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Isaac Julien. What Freedom Is To Me

23. 09. 2023 - 14. 01. 2024 | K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigt in ihrem Haus für Gegenwartskunst K21 die erste Überblicksausstellung des britischen Künstlers Isaac Julien (*1960 in London, lebt und arbeitet in London und Santa Cruz/Kalifornien) in Deutschland. Es ist ein bahnbrechendes Werk, das mit raumgreifenden kinematographischen Installationen bis an die Grenzen von Film und Kunst geht. Juliens filmische Imaginationskraft, sein kritisches Denken und seine aktivistische Auseinandersetzung mit dekolonialer Ästhetik kommen in seinen frühen Filmen der 1980er Jahre ebenso zum Ausdruck wie in den außergewöhnlichen Filmbildern seiner großen, international gefeierten Filminstallationen der letzten 20 Jahre. Radikal politisch und hochästhetisch zugleich, greifen die Arbeiten übersehenes Archivmaterial auf und rücken vergessene Themen in den Vordergrund. Mit den Mitteln von Poesie, Tanz, Ästhetik, Architektur und Musik lotet Julien die Möglichkeiten des Mediums Film aus und durchbricht traditionelle Vorstellungen von linearer Geschichte, Raum und Zeit. Der Schwerpunkt seines wegweisenden Werks ist die Forderung nach Gleichberechtigung. Seine Arbeiten sind heute genauso experimentell und politisch aufgeladen wie vor vierzig Jahren. „I’ll tell you what freedom is to me. No fear“, das Zitat der US-amerikanischen Jazzsängerin und
Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone hat Isaac Julien zum Untertitel seiner Ausstellung angeregt.

Die Ausstellung beginnt mit Juliens frühen Experimenten mit bewegten Bildern, die im Kontext des Sankofa Film and Video Collective entstanden. Diese Gruppe von Londoner Kunststudent*innen aus der afrikanischen, asiatischen und karibischen Diaspora, die Julien zusammen mit Martina Attille, Maureen Blackwood, Robert Crusz und Nadine MarshEdwards im Sommer 1983 gründete, spielte eine wesentliche Rolle bei der Etablierung des unabhängigen Schwarzen Kinos in Großbritannien. Vier Arbeiten aus dieser Zeit sind in K21 zu sehen, darunter Juliens erster Film Who Killed Colin Roach? (1983), der als Reaktion auf die Unruhen nach dem Tod eines jungen Mannes am Eingang eines Londoner Polizeireviers entstand, Territories (1984), der sich auf die Erfahrungen Schwarzer Brit*innen in den frühen 1980er Jahren konzentriert, und This Is Not an AIDS Advertisement (1987), ein wichtiges Werk der LGBTQIA+-Geschichte, das auch heute noch stark nachhallt. Auch der Film Looking for Langston (1989), in dem der Künstler mit Poesie und Bildern die private Welt Schwarzer Künstler*innen und Schriftsteller*innen der Harlem Renaissance in den 1920er Jahren erkundet, ist ein wichtiger Beitrag zur Erforschung Schwarzen, queeren Begehrens.

Julien verwendet Tanz, Theater und Poesie, um die Bewegung von Menschen über verschiedene Kontinente, Zeiten und Räume hinweg zu artikulieren. Das spiegelt sich in den drei 3-Kanal-Filminstallationen Western Union: Small Boats (2007), Ten Thousand Waves (2010) und Lina Bo Bardi – A Marvellous Entanglement (2019) wider. In Western Union entsteht aus einer Reihe von getanzten Vignetten, choreographiert vom international renommierten Russell Maliphant, eine poetische Reflexion über afrikanische Migrationsgeschichten und die Auswirkungen von Traumata auf Menschen, Gebäude und Denkmäler. Die international gefeierte Mehrkanalinstallation Ten Thousand Waves
beschwört altchinesische Mythen und die glamouröse Tradition der Filmstadt Shanghai im frühen 20. Jahrhundert, um den im Jahr 2004 bei einem tragischen Unfall vor der englischen Küste in der Bucht von Morecambe ums Leben gekommenen chinesischen Wanderarbeitern zu gedenken. A Marvellous Entanglement setzt sich mit dem Vermächtnis der visionären modernistischen Architektin und Designerin Lina Bo Bardi in Brasilien auseinander. Zu sehen sind eine atemberaubende Performance des Balé Folclórico da Bahia, die im Museu de Arte Moderna da Bahia in Brasilien gefilmt wurde, sowie eine Tour durch Lina Bo Bardis Museumsbauten und öffentlichen Gebäuden in Sao Paulo und Salvador.

Zum ersten Mal in Europa wird in der Ausstellung die neueste Arbeit des Künstlers, die 5-kanalige kinematographische Installation Once Again...(Statues Never Die) (2022), gezeigt. Sie untersucht die Beziehung zwischen dem US-amerikanischen Sammler Albert C. Barnes und dem berühmten Philosophen und Kulturkritiker Alain Locke, bekannt als „Vater der Harlem Renaissance“. Die geschichtsträchtige Beziehung der beiden Männer besteht auf einem kritischen Dialog, der beide Seiten prägte und einen bedeutenden Einfluss auf ihre Arbeit als Pädagogen und Aktivisten für verschiedene Anliegen der afroamerikanischen Gemeinschaft hatte. Ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist Juliens
von der Kritik gefeierte 10-Kanal-Filminstallation Lessons of the Hour (2019). Dieses Porträt des Lebens und Wirkens des ehemaligen Sklaven und selbstbefreiten Freiheitskämpfers Frederick Douglass kann als exemplarischer Ausdruck von Juliens 40-jährigem Engagement für kulturellen Aktivismus, die Politik und Poetik des Bildes gesehen werden. In Douglass‘ Schriften zur Fotografie und in seinem Umgang mit Fotografie (er gilt als die meistfotografierte Persönlichkeit in den USA im 19. Jahrhundert) artikuliert sich der moralische und soziale Einfluss des Bildermachens, den Julien selbst mit seinem Werk verfolgt.

www.kunstsammlung.de

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