Forschungsprojekt "eMotion" - Kunstmuseum St. Gallen (5.6.-19.7.09)


Eingabedatum: 29.05.2009


fullscreenbilder

In ein wissenschaftliches Forschungslabor begibt sich der Besucher, der die Ausstellung "eMotion" betritt. Anhand experimenteller Messungen und Befragungen wird das individuelle Erleben von Kunst untersucht und der Frage nachgegangen: "Kann man Kunst messen?"

Im Zentrum steht die psychogeografische Wirkung des Museums und seiner Objekte auf das Erleben der Museumsbesucher. Um dieses Interaktionsverhältnis besser zu verstehen, erhält jeder Museumsbesucher, der an dem Projekt teilnehmen will, mit der Eintrittskarte ein Armband, das verschiedene Messgeräte enthält. Damit wird u.a. der Weg aufgezeichnet, den der Besucher geht; wie lange er vor einem Objekt stehen bleibt; die Gehgeschwindigkeiten; wann und wie stark er emotional angesprochen und wann und wie stark er kognitiv angesprochen wird.

Wie die Institution, das kuratorische Konzept, die Werke und der Besucher zusammenwirken und so gegebenenfalls Momente der „Kunstwerdung“ (Boris Groys) entstehen, versucht eMotion disziplinenübergreifend zu verstehen. In einer transdisziplinären Herangehensweise kombiniert das Projekt - bestehend aus einem fünfzehnköpfigen internationalen Forschungsteam - unterschiedliche wissenschaftliche und künstlerische Methoden wie Psychogeographie, Design- und Kunstforschung, Sozialwissenschaften sowie Experimentreihen und künstlerische Interventionen.

"eMotion" zeigt den Rezeptionsprozess als einen schöpferischen Vorgang, visualisiert werden die Anziehungs- und Abstoßungsmomente, also das Erleben im Kraftfeld Museum selbst.
Die einzelnen Ergebnisse der Messungen sollen wissenschaftlich ausgewertet werden und schließlich zu neuen Erkenntnissen zur Kunstrezeption und zur Wirkung des Museums führen.

Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 Uhr
Mi 10-20 Uhr

Kunstmuseum St.Gallen
Museumstrasse 32
CH-9000 St.Gallen

mapping-museum-experience.com

Verena Straub












Weiteres zum Thema: emotion



Man in the Middle - Menschenbilder in der Kunsthalle Tübingen (13.9.-2.11.03)


Zum Bild des Menschen zeigt die Sammlung Deutsche Bank rund 100 Arbeiten (Fotografien, Zeichnungen, Gemäldein, Skulpturen) von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart in der Kunsthalle Tübingen.

Pressemitteilung / Auszug: "Wir glauben es zu kennen und doch wirft es immer wieder Fragen auf – das Bild des Menschen. Über Jahrtausende in unzähligen Varianten entstanden, dokumentiert es bis heute individuelle Befindlichkeit und kollektive Menschheitsgeschichte zugleich.
Doch was ist der Mensch? Was macht sein Bild aus? Lässt sich über das Äußere auch das Innere eines Menschen erkennen? Kunst schafft Raum für Selbstreflexion und Individualität und zeigt das Menschenbild als Zeichen kultureller Vielfalt.
Die Ausstellung ”Man in the Middle” präsentiert erstmals gemeinsam Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen aus der Sammlung Deutsche Bank. Knapp einhundert Positionen eröffnen den Blick auf Identifikation, Emotion, Kritik und neue Lebenswirklichkeit sowie in ungewohnter Vielfalt Darstellungen des Menschenbildes unserer Zeit.
Beginnend mit den Werken der Klassischen Moderne von E.L. Kirchner, Ernst Barlach, Max Pechstein und Paula Modersohn-Becker spannt sich der Bogen über Oskar Schlemmer zu Otto Dix, George Grosz und Karl Hubbuch und führt schließlich in den Dialog der frühen sechziger Jahre, etwa zwischen Georg Baselitz und Eugen Schönebeck.
Den Werkgruppen von Künstlern wie A.R. Penck oder Cornelia Schleime sind in der Tübinger Kunsthalle Einzelpositionen etwa von Joseph Beuys,
Christa Näher oder Reinhard Mucha gegenüber gesetzt. Die Werke Angus Fairhursts, Günther Förgs oder Florian Merkels führen schließlich zur Fotografie und der aktuellen internationalen Ausrichtung der Sammlung Deutsche Bank. Die künstlerischen Umbrüche, welche "Man in the Middle - Menschenbilder" über den Verlauf eines Jahrhunderts dokumentiert, machen die inhaltliche und formale Komplexität deutlich, die sich in jedem Abbild des Menschen und seines Selbst verkörpert."

