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Aernout Mik – Communitas


Eingabedatum: 31.10.2011

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Aernout Mik, Communitas, 2010, © Aernout Mik und carlier | gebauer, Berlin, Foto: Florian Braun

Unter dem Titel „Communitas“ findet im Museum Folkwang die umfangreiche Ausstellung des niederländischen Künstlers Aernout Mik statt. Sie zeigt eine Auswahl seines Werkes aus den Jahren 1998 bis 2011 mit Schwerpunkt auf die jüngsten Videoinstallationen und Arbeiten, die in Deutschland kaum oder nie gezeigt wurden. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Jeu de Paume, Paris, des Museum Folkwang in Essen und des Stedelijk Museum.

Auf einzigartige Weise zeichnen die Werke Aernout Miks die psychosoziale Verfaßtheit unserer Gesellschaften und unserer Zeit wider. Seine Arbeiten verweisen auf aktuelle politische und soziale Situationen und ihre Darstellung in den Medien. So finden sich Themen wie aktuelle Kriege, globale Krisen, wirtschaftliche Depression, Konsumkultur, Migration, Rassismus und gesellschaftliche Spannungen, ohne dass diese aber direkt abgebildet werden. In den letzten Jahren untersucht Mik zunehmend die unterschiedlichen Entwicklungen europäischer Demokratien.

Der Ausstellungstitel „Communitas”, der einem Werktitel des Künstlers aus dem Jahr 2010 entlehnt ist, möchte den Diskurs um die konstruktiven Möglichkeiten gesellschaftlichen Zusammenlebens fokussieren. Der Begriff, der zunehmend in theoretischen und philosophischen Texten behandelt wird, spielt u.a. in den Schriften des britischen Anthropologen Victor Turner (1920 – 1983) eine wichtige Rolle. Dieser verwendet ihn, um einen Prozess des gesellschaftlichen Wandels zu bezeichnen, bei dem alle Mitglieder einer Gemeinschaft vorübergehend gleich sind.

Für die Ausstellung in Essen entwickelte der Künstler eine Präsentation, die einen zusammenhängenden Parcours entstehen lässt. Die Inszenierung der Videoinstallationen, das Aufeinandertreffen von filmischen Räumen und realen Räumen des Betrachters sind zentrales Anliegen des Künstlers. Möglich ist dieses nicht zuletzt durch die Tonlosigkeit seiner Filme, die immer neue Konstellationen zwischen den Arbeiten ermöglicht.

Erstmals in Deutschland zu sehen sind Arbeiten wie „Schoolyard“ (2009) oder die aufwendige Installation „Organic Escalator“ (2000) in bewegter Architektur. Premiere feiert auch die dreiteilige Videoinstallation „Shifting Sitting“. Sie wurde von den drei Partnerinstitutionen der Ausstellung in Auftrag gegeben und mit Unterstützung des Niederländischen Filmfonds (Nederlands Fonds voor de Film), der Niederländischen Stiftung für visuelle Kunst, Design und Architektur (Fonds BKVB) und der European Cultural Foundation in Amsterdam finanziert. „Shifting Sitting“ wurde im Januar 2011 in Rom gedreht.

Aernout Mik (geboren 1962 in Groningen) zählt zu den bekanntesten Vertretern der internationalen Videokunst. Seine Raum- und Videoinstallationen, die zahlreiche Schnittstellen zwischen Film, Video, Performance, Skulptur und Architektur aufweisen, haben den künstlerischen Umgang mit dem bewegten Bild grundlegend weiterentwickelt.

Zentrale Ausstellungen der letzten Jahre waren unter anderem Einzelpräsentationen im Van Abbe Museum, Eindhoven (2000), im New Museum of Contemporary Art, New York (2005), dem Kunstverein Hannover (2007) und dem BAK – basis voor actuele Kunst, Utrecht (2006). 2007 vertrat er die Niederlande auf der Biennale in Venedig. 2009 widmete ihm das Museum of Modern Art in New York eine umfassende Ausstellung. In Deutschland hatte Mik verschiedene Lehraufträge inne, u.a. an der KHM, Köln. Er tritt ab Oktober 2011 seine Professur an der Kunstakademie Münster an.

Öffnungszeiten: Di bis So 10 bis 18 Uhr, Fr 10 bis 22.30 Uhr, Mo geschlossen

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
45128 Essen
Tel.: 0201 8845 444
museum-folkwang.de

Medienmitteilung



Aernout Mik:


- 1st Parasophia Kyoto International Festival of Contemporary Culture 2015

- Affekte, Kunstpalais Erlangen, 2014

- Aichi Trienniale 2013

- Art Basel 2013

- art berlin 2017

- Berlin Biennale 2001

- Bienal de Sao Paulo, 2010

- Hartware MedienKunstVerein (HMKV)

- Kochi-Muziris Biennale 2018

- Kunstpreis Aachen

- MoMA Collection

- Prospect New Orleans 1, 2008

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Shanghai Biennale 2012


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