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Lili Fischer »Alles beginnt mit Zeichnen…«

19. 10. 2018 -10. 02. 2019 | Hamburger Kunsthalle
Eingabedatum: 16.10.2018

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LILI FISCHER (*1947) Wuchsform (»Kirschbaumübung«), 1983 Kohle und Bleistift, 432 x 613 mm Hamburger Kunsthalle / bpk © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Foto: Christoph Irrgangbilder

Die Hamburger Kunsthalle widmet erstmals dem zeichnerischen Werk der Künstlerin Lili Fischer (*1947) eine umfangreiche Ausstellung und präsentiert ca. 80 Werke aus den Jahren 1985 bis 2017. Seit den 1970er Jahren hat die Künstlerin das Konzept der Feldforschung, bekannt aus der Ethnologie und Soziologie, für die Kunst entdeckt. Durch Beobachten, Erforschen und Sammeln von Pflanzen, Tieren, Landschaften bis hin zum Haushalt untersucht sie Inhalte neu und belebt sie wieder.

Natur und Kunst – ganz im Sinne der Romantik – zu verbinden, das ist die Grundidee in Lili Fischers Werk. Ihr künstlerisches Schaffen ist eng mit der Sammlung der Hamburger Kunsthalle verknüpft: Der Anfang ihrer ganzen »Kunstüberlegung« war und ist geprägt von der hier vertretenen Romantik und den Bildern Philipp Otto Runges und Caspar David Friedrichs. Im Mittelpunkt steht für sie der Begriff der »Beseelung«, abgeleitet vom lateinischen Begriff »animare« (bewegen, beseelen). Wesentlicher Bestandteil dieser »Animation« ist die Partizipation, die Einbindung der Betrachter_innen, um Kreativität und Phantasie anzuregen. Lili Fischer führt ihre Zeichnungen meist mit Feder, Tusche, Bleistift, Kohle oder Wachskreide aus. Die Zeichnungen sind Studien, Skizzen und Collagen – aber auch Planungen ihrer Performances, die sie in sogenannten »Drehbüchern« zusammenfasst: »Alles beginnt mit der Zeichnung. Über das Zeichnen lerne ich die Torfstruktur, die Wolken, den Nachtfalter kennen. Über das Zeichnen erarbeite ich mir Choreographien, Raumteilungen und Zeitabläufe. Raupen sind für mich Zeichnungen, ebenso wie der Tanz.«

Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 5 20095 Hamburg

Presse



Lili Fischer:


- documenta 8, 1987


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