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kunstsammlung

Museum Folkwang Essen (02 / 02)


Eingabedatum: 02.02.2002


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Das Museum Folkwang blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Das 1901 vom Sammler und Mäzen Karl Ernst Osthaus gegründete Museum fusionierte 1922 mit dem Essener Kunstmuseum und fimiert seitdem in Essen unter dem Namen Museum Folkwang.
In den 30er Jahren konnte das Museum durch gezielte Ankäufe der deutschen Malerei und Plastik die französischen Bestände (vorwiegend Impressionisten) abrunden, so dass die Sammlung internationale Anerkennung genoß und einen hervorragenden Ruf hatte.
Die Kunstpolitik des 3. Reichs vernichtete diese Arbeit. 1937 wurden 59 Gemälde beschlagnahmt. Bei einer zweiten Beschlagnahmeaktion im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst" verliert das Museum über 1000 Kunstwerke. Damit besaß das Museum kein Kunstwerk mehr aus dem 20. Jh. Aber damit noch nicht genug, auch die Gebäude selbst wurden im Krieg zerstört.
Erst 1960 konnte das Museum im neuen Gebäude an der Bismarckstraße wieder eröffnen. Die verlorenen Kunstwerke mussten soweit sie nicht zerstört oder an ausländische Museen verkauft worden waren, zurück erworben oder ersetzt werden - sofern dies möglich war.
Heute ist von den Rückschlägen, die das Museum hinnehmen musste nichts mehr zu spüren. Neben der Gemäldesammlung gibt es noch eine ansehnliche Graphische und Fotografische Sammlung, die jeweils eigenständige Abteilungen bilden. Während sich die Graphische Sammlung vorwiegend auf Werke des deutschen Expressionismus konzentriert, orientiert sich die Fotografische Sammlung international. Sie umfasst unter anderem die Nachlässe von Lerski, Krull, Steinert und Keetman und konnte mit der nächsten Ausstellung einen großen Namen der zeitgenössischen Fotografie ins Haus holen: Ab Februar zeigt das Museum die Retrospektive von Thomas Ruff, die danach in einige europäische Museen und 2003 in die USA weiter wandert.

Eines der Highlights zeitgenössischer Kunst ist sicherlich die Installation "Projektraum 1:1:1/Farbraum" von Mischa Kuball, das 1996/97 erstmalig im Bauhaus Dessau zu sehen war. Lichtweiße geometrische Formen werden per Dia an die Wand projiziert und durch eine orange bzw. blaue Glasscheibe, die frei im Raum hängt und sich durch einen Motor leise dreht, farblich gebrochen.

Adresse: Museum Folkwang Essen
Goethestr. 41
45128 Essen
Tel.: 0201/8845314
Fax: 0201/8845001
Internet: museum-folkwang.de

Ausstellung: Thomas Ruff
Interieurs - Porträts - Häuser, 1979-1989
17. Februar - 14. April 2002
Thomas Ruff hat mit seiner Arbeit immer wieder auch mit der fotografischen Geschichte, ihrer Technik und ihren Genres auseinandergesetzt und der deutschen Fotografie Impulse gegeben. Im Rahmen der von der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden organisierten Retrospektive Thomas Ruff "Fotografie 1979 - heute" zeigt das Museum Folkwang ausschließlich die Serien Portäts, Häuser und Interieurs, in erweiteter Form. Mit insgesamt 70 Arbeiten aus diesen drei Werkgruppen betont die Präsentation im Folkwang Museum den seriellen Charakter der Arbeiten von Ruff.
Öffnungszeiten:
Di - So. 10 - 18 h
Fr. 10 - 24 h










Weiteres zum Thema: Museum-Folkwang-Essen



Thomas Ruff (Feb. 02)


Im Rahmen der Retrospektive Thomas Ruff Fotografien 1979 wird nun eine Anwahl im Folkwang Museum in Essen gezeigt. Auf grund der räumlichen Situation kann hier, im Gegensatz zu Baden-Baden nur ein Teil der Arbeiten gezeigt werden. Ausgewählt wurden vier Serien aus drei Themenbereichen.

In der 1987 begonnene Serie Häuser, angeregt durch Postkarten von Neubauten seit den 50er Jahren, setzt der Fotograf die Betonung der Formengestalt seines Aufnahmeobjektes fort, auch unter Anwendung der elektronischen Retusche. Zu sehen ist in der Ausstellung zu ein Beispiel dieser Bearbeitungstechnik: das Haus Nr. 81. Ruff ist der Meinung, dass Photografien wie Gemälde konstruiert sind. Die Bilder unterliegen der Kontrolle des Photografen. Die digitale Retusche bietet ihm die Möglichkeit sein Bild zu optieren. In diesem Fall war ein Parkschild zu dominant, so dass es wegretuschiert wurde.
In jeder Serie geht es um das Einzelbild im seriellen Kontext. In seiner Porträt-Serie hat er einen festen Darstellungsmodus ausgewählt. Ruff entschied sich für das Brustbild und eine möglichst neutrale Darstellungsweise, um das Gesicht des Porträtierten in den Mittelpunkt zu stellen. Als Modelle wählte er seine Freunde und Bekannten im Alter zwischen 25-35 aus. Ruff will damit seine Generation darstellen. Es handelt sich hier jedoch nicht um ein soziales Porträt, wie es das Anliegen von August Sander war. Dadurch, dass die Porträts wie überdimensionale Passfotos aussehen, wird der soziale Kontext komplett ausgeblendet und nur das Genre reflektiert. Die Bilder verraten nichts über das Privatleben oder den Beruf der Dargestellten.

In allen drei Themenbereichen geht es dem Künstler um kein spezielles Haus oder eine bestimmte Person. Ruff sucht über jedes Objekt die passende Kameraeinstellung und das optimale Format, das er dann mit dem jeweiligen Thema in Bezug setzt. Der spezifische Zeitgeschmack soll durch die Themenbreite und den Umfang der Projekte eingefangen werden.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Entwicklung des Künstlers. Porträts aus verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Formaten sind zu sehen.

Adresse: Museum Folkwang Essen
Goethestr. 41
45128 Essen

Tel.: 0201/8845314
Fax: 0201/8845001
Internet: museum-folkwang.de

Öffnungszeiten: Di – So. 10 – 18 h
Fr. 10 - 24 h

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung: Otto Mueller (21.3.-22.6.03)


In einer Retrospektiv-Ausstellung des expressionistischen Malers Otto Mueller (1874-1930) in München wird das Werk des Künstlers mit 80 Gemälden, 45 Aquarellen und Zeichnungen sowie 31 handkolorierten Lithografien zu sehen sein.

Presseerklärung / Auszug: "Von 1992 bis 2002 wurde im Museum Folkwang Essen am Verzeichnis der Gemälde und Papierarbeiten von Otto Mueller gearbeitet. Anlässlich der ersten Veröffentlichung dieses lang erwarteten Werkkataloges auf CD-Rom zeigt die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München eine große Ausstellung dieses stillen Expressionisten.
...
Die Ausstellung gewährt auch Seitenblicke auf Otto Muellers Weggefährten, neben den »Brücke«-Künstlern Kirchner, Pechstein, Heckel, Nolde und Schmidt-Rottluff werden hier Zeitgenossen wie Carl Hofer, Eugen Spiro oder Wilhelm Lehmbruck mit Beispielwerken gezeigt. Aber auch künstlerische Väter, die sein Frühwerk prägten, von Ludwig von Hofmann über Hans von Marées bis zu Franz von Stuck, werden exemplarisch vorgestellt. Durch solche Konfrontationen wird Muellers intensive Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst seiner Zeit verdeutlicht. Sein zentrales Thema »Badende in der Landschaft« wird durch den direkten Vergleich mit Gemälden von Paul Cézanne, Emil Othon Friesz und Ernst Ludwig Kirchner neu positioniert."

Ausstellungsdauer: 21.03.03-22.06.03
Öffnungszeiten: Täglich von 10 bis 20 Uhr

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München
Theatinerstraße 8 | 80333 München | Tel. +49-89-22 44 12
  • Thomas Ruff (Feb. 02)

  • Museum Folkwang Essen (02 / 02)

  • Folkwang Museum: Sammlung Olbricht (bis 7.9.03)

  • Westfälischer Kunstverein: Joachim Brohm (5.7.-7.9.03)

  • Fotografieausstellung im Museum Folkwang (16.8.-5.10.03)

  • Cézanne Museum Folkwang Essen, Aufbruch in die Moderne, (18.9.04 - 16.1.05)

  • Cézanne - Aufbruch in die Moderne

  • Herzensschatzi komm!

  • Simon Starling - Museum Folkwang, Essen (20.04.-01.07.07)

  • Anzeige: Lutz & Guggisberg. Eindrücke aus dem Landesinneren - Museum Folkwang (20.09.-16.11. 2008)

  • Anzeige: Runa Islam. Restless Subject - Museum Folkwang, Essen (29.11.08-25.1.09)

  • Neubau Museum Folkwang in Essen ab 30. Januar der Öffentlichkeit zugänglich

  • Joel Sternfeld

  • ars viva 11/12 – Sprache: Erik Bünger, Philipp Goldbach. Juergen Staack

  • Paul Graham gewinnt den Hasselblad Award 2012

  • ars viva 11/12 | Sprache – Language

  • Kairo. Neue Bilder einer andauernden Revolution

  • Vergabe der Dokumentarfotografie Förderpreise 10 der Wüstenrot Stiftung

  • Roswitha Haftmann-Preis 2014 für Rosemarie Trockel. Sonderpreis für Robert Frank.

  • Kunstpreis Aachen geht an Paulina Olowska

  • Letzte Tage einer Ausstellung

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  • (Mis)Understanding Photography

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  • f/stop lädt ein zum 7. Festival für Fotografie in Leipzig

  • Internationaler Nam June Paik Award 2016 an Lawrence Abu Hamdan

  • Auszeichnung für Zeitgenössische deutsche Fotografie 2016

  • Dokumentarfotografie Förderpreise 12 der Wüstenrot Stiftung

  • Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

  • Lawrence Carroll | As the Noise Falls Away

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