JORINDE VOIGT. A New Kind of Joy

23. 02. - 07. 05. 2017 | Kunsthalle Nürnberg
Eingabedatum: 21.02.2017

Werkabbildung

Jorinde Voigt. A New Kind of Joy "Hauro-Algorithmus (3)", aus der Serie/from the series" Hauro Algorithmus", 2015 Tinte, Blattgold, Ölkreide, Tusche, Bleistift auf Papier/ink, gold-foil, oil crayon, China ink, pencil on paper, 90 x 141 cm © VG Bildbilder

Für ihre Zeichnungen hat Jorinde Voigt ein vielschichtiges Vokabular aus Linien, Zeichen, Diagrammen, und handschriftlichen Notizen entwickelt, mit dem sich abstrakte Phänomene wie Raum, Zeit, Erdrotation oder Geschwindigkeit darstellen lassen. Diese Aufzeichnungen bilden eine wissenschaftlich anmutende Matrix, in der Jorinde Voigt ihre eigenen Bewegungen (Egomotion) bei der Arbeit im Studio ebenso verortet wie die Einflüsse durch Kunst,
Literatur, Musik, Naturwissenschaft oder Philosophie. Es geht ihr darum, „nonstop Fragen zu stellen“, um auch subjektive Assoziationen, Erfahrungen und Wahrnehmungen sowie den (unbewussten) Prozess des Erfassens so exakt wie möglich visuell darzustellen.

So zeigt etwa die Arbeit 10 am to 7 pm (2016) einen schmalen menschlichen Körper, der von großen walfischähnlichen Formen, schlangenartigen Röhren und zarten roten Kreisen umgeben ist; ein massiver Stalaktit zielt auf das Herz der liegenden Figur. Dieses Protokoll eines Arbeitstages im Studio lässt sich auf verschiedene Weise interpretieren und macht zugleich deutlich, dass Jorinde Voigt in ihren Zeichnungen eine Parallelwelt mit ganz eigenen Regeln und Realitäten erzeugt.

Ihre aktuellen, in der Kunsthalle Nürnberg in einer konzentrierten Auswahl präsentierten Arbeiten zeichnen sich durch eine vielfältige Materialität aus, in der neben den klassischen Mitteln der Zeichnung wie Bleistift, Graphit, Tusche oder Pastellkreide auch Vogelfedern, Kupfer oder Blattgold zum Einsatz kommen. So auch in Jorinde Voigts Langzeitprojekt Song of the Earth, einem auf acht Kompositionen angelegten, monumentalen Zeichnungszyklus, der von Gustav Mahlers sinfonischem Liederzyklus Das Lied von der Erde (1908/09) inspiriert ist und gattungsübergreifend bildende Kunst und Musik, visuelle und akustische Erfahrungen, verbindet. Mit Spielanweisungen und Zeitnotationen versehen, dienen diese Zeichnungen auch als Partituren für die Aufführung durch zeitgenössische Musikensembles. Im Rahmen ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg wird Jorinde Voigt zwei Zyklen dieses groß angelegten Projektes vorstellen, The Farewell – A New Kind of Joy (2016) und das neue Werk Both Sides Now (2017).

Jorinde Voigt (*1977 in Frankfurt/Main, lebt in Berlin) studierte an der Universität der Künste in Berlin bei Christiane Möbus und Katharina Sieverding. Seit 2014 ist sie Professorin für Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in München.

Kunsthalle Nürnberg im KunstKulturQuartier
Lorenzer Straße 32,
90402 Nürnberg/Nuremberg, Germany
nuernberg.de


Presse






Daten zu Jorinde Voigt:

- abc 2015
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel
- Frieze London 2016
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- MoMA Collection
- Moscow Biennale for young art 2012
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sharjah Biennial 13, 2017
- Zeitblick. Ankäufe aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der BrD, 2008

