SAGEN UND ZEIGEN - Schrift in der Kunst

Jahresausstellung des Kunstverein Bamberg

26.09. - 8.11.2015 | Kunstverein Bamberg
Eingabedatum: 22.09.2015

bilder

Der Kunstverein Bamberg nimmt das Jubiläum von St. Michael zum Anlass, um in seiner Jahresausstellung der Rolle der Schrift bzw. des Textes in der zeitgenössischen Kunst nachzugehen. Historisch besteht das Zusammenspiel zwischen Bild und Schrift schon sehr lange, man denke an mittelalterliche Handschriften und Buchmalerei. Zu Beginn des 21.Jahrhunderts ist Text zu einem selbstverständlichen Gestaltungsmittel der bildenden Kunst geworden. Warum und wie verwenden Künstler Text?

Für diese Ausstellung trägt der Kunstverein Bamberg Kunstwerke von fast 50 bedeutenden zeitgenössischen Künstlern zusammen. Darunter auch gänzlich neu für die Ausstellung entwickelte Arbeiten. Malerei, Zeichnung, Plastik und Objektkunst sowie Performances am Eröffnungstag geben ein lebendiges Bild von der Vielfalt des Themas. Ergänzt wird die Schau durch einige Arbeiten aus der Sammlung des Kunstvereins.

Ziel der Ausstellung ist es aufzuzeigen, wie facettenreich und differenziert Sprache und Schrift heute als
künstlerisches Material genutzt werden.

Künstlerliste: Anna und Bernhard Blume, Albert Coers, Natalie Czech, Hanne Darboven, Jimmie Durham, Michaela Eichwald, Peter Engel, Anett Frontzek, Jochen Flinzer, Gilbert & George, Eugen Gomringer, Manuel Graf, Michael Hakimi, Klara Hobza, Jenny Holzer, Albert Hien, Notburga Karl, Till Krause, San Keller , Josef Kosuth, Dana Lürken, Nanne Meyer, Matt Mullican, Dietmar Pfister, Gunter Reski, Dieter Roth, Falk Schwalbe, Fritze Schwegler, Stefanie Senge, Judith Siegmund, Dorothe Rust& Bernadett Settele, Thomas Trinkl, Cy Twombly, Timm Ulrichs, herman de vries, Jorinde Voigt, Herbert Weber, Lawrence Weiner u. a.

Ausstellungsdauer: 26.09.2015 - 8.11.2015

Kunstverein Bamberg e.V.
Stadtgalerie Bamberg
Villa Dessauer
Hainstraße 4
96047 Bamberg

Presse






Daten zu Gilbert & George:

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Biennale Venedig 2009

- Boijmans Post War Collection

- Das achte Feld, Köln

- documenta 7, 1982

- Galerie Thaddaeus Ropac

- Gwangju Biennale, 1997

- Konrad Fischer Galerie

- Lehmann Maupin - Gallery

- Migros Museum, Sammlung

- MoMA Collection

- Ngorongoro II ArtistWeekend Berlin 2018

- Preistraeger 1986, Turner Prize

- S.M.A.K. Sammlung, Gent

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung Würth

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- Solomon R. Guggenheim Collection

- Tate Post War Collection ,London

- White Cube - Gallery

Weiteres zum Thema: Gilbert & George



Das achte Feld - Geschlechter, Leben und Begehren in der Bildenden Kunst seit 1960 (19.08.-12.11.06)


Eröffnung: 18. August 2006

Mit Werken von:

David Altmejd, Kenneth Anger, Diane Arbus, David Armstrong, Francis Bacon, Stephen Barker, Matthew Barney, Monica Bonvicini, Louise Bourgeois, Marc Brandenburg, Brassaï, Kaucyila Brooke, Tom Burr, Claude Cahun, Daniela Comani, Lucky DeBellevue, Kerstin Drechsel, Marcel Duchamp/ Man Ray, Cheryl Dunye, Thomas Eggerer, Nicole Eisenman, Steven Evans, Valie Export, Hans-Peter Feldmann, Jochen Flinzer, Annette Frick, General Idea, Gilbert & George, Robert Gober, Nan Goldin, Felix Gonzalez-Torres, Sunil Gupta, David Hockney, Jonathan Horowitz, Peter Hujar, Robert Indiana, Jasper Johns, Deborah Kass, Jürgen Klauke, Peter Knoch, Ferdinand Kriwet, Ins A Kromminga, Inez van Lamsweerde, Zoe Leonard, John Lindell, Lovett/Codagnone, Attila Richard Lukacs, Winja Lutz und Toni Schmale, Robert Mapplethorpe, Marlene McCarty, Bjørn Melhus, Michaela Melián, Annette Messager, Tracey Moffatt, Donald Moffett, Pierre Molinier, Yasumasa Morimura, Piotr Nathan, Bruce Nauman, Marcel Odenbach, Henrik Olesen, Catherine Opie, Jack Pierson, Adrian Piper, Susi Pop, Robert Rauschenberg, Aurora Reinhard, Salomé, Lucas Samaras, Cindy Sherman , Katharina Sieverding, Dayanita Singh, Jack Smith, Ingo Taubhorn, Paul Thek, Wolfgang Tillmans, Cy Twombly, Gitte Villesen, Del LaGrace Volcano, Jeff Wall, Andy Warhol, David Wojnarowicz

Mit der Ausstellung "Das achte Feld" wagt das Museum Ludwig als erste große deutsche Kunstinstitution eine Bestandsaufnahme des künstlerischen Umgangs mit marginalisierter Sexualität. Mit über 250 Werken von mehr als 80 Künstlerinnen und Künstlern bietet die Schau einen Überblick über die künstlerische Verarbeitung nahezu aller Formen des sexuellen Begehrens, die aus dem heteresoexuellen Mainstream herausfallen: Trans-, Homo- und Intersexualität, Transgender und Travestie. Die Ausstellung wird sich über mehrere Etagen des Gebäudes erstrecken; sie soll hohen dokumentarischen Wert mit erotischem Reiz und künstlerischer Qualität verbinden.

Der Titel "Das achte Feld" verweist auf eine Regel im Schach: Rückt der Bauer auf das achte Feld vor, kann er sich in eine Dame verwandeln. Ein Geschlechterwechsel, der ihm zugleich mehr Bewegungsfreiheit, mehr Einfluss, mehr Macht sichert. Die Verhältnisse werden auf den Kopf gestellt, der Schwache wird zur Starken, der Verlierer zur Gewinnerin. Für diesen grundlegenden Wandel, der die heterosexuell dominierten Geschlechterverhältnisse außer Kraft setzt, will die Ausstellung plädieren. Sie zeigt Werke, die die herkömmliche Ordnung des Begehrens in Frage stellen und Möglichkeiten einer freien, nicht regulierten Sexualität aufzeigen.

Die Ausstellung ist in neun Abteilungen gegliedert. Die im Erdgeschoss beschäftigen sich mit der "Selbstvergewisserung über Zeichen”, "Sexy Machismo", "Trans- und Intersexualität", mit "Wunschwelten", "Male to Female" und "Freundschaften". Die Abteilungen im Treppenhaus handeln von "Außenseitern, Diskriminierung und Aids", "Porträt und Identität" und "Orten des Begehrens".

Die Ausstellung spürt der Lust nach, sich in das andere Geschlecht zu verwandeln, sich zu maskieren und sein Spiel mit Rollenzuschreibungen zu treiben. Aus diesem Spiel wird spätestens dann Ernst, wenn Diskriminierung und Ausgrenzung oder die politischen Emanzipationskämpfe um sexuelle Freiheit ins Zentrum rücken.

Das Treppenhaus und andere Verkehrswege des Museums werden zum ersten Mal in ein Ausstellungsprojekt einbezogen. Diese Erweiterung des traditionellen Schauraums reflektiert das Spannungsverhältnis von Öffentlichem und Privatem, Peripherie und Zentrum, Exhibitionismus und Voyeurismus, das die künstlerische Auseinandersetzung mit Sexualität prägt. Die raffinierte Ausstellungsarchitektur des Künstlers Eran Schaerf setzt dieses Konzept konsequent um: Einige Werke können selbstbewusst auftreten und einem großen Publikum ihre Wirkung vermitteln, mit anderen finden eher flüchtige, unbeobachtete Begegnungen statt.

