aleph-1

Portikus

sun, 27th january 2013
Eingabedatum: 21.01.2013


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aleph-1
a project by carsten nicolai with rainer römer
sound direction by norbert ommer

sun, 27th january 2013
12 – 4 pm

aleph-1 is a collaborative performance project by carsten nicolai with rainer römer of ensemble modern. this special combination of electronic and acoustic sounds will be presented for the first time at portikus.

inspired by modern classical and african music aleph-1 merges melodic and rhythmic elements to a mesmerizing amalgam. the pieces are meant to be infinite and have no actual beginning or ending. they create an ambience rather than an event. in 1884 the term aleph-1 was introduced by georg cantor into the mathematical world. since then the first letter of the hebrew alphabet, combined with a number has been used to represent the cardinality (or size) of infinite sets. the aleph numbers differ from infinity ∞ commonly found in algebra and calculus. alephs measure the sizes of sets; infinity on the other hand, is commonly defined as an extreme limit of the real number line, or an extremal point of the extended real number line. while some alephs are larger than others, ∞ is just ∞.


A cooperation between Ensemble Modern and Portikus.
A project in the framework of the Frankfurt Positions - an initiative of the BHF-BANK-Foundation.



SAVE THE DATE: LUTZ BACHER OPENING FEBRUARY 8, 2013, 8 PM. EXHIBITION RUNS UNTIL APRIL 14, 2013

Portikus
Alte Brücke 2 / Maininsel
60594 Frankfurt am Main

<a href="portikus.de">portikus.de</a>













Daten zu Carsten Nicolai:


- 12th Havana Biennial 2015

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- documenta 10, 1997

- Frieze London 2013

- Frieze London 2016

- Galerie Eigen + Art

- Gallery Weekend Berlin 2016

- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

- Kunstverein Braunschweig 2015

- Liverpool Biennale 2012

- Medienturm Kunstverein Graz

- MoMA Collection

- Pace - Gallery

- Preistraeger 2007, Zurich Art Prize

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Sharjah Biennial 11, 2013

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

Weiteres zum Thema: Carsten Nicolai



Carsten Nicolai Anti Reflex - Schirn Kunsthalle Frankfurt (20.01.- 28.03.05)


Carsten Nicolai (geb.1965 Chemnitz) verknüpft in seinen Arbeiten verschiedene Phänomene der Wahrnehmung aus Alltag, Naturwissenschaft, Akustik oder Psychologie, aus Bereichen des Sichtbaren und des Unsichtbaren. Der Ausstellungstitel lautet "ANTI REFLEX":

"Carsten Nicolai zählt heute zu den wichtigsten Vertretern einer Künstlergeneration, die gezielt die Schnittstellen zwischen Kunst, Natur und Wissenschaft untersucht. Als grenzüberschreitender bildender Künstler, Forscher, Musiker und Produzent in Personalunion versucht Nicolai, die Trennung menschlicher Sinneswahrnehmungen zu überwinden und naturwissenschaftliche Phänomene wie Klang- und Lichtfrequenzen oder elektromagnetische Felder sowohl mit den Augen als auch mit dem Gehör- und Tastsinn erfahrbar zu machen. Seinen Installationen ist eine minimalistische Ästhetik eigen, die durch Eleganz, Schlichtheit und Technizismus besticht. Nach Beteiligungen an wichtigen internationalen Ausstellungen wie der documenta in Kassel und der Biennale in Venedig präsentiert die Schirn erstmals eine große Überblicksausstellung, für die der 1965 in Chemnitz geborene Künstler eine Reihe neuer Arbeiten produzieren wird.
...
Das Nebeneinander des Akustischen und Visuellen ist ein ständig wiederkehrendes Thema im Werk Carsten Nicolais. Der Tradition Ernst Chladnis (1756–1827), des Begründers der modernen Akustik, folgend, versucht Nicolai, unterschiedliche Sinnesempfindungen miteinander zu verknüpfen. In wiederholten Versuchsanordnungen werden beispielsweise Flüssigkeiten mit Tonsignalen verschiedener Frequenzen animiert, sodass Wellen entstehen, die sich in Form von konzentrischen Kreisen kräuseln, aufeinander stoßen, sich verbinden und dabei Schwingungsknoten und Störungsmuster erzeugen. Durch den visuellen Sinneseindruck von Nicolais teils großräumigen Installationen wird das Klangerlebnis in Porträts der Frequenzen umgewandelt. Die aus einem ähnlichen Experiment resultierende Fotoserie "milch" besteht aus Abbildungen unterschiedlicher Milchoberflächen, die durch ansteigende Frequenzen in Schwingung gebracht worden sind. Während die niedrigen Frequenzen eine chaotisch anmutende Fläche erzeugen, bilden hohe streng rhythmisch geordnete Muster. Die Arbeiten sind gleichermaßen Visualisierungen eines akustischen Phänomens wie eigenständige Kunstwerke, die aus der ihnen innewohnenden Ästhetik wirken. In anderen Arbeiten wie "void" versucht Nicolai, in Glasrohren Ton zu versiegeln und damit unsere Wahrnehmung zu hinterfragen sowie die Lebensspanne von Geräuschen zu thematisieren. Nicolai geht es dabei weniger um das Begreifen des einzelnen Objektes, sondern vielmehr um Relationen, um einen Systemzusammenhang, in dem kausale Abhängigkeitsverhältnisse herrschen. Klänge durchdringen den Raum, greifen auf Bilder und Objekte über und verleihen damit der gesamten Ausstellung eine Art von Polyrhythmik.

Immer wieder wird das Prinzip der Polarität erkennbar: Sichtbares und Unsichtbares, Licht und Dunkel, Positiv und Negativ, wissenschaftliche Labormethoden und metaphysische Weltinterpretationen. In der Ausstellung in der Schirn werden einander zwei Räume gegenübergestellt: "reflex" und "anti". Der eine Raum ist hell, der andere nahezu dunkel. Der Besucher verbindet die beiden Räume, indem er durch eine Passage geht, deren geometrische schwarzweiße Siebdrucktapete vom Auge als Ansammlung pulsierender Felder und visueller Rhythmen empfunden wird. Zentrales Element des "reflex"-Raums ist eine gleichnamige würfelförmige Skulptur. Sie besteht aus einer zwölfeckigen, 3 m hohen Box, die an einer Seite offen ist und den Besucher einlädt, den Innenraum zu betreten, wo aus zehn Lautsprechern mit hoher Geschwindigkeit Ton von Hochfrequenz-Weißem-Rauschen zirkuliert und die akustische Illusion erzeugt, dass in den Wänden der Box ein weiteres, dreidimensionales Objekt verborgen ist. Auch andere Werke in diesem Ausstellungsteil wie "visuelles feld" beziehen den Betrachter ein. In dem Moment, in dem er die Installation betritt, gerät er in das visuelle Feld einer CCD-Kamera, wodurch das akustische Signal verändert und das Bild unterbrochen wird - Konzepte wie Zeit, Raum und Identität werden in Frage gestellt. An anderer Stelle steht ein "einkristall" - ein Materialblock, der sich durch die regulärste existente Anordnung von Atomen auszeichnet und als hochwertigstes Speichermedium in der Mikroelektronik Verwendung findet – als Referenz für ein komplexes Muster der Natur.
Der zu "reflex" korrespondierende Raum "anti" enthält ebenfalls eine Skulptur - ein gleichförmiges schwarzes Pendant, das im Gegensatz zur Ersteren nicht betreten werden kann. Über eingebaute Subwoofer gibt "anti" tiefe Frequenzen von sich, die nicht gehört, sondern nur gespürt und vom Besucher durch Berührung verändert werden können. Formal bezieht sich die Skulptur auf eine geometrische Form aus Albrecht Dürers Stich „Melancholia I“ und greift somit neoplatonische mathematische und geometrische Konzepte der Renaissance auf, die sie mit der zeitgenössischen Diskussion über akustische Dimensionen der Architektur verbindet. Physikalische Phänomene liegen auch der Arbeit "funken" zugrunde, die Elektrizität in Form von aus der Wand kommenden Funken visualisiert. ..." (Presse / Schirn Kunsthalle)

Foto; CARSTEN NICOLAI/ALVA NOTO, PORTRÄT (2), Courtesy Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin, FOTO: UWE WALTER

Carsten Nicolai "Anti Reflex" Ausstellungsdauer: 20.01.- 28.03.05 siehe auch www.antireflex.de

Öffnungszeiten: Di., Fr.–So. 10–19 Uhr, Mi. und Do. 10–22 Uhr.

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT | Römerberg | 60311 Frankfurt | Tel.: 069- 29 98 82-0

Carsten Nicolai - Haus Konstruktiv, Zürich (30.5.-1.8.07)


Carsten Nicolai (geb. 1965 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, lebt in Berlin) zählt zu den wenigen Künstlern unserer Gegenwart, die überzeugend im Spannungsfeld zwischen Kunst, Wissenschaft und Sound arbeiten. Dabei versteht sich Nicolai nicht nur als Künstler und Forscher - auch seine Erfahrungen und Ambitionen als Musiker fliessen immer wieder in seine Arbeiten mit ein. Nach Nicolais Beteiligungen an wichtigen internationalen Ausstellungen wie der documenta X in Kassel (1997) oder der Biennale in Venedig (2001/2003) und seinen breit angelegten Einzelausstellungen wie u.a. in der Schirn Kunsthalle Frankfurt a. M. sowie in der Neuen Nationalgalerie Berlin (beide 2005), präsentiert das Museum Haus Konstruktiv unter dem Titel "static fades" Carsten Nicolai erstmals in einer umfangreichen Einzelausstellung in der Schweiz.
An seiner Ausstellung "static fades", für die zahlreiche neue Werke entstanden sind, arbeitete der Künstler seit Sommer 2005. Im Zentrum seiner Werke - sie umfassen Zeichnungen, Malerei, Plastiken, Installationen, begehbare Räume und Videoarbeiten - steht Nicolais Anliegen, die Grenzen der menschlichen Sinneswahrnehmungen auszuloten und naturwissenschaftliche Phänomene wie Klang- und Lichtfrequenzen oder elektromagnetische Felder visuell und auditiv erfahrbar zu machen. Mit seinem modernistischen Interesse an den Grundlagen der klassischen Avantgarde schafft Nicolai eine breite Basis fßr seine Arbeiten: Reflexe auf Kunstgeschichte sind darin ebenso wichtig wie der genuine Ausdruck einer individuellen künstlerischen Sprache.

Komplexität, Reduktion und Schönheit: Carsten Nicolais Werke basieren auf komplexen und disziplinübergreifen- den Untersuchungen, auf wissenschaftlich orientierten Beobachtungen, die gleichzeitig einen intensiven Zugang zu individuellen Wahrnehmungs- und Empfindungswelten erlauben. Doch anders als der pseudo-wissenschaftliche Impetus vieler künstlerischer Haltungen in den 1990er Jahren basieren die Arbeiten von Carsten Nicolai auf einem fundierten Wissen. Für seine umfangreichen Projekte und Ausstellungen arbeitet er deshalb auch häufig eng zusammen mit Technikspezialisten, Wissenschaftlern, Theoretikern oder Musikern. Nicolais Werke legen die Funktionsprinzipien von Codierungen, Selbstorganisation und Wahrnehmung offen: Die konventionelle Vorstellung einer künstlerischen Handschrift tritt in den Hintergrund und der klassische Werkbegriff wird in Frage gestellt. Carsten Nicolais Installationen ist eine minimalistische Ästhetik eigen, die durch technoide Eleganz und Schlichtheit besticht. Gleichzeitig schafft er stimmungsvolle Räume, deren beinahe unwirkliche, traumähnliche Atmosphäre ein weites Assoziationsfeld öffnet. ... (Presse / Haus Konstruktiv)

Abbildung: Carsten Nicolai, 2syn chron2, Installation, 1250 x 800 x 460 cm, 2005
courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Pro Litteris 2007, Ausstellungsansicht: Neue Nationalgalerie 2005

Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst
Selnaustrasse 25
8001 Zürich
T 044 217 70 80

hauskonstruktiv.ch