Weiteres zum Thema: Jorinde Voigt



23 New Talents auf der ART COLOGNE 2006


Zum 26. Mal hat die Jury für das vom Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG)und der Koelnmesse initiierte Förderprogramm für junge Künstlerinnen und Künstler getagt und für das New Talents-Programm der ART COLOGNE (01. -05.11.2006) aus 65 Bewerbungen 23 Künstler ausgewählt. ART COLOGNE Direktor Gérard A. Goodrow begrüßte die Auswahl: "Wir sind froh, dass die ganze Spannbreite an Medien und Trends zu sehen sein wird: vom Zeichnerischen über das Malerische und Mediale bis hin zu neuesten Tendenzen in der Konzeptkunst. Die Ausgewählten sind:
- Theo Boettger, Deutschland, 1975 - Galerie Baer, Dresden
- Christoph Brech, Deutschland, 1964 - Walter Storms Galerie, München
- Julian Faulhaber, Deutschland, 1975 - L.A. Galerie Lothar Albrecht, Frankfurt a.M.
- Jana Gunstheimer, Deutschland, 1974 - Galerie Conrads, Düsseldorf
- Kati Heck, Deutschland, 1979 - Galerie Annie Gentils, Antwerpen
- Carolin Jörg, Deutschland, 1977 - Galerie Michael Sturm, Stuttgart
- Sven Johne, Deutschland, 1976 - Galerie Christian Nagel, Köln
- Christian Keinstar, Polen, 1975 - lukasfeichtner galerie, Wien
- Matthias Koch, Deutschland, 1961 - Galerie Esther Woerdehoff, Paris
- Michael Kutschbach, Australien, 1975 - Conny Dietzschold Gallery, Sydney
- Sandra Mann, Deutschland, 1970 - Galerie Stefan Röpke, Köln
- Reinhold Matthias, Deutschland, 1978 - Galerie Ursula Walbröl,
Düsseldorf
- Flora Neuwirth, Österreich, 1971 - Galerie Grita Insam, Wien
- Thomas Palme, Deutschland, 1967 - van der grinten galerie, Köln
- Max Regenberg, Deutschland, 1951 - Galerie Thomas Zander, Köln
- Tom Sanford, USA, 1975 - Galleri Faurschou, Kopenhagen
- Gerda Scheepers, Südafrika, 1979 - Sprüth Magers Projekte, München
- Stephanie Senge, Deutschland, 1972 - Galerie Six Friedrich Lisa Ungar, München
- Setareh Shahbazi, Iran, 1978 - Galerie Sfeir-Semler, Hamburg
- Sandra Vasquez de la Horra, Spanien, 1967 - Galería Jule Kewenig,
Palma de Mallorca
- Muir Vidler, Großbritannien, 1975 - Kenny Schachter ROVE, London
- Jorinde Voigt, Deutschland, 1977 - Fahnemann Projects, Berlin
- Ekrem Yalcindag, Türkei, 1964 - Galerie Karl Pfefferle, München

Als Juroren waren die Künstlerin Elisabeth Brockmann, Susanne Titz vom
Museum Abteiberg Mönchengladbach, Holger Liebs von der Süddeutschen Zeitung, Christel Schüppenhauer von der Galerie Schüppenhauer in Köln, Ulrike Adler von der Galerie Adler in Frankfurt am Main und Gérard A. Goodrow, Direktor ART COLOGNE an der Auswahl der geförderten Künstler beteiligt. Die Jury ntagte unter der Leitung des Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Galerien, Bernhard Wittenbrink. Die Durchführung des Förderprogramms für junge Künstlerinnen und Künstler auf der ART COLOGNE wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.

Schlussbericht: ART COLOGNE 2007 mit Erfolg ins Frühjahr verlegt


Terminwechsel zahlte sich in barer Münze aus

60.000 Besucher sorgten für gute Verkäufe in allen Bereichen
Galeristen begrüßen die internationale Sammlerklientel in Köln

