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Liverpool Biennial 2020 - Untersuchungen

Projekt experimentelles System
Eingabedatum: 30.12.2019

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Das Projekt von Ubermorgen, Leonardo Impett und der Kuratorin Joasia Krysa zur Liverpool Biennale 2020 lautet: “Die nächste Biennale sollte von einer Maschine kuratiert werden”. Das Kunstforum International schreibt, es solle auf den Prinzipien des Mensch-Maschine-Lernens basieren.

Wir finden es sehr interessant und möchte dieses Experiment nachvollziehen.
Wir haben daraufhin die Künstler*liste der Liverpool Biennale analysiert und mit unserer Künstlerdatenbank untersucht. Und fragen uns, welche Faktoren bestimmen eine Biennaleteilnahme. Unter anderem z.B. die Reputation und Kontext des Künstler*s, Thema und Selbstverständnis der Biennale, Biografie des Kurator*s.

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Konzentriert man sich auf die Künstler*innen und überschaut man die Teilnehmerlisten internationaler Biennalen zeichnet sich häufig folgendes Bild, bis zu 25% renommierte Künstler, ein Mittelfeld und unbekannte Künstler. Die Gewichtung dieser Dreiteilung entscheidet nicht unwesentlich über den Charakter der Veranstaltung.

Bei der Liverpool Biennale 2020 weist unsere Datenbank 18 Künstler*innen als Neueinträge aus. Dies entspricht einem Anteil von 40%. Wir könnten diesen Anteil also nicht aus unserer Datenbank mit 70.000 Einträgen zu 34.000 Künstler*innen, entwickeln, und müssten ein Subsystem etablieren, um eine Vorhersage für die nächste Biennale zu machen. Sinnvoll erscheint es Kunsthochschulabsolventen zu erfassen.

Als weiterer signifikanter Aspekt sei ein Text zu erstellen der die Thematik der Ausstellung umreist.
Aus diesem Text sind alle Nomen, Adjektive und Verben zu extrahieren und mit den Texten zu renommierten Künstlern abzugleichen. Die größte Übereinstimmung bestimmt deren Auswahl.

Hat man so die Gruppe der renommierten Künstler* herausgefunden, gilt es für den Mittelbau Künstler zu finden, die den Ausgewählten Nahe stehen, also direkten Nachbarn, bzw.Nachbarn der Nachbarn sind, da sie sich im Profil ähneln.

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Untersucht man die Gemeinsamkeiten in unserer Datenbank zu den 5 renommiertesten Künstlern: David Zink Yi 1973, Camille Henrot 1978, Rashid Johnson 1977, Jutta Koether 1958, Nicholas Hlobo 1975, fällt die Präsenz auf der Frieze LA 2019 auf, bei der die fünf Künstler von 8 Galerien vertreten wurden. Auf der Art Basel Miami Beach 2013 konnte man ebenfalls alle 5 Künstler antreffen. 4 von ihnen dann auf anderen Messen der Art Basel sowohl Miami Beach 2014 als auch in Basel 2013 und 2016. Zu dritt vertreten dann auf der art cologne 2015 und der art Berlin 2017.

Einzig David Zink Yi und Camille Henrot werden, unter den ersten 7, von einer, der Koenig Galerie vertreten. Weitere Galerien sind die Lisson Gallery, Plutschow Gallery, Lehman Maupin, Daniel Buchholz Galerie und Hauser & Wirth.

Zumal sich Biennalen von einander unterscheiden.

Der durchschnittliche K-Wert, der von uns erfassten Liverpool Biennalen beträgt 8.6239, da 702 Künstler* insgesamt 6.054 Punkte aufweisen. Der K-Wert der Liverpool Biennale 2020 liegt bei 5.4286.
Der durchschnittliche K-Wert von Biennalen beträgt 5.6601, der K-Wert der Venedig Biennale 2017 lag bei 7.7623. Im Jahr 2019 verzeichnet die Venedig Biennale 11.5122 Punkte, und damit mehr als der höchste Wert einer documenta, den 2002 Okwui Enwezor mit der documenta 11 erzielte.

Bei den Künstler*n aus dem Mittelfeld und dem gehobenen Bereich verweisen, im Folgenden, die Zahlen auf die Präsenz des Künstlers* in der Öffentlichkeit. (Die weiteren Zahlen bei den ersten 7 Positionen bezeichnen die Gesamtanzahl an Biennalebeteiligungen und den Quotienten.)

Und hier erkennt man schon an den Quotienten der ersten 7 Positionen die von 2,0 bis 4,8 reichen, dass ein rechnerisch bestimmtes Ergebnis eine andere Biennale hervorbringen würde.

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David Zink Yi - 26 - 7 Biennalen - 3,7

Camille Henrot - 26 - 11 Biennalen - 2,3

Rashid Johnson - 24 - 5 Biennalen - 4,8

Jutta Koether - 18 - 4 Biennalen - 4,5

Nicholas Hlobo - 14 - 7 Biennalen - 2,0

Haroon Mirza - 13 - 5 Biennalen - 2,6

Zineb Sedira - 11 - 4 Biennalen - 2,75

Daniel Steegmann Mangrane - 11

Erick Beltran - 11

Alice Channer - 10

Linder - 10

Dr. Lakra - 8

Zheng Bo - 6

Sonia Gomes - 6

Ebony G. Patterson - 5

Pedro Neves Marques - 5

Diego Bianchi - 4

Judy Chicago - 4

Yael Davids - 4

Reto Pulfer - 4

Kathleen Ryan - 3

Jorge Menna Barreto - 3

Jenna Sutela - 3

Sohrab Hura - 3

Ane Graff - 3

Ines Doujak & John Barker - 3

Christopher Cozier - 2

Jade Fadojutimi - 2

Xaviera Simmons - 2

Neo Muyanga - 2

Andre Romao - 2

Larry Achiampong - 1

UBERMORGEN & Leonardo Impett - 1

Teresa Solar - 1

Luisa Ungar - 1

Alberta Whittle - 1

Ithell Colquhoun - 1

Jes Fan - 1

Lamin Fofana - 1

Ligia Lewis - 1

Invernomuto & Jim C. Nedd - 1

Luo Jr-shin - 1

Evan Ifekoya - 1

Laura Huertas Millán - 1

Last Yearz Interesting Negro - 1

Ayesha Hameed - 1

Roland Persson - 1

Anu Poder - 1

KeKeCa - 1






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Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


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