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Plötzlich diese Übersicht

Untersuchungen und Anmerkungen zum Kunstgeschehen
Eingabedatum: 31.01.2018

Werkabbildung



Wir haben bei 500 Künstlern überprüft, in welchen Medien sie arbeiten und inwieweit dies in Beziehung zu ihrem Alter bzw. der Zeit steht.
Emily Jacir, der aktuell letzte Eintrag, verweist auf die Medien: Malerei, Fotografie, Film, Sound, Video; sie wurde 1970 geboren.
Den frühesten Eintrag zu Sound als Medium finden wir bei Otto Piene (geb. 1928), den jüngsten bei Laure Prouvost (geb. 1978).

Den aktuell 500 Künstlereinträgen werden folgende Medien zugeordnet:
232 Installation, 161 Malerei, 138 Fotografie, 135 Skulptur, 102 Video, 77 Zeichnung, 73 Performance, 66 Objekte.

Konzentriert man sich auf Künstler, die einzig mit dem Medium Fotografie in unserer Datenbank erfasst sind, erhält man 27 Ergebnisse.
Man Ray, 1890; David Goldblatt, 1930; William Eggleston, 1939; Hans-Peter Feldmann, 1941; Candida Höfer, 1944; Katharina Sieverding, 1944; Michael Schmidt, 1945; Robert Mapplethorpe, 1946; Jeff Wall, 1946; Hiroshi Sugimoto, 1948; Axel Hütte, 1951; James Welling, 1951; Nan Goldin, 1953; Cindy Sherman, 1954; Thomas Struth, 1954; Andreas Gursky, 1955; Christopher Williams, 1956; Thomas Ruff, 1958; Vik Muniz, 1961; Thomas Demand, 1964; Elger Esser, 1967; Wolfgang Tillmans, 1968; Roe Ethridge, 1969; Tobias Zielony; 1973; Urs Fischer, 1973; Annette Kelm, 1975; Ryan McGinley, 1977;.
Bei der Untersuchung, welche renommierten Künstler nicht zu den von uns erfassten Biennalen eingeladen werden, hatten wir unter den 500 Künstlern knapp über 50 Künstler identifiziert. Von den oben aufgeführten fallen Katharina Sieverding, Robert Mapplethorpe, Axel Hütte, Thomas Ruff, Elger Esser, Ryan McGinley in diese Kategorie. Besonders hervorstechen Robert Mapplethorpe und Thomas Ruff, da sie mit hohen Präsenzwerten aufwarten, wobei Robert Mapplethorpe bereits 1989 verstarb. Bleibt als auffälligster Künstler der Becher-Schüler Thomas Ruff.

Im Folgenden vergleichen wir Unterkategorien zu Thomas Ruff (43), Bruce Nauman (46), Lawrenz Weiner (42) und Rosemarie Trockel (41), die die ersten 4 Plätze unserer Künstlerdatenbank belegen.

In der Künstlerdatenbank wurden Sammlungen (30%), Messen (26,66%), Biennalen (28,33%), ausgewählte Gruppenausstellungen (8,3%), und Einträge zu Galerien, Kunstvereinen, Triennalen und Preisträgern (6,71%) erfasst.

Im Gegensatz zu Thomas Ruff liegen Bruce Nauman mit 10, Lawrenz Weiner mit 7 und Rosemarie Trockel mit 9 Biennalebeteiligungen im Normbereich, bei den Gruppenausstellungen liegt Ruff vergleichbar mit 7 zwischen 10 bei Nauman und jeweils 6 bei Weiner und Trockel, die fehlenden Biennalebeteiligungen werden bei Ruff allerdings durch die hohe Zahl an Galerievertretungen und den entsprechenden Messepräsenzen ausgeglichen.
Dazu dann an anderer Stelle mehr.

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Bremer Videokunst Förderpreis


Noch bis zum 3. September 2004 (Einsendeschluss) können sich Medienkünstler/innen um den mit 5.000EUR bzw. 1.500EUR dotierten Videokunst Förderpreis mit ihren Videokunst-Konzepten bewerben.

"Zum dreizehnten Mal können MedienkünstlerInnen beim Filmbüro Bremen Projektkonzepte einreichen, deren Realisierung durch die Preisgelder finanziert werden soll. Im letzten Jahr waren es annähernd 200 in sprachliche und visuelle Form gegossene Ideen für künstlerische Projekte, die auf unterschiedlichste Art und Weise bewegte Bilder und Klänge verbanden - als raumgreifende Installation oder auch Datenbank-basierte Gemeinschaftsprojekte, von dokumentarischen Ansätzen bis hin zu performativen Aufführungen.

Inhaltlich wie formal ist das Spektrum der Bewerbungen weit gestreut:
Visuelle Forschung ist ebenso willkommen wie poetische Digitalcollagen, Videobänder und -installationen.
Eingereicht werden können ausschließlich Konzepte, keine bereits realisierten Arbeiten. Die Projekte sollen inhaltlich wie formal veranschaulicht werden. Hierfür sind neben der Projektbeschreibung auch Recherchen, Aufbauskizzen, eine Kalkulation bzw. ein Realisierungsplan hilfreich.

Teilnahmeberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) und aus den Bremer / Bremerhavener Partnerstädten Bratislava, Cherbourg-Octeville, Corinto, Dalian, Frederikshaven, Gdansk, Grimsby, Haifa, Izmir, Kaliningrad, Pori, Riga, Rostock und Szczecin.

Eine dreiköpfige Fachjury wählt aus den Einsendungen zwei Projekte aus und vergibt 5000 € und 1.500 €, wobei einer der beiden Preise einer oder einem Videoschaffenden aus Bremen oder seinen Partnerstädten vorbehalten ist. Neben Eigenmitteln des Filmbüros wird die Vergabe des VKP möglich durch die Unterstützung vom Senator für Kultur, der Bremischen Landesmedienanstalt, von Radio Bremen und demKünstlerinnenverband GEDOK." (Quelle: Pressemitteilung/VKP)

Ausschreibungstext: filmbuero-bremen.de

Anne-Mie van Kerckhoven - Kunsthalle Bern (29.01.-26.03.05)


Die belgische Multimedia Künstlerin Anne-Mie van Kerckhoven (geb.1951) zeigt unter dem Titel "Europäisches Zentrum für futuristische Kunst" in ihrer ersten Einzelausstellung in der Schweiz Zeichnungen, Fotografien und Installationen.

". . . Sie hat seit den späten 1970er-Jahren ein komplexes Multimediawerk entwickelt, das die Betrachtenden durch Installationen voller Bilder, Wörter und befremdlicher Klänge reisst, in denen Material aus den verschiedensten Themenkreisen zusammen geführt wird. Jede Ausstellung funktioniert als “überlebender Mechanismus” und präsentiert entweder neue Werke oder stellt ältere in einen neuen Zusammenhang. Dabei ist die Logik eher expansiv als limitierend. “Vielschichtigkeit” ist demnach positiv und als Interpretationsfeld zur Kompensation entropischer Bedeutungsstrebungen gedacht, die latent zur Selbstorganisation auffordern. Wie Anne-Mie van Kerckhoven einige ihrer Arbeiten in einer flexiblen Struktur “installiert”, ist Ausdruck ihrer unablässigen Auseinandersetzung mit Systemen unsichtbarer Formen der Selbstorganisation, als da sind das menschliche Hirn, ein Computervirus, ein lebender Organismus, eine Ameisenkolonie oder eine Internet-Datenbank.
In der Ausstellung in der Kunsthalle Bern zeigt Anne-Mie van Kerckhoven Zeichnungen und Lichtkörper sowie eine Serie von HeadNurse Installationen, bestehend aus einer hölzernen Unterlage, an welcher mindestens drei perforierte Metallbleche angebracht sind. Daran befestigt die Künstlerin mittels Magnetbeschichtung Bilder und Computerausdrucke.
Zudem präsentiert die Künstlerin zwei von der Kunsthalle speziell für diesen Anlass beauftragte Werke, nämlich The Populace (2005), eine Installation in der Eingangshalle mit fotografischen Auszügen aus einem kürzlich entstandenen Animationsfilm, in dem das Wachstum von Pilzen in den Vordergrund tritt, sowie eine Diashow im Treppenhaus: Against Meaning (2005) zeigt schwarz-weisse Schmuddel- oder “sleaze”-Bilder.
Daneben umfasst diese Ausstellung auch einige von Anne-Mie van Kerckhovens grösseren neueren Arbeiten: Deeper (2004) ist eine kreisende Filmprojektion, welche den Bewegungen eines Tänzers folgt und angesichts der bernischen Totentanztradition eine ganz besondere Bedeutung erlangt. Rorty, The HeadRoom (2004) ist eine ambitiöse Installation in einem halbdunklen Raum: Zwei Projektoren zeigen ein mehrschichtiges Bild. Der Besuchende geht durch ein Sensorennetzwerk und aktiviert dabei eine Reihe von Hyperlinks: Animationen, Texte und eine Anzahl “philosophischer” Räume, in denen sich Freundinnen und Freunde der Künstlerin aufhalten, die die Rolle der “Philosophen” spielen. Hier wird die neurologische Struktur des Gehirns imitiert, indem sich die Komplexität der Installation durch jede neue Besucherinteraktion steigert, welche die Reaktion, Logik und Interaktivität des KopfRaumes inspiriert.
Anne-Mie van Kerckhoven fasziniert die radikale und immer intensivere Verbindung zwischen Mensch und Technologie. Ihr Werk reflektiert unsere Suche nach der Bedeutung der neu entstehenden virtuellen Archetypen. Gleichzeitig integriert es die Zweifel und Ängste, ob wir Menschen mit dieser Übergangssituation umgehen können, wo Maschinen eingesetzt werden, um der Moderne eine neue Chance zu geben. Anne-Mie van Kerckhoven steht aus Notwendigkeit für den Futurismus ein, denn sie hat festgestellt, dass wir uns selber verändern, um in einer von uns drastisch veränderten Umwelt existieren zu können...." (Presse /KH Bern)

Foto: Copyright: Anne-Mie van Kerckhoven/Kunsthalle Bern

Ausstellungsdauer: 29. Januar bis 26. März 2005

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10-17 Uhr | Dienstag 10-19 Uhr | Montag geschlossen