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Judith Hopf: end rhymes and openings

Grazer Kunstverein | 28.01 - 11.02.2012
Eingabedatum: 25.01.2012

bilder

Judith Hopf: Some End of Things: The Conception of Youth, 2011 (Videostill)
Courtesy: the Artist & Croy Nielsen, Berlin

Ein Ei wandert durch Judith Hopfs Film Some End of Things: The Conception of Youth, schreitet stoisch durch das Atrium einer modernistischen Architektur, steigt die Treppen herauf, läuft die Gänge und Verbindungsbrücken ab, spiegelt sich en passant in den Rastern der Fassade – bis es schließlich an dem Versuch scheitert, sich Einlass in das Gefüge aus Glas, Stahl und Beton zu verschaffen. Das Ei ist zu groß, die Tür zu klein und Körper zu hart, um nachzugeben – eine Idee verkantet sich in der Struktur der normierten Welt.

Das Aufeinandertreffen der Formen als Zuspitzung der Widersprüche gegenwärtiger Verhältnisse verweist auf ein zentrales Thema der Arbeiten von Judith Hopf. In einer Welt, in der alles flüssig zu werden scheint – die Kommunikation, die Arbeit, der Kapitalismus – geht Hopf den harten Kanten nach, die das Feld des Sozialen trotz aller Prozesse der Entmaterialisierung und Enthierarchisierung nach wie vor prägen, die Körper und Identitäten normieren und dem Einzelnen seinen Platz zuweisen. Im Blickfeld der Kontrollgesellschaft erkundet sie die Grenzziehungen zwischen sozialer Teilhabe und kulturellem Ausschluss, tastet den verschwindenden Horizont alternativer Lebensformen ab und eröffnet einen Denk- und Erfahrungsraum jenseits der Logiken der (Selbst-)Disziplinierung. Formale Fragestellungen schlagen hier in ethische um, während sich die Ordnungen des Politischen unter der Hand im Materiellen manifestieren.

Judith Hopfs Blick auf gesellschaftliche Prozesse ist dabei ein entschieden schräger: Es geht ihr ausdrücklich nicht um die unmittelbare Abbildung sozialer oder politischer Tatsachen im Medium der Kunst. Vielmehr bedient sie sich der Kunst als eines autonomen Raumes, innerhalb dessen die Verhältnisse zum Tanzen gebracht werden können. Denn gerade indem ihre Arbeiten ästhetische Autonomie beanspruchen, erspielen sie sich die Möglichkeit, auf produktive Weise an den gegenwärtigen Diskursen vorbei zu reden. Das Slapstickhafte, das Komödiantische und das Karikatureske dienen ihr als Mittel, Brüche und Öffnungen in der Ordnung der Dinge zu provozieren, die die eingespielten Routinen der Interpretation – seien diese nun politischer oder ästhetischer Natur – entgleisen lassen.

In dieser Perspektive kann auch die Vielgestaltigkeit von Judith Hopfs Werk im Ganzen als eine Strategie der permanenten Selbst-Provokation gelesen werden: Der kontinuierliche Wechsel der Medien – von Installation und Skulptur, über Film, Video und Performance bis hin zu grafischen und keramischen Arbeiten – wie auch die von ihr immer wieder gesuchte Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern stellen die Sedimentierungen ihrer eigenen Praxis immer wieder auf die Probe und erschließen so immer neue Räume der künstlerischen Produktivität.

Judith Hopf (*1969) lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2008 Professur an der Städelschule, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt am Main; zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.30 - 18.00 Uhr & Samstag 10.30 - 16.30

grazer kunstverein
palais trauttmansdorff
burggasse 4
8010 graz
austria
tel 0043 (0)316 83 41 41
grazerkunstverein.org


Medienmitteilung






Daten zu Judith Hopf:

- abc 2014

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Bonner Kunstverein

- documenta 13, 2012

- Fellbach Triennale 2013

- Halle für Kunst, Lüneburg

- Kunsthalle Basel

- Kunstverein Lingen

- La Biennale de Montréal 2016

- Liverpool Biennial 2014

- Medienturm Kunstverein Graz

- UNENDLICHER SPASS, Schirn, 2014

Weiteres zum Thema: Judith Hopf



Portikus zieht am 5. Mai 06 in neue Räume


Der Portikus in Frankfurt am Main zieht in neue Räumlichkeiten. Nachdem der ursprüngliche Standort hinter der Fassade der zerstörten Stadtbibliothek im Jahr 2003 aufgegeben werden mußte, wurde das Ausstellungsprogramm des Portikus über fast drei Jahre hinweg im Leinwandhaus fortgesetzt. Tobias Rehberger, Professor für Skulptur an der Hochschule für Bildende Künste - Städelschule, entwickelte eigens für diese Situation eine Architektur, in der mehr als 20 Ausstellungen präsentiert wurden.