Ausstellungsdauer: 13. September bis 02. November 2003
Öffnungszeiten: Täglich (außer Montag) 10-18.00 Uhr

Kunsthalle Tübingen / Philosophenweg 76 / D-72076 Tübingen / Telefon +49 (0)7071 96910

kunsthalle-tuebingen.de

"Love/Hate" in der Ursula Blickle Stiftung (9.11.-14.12.03)


Um "Versuche zum großen Gefühl zwischen Kunst und Theater" - so der Untertitel - soll es in dieser Ausstellung gehen. Ausgangspunkte bilden dabei z.B. Bruce Naumans "Violent Incident", Übermalungen Arnulf Rainers oder Arbeiten des polnischen Theaterregisseurs Tadeusz Kantors:

Pressemitteilung / Auszug: Den Tendenzen der Abstraktion und Reduktion in der Kunst stehen solche des Überflusses und der emotionalen Erhitzung gegenüber. Die Kunst als Reflektorin und Interpretin gesellschaftspolitischer Entwicklungsschritte entfaltet sich im dialektischen Spiel. Die Ausstellung Love/ Hate will den großen Gefühlen und Pathosformeln in der neuen Kunst nachspüren: Den Gesten der Leidenschaft, den Icons der Ekstase, den Szenarien der Selbstentäußerung und den Schaustellern der Emotion.

Love/ Hate findet in dem Ideenraum statt, der durch den Film Night of the Hunter, der einzigen Regiearbeit des Schauspielers Charles Laughton, aufgeschlossen wurde. Die Polarität der Gefühle und der Extremismus der Leidenschaft in dieser dunklen, symbolistischen Arbeit haben sich zu einer, bis heute wirkenden visuellen Metapher verdichtet: Love und Hate als Tätowierung auf den Knöcheln des Hauptdarstellers Robert Mitchum.

In einer Epoche, die mit Fernsehproduktionen wie Starmania, Popstars und Superstars das Starprinzip demokratisiert und potentiell die ganze Welt zur Bühne macht, ist die Frage nach dem Verhältnis des Theaters in einem exklusiven ästhetischen Raum zu den Selbstdarstellungsritualen im Weichbild der Städte neu zu stellen, und mit den Mitteln der Kunst zu vermessen. Wie viel an Authentizität und Unmittelbarkeit steckt in dem durch das Handwerk des Theaters gefilterten Bühnen-Bild und wie viel Künstlichkeit beherrscht die Auftrittsrituale auf den Catwalks eines urbanen Szenarios (Disco, In-Lokal, Kultur-Event), die einer vorbestimmten Dramaturgie folgen und längst einen performativen Kodex festgelegt haben? . . ."

Künstlerliste: Samuel Beckett, Katia Bourdarel, Philip-Lorca diCorcia, John Hilliard, Runa Islam, Isaac Julien, Tadeusz Kantor, Elke Krystufek, Ursula Mayer, Bruce Nauman, Chloe Piene, Arnulf Rainer, Markus Schinwald, Tany

Ausstellungsdauer: 9.11.-14.12.03
Öffnungszeiten: Mittwoch 14 — 17 Uhr | Sonntag 14 — 18 Uhr

Ursula Blickle Stiftung | Mühlweg 18 | D-76703 Kraichtal-Unteröwisheim | Tel.: 07251-60 91 9
ursula-blickle-stiftung.de




Anzeige
Atelier


Anzeige
berlin


Georg Herold


Aleksandra Waliszewska



ART DÜSSELDORF - Galerienliste



Peter Zumthor - Dear to Me


Georg Hornemann erhält Cologne Fine Art Preis 2017

Erik van Lieshout Sündenbock




Alexander Kluge Pluriversum



Alicia Framis. fearless



America '67


Praemium Imperiale vergeben


VON DA AN


DGPh-Bildungspreis geht an "Wirsprechenfotografisch"

Birte Endrejat AKTIVITÄTSZONEN




The Parthenon of Books



Hildegarde Duane, Western Woman