"Wenn sich dieser Termin eingefahren hat, passt er sehr gut zur allgemeinen Frühlingsstimmung. Was wollen wir mehr?" So das Fazit von Raimund Thomas, Inhaber der gleichnamigen Münchner Galerie, zur Terminverlagerung der ART COLOGNE ins Frühjahr (18.-22.04.2007): "Die Messe ist sehr angenehm, weil man sich mit sachkundigen Kunstliebhabern austauschen kann." Ähnliche Zustimmung kommt auch vom Berliner Clemens Fahnemann: "Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Es gibt zwar weniger Besucher, dafür aber gute Gespräche und noch bessere Verkaufsergebnisse." Beide Galeristen sind bester Laune. Aus gutem Grund. Thomas vermittelte zwei Botero-Skulpturen zu 265.000 Euro und 375.000 Euro und ein Jawlensky-Gemälde zu 265.000 Euro. Bei Fahnemann brummte das Geschäft geradezu: Förg-Bronze (85.000 Euro), diverse Werke von Imi Knoebel (24.000-130.000 Euro), abstraktes Gemälde von Raimund Girke (65.000 Euro), Hans Hartung-Gemälde (290.000 Euro), 16 Zeichnungen des New Talents aus 2006, Jorinde Voigt, (600-3.500 Euro, u.a. in die Bundeskunstsammlung), drei Großfotos von Michael Wesely (je 24.000 Euro). Die Aussteller machten unter den insgesamt 60.000 Besuchern eine internationale Sammlerklientel aus. Sie kam aus ganz Europa, beispielsweise aus den Benelux-Staaten, Spanien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz sowie aus Übersee, u.a. aus Mexiko, aus Asien, z.B. aus Südkorea und China. Koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt zog nach fünf Messetagen folgende Bilanz: "Unsere hohen Investitionen und enormen Verbesserungen der letzten Jahre mit dem jetzt vollzogenen Terminwechsel als deutlichster Veränderung haben sich für sehr viele Aussteller in barer Münze ausgezahlt."

Der neue Frühjahrstermin konnte zur ersten Veranstaltung noch nicht alle Skeptiker überzeugen, von denen viele dennoch gut verkauften. Dorothea van der Koelen, Mainz/Venedig) verkaufte ein David Buren "Cadre décadré" für 34.000 Euro in eine Schweizer Sammlung, ein weiteres Werk für 64.000 Euro verbleibt im Rheinland; außerdem rund 20 kleinere Arbeiten u.a. von Lore Bert bzw. Jens J. Meyer zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Der Berliner Michael Schultz trennte sich von einem großen Seo-Ölbild, das für 45.000 Euro in eine Londoner Privatsammlung ging, sowie von einem Ölbild Cornelia Schleimes, das ein Münchner Sammler für 38.000 Euro erwarb. Gerhard F. Reinz, Köln, der die ART COLOGNE für einen optimalen Marktplatz für Skulptur hält, konnte mehrere Bronzen von Dietrich Klinge (14.000-50.000 Euro), von Jean Fautrier (42.000 Euro), von Michael Croissant (6.000-24.000 Euro) und eine Steinstele von Rainer Kriester (12.000 Euro) in renommierte Sammlungen weiterreichen.

Ausländische Sammler erwarben bei Christian K. Scheffel eine Bernar Venet-Skulptur für 92.000 Euro. Der Bad Homburger Galerist verkaufte außerdem eine Plastik von Jaume Plensa für 38.000 Euro. Aus der Koje des renommierten mallorquiner Galeristen Pelaires erwarben europäische Sammler Bilder von Natxo Frisuelos (2.000-10.000 Euro), Guillem Nadal (6.000-35.000 Euro) und Wandobjekte von Jordi Alcaraz (4.000-20.000 Euro). Pepe Pinya, Inhaber der Galerie Pelaires, blickt erwartungsvoll auf die Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca. Er konstatiert: "Sehr viele meiner hiesigen Kunden haben sich den Termin schon im Kalender fett eingetragen und einige sogar schon ihre Reise gebucht."

"Ich bin völlig überrascht, dass nach fünfmonatigem Abstand zur letztjährigen ART COLOGNE das Interesse für diese Messe derart gewachsen ist“, so der Innsbrucker Klaus Thoman: Gemälde von Arnulf Rainer (70.000 Euro), Günther Förg (58.500 Euro), Herbert Brandl (27.000 Euro), Skulpturen von Bruno Gironcoli (14.800-44.000 Euro). Willy Schoots aus Eindhoven: "Die Terminverschiebung ist irrelevant für unser Geschäft." Der Niederländer gewann Käufer für diverse Kounellis-Objekte (11.000-15.000 Euro), für vier Jan Schoohoven-Werke (je 6.500 Euro) und für drei Installationsarbeiten des New Talents Lisette Verkerk (je 4.000 Euro). Der Südkoreaner Chosun /Jung Kwon lobt die Loyalität seiner Kunden: "Wir haben viele deutsche und europäische Stammkäufer." Die Galerie war erfolgreich mit sechs Reliefs von Chunhwan Kim (2.500-40.000 Euro). Für Thomas von Salis von der Galerie Salis & Vertes, Salzburg/St. Moritz, war die diesjährige ART COLOGNE "die beste Messe seit langem". Die Galerie verkaufte u.a. ein Ölgemälde Henri Matisse’ "Paysage de environs de Toulouse" von 1898/9 für über 300.000 Euro, Gabriele Münters Ölbild "Rosa Silleben" von 1908/9 für 185.000 Euro und eine Landschaft von Odilon Redon von 1902 im hohen sechsstelligen Euro-Bereich. Laszlo von Vertes: "Der Termin im Frühjahr ist sehr gut. Für uns ist Köln in jedem Jahr ein Muß."