Der Schriftsteller Thomas Meinecke hat zur Ausstellung einen Erzählungsband mit dem Titel "Feldforschung" verfasst, der im September in der Edition Suhrkamp erscheinen, aber schon im August im Museum mit der Eintrittskarte gratis erhältlich sein wird. Das Buch geht auf Kunstwerke und historische Ereignisse ein, die für die Ausstellungsrecherche und das Verständnis einer sexuell selbstbewussten und experimentierfreudigen Kultur von großer Bedeutung waren. Zentrales Moment aller Erzählungen ist die Ermittlung einer subkulturellen Geschichte, die sich aus Klatsch und Tratsch, aus Gerüchten, Gelesenem und Gehörtem speist und so der offiziellen Darstellung entgegen steht.

Eine entscheidende Rolle in der Entwicklung dieser Subkultur spielte stets die Musik. Sie ermöglichte rauschhafte Grenzüberschreitungen und trug dazu bei, das strenge Korsett sexueller Identitätszuschreibungen zu lockern. Um eine Ahnung von dieser normensprengenden Kraft der Musik zu vermitteln, können über den Audioguide der Ausstellung 50 Titel - von der Discomusik der 70er Jahre bis heute - angewählt werden.

Zum Christopher Street Day wird am 14. Juli - einen Monat vor Eröffnung der Ausstellung - eine neun Meter hohe Skulptur des Düsseldorfer Künstlers Hans-Peter Feldmann enthüllt. Sein pinkfarbener "David" wird zwischen Museum und Rhein weithin sichtbar auf "Das achte Feld" hinweisen.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung. Zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen erwartet werden unter anderem Klaus Theweleit, Douglas Crimp, Katharina Sieverding, Thomas Meinecke und David Moufang. Neben der "Filmbar" auf dem Dach des Museums, die den ganzen August über Beiträge zum "achten Feld" zeigen wird, sind zehn weitere Filmabende mit anschließender Diskussion geplant.

Zur Austellung erscheint beim Verlag Hatje Cantz ein reich bebildeter Katalog mit Beiträgen von Judith Butler, Douglas Crimp, Diedrich Diederichsen, Harald Fricke, Julia Friedrich, Hanne Loreck, Thomas Meinecke, Eva Meyer, Cristina Nord und Frank Wagner. (Museumspreis: 34 Euro, Buchhandel: 39,80 Euro).

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, der Kunststiftung NRW und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Abbildung: General Idea: AIDS-Painting, 1989, Aids Stiftung Bonn
Copyright: General Idea, Fotograf: Thilo Hofer, Bonn

Öffnungszeiten:
Di-So 10-18 Uhr, jeden 1. Fr im Monat 10-22 Uhr

Museum Ludwig
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Tel:+49-221-221-26165
Fax:+49-221-221-24114
E-Mail info@museum-ludwig.de







Anzeige
berlin


Anzeige
Atelier


Anzeige
karma



Harsh Astral. The Radiants II

The Radiants II« ist eine gedankliche Fortsetzung der Ausstellung »The Radiants«, die 2015 in der Bortolami Gallery in New York stattfand... weiter


Marisa Merz Il cielo è grande spazio / Der Himmel ist ein weiter Raum

Arbeiten aus fünf Jahrzehnten des künstlerischen Schaffens von Marisa Merz, der einzigen weiblichen Vertreterin der Arte Povera, sind in der Ausstellung versammelt. weiter


Ein gemachter Mensch – Künstlerische Fragen an Identitäten

Wer bin ich eigentlich? Und warum bin ich so, wie ich bin? Fragen nach der eigenen Identität treiben jeden von uns um. weiter


Hans Hartung. Malerei als Experiment – Werke von 1962 - 1989

Hans Hartung (1904-1989) gehört zu den herausragenden Malerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. In Leipzig geboren, verließ er Deutschland früh, um in Spanien und Frankreich zu leben. weiter

Nicolaus Schafhausen verlässt Kunsthalle Wien

Nicolaus Schafhausen hat sich entschlossen, die Kunsthalle Wien mit 31. März 2019 zu verlassen. weiter


HÖHENRAUSCH. Das andere Ufer

Der HÖHENRAUSCH ist seit der Kulturhauptstadt 2009 eines der auffälligsten und erfolgreichsten Ausstellungsformate für zeitgenössische Kunst in Österreich.
weiter

Existenz Kapitel 1: Skizzen

Ein Ausstellungsprojekt im Oktogon der HfBK Dresden mit Professor*innen, Studierenden, Lehrenden, Absolvent*innen der HfBK Dresden und Gästen. weiter


Roman Ondak. Based on True Events. Lovis-Corinth-Preis 2018

Nach wahren Begebenheiten, verheißt der Titel der Schau, doch in unserer Welt der Fake News, alternativen und Post-Fakten ist dieses Versprechen verstörend geworden. Was ist denn wahr und wer bestimmt, was Wahrheit ist? weiter


Jonathan Meese / Daniel Richter / Tal R - BAVID DOWIE

Unter dem Titel Bavid Dowie präsentiert das Kunsthaus auf drei Etagen farbintensive Gemälde und Skulpturen, die in einer einmaligen Zusammenarbeit im Vorfeld der Ausstellung entstanden sind. weiter

Der Begriff - erscheinen - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

Industry erscheinen innerhalb der, Inhaltlich erscheinen seine Arbeiten, Installationen erscheinen als Orte, Institutionen erscheinen diese Forderungen
Interaktion, erscheinen auf den, interessant erscheinen uns die .... weiter



IN THE CUT - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. weiter


Raum D: Digitale Projekte Malte Bruns

Bis zum 9. September gibt die neu initiierte Reihe „Raum D: Digitale Projekte“ Einblicke in die Praktiken junger medienkünstlerischer Positionen. weiter


Raphaela Vogel Ultranackt

Die neuen Arbeiten in dieser ersten Einzelausstellung ausserhalb ihrer deutschen Heimat entfalten eine Welt, die aufregend und dystopisch zugleich ist.
weiter


Jutta Koether Tour de Madame

Kaum eine andere Künstlerin hat unser heutiges Verständnis von Malerei und von der Kulturlandschaft seit den 1980er Jahren so entscheidend geprägt wie Jutta Koether. weiter


Jan Bräumer / Sebastian Tröger

Unter dem Titel Von vielen Möglichkeiten weiß der Dinosaurier nichts präsentiert das Kunsthaus Gemälde, Zeichnungen und Installationen von Jan Bräumer (*1970 in Darmstadt) und Sebastian Tröger (*1986 in Erlangen). weiter


Ernst Caramelle - Very angenehme Konzeptkunst

Was ist Wirklichkeit, was nur Schein? Bei den raffinierten Wandgemälden des in Tirol geborenen Künstlers Ernst Caramelle (*1952) verschwimmen diese Grenzen. In der stillen und zugleich eindrucksvollen Einzelausstellung „Very angenehme Konzeptkunst“ zeigt Marta Herford anhand von Zeichnungen, Film, „Lichtarbeiten“ sowie einer eigens für die Lippold-Galerie konzipierten Wandmalerei Caramelles gewitzte und verblüffende Konzeptkunst. weiter

Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

Elke aus dem Moore folgt Jean-Baptiste Joly, der die Akademie von Beginn an geleitet hat. weiter


erreger– | EIGEN frequenz

Die zweiteilige Ausstellung erreger- | EIGEN frequenz widmet sich vom 17. Mai bis 10. Juni 2018 mit Werken von Prof. Una H. Moehrke sowie von ihren Studierenden und Alumni und einem außergewöhnlichen Begleitprogramm dem Phänomen der Gabe und dem Prinzip von Impuls und Resonanz. weiter


Herr Fritz, woher stammen die Bilder? Ausstellung zur Provenienzforschung im MKK Dortmund

„Herr Fritz, woher stammen die Bilder?“ Provenienzforschung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund weiter

Andreas Wachter – Bilder, Plastiken

"Nichts erklären – beleuchten" (Andreas Wachter) weiter