Hannah Weinberger

As if I became upside down, right side up

18. 04. - 26. 07. 2015 | Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg
Eingabedatum: 23.04.2015

bilder

Hannah Weinberger arbeitet mit Skulptur, Performance, Video und insbesondere Klang - nicht selten auch jenseits klassischer Ausstellungsformate. Ihre künstlerische Praxis ist in der Regel kollaborativ: Dabei interagiert sie mit befreundeten KünstlerInnen, TeilnehmerInnen von performativen Workshops oder den BesucherInnen der Ausstellung. Netzbasierte Open-Source Programme dienen Weinberger als technische Voraussetzung für Arbeiten wie ihre digitalen Sound-Kompositionen.

Im Kunstverein Harburger Bahnhof wird Weinberger für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland eine Installation aus sechs großen Schweizer Felsbrocken zeigen, die - innen hohl - als verstärkende Lautsprecher dienen. Persönliche 'Field recordings', wie klirrende Gläser, Tierstimmen oder Cartoon-Geräusche, sind der Ausgangspunkt für Weinbergers Ambient-Musik, die sie durch standardisierte Verfahren am Computer generiert und dann performativ in den Ausstellungsraum überführt. Die sehr unterschiedlichen Qualitäten der massiven, 'natürlichen' Steine und des flüchtigen, 'synthetischen' Tons stehen sich scheinbar gegenüber. Gleichzeitig provozieren sie angesichts medialer und gesellschaftlicher Veränderung die Frage, ob sich altbekannte Antagonisten wie 'Natur' vs. 'Kultur', 'Persönlich' vs. 'Standardisiert', 'Realität' vs. 'Digitalität' heute noch halten lassen.


HANNAH WEINBERGER

Weinberger (*1988, CH/US) studierte an der Schule für Gestaltung in Basel und Hochschule der Künste in Zürich, wo sie ihren Master of Fine Arts machte. Neben ersten internationalen Einzelausstellungen u.a. in der Kunsthalle Basel (2012), KUB Arena in Bregenz (2014), MIT in Cambridge, Massachusetts (2015) und Beteiligungen an Gruppenausstellungen wie der 12. Biennale in Lyon (2013), co-leitete sie den Projektraum Elaine im Museum für Gegenwartskunst in Basel und ist Vorstandsmitglied der Kunsthalle Basel.


AUDIO-PUBLIKATION

Zur Ausstellung erscheint eine Audio-Publikation in Form einer Schallplatte, die den Klang jedes einzelnen Steins sowie deren Zusammenspiel vor Ort dokumentiert. Auch ortsspezifische Geräusche des Kunstvereins Harburger Bahnhof sind zu hören. Es handelt sich um die dritte LP des Kv.H.Bf. in Kooperation mit Volker Zanders Label Apparent Extent für Künstlerschallplatten. Der Erscheinungstermin der LP wird in Kürze bekannt gegeben.


LANGE NACHT DER MUSEEN

Zur Langen Nacht der Museen liest der Schauspieler Hans-Jörg Frey (u. a. Thalia Theater und Schauspielhaus Hamburg) aus der Künstlernovelle ZWEITE STIMME von Rainer Wieczorek. Auf humorvolle Weise thematisiert er das Archivieren von Alltäglichem wie Töne der Natur – eine Praxis, die auch für Hannah Weinbergers Installation im Kunstverein Harburger Bahnhof von Bedeutung ist. Kim-Jasmin Kirchhoff führt durch die Ausstellung.



Das Programm des Kv.H.Bf. wird ermöglicht durch die Kulturbehörde Hamburg. Die Ausstellung wird gefördert von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.


Abbildung: Hannah Weinberger, Ohne Titel, 2013, 3-Kanal Sound-Komposition. Courtesy: die Künstlerin und Freedman Fitzpatrick, Los Angeles
Foto: Gunter Lepkowski

Grafik: Zwölf Berlin


KONTAKT

Kv.H.Bf. | Kunstverein Harburger Bahnhof
Im Fernbahnhof über Gleis 3&4
Hannoversche Straße 85
21079 Hamburg

kvhbf.de





EN


Hannah Weinberger primarily works with sound, sculpture, performance and video, often stepping outside classical exhibition formats. Her artistic practice is collaborative and participatory, and she frequently joins forces with artist friends, participants of performance workshops and exhibition visitors. A digital native of the post-Internet-generation, she uses web-based open source programs as the technical basis of her sound compositions. She not only focuses our attention on the creative power of collaboration in the age of altered methods of production and distribution, but the site-specific sounds and movements also firmly integrate visitors and the space around them in her works.

For her first solo exhibition in a German art institution, Weinberger is showing an installation of six large, hollowed out boulders from Switzerland that serve as speakers for her digital compositions. Her field recordings of background noise and ambient sounds mix with the resonance of each stone and the noises created in the gallery space. The sound quality of the massive, 'natura'l boulders seems to contrast starkly with the fleeting, 'artificial' sounds. With this in mind, she poses the question of whether such traditional antagonisms such as nature versus culture and digital versus reality still apply today in light of the changes brought on by mediatization and associated social developments.

Weinberger (born 1988, Swiss-American artist) studied at the Schule für Gestaltung in Basel and the Hochschule der Künste in Zurich, where she earned her Master of Fine Arts. Her first international solo shows were hosted in venues such as Kunsthalle Basel (2012), KUB Arena in Bregenz (2014), and MIT in Cambridge, Massachusetts (2015). She has also participated in group shows such as the 12th Lyon Biennale (2013). She is the co-director of the Elaine project space in the Museum für Gegenwartskunst in Basel and is a member of the Board of Directors of the Kunsthalle Basel.

An audio recording will be released by the Cologne label Apparent Extent on the occasion of the exhibition. It is the third published by kvhbf within a thematic focus on audio elements in currant artproduction.

Presse



Hannah Weinberger:


- abc 2013

- Artist to watch 2014, by artsy

- Biennale of Moving Images (BIM), 2014

- Frieze LA 2019

- Klöntal Triennale, 2014

- Kunsthalle Basel

- Kunsthalle Basel

- Kunstverein Braunschweig 2017

- Lyon Biennale 2013


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Was, Wenn…? Zum Utopischen in Kunst, Architektur und Design

30.5. - 20.9. 2020 | Neues Museum Nürnberg

Card image cap

Sommer des Zögerns

26. Mai – Sonntag 30. August 2020 | Kunsthalle Zürich

Card image cap

Shift #3: Vom (Nicht-)Produktiven

27.5.20 | Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Card image cap

BurgLabs: neue Forschungslabore an der BURG

Mai 2020 | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle