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KADER ATTIA. ARCHITEKTUR DER ERINNERUNG

5. November 2017 bis 21. Januar 2018 | Ausstellung im Ludwig Museum, Koblenz
Eingabedatum: 05.11.2017

Werkabbildung

Bodenskulptur, Couscous, 2009, Detailaufnahme, schwarze Acrylfarbe, Courtesy der Künstler, Galerie Nagel Draxler, Berlin/ Köln und Collection FRAC Centre – Fonds Régional d’Art Contemporain, Orléans. Photo credit: Nora Ruppbilder

Der algerisch-französische Künstler Kader Attia (geb. 1970 in Dugny, Département Seine-St-Denis, nahe Paris) ist ein international viel beachteter Künstler. Seine Werke – zumeist Installationen und Fotografien – basieren auf tiefgreifende ethnologische, soziologische und philosophische Recherchen und besitzen eine große ästhetische Kraft und einen hohen ethischen Anspruch.

Aufgewachsen in Paris und Algier, ist Kader Attia in jenen Kulturen tief verwurzelt und beheimatet, die sich lange unfrei begegneten. Algerien war französische Kolonie und erst der verlustreiche Algerienkrieg (1954–1962) setzte diesem Zustand ein Ende.
Die Traumata, die durch die französi-schen Kolonialherren sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden waren – sie alle haben ihre Wunden und Narben hinterlassen. Kader Attia begibt sich auf die Suche nach den Spuren der Verletzungen. „Repair“ (Reparatur) taucht als Begriff und zugleich als ein künstlerisches Konzept auf, dem sich der Künstler seit 2012 häufig in seinen Arbeiten verpflichtet fühlt. Geschichte und kultureller Fortschritt werden darin als eine endlose Abfolge von Reparaturen begriffen.

Kader Attia gibt den fortlaufenden Prozess von Verletzung und Reparatur als universelles menschliches Prinzip wieder. Mit seiner Rauminstallation „The Repair from Occident to Extra-Occidental Cultures“, die 2012 auf der dOCUMENTA 13 gezeigt wurde und große internationale Aufmerksamkeit erzeugte, widmete sich Attia zum ersten Mal einem für ihn seither zentralen Thema.

Mittelpunkt der Ausstellung ist der Film „Réfléchir la mémoire“ (2016), für den Kader Attia 2016 den renommierten Marcel Duchamp Preis erhalten hat. Im
Zusammenarbeit mit dem Künstler werden ausgewählte Werke präsentiert, die das Thema der Architektur und der daran sich manifestierenden Erinnerung reflektieren.
Das Ludwig Museum präsentiert die Ausstellung im Rahmen seines 25-jährigen Bestehens. Sie manifestiert zugleich den Dialog des Museums mit dem Nachbarland
Frankreich.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Leihgaben aus dem Centre National des arts plastiques (Paris), dem Fonds Régional d‘Art Contemporain de la Région Centre-Val (Orléans) sowie der Galerie Nagel/ Draxler (Berlin).Die Ausstellung wird von der „Peter und Irene Ludwig Stiftung“ gefördert. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich illustrierter, monographischer Katalog im Kerber Verlag, Bielefeld.



Presse






Daten zu Kader Attia:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- ArtZuid2013, Amsterdam
- Biennale de Lyon 2015
- BIENNALE of DAKAR 2016
- Biennale Venedig 2017
- Die Göttliche Komödie, MMK, 2014
- Die Zukunft der Tradition - Haus der Kunst, München
- documenta 13, 2012
- EVA International 2016
- Frieze London 2016
- Galerie Krinzinger
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- Göteborg Biennale 2015
- LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST
- Marrakech Biennale MB5, 2014
- Marrakech Biennale, 2016
- Sharjah Biennial 13, 2017
- The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 - ZKM, 2011

Weiteres zum Thema: Kader Attia



The Big Easy - Halle 14, Leipziger Baumwollspinnerei (25.11.07-13.1.08)


Das Ausstellungsprojekt "The Big Easy. Relocating the Myth of the >>West<<" thematisiert als Herausforderung der Gegenwart das Insichhineinversetzen in die Vorstellungswelt und Weltanschauung Anderer, ohne die eigenen (vorgefertigten) Imaginationen zu projizieren. Ausganspunkt bildet der Umgang des "Westens" im Kampf um Ressourcen, Globalisierung, religiösen und ethnischen Konflikte und Terrorismus. Infrage gestellt wird dabei sein Selbstverständnis als ordnungspolitische Leitkultur, wobei sich die ost- und mitteleuropäischen Staaten politisch und wirtschaftlich immer mehr Westeuropa angleichen.
"Ost und West sind nun Teil einer panoramisch-panoptischen, überwältigenden, herzzerreißenden, atemberaubenden Kultur der Übertreibung als hegemoniale Weltlandschaft, in der nichts wirklich passiert, deren überbordende Unbeschwertheit, der große Leichtsinn, The Big Easy einfach nur ein Effekt ist. Jene Übertreibung wider besseres Wissen - dem beliebtesten politischen Machtmittel."

Künstler/innenliste: Zehra Ahmed (Australien), Kader Attia (Algerien, Frankreich), Matthew Buckingham (USA), Deborah Kelly (Australien), Aleksandra Mir (Polen, Italien), Mônica Nador (Brasilien), Julika Rudelius (D, USA), Xabier Salaberria (Spanien) und Solmaz Shahbazi (Iran, D)

Eine Ausstellung der HALLE 14 unter Mitwirkung der ACC Galerie Weimar und von Knut Birkholz (Rotterdam).

Abbildung: Julika Rudelius, Forever, Filmstill 2006

Öffnungszeiten: Fr-So, 11-18 Uhr

Leipziger Baumwollspinnerei, Halle 12
Spinnereistr. 7
04179 Leipzig
Tel.: 0341 492 42 02

halle14.org


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