern gehören das Braunschweiger Antiquariat Klittich-Pfankuch, die Gebrüder Haas aus Bedburg-Hau, das Kölner Antiquariat Heuberger, der Essener Stefan Krüger und das Antiquariat Beim Steinernen Kreuz aus Bremen. Die Erfahrung, jetzt
optimal in das Messekonzept eingebunden zu sein, kommentierten fast alle 18 Teilnehmer wie ihr Kollege Norbert Haas: "Die Kombination ist perfekt, 90 Prozent unserer Kontakte machen wir mit neuen Kunden." Und Karl Klittich ergänzt: " Seit der Vernissage reißt der Kundenstrom nicht ab. So viele Besucher habe ich seit den 70er Jahren auf keiner Antiquariatsmesse mehr erlebt." Zu den von Klittich vermittelten Offerten gehören Oskar Kokoschkas "Die träumenden Knaben" aus den Wiener Werkstätten (7.850 Euro), sowie die Werkmonographien über Césanne (2.800 Euro) und Renoir (2.200 Euro) im Prachteinband, verlegt von A. Vollard.

Die Anamorphose "Perspective curieuse" von Niceron zu 7.500 Euro und eine Hermann Hesse-Handschrift mit 12 Gedichten und 12 Titelaquarellen zu 18.500 Euro waren Stefan Krügers Topverkäufe. Bei Udo Seinsoth vom Antiquariat Beim Steinernen Kreuz ergänzten Kenner ihre Sammlungen mit Multiples und Grafiken von Daniel Spoerri, Robert Filiou, Dieter Roth und Max Ernst zu Preisen zwischen 1.300 und 6.000 Euro.

Im nächsten Jahr COLOGNE FINE ART
Und nicht nur die Antiquare waren durch den positiven Verlauf der Kölner Frühjahrs-Kunstmessen von der konzentrierten Präsentation und dem von der Koelnmesse und den beteiligten Verbänden (Rheinischer Kunsthändlerverband, RKV, Bundesverband Deutscher Kunstverleger, BDKV, und Verband Deutscher Antiquare, BDA) eingeschlagenen Weg überzeugt. Auch die Kollegen der anderen Messen und Sparten teilen diese Einschätzung. "In diesem Jahr haben wir den ersten für alle sehr erfolgreichen Schritt zum Neustart der Kölner Frühjahrskunstmesse COLOGNE FINE ART in 2006 gemacht", so Gérard Goodrow, Direktor ART COLOGNE. "Das Ergebnis motiviert uns für das kommende Jahr, zumal Top-Galeristen unter den Besuchern ihre Teilnahme in 2006 in Aussicht
gestellt haben."

Die COLOGNE FINE ART 2006 findet von Mittwoch, 15. Februar, bis Sonntag, 19.Februar 2006 in den Hallen 4 und 5 des neu gestalteten und ausgebauten Messegeländes statt. Nahezu zeitgleich führt vom 15. bis zum 18. Februar 2006 die Koelnmesse zum 2. Mal die EXPONATEC COLOGNE, die Internationale Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, in gleichen Hallenareal statt.

Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz


- 72.000 Besucher auf der ART COLOGNE 2005
- internationale Sammler waren in Köln
- exzellente Verkäufe in allen Segmenten

"Ich bin das zweite Mal hier und war im vergangenen Jahr mit Shapiro erfolgreich. In diesem Jahr mit Chamberlain. Ich finde die ART COLOGNE sehr frisch, sehr aufregend und großzügig, und es macht Spaß, sich umzuschauen“, so der Kommentar der New Yorker Galerie PaceWildenstein, die zwei Chamberlain-Skulpturen zu erstaunlichen Preisen zwischen 495.000 und 825.000 Euro verkaufte. PaceWildensteins Einschätzung der Messe, die am Dienstag, 1. November 2005, nach fünftägiger Dauer zuende ging, deckt sich mit den meisten Äußerungen seiner Kollegen aus 26 Ländern. Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Koelnmesse kommt zu einem ähnlichen Schluss: "Auch wenn durch den Umzug zu Beginn noch einige organisatorische Herausforderungen zu überwinden waren, lässt sich sagen, dass die ART COLOGNE mit Erfolg in die Hallen 9 und 10 umgezogen ist. Das neue Ambiente eröffnet ungeahnte Potentiale und hat maßgeblich zur hervorragenden Stimmung der Veranstaltung beigetragen.“ ART COLOGNE-Direktor Gérard Goodrow: "Ich erfahre überwiegend Zustimmung und die guten Verkäufe tragen das übrige zur Zufriedenheit der Aussteller bei. Auch internationale Sammler haben Köln offensichtlich klar auf ihrem Reiseplan.“ Die 72.000 Besucher haben nach den Beobachtungen von Robert Miller aus New York "mit ihrer Lockerheit, Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit die gute Atmosphäre der Messe wesentlich mitbestimmt“.