Nun tritt die Institution in ihre dritte Phase: Am 5. Mai eröffnen die slowenische Künstlerin Marjetica Potrc und der argentinische Künstler Tomas Saraceno den neuen Raum mit der Ausstellung Personal States / Infinite Actives. Beide Künstler arbeiten architekturbezogen und werden Projekte zeigen, die speziell für das neue Gebäude entwickelt worden sind. Das erste Projekt der Reihe Light Lab von Olafur Eliasson wurde unter dem Glasdach des Gebäudes installiert und ist bei Nacht bereits von außen sichtbar. Über zwei Jahre hinweg werden weitere Lichtinstallationen entstehen und kontinuierlich das Erscheinungsbild des Gebäudes verändern.

Das neue Gebäude wurde von dem Frankfurter Architekten Christoph Mäckler entworfen und befindet sich auf der Maininsel im Zentrum der Stadt. Der Portikus versteht sich in seiner Funktion als ein Produktionsort für zeitgenössische Kunst, dessen Schwerpunkt in der Neuentwicklung von künstlerischen Projekten liegt. Der ungewöhnliche Standort und die Architektur des Gebäudes laden dazu ein, in ein experimentelles Wechselspiel mit den Arbeiten der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler zu treten. Während des ersten Ausstellungsjahres wird der Portikus Projekte verwirklichen von Dan Perjovschi (Juni-August), Francis Alÿs (September-Oktober), Paul Chan (Oktober-November), eine von Michael Krebber kuratierte Ausstellung (Dezember-Januar), John Baldessari (Februar-März, 2007), Judith Hopf & Henrik Olesen (März-April, 2007) und Paulina Olowska (Mai-Juni 2007).
(Presse / Portikus)

Abbildung: Olafur Eliasson, Light Lab, test 1, 2006

PORTIKUS
Alte Brücke 2 / Maininsel
60311 Frankfurt am Main

portikus.de

Slow Movement oder: Das Halbe und das Ganze - Kunsthalle Bern (31.01. – 22.03.09)


Die Berner Ausstellung setzt sich mit künstlerischen Arbeiten auseinander, die Langsamkeit in Beziehung zu Wahrnehmung, Orientierung und Narration thematisieren. Sobald Wahrnehmung sich verlangsamt, treten andere Informationen auf und Bedeutungen verändern sich; die verlangsamte Bewegung eröffnet eine parallele Welt. "Slow Movement" funktioniert hierbei als eine Strategie, die durch den Aspekt der Zeitlichkeit immer auch auf das erlebbare Fragment verweist.
Viele der Werke in der Ausstellung arbeiten mit den Erscheinungen des Beiläufigen, Zufälligen und Alltäglichen. Sie zeigen diese
Erscheinungen als Anlässe der Erkenntnis, präzise gerichtet auf
jenen Punkt des Aufmerkens.

Künstlerliste: Adam Avikainen, Becky Beasley, Gerard Byrne, Michaela Frühwirth, Fernanda Gomes, Judith Hopf, Guillaume Leblon, Gabriel Lester, Kerry James Marshall, Nashashibi/ Skaer, Abraham Palatnik, Avery Preesman, Eileen Quinlan, Markus Raetz, Jimmy Robert, Sancho Silva

Abbildung: Abraham Palatnik, W-159, 2007, acrylic on wood,
105 x 152,5 cm, Collection of the artist, Courtesy
Galeria Nara Roesler, Sao Paulo, Photograph: Ding Musa

Öffnungszeiten: Neu: Di-Fr 11- 18 Uhr, Sa/So 10 – 18 Uhr, Mo geschlossen

Kunsthalle Bern
Helvetiaplatz 1, CH-3005 Bern
T: ++41 (0) 31 350 00 40
kunsthalle-bern.ch





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