Die Münchner Galerie Terminus freute sich über den Spitzenpreis von 760.000 Euro für das Baselitz-Gemälde "Glass Drinker" von 1981, zudem über zwei Frank Stella-Verkäufe (187.000 und 225.000 Euro) sowie über die Vermittlung eines 21teiligen Konvoluts mit Werken von Peter Anton (8.500-37.000 Euro). Benden & Klimczak, Köln/Viersen, verkauften zwei der großen "Metal Works" von Tom Wesselmann (je 320.000 Euro) nach Seoul in ein privates Musem und Roy Lichtensteins Bild "New York City" von 1988 (480.000 Euro). Der Baseler Leonhard Ruethmueller stellte Gemälde des Spaniers Salustiano in den Mittelpunkt seiner Präsentation, von denen er drei Großformate in internationalen Kollektionen platziert (8.500-2.000 Euro). Die Stuttgarter Galerie Edith Wahlandt trennte sich von der Kricke Plastik "Große Weiße" für 200.000 Euro, sowie von den zwei Fruhtrunk-Bildern "Interpretation" für 35.000 Euro und „Innerer Zeitfluss“ für 75.000 Euro. Letztere geht in eine bedeutende Privatsammlung, die anderen beiden Werke in eine renommierte internationale Sammlung.

Von "Superverkäufen" spricht Paul Schönewald aus Düsseldorf und bezieht sich damit auf seine Umsätze mit Arbeiten so bedeutender Stars wie Polke, Richter, Baselitz, Copley oder auch fünf Werke von Karin Kneffel (20.000-60.000 Euro) und Jannis Kounellis (100.000 Euro). Die Klassiker hatten auch allen Grund zufrieden zu sein. Die Galerie Schlichtenmaier aus Grafenau: zwei Baumeister-Gemälde (185.000 und 190.000 Euro), Schlemmer-Bild (53.000 Euro) und Hölzel-Pastell (27.000 Euro). Die Galerie Springmann aus Freiburg: Mixed-Media-Arbeit von Picasso (180.000 Euro, Zeichnung von Klee (110.000 Euro), Picasso Grafik (37.500 Euro). Die Galerie Utermann aus Dortmund: zwei Fritz Winter-Gemälde (85.000 und 95.000 Euro), Skulptur von Abraham David Christian (84.000 Euro), Schumacher-Gouache (27.000 Euro), Tadeusz-Gemälde (9.000 Euro). Die Galerie Maulberger aus München: Schumacher-Gemälde (230.000 Euro), diverse Rolf Cavael-Öle (7.000-49.000 Euro). Hans Maulberger: "Ich kann wirklich zufrieden sein."

So stark wie nie zuvor wurde die ART COLOGNE als Drehscheibe für zeitgenössische und aktuelle Kunst akzeptiert. Angelika Knäpper der Stockholmer Galerie Knäpper + Baumgarten bestätigte: "Junge Kunst ist gut gegangen" und nennt Künstlernamen wie Tilda Lovell, Helena Blomquist, Jan de Vliegher und Maria Miesenberger zu Preisen zwischen 5.000 und 13.000 Euro. Im Open Space meldeten Daniel Buchholz (Köln) und Alexander Schröder von der Berliner Galerie NEU "Total-Ausverkauf" ihrer Gemeinschaftskoje, in der Werke von Cosima von Bonin, Sergej Jensen, Michael Krebber und Henrik Olesen (5.000-50.000 Euro). Der Newcomer Christian Lethert aus Köln war von seinem ersten Messeauftritt begeistert. Er überzeugte Sammler mit vier Bildern von Daniel Lergon (je 3.600 Euro) und mit einer Vorzugsausgabe Katharina Sieverdings (15 Blätter je 600 Euro). Die Litauische Galerie Vartai aus Vilnius meldete "Fast"-Ausverkauf der Arbeiten von Andrius Zakarauskas (je 3.800 Euro).

Die Kölnerin Monika Sprüth begrüßt das Konzept von Open Space und New Contemporaries. Bei ihr sicherte sich u.a. die Einkaufskommission des Bundes ein Bild von Andreas Schulze für 25.000 Euro. Christian Nagel aus Köln freute sich über die Verkäufe zweier Arbeiten von Heimo Zobernig à 27.000 Euro, eines Gemäldes von Gang Zhao für 14.000 Euro und weitere Reservierungen. André Schlechtriem aus New York veräußerte je eine Arbeit von Eva Swansea (30.000 Euro) und Ralf Ziervogel (10.000 Euro). Leo König, New York, zeigte sich völlig "überrascht" über die starke Nachfrage nach Blättern des jungen New Yorker Künstlers David Scher, von dem er 20 Exponate (400-5.500 Euro) absetzte. Der Kölner Galerist Thomas Zander war mit Zeichnungen von Anthony McCall erfolgreich: Das Konvolut von 36 Blättern zur in Köln als Sonderausstellung gezeigten Installation "Between You and I" ging für 39.000 Euro komplett in eine Sammlung.

Sehr repräsentativ war die Fotografie auf der ART COLOGNE präsent. "Fotografie ist nach wie vor das Medium, das die Leute gerne kaufen", so Lothar Albrecht von der L.A. Galerie, Frankfurt/Main, Peking. Bei ihm besorgten sich Sammler zahlreiche Fotoarbeiten von Julian Faulhaber (2.900 bis 4.900 Euro). "Neue Positionen erzählerischer Fotografie sind sehr gefragt“, so Margret Uhrmeister von der Galerie Hermann und Wagner aus Berlin. Beispiele ihrer Verkäufe: Fotos von Raïssa Venables, Miklos Gaál und Jyrki Parantainen (2.900-7.200 Euro). Galerie Stills aus Sydney: zwei Fotoblätter von Petrina Hicks (je 5.000 Euro), Fotoprint von Merilyn Fairskye (2.500 Euro). Statement der Galeristin Bronwyn Rennex: "Die hiesigen Sammler sind sehr interessiert an australischer Fotografie." In der Salzburger Galerie Ruzicska trat Giovanni Castell mit einer One Man Show seiner Großfotos auf und verkaufte fünf Arbeiten zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Ebenfalls eine Einzelausstellung richtete die Osloer Galleri K der Kölnerin Candida Höfer aus: zehn ihrer Großfotos (50.000 bis 65.000 Euro) konnte er abgeben. Art Seasons aus Singapur überzeugte Käufer mit sieben Fotos von Zhang Peng (je 3.500 Euro).

Der diesjährige ART COLOGNE-Preisträger, der Bonner Galerist Erhard Klein, reichte die Hälfte seiner Dotierung von insgesamt 10.000 Euro an das Zentralarchiv des Internationalen Kunsthandels (ZADIK) weiter, das ihm auf der Messe eine dokumentarische Sonderausstellung eingerichtet hatte. Von gleichwertiger Dotierung ist der von der Koelnmesse gestiftete ART COLOGNE-Preis für junge Kunst, der eine Ausstellung in der Kölner artothek inklusive Katalog beinhaltet. Preisträgerin 2007 ist die gebürtige Hannoveranerin Kalin Lindena, vertreten von der Wiener Galerie Bleich-Rossi.

Christian Nagel, Kölner Galerist und einer der Befürworter der Terminverlegung der ART COLOGNE ins Frühjahr resümiert: "Auch wenn noch nicht alles so ist, wie es sein sollte, war dies ein wichtiger und richtiger Schritt für die ART COLOGNE. Die Verkäufe haben insgesamt angezogen. In den nächsten drei Jahren wird sich die ART COLOGNE als stärkste Frühjahrsmesse etablieren." Die 42. Internationale Messe für moderne und zeitgenössische Kunst findet 2008 vom 16. bis 20. April auf dem Kölner Messegelände statt.

Zuvor findet vom 19. bis 23. September 2007 mit ca. 60 internationalen Galerien die Premiere der ART COLOGNE Palma de Mallorca im Terminal A des alten Flughafens statt.

In Köln stehen mit der COLOGNE FINE ART vom 31. Oktober bis 4. November 2007 und der EXPONATEC COLOGNE, der Internationalen Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, vom 31. Oktober bis 3. November 2007 zwei weitere Highlights im Kunstjahr an.



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