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„Widerständige Bilder in Zeiten digitaler Überbelichtung“

Kurator Florian Ebner präsentiert sein Konzept des Deutschen Pavillon der 56. Kunst-Biennale von Venedig

Künstler: Olaf Nicolai, Hito Steyerl,Tobias Zielony sowie Jasmina Metwaly / Philip Rizk

Eingabedatum: 24.10.2014

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Der Deutsche Pavillon der 56. Kunst-Biennale von Venedig wird sich ab Mai 2015 in einen Schauplatz verwandeln, der sich der Gegenwart der Bilder öffnet. Die Besucher fordert die Ausstellung zu einer Meditation auf über die materielle und politische Natur der Bilder im digitalen Zeitalter und einer globalisierten Welt. Mit dieser Ausrichtung erging die Einladung von Kurator Florian Ebner an die in Berlin lebenden und arbeitenden Künstler Olaf Nicolai, Hito Steyerl und Tobias Zielony sowie an das in Kairo lebende Künstlerpaar
Jasmina Metwaly / Philip Rizk.

Somit wird eine Konstellation von Künstlerinnen und Künstlern in den Pavillon einziehen, deren biografische Herkunft und künstlerische Ansätze äußerst verschieden sind.

Olaf Nicolai ist Bildhauer, Konzept- und Medienkünstler, in der DDR aufgewachsen, und entzieht sich jeglicher stilistischer Verortung. Hito Steyerl hat sich als Filmerin, Videokünstlerin und kontrovers argumentierende Autorin zum Begriff des Dokumentarischen international einen Namen gemacht, ebenso wie Tobias Zielony im Feld einer weiter gefassten, künstlerischreflexiven Dokumentarfotografie. Die gemeinsame Arbeit der Künstlerin Jasmina Metwaly und des Autors und Filmers Philip Rizk bringt eine künstlerische Haltung mit in den Pavillon ein, die jenseits des westlichen, etablierten Kunstmarkts entstanden ist.

Anhand von vier Aspekten und Ideen – migrierende Bilder, Teilhabe der Akteure, das Licht als elementarer Bildträger und das Dach als Ort der Freiheit – lässt sich ein inhaltliches und formales Kraftfeld abstecken, aus dem dieser Pavillon seine Spannung beziehen wird.

Klassische Fragen der Repräsentation – das Machtverhältnis von Subjekt und Objekt und die alte Asymmetrie von Fotograf und Modell – stellen sich im Lichte der digitalen Bilder neu.
Ein heutiges Verständnis des „Fotografischen“ als einer zentralen Haltung dokumentarischen Arbeitens steht zur Diskussion. Alle Arbeiten entstehen speziell für den Deutschen Pavillon und werden dort zum ersten Mal gezeigt.

Deutscher Pavillon
La Biennale
di Venezia 2015

Deutscher Pavillon La Biennale di Venezia 2015
In den vergangenen fünfundzwanzig Jahren verstand sich der Deutsche Pavillon auf der Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia immer wieder als ein Ort der
Infragestellungen und der Dekonstruktion deutscher Identitäten. Das Gebäude selbst wurde zu einem direkten Bezugspunkt, zu einem Ort einer künstlerischen, manchmal mythischen oder ironischen Archäologie dessen, was der Kunsttempel im Namen führt: Germania. Wie schon der Beitrag zur letzten Kunstbiennale 2013, so modifiziert auch der kommende Deutsche Pavillon das klassische Konzept des nationalen Länderpavillons und öffnet sich inhaltlich einer globalen Perspektive.

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) konnte als Koordinator des deutschen Beitragsder Biennale von Venedig im Auftrag des Auswärtigen Amts erneut den Sparkassen-Kulturfonds
des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands als Hauptsponsor für den Deutschen Pavillon gewinnen.

Die Eröffnung der Biennale findet im nächsten Jahr bereits Anfang Mai statt. Der Deutsche Pavillon wird am Donnerstag, 7. Mai 2015 eröffnet.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1, 45128, Essen
http://www.ifa.de/kunst/biennalen

Presse


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