Josephine Meckseper - migros museum für gegenwartskunst, Zürich (21.2. – 3.5.09)


Eingabedatum: 19.02.2009

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Die deutsche Künstlerin Josephine Meckseper (geb. 1964 / Lilienthal) zeigt im Migros Museum für Gegenwartskunst ihre erste Einzelausstellung in der Schweiz. Sie arbeitet in den unterschiedlichsten Medien und Techniken, baut Installationen, errichtet Schaufenster, macht Skulpturen, Gemälde, Videos und Fotografien. In Zürich präsentiert Josephine Meckseper eine Serie neuer Arbeiten, die im Kontext einer Auseinandersetzung mit der Verquickung der Automobil- und Ölindustrie mit dem Irakkrieg entstanden ist.

Anhand von zwei überlebensgroßen Nachbildungen von Ölbohrtürmen, einem Bunker sowie einer über 40 Meter langen Wandarbeit und eindringlicher Videoprojektionen analysiert Meckseper subtil Werte und Moral der amerikanischen Gesellschaft. So treffen in der Installation "Ten High" (2007) auf einem spiegelglatten Podest aus Plexiglas mehrere silberne Schaufensterpuppen aufeinander, die Schilder mit der Antikriegsparole «No War in Iran» oder mit dem berüchtigten Rezessionssignal «Going Out of Business / Sale», eine Whiskeyflasche, eine Bibel und andere klassisch-amerikanische «Ikonen» in den Händen halten. Ungeschönt führt die Ausstellung dem Betrachter die Ästhetik der Waren- und Werbewelt vor Augen, die sich vermehrt manipulativ an militärischen Symbolen bedient und in einer trendig aufbereiteten Form einer unkritischen Gesellschaft vorhält.

Abbildung: copyright Josephine Meckseper /
migros museum für gegenwartskunst

ÖFFNUNGSZEITEN: Di / Mi / Fr 12–18, Do 12–20, Sa / So 11–17 Uhr.

migros museum für gegenwartskunst
Limmatstrasse 270
8005 Zürich
T. +41 44 277 20 50
migrosmuseum.ch

ch




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