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Tür an Tür mit Spatz und Igel

Jan 2020 | Universität Kassel
Eingabedatum: 20.01.2020

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Ausschnitt d. Titelbildes der Publikation "Animal-Aided Design - Einbeziehung von Tierbedürfnissen in die Planung und Gestaltung städtischer Freiräume" / Sophie Jahnke.bilder

Leises Rascheln in den Sträuchern, summende Bienen und Vogelgezwitscher auf dem Dach – das wünschen sich viele Stadtbewohner. Wie sich Bedürfnisse von Mensch und Tier in der Stadtplanung unter einen Hut bringen lassen, erforschen Wissenschaftler aus Kassel und München.

„Das Stichwort heißt Animal-Aided Design, kurz AAD – also tierunterstütztes Entwerfen“, sagt Landschaftsarchitekt Dr.-Ing. Thomas E. Hauck. Er ist an der Universität Kassel zuständig für Forschung und Lehre am Fachgebiet Freiraumplanung. „Im Kern geht es beim Animal-Aided Design darum, Tiere nicht als lästige Gäste zu betrachten, sondern als gleichberechtigte Nutzer der Stadtnatur“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Weisser, Professor für Terrestrische Ökologie an der TUM, der sich gemeinsam mit Thomas Hauck in dem neuen Forschungsfeld engagiert.

In einem wissenschaftlichen Projekt haben Hauck und Weisser geprüft, für welche Tierarten und in welchen Phasen der Planung eine Anwendung von AAD in der Stadt erfolgsversprechend sein kann. „Wichtig ist: Die Stadtplanung unter dem Siegel von AAD muss den Lebenszyklus der Tiere mit einbinden, sonst funktioniert es nicht. Ein Nistkasten ist für den Spatz nicht hilfreich, wenn er keine Nahrung in der Nähe findet, um seine Jungen großzuziehen, der Igel benötigt eine Rasenfläche, um nach Regenwürmern zu suchen, der Admiral braucht Hohlräume zum Überwintern“, macht Weisser deutlich.

Viele Wohnungsbauunternehmen nehmen Naturschutz durchaus wichtig, auch wenn es noch einige Vorbehalte gebe: „Manche sehen beispielsweise Probleme mit der Verschmutzung von Fassaden“, sagt Weisser. „Und bei einigen herrschen auch Ängste hinsichtlich der Übertragung von Krankheiten,“ ergänzt Hauck. Viele dieser Probleme seien jedoch lösbar: „Die Schwalbe kann beispielsweise eine Nisthilfe mit Brett zum Schmutzauffang erhalten, damit die Fassade nicht verdreckt“, sagt Hauck.

Um die Umsetzbarkeit des Animal-Aided Design in der Praxis zu überprüfen, haben die beiden Wissenschaftler zehn reale Projekte von Wohnungsbauunternehmen in ganz Deutschland untersucht.

„Kommunale und private Wohnungsunternehmen, die für einen Großteil des gebauten Raumes in der Stadt verantwortlich sind, zeigten sich in unserer Umfrage offen gegenüