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Affekte

4. 04. - 8. 06. 2014 | Kunstpalais, Erlangen
Eingabedatum: 08.04.2014

bilder

„Ich fühle, also bin ich.“ So pointiert beschreibt der US-amerikanische Neurologe António Damásio den Zusammenhang zwischen menschlicher Kognition und Emotion. Die Philosophin Michaela Ott stellt außerdem fest, dass seit dem 11. September 2001 eine größere Affektzugewandtheit zu beobachten sei, eine „sich selbst speisende Angstproduktion im politischen und wissenschaftlichen Diskurs“. Sie wertet diesen Wunsch nach affektiver Entlastung als Reaktion auf die Leistungsgesellschaft, die den Affekt zu unterdrücken suchte.

Der Begriff des „Affekts“, wie wir ihn für unsere Ausstellung definiert haben, steht zunächst ganz allgemein für einen starken emotionalen Impuls, der unmittelbar in eine Handlung mündet. Affekte erzeugen dadurch ein Spannungsverhältnis zwischen Handlung und Legitimation. Sie bilden sich außerdem, so die These der Kulturwissenschaftlerin Sarah Ahmed, in aktiven und reaktiven Prozessen aus, entstehen also zirkulär.

Aufbauend auf diesen Beobachtungen setzt sich unsere Ausstellung unter anderem mit der Frage auseinander, welche Auswirkungen Affekte auf den öffentlichen politischen Diskurs haben. Was bedeutet dieses „Thinking through Affect“ für unsere Gesellschaft?

Die Spannbreite der Exponate reicht von der Einbettung des Affekts in gesellschaftliche Rituale bis hin zum zerstörerischen Potential affektgeladener Massen. Es geht aber auch um das „affected seeing“, also um die Affekte, die im Betrachter erzeugt werden.

Mit: Halil Altindere (TR), Keren Cytter (IL), Cyprien Gaillard (FR), Meiro Koizumi (JP), Aernout Mik (NL), Suzanne Opton (US), Santiago Sierra (ES), Mathilde ter Heijne (NL), Ryan Trecartin (US), Bill Viola (US), Tomoya Watanabe (JP)


Kunstpalais

Stadt Erlangen

Palais Stutterheim

Marktplatz 1

91054 Erlangen


Web: kunstpalais.de

Pressemitteilung






Daten zu Aernout Mik:

- 1st Parasophia Kyoto International Festival of Contemporary Culture 2015
- Affekte, Kunstpalais Erlangen, 2014
- Aichi Trienniale 2013
- Art Basel 2013
- art berlin 2017
- Berlin Biennale 2001
- Bienal de Sao Paulo, 2010
- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)
- Kunstpreis Aachen
- MoMA Collection
- Prospect New Orleans 1, 2008
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Shanghai Biennale 2012

Weiteres zum Thema: Aernout Mik



Wilhelm Lehmbruck Museum: "Taktiken des Ego" (25.5.-31.8.03)


Im Rahmen der 27.Duisburger Akzente findet im Lehmbruck Museum eine Ausstellung statt, in deren Zentrum die Schauplätze der menschlichen Psyche stehen sollen. Bereits am 23.5.03 wird das Thema auf einem internationalen Symposium "Hybrid Identities - Hybride Identitäten" von unterschiedlicher Seite (Anthropologie, Neurologie, Medientheorien) her beleuchtet (Programm unter: lehmbruckmuseum.de).

Pressemitteilung / Auszug: " ... In einer pointierten Auswahl wird aufgezeigt, wie zeitgenössische Künstler auf dieses Thema reagieren und psychologisch, sozial, emotional oder gesellschaftlich motivierte Transformationen des "Ichs" konstruieren. Ihre Arbeiten schlagen dabei Bögen zwischen der Egomanie und der Selbstaufopferung, der authentischen Identitätsfindung, Destruktion und Fiktionalisierung eines "Ichs". Selbstwahrnehmung erscheint nicht mehr nur als Erkenntnisinstrumentarium, sondern zunehmend auch als stereotype psychologische Pflichtübung eines letztlich "standardisierten Individuums". Andere Arbeiten provozieren die Fragen, welche Räume die Selbstbespiegelung für eine gesellschaftliche Verortung eröffnen oder welches potentielle Kräftefeld individueller Selbstbehauptung es zu schützen gilt. Viele Arbeiten entstehen eigens für die Ausstellung oder sind erstmals in Deutschland ausgestellt. "

Künstlerliste:
Gilles Barbier (F), Birgit Brenner (D), John Davies (GB), Tracey Emin (GB), Ludger Gerdes (D), Mathilde ter Heijne (NL/D), Martin Liebscher (D), Mark Manders (NL), Björn Melhus (D), Aernout Mik (NL), Muntean/Rosenblum (AU), Corinna Schnitt (D), Lorna Simpson (USA), Ben Vautier (F) und Bill Viola (USA)

Ausstellungsdauer: 25.5.-31.8.03

Öffnungszeiten: Di bis Sa 11 bis 17 Uhr | So 10 bis 18 Uhr | Mo geschl.

Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40 | 47049 Duisburg | T: 0203 283 26 30 / 32 94



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




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