Die gute Stimmung auf der Messe war nicht zuletzt begründet durch weitgehend gute Umsätze in allen Bereichen. Zu den Spitzenverkäufen der 39th International Fair for Modern and Contemporary Art zählten Werke von Gerhard Richter (bis in den siebenstelligen Eurobereich) bei Schönewald aus Xanten, Ludorff aus Düsseldorf, Terminus aus München sowie bei Brown aus London. Ferner eine Max Ernst-Skulptur (knapp 600.000 Euro) und eine Fernand Leger-Gouache (320.000 Euro) bei Thomas aus München, ein Hartung-Gemälde (350.000 Euro) bei Fahnemann aus Berlin, ein Gemälde des spanischen Klassikers Manolo Valdés (185.000 Euro) bei Beck & Eggeling aus Düsseldorf, mehrere Wesselmann-Reliefs und -Skulpturen (bis zu 165.000 Euro) bei Benden & Klimczak, Viersen/Köln, zwei Polke-Bilder (je 180.000 Euro) bei Kewenig, Köln/Mallorca, zwei große Marta Pan-Skulpturen (zusammen 250.000 Euro) beim Erstteilnehmer Winter, Wiesbaden, zwei Soulages-Werke (100.000 bis 200.000 Euro) bei Rieder, München, je eine Arbeit der Pop-Artisten Roy Lichtenstein (1,6 Millionen Euro), Robert Rauschenberg (360.000 Euro) und James Rosenquist (360.000 Euro) bei Terminus, München. Inhaber Wilhem J. Grusdat, einer der ca. 40 Rückkehrer: "Es weht ein frischer Wind durch die Hallen. Die Messe ist tatsächlich zu neuen Ufern aufgebrochen. Wir kommen auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder.“

Klassische und zeitgenössische Moderne waren gefragt
Abgesehen von diesen herausragenden Ergebnissen bewegte sich das Gros der Verkäufe zwischen 30.000 und 100.000 Euro. Dies sowohl bei klassischer als auch bei zeitgenössischer Moderne. Hans Maulberger von der gleichnamigen Münchner Galerie: "Die Preisklasse über 100.000 Euro ist augenblicklich schwer zu überschreiten.“ Seine Topseller waren die deutschen Informellen Winter, (28.000 Euro), Dahmen (25.000 bis 60.000 Euro), Cavael (12.000 bis 28.000 Euro) und Berke (18.000 Euro). Utermann, Dortmund, vermittelte von E. L. Kirchner eine Zeichnung und eine Grafik zu 50.000 bzw. 25.000 Euro. Orangerie Reinz, Köln, gab einen Meckseper für 29.000 Euro, eine Antes-Skulptur für 25.000 Euro einen Klinge-Torso für 11.000 Euro, zwei Bronzen von Fautrier (78.000 Euro) und Mataré (25.000 Euro) und diverse Grafiken von Klassikern des Genres zwischen 3.500 und 20.000 Euro ab.

Haas, Zürich, überließ Sammlern eine Tony Cragg-Skulptur, eine Baselitz-Papierarbeit aus der Kölner Sammlung Hahn und ein Graubner-Kissenbild – alle im sechsstelligen Euro-Bereich. Erika Költzsch von der Galerie Hass: "Unsere Erwartungen sind äußerst zufriedenstellend erfüllt worden. Die Menschen finden die Atmosphäre sehr angenehm und sind dadurch kaufbereit.“ Und Edith Rieder aus München machte die Erfahrung: "Die Messe ist wunderbar homogen. Ich habe viele Sammler aus Paris und Frankreichs Süden begrüßen dürfen.“

Zuspruch bei internationalen Galerien
Fortune auch im Sektor der zeitgenössischen Moderne. Der engagierte Sam Francis-Galerist Delaive aus Amsterdam spielte mit neun Arbeiten seines Künstlers Summen zwischen 18.000 und 300.000 Euro ein. Fahnemann, Berlin, erhielt für eine Imi Knoebel-Farbtafel 120.000 Euro und meldete ausverkauft für eine achtteilige Grafikserie zu je 10.000 Euro. Mauroner, Salzburg/Wien, gewann einen Käufer für eine Plessi-Skulptur für 88.000 Euro. Bei Dröscher, Hamburg, bewilligten Käufer für eine "Fingermalerei“ von Arnulf Rainer 33.000 Euro. Strelow, Düsseldorf, meldete Verkäufe einer Knoebel-Tafel für 70.000 Euro und eines Girke-Bildes für 26.000 Euro. Holtmann, Köln, erhielt für ein frühes Vasarely-Bild 90.000 Euro und für ein Beuys-Blatt 18.000 Euro. Holtmann: "Unterm Strich sehr gut gelaufen.“ Hans Mayer, Düsseldorf, spielte mit einem Armleder-Exponat 75.000 Euro, mit einem Gillick-Werk 45.000 Euro und mit Klauke-Arbeiten 80.000 Euro ein. Bei Sprüth Magers Lee (Köln, München, London) erwarben Sammler Arbeiten von Richard Artschwager für 85.000
US-Dollar, Rosemarie Trockel für 25.000 Euro und von Andreas Schulze für 12.000 Euro.

Ein weiteres Segment im Programm der ART COLOGNE ist junge zeitgenössische Kunst, deren Preise mit bis zu 20.000 Euro noch moderat sind. Fündig wurden Sammler bei Secrist aus Chicago: Malerei von Hiero Yokose zwischen 3.000 und 21.000 Euro. Die Galeristin dazu: "Junge Malerei verkauft sich bestens auf der Messe.“ Ochs, Berlin/Peking, überließ Klienten aus seinem reichhaltigen Repertoire junger chinesischer Skulptur und Malerei u.a. 33 Skulpturen, darunter einige zu Gruppen zusammengefasst, zu je 13.800 US-Dollar. Alexander Ochs: "Auch meine fünfte ART COLOGNE ist wie immer gut gelaufen.“

Messeneulinge voll des Lobes
Diana Lowenstein aus Miami machte "erste Erfahrungen mit einer europäischen Kunstmesse“ und war begeistert vom "Zuspruch der Sammler aus Schweden und aus den Niederlanden. Die Besucher der ART COLOGNE sind finanzkräftig. Meine neu gewonnenen Kollegenkontakte sind wunderbar.“ Lowenstein hatte viele hierzulande unbekannte Künstler im Gepäck, fand trotzdem Käufer für Jose Bechara und Tulio de Sagastizabal zu 4.500 bis 8.600 Euro. Der Köln/Berliner Galerist Christian Nagel gab mehrere Arbeiten von Michael Krebber zu je 23.000 Euro ab. Die Hamburger Produzentengalerie erzielten mit dem diesjährigen venezianischen Biennaleteilnehmer Thomas Scheibitz insgesamt 60.000 Euro. Beim Berliner Michael Schultz erzielte eine großflächige Malerei von Seo 30.000 Euro und Cornelia Schleime-Portraits je 35.000 Euro.

"Der Boom der Malerei setzt sich auf dieser Messe auf hohem Niveau fort und ist für Künstler und Sammler interessant“, sagt Klaus Gerrit Friese von der Stuttgarter manuspresse. Auch er hat Grund zum Jubeln: Malereizyklus von Heribert C. Ottersbach (110.000 Euro), vier Karin Kneffel-Leinwände (20.000 bis 28.000 Euro), ein Hartmut Neumann-Bild (5.200 Euro) und vier Pasieka-Zeichnungen (je 3.200 Euro). Rosemarie Schwarzwälder von der Wiener Galerie Nächst St. Stephan, verkaufte ein Panoramabild von Herbert Brandl (41.000 Euro) in die Hamburger Sammlung Falckenberg, drei Bilder von Bernard Frize (29.000 bis 40.000 Euro), drei Federle-Bilder (je um 38.500 Euro) und eine Knoebel-Tafel für 62.000 Euro. Studio La Citta, Verona, übereignete zwei Bilder von David Lindberg (6.000 bis 8.000 Euro), zwei Wandobjekte von Jacob Hashimoto (10.000 bis 15.000 Euro) und eine Malerei von Ettore Spallietti (18.000 Euro).

Spanische und koreanische Kunst setzten Akzente
Besonders zahlreich war diesmal das Kontingent spanischer Teilnehmer. Stellvertretend für seine 22 Kollegen kommt Frederick Pinya von der mallorquinischen Galerie Pelaires zu dem Urteil: "Die ART COLOGNE ist stark geworden und die spanische Kunst hat ein starkes Standing auf diesem Markt.“ Pelaires war erfolgreich mit acht Materialbildern von Guillem Nadal zwischen 6.000 und 18.000 Euro und einem postmodernen Paladino-Gemälde für 50.000 Euro.

Auch Korea war mit zwölf Galerien und einer Sonderschau besonders repräsentativ auf der ART COLOGNE 2005 vertreten. "Ich bin geradezu überwältigt von der Resonanz, die ich hier erfahren habe“, so Dong Jo Chang aus Seoul, der einen Sonderstand ganz junger intermedialer koreanischer Künstler kuratierte. Bei ihm trafen sich und kauften Sammler und Museums-Experten aus Spanien, aus den USA, aus der Schweiz und aus Großbritannien. Er erhielt verbindliche Zusagen für seine Video-Artisten Junebum Park, Jongku Kim, Geun Oh Chang und Kyung Woo Chun. Als besondere Empfehlung für schnelle Kaufentscheidungen bei seinen Besuchern erwiesen sich "die günstigen Preise meiner Künstler“. Einzelne Exponate kosteten zwischen 1.000 und 12.000 Euro.

Nach dem Motto "Die Galeristen müssen wichtige Kunst zeigen, damit die großen Sammler kommen“, so Ben Frija von der Galerie K aus Oslo. Er präsentierte eine großformatige elfteilige Fotofolge von Candida Höfer und verkaufte davon zwei komplette Editionen (je Blatt 30.000 bis 40.000 Euro). Die Münchner Galerie Terminus trennte sich von Blum-Fotografien (zwischen 10.000 und 50.000 Euro). Bei Thomas Zander aus Köln sicherte sich ein Foto-Fan eine 16teilige Fotosequenz aus den 60er Jahren von Diane Arbus für 130.000 €. Der Fotograf Michael Wesely verkaufte bei Fahnemann, Berlin, drei Serien "Ostdeutsche Landschaften“ zu je 13.000 €.

Sammelleidenschaft für Fotografie hält an
Eine Fotoinstallation von Liliana Porter erwarb ein Kenner bei Secrist, Chicago. Max Estrella aus Madrid konnte je eine Fotografie von Dionisio Gonzalez und Roland Fischer für jeweils 12.000 Euro an den Mann bringen. Max Estrella begrüßte an seinem Stand "Kunden aus Spanien, aus Belgien, aus den Niederlanden und aus Deutschland“. L.A. Galerie, Frankfurt am Main/Peking, veräußerte eine zwölfteilige Fotoserie von Tracy Moffatt, je Blatt 3.000 Euro, und je eine Arbeit von Shen Liang, Zeng Hao und Peter Bialobrzeski, zwischen 9.000 und 11.000 Euro.

Bewährt hat sich das Programm New Contemporaries für viele junge Galerien aus dem In- und Ausland. Es war für viele bereits das Sprungbrett ins normale Programm der Messe. Diesmal auch dabei sind Aschenbach + Hofland aus Amsterdam, Sandroni Rey aus Los Angeles und Motive, Amsterdam. Ihr positives Resümee: "Wir haben sehr gut verkauft.“ "Wir haben uns gut geschlagen.“ "Wir sind weitgehend zufrieden.“ Exponate von Michael Krikham, Peter Voss, Hernan Bas und Martine Stig bis zu 9.500 Euro fanden dort Liebhaber.

In der Abteilung New Talents schauten sich sowohl Einsteiger als auch versierte Sammler um. Martina Detterer aus Frankfurt/Main, die in ihrer Förderkoje Ernst Stark vertrat, überzeugte Käufer mit fünf Exponaten. Detterer: "Es kauften ausnahmslos Sammler, die schon seit Jahren sammeln. Alles Leute mit geschultem Blick. Das spricht doch wohl für die richtige Wahl der Jury.“ Über seinen Protegé, Diego Fernandez, ließ Christian Nagel, Köln, verlauten: "Es ist ausgezeichnet gelaufen.“ Teilnehmerin Thea Djordjadze in der Förderkoje von Sprüth Magers Lee (Köln, München, London), kann sich mit ihren zahlreichen Verkäufen sogar schon auf eine "kleine Fangemeinde in Köln“, so Monika Sprüth, berufen. ART COLOGNE-Preisträgerin für junge Kunst, Annette Kelm, vorgestellt von der Galerie Crone Andreas Osarek, Berlin, war mit mindestens 30 Fotografien (zwischen 800 und 1.400 Euro) erfolgreich.

Forum für die unkonventionelle Präsentation von Projekten
Ein Novum der diesjährigen ART COLOGNE war OPEN SPACE – eine kuratierte Kollektivschau mit 40 internationalen Galerien. Sie war sowohl museale Ausstellung als auch Verkaufsforum. Teilnehmer Daniel Buchholz: "Ich halte es für eine große Chance, dort unkonventionelle Projekte zu realisieren, auch vor einem kommerziellen Hintergrund. Das nützt den Künstlern, den Galeristen und der Messe.“ Bestätigt wird diese Aussage vom New Yorker Galeristen Thomas Erben: "Diese Plattform bietet Präsentationsmöglichkeiten für unbekannte Künstler und Positionen im direkten Dialog mit anderen Arbeiten, was im umgrenzten Raum einer Koje nur sehr schwer möglich ist.“ Er freute sich über reges Interesse und gute Verkäufe u.a. für drei Arbeiten von Jenny Scobel, sowie eine kleine und eine große Arbeit von Rashawn Griffin.

Kommerziell interessant war OPEN SPACE auch für Wilma Tolksdorf, Frankfurt/Berlin, und ihre finnische Fotografin Elina Brotherus. Das gesamte Ensemble von etwa 25 Fotografien (3.800 bis 5.000 Euro) fand Abnehmer. Und für die Organisatoren, die Kölner Agentur Neumann + Luz, zog Kathrin Luz ein positives Resümee: "OPEN SPACE ist ein Experiment – wir hatten Überraschungen einkalkuliert. Dass allerdings der Zuspruch auf allen Seiten – von Galeristen, Künstlern, Sammlern, Besuchern und Medien – so groß war, hat uns selbst noch einmal überrascht.“ Vom Konzept her sei OPEN SPACE alles andere als eine Verkaufsoffensive gewesen. "Umso schöner“, so Kathrin Luz, "dass fast alle auch verkauft haben. Und das teilweise sogar sehr gut.“

"Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die ART COLOGNE ein Marktplatz ist, bei dem die Kunst im Mittelpunkt steht“, so das Fazit von ART COLOGNE Direktor Gérard Goodrow: "Wir wissen nach der diesjährigen Premiere, was in den neuen Hallen möglich ist, und werden kontinuierlich unser Konzept inhaltlich und organisatorisch verbessern.“

Nächster ART COLOGNE Termin: 1. bis 5. November 2006



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