Daniel Buren


Eingabedatum: 18.04.2011

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Daniel Buren (*1938 in Boulogne-Billancourt) begann Ende der 1960er-Jahre unter demonstrativem Verzicht auf ein Atelier mit seinen Plakaten, den Affichages sauvages, den öffentlichen Raum zu gestalten. Abwechselnd weiße und farbige, 8,7 cm breite vertikale Streifen sind zu einer Art Markenzeichen geworden. Diese Streifen dienen ihm bis heute als visuelles Werkzeug. In ihrer Form sind sie bewusst banal, inhaltsfrei und bedeutungslos. Konsequent widersetzen sie sich dem Glauben an die Autonomie des Kunstwerkes und weisen den Betrachter in erster Linie auf den Ort ihrer Anbringung hin. Damit besetzte der Konzeptkünstler Buren ein neues Feld in der Kunst, das sich ausschließlich in diesen minimalistischen Zeichen artikuliert.



Daniel Buren entwickelt für die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden eine Folge von ortsspezifischen Interventionen, die sich mit dem neoklassizistischen Ausstellungshaus von Hermann Billing auseinandersetzen. Wandhohe Einbauten verändern die Wahrnehmung der Architektur maßgeblich und schaffen im Spiel mit Spiegeln, Farbe und Licht eindrucksvolle Raumwirkungen. Auch das Café Kunsthalle erfährt eine grundlegend neue Gestaltung, die über die Dauer der Ausstellung hinaus erhalten bleiben wird.

Zudem weitet Daniel Buren die Ausstellung in den Stadtraum von Baden-Baden aus. Mit über hundert vom Künstler gestalteten Fahnen wird der mondäne Kurort zum erweiterten Ausstellungsraum, dessen Zentrum die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden ist.

Abbildung:
- VERTIKAL: DAS TRANSPONIERTE OBERLICHT /
VERTICALEMENT : LA VERRIÈRE TRANSPOSÉE
Arbeit in situ / Travail in situ
© Daniel Buren / ADAGP Foto: Wolfgang Günzel, Offenbach
- ACHT FARBEN UND IHR SPIEGELBILD FÜR VIER RÄUME /
HUIT COULEURS ET LEURS REFLETS POUR QUATRE SALLES
Arbeit in situ / Travail in situ
© Daniel Buren / ADAGP Foto: Wolfgang Günzel, Offenbach

Öffnungszeiten: Di – So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 19 Uhr, Mo geschlossen

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8a
D - 76530 Baden-Baden
Tel. Büro +49-(0)7221-30076-401
Tel. Kasse +49-(0)7221-30076-444
kunsthalle-baden-baden.de/

Medienmitteilung






Daten zu Daniel Buren:

- 12th Havana Biennial 2015
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art berlin 2017
- Beaufort 2009
- Biennale Venedig 2007
- daad Stipendiat
- Daimler Art Collection
- documenta 7, 1982
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Gallery Weekend Berlin 2016
- Göteborg Biennial for Contemporary Art, 2001
- KIAF 2016
- Konrad Fischer Galerie
- La Biennale de Montréal, 1998
- Lisson Gallery
- Migros Museum, Sammlung
- MoMA Collection
- Museo Reina Sofía, Collection
- Preistraeger Praemium Imperiale Painting
- S.M.A.K. Sammlung, Gent
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Singapore Biennale, 2008
- Skulptur Projekte Münster 1987
- skulptur projekte münster 1997
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Daniel Buren



Öffentliche Kunst als Denkmalkritik


Gegenstand der Untersuchung "Öffentliche Kunst als Denkmalkritik" sind künstlerische Arbeiten, die in Bezugnahme auf Denkmäler konzipiert bzw. realisiert werden, das heißt in Bezugnahme auf öffentliche Erinnerungszeichen, die von vornherein dazu errichtet wurden, an Personen oder Ereignisse zu erinnern. Seit Christos Verhüllung eines Reiterstandbildes auf dem Mailänder Domplatz 1970 ist eine nicht geringe Anzahl denkmalbezogener Arbeiten u.a. von Daniel Buren, Jochen Gerz, Hans Haacke, Jenny Holzer und Krysztof Wodiczko in Auseinandersetzung mit Kriegerdenkmälern, Mahnmalen zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus oder Lenin-Denkmälern entstanden. In der Untersuchung wird deutlich, in welcher Hinsicht Künstler die durch Denkmäler zum Ausdruck gebrachte Erinnerung an Personen oder Ereignisse reflektieren und daß Künstler zumeist kritisch zu den Ausgangsmonumenten Stellung nehmen. Zudem wird verständlich, wie Künstler sich mit der gesellschaftlichen und politischen Funktion von Denkmälern befassen. Einzelanalysen denkmalbezogener Arbeiten bilden die Voraussetzung dafür, Aussagen zur Spezifik denkmalbezogener Kunst im allgemeinen zu treffen sowie Erkenntnisse über die Möglichkeiten und Grenzen der künstlerischen Kommentierung fragwürdig gewordener Denkmäler zu gewinnen. in dieser wissenschaftlichen Publikation wird das Spektrum zeitgenössischer denkmalbezogener Kunst erstmals eingehend untersucht.



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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