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Public Abstraction - Private Construction


Eingabedatum: 20.07.2011

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Die Geschichte der Kunst hat sich aus dem Abstraktionsvermögen Einzelner entwickelt. "Public Abstraction, Private Construction" untersucht das gedankliche Verfahren von Abstraktion am Beispiel von Projekten in öffentlich erfahrbaren Situationen. Durch zwei Ausstellungen und mehrere Aktionen versuchen wir uns den Begriff der Abstraktion als Wahrnehmungsprozess anzunähern und ihn zu diskutieren.

Eine Ausstellung, egal wie schön und spannend sie sein mag, kann im Vergleich zum kreativen Entstehungsprozess selten mehr als eine physische, dokumentarische Ebene bilden. Deswegen ist dieses Ausstellungsprojekt nicht so sehr an formalistischen Entwicklungen oder an Abstraktion als bildnerischem Ergebnis interessiert, sondern viel mehr an dem Weg und Entstehungsprozess des Kunstwerks. Der Tatort dieser Ausstellung ist demnach nicht die Galerie oder der öffentliche Raum an sich, sondern der Kopf des Künstlers mit all seinen Ideen und Turbulenzen. Der lange Weg des Sehens, Analysierens und Erkennens ist im Kunstwerk als Produkt selten sichtbar, obwohl doch so wichtig und bestimmend für die künstlerische Entscheidung.

Die Frage, die sich stellt, ist: Wenn die Realität die künstlerische Position beeinflusst und durch das Kunstwerk reflektiert wird – kann eine künstlerische Position ihrerseits die Wahrnehmung der Realität verändern? Künstlerische Ansichten, Eingriffe und Konstruktionen verwischen die Grenzen zwischen öffentlich und privat, real und absurd, sinnlos und genial und konfrontieren uns mit unerwarteten Begegnungen, Wahrnehmunen und Erfahrungen. Oft fern üblicher Ausdrucksformen und Techniken, sind die Arbeiten der Ausstellung in der Auseinandersetzung mit Situationen und Ordnungssystemen des Alltags entstanden. Abstraktion erscheint so als Zustand, Eigenschaft und Voraussetzung des Sehens als gedanklicher Prozess, der neue Erlebnisse ermöglicht.

Bereits vom 27. Mai - 10. Juli 2011 fand Public Abstraction, Private Construction I statt.
Daran nahmen Marco Bruzzone, BURGHARD, Maurizio Cattelan, Sebastian Gräfe, Andreas Kaufmann, Marco Lulic, Iepe Rubingh, Nasan Tur, Thomas Wrede teil.

Public Abstraction, Private Construction II:
Nevin Aladag, Peter Coffin, Daniel Knorr, Via Lewandowsky, Wilfredo Prieto, Anri Sala, Yorgos Sapountzis, Armando Andrade Tudela, Raul Walch

Projekte und Aktionen in der Altstadt:
Daniel Knorr
Wilfredo Prieto
Sarah Rechberger
Yorgos Sapountzis
Raul Walch

Abbildung: Via Lewandowsky, Street Life (Street Live), 2010, modifizierte Bogenlampe, Piotrkowska Straße, 3. Biennale Lodz

Öffnungszeiten: Mi-Fr 17:30-19 Uhr, So 11-15 Uhr und n.V.

Kunstverein Arnsberg e.V.
Königstraße 24
59821 Arnsberg
Tel.: 02931 21122
kunstverein-arnsberg.de

Medienmitteilung



Via Lewandowsky:


- art berlin 2017

- documenta 9, 1992

- Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel

- Hartware MedienKunstVerein 2015

- Heidelberger Kunstverein 2017

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Skulpturen-Triennale in Bingen 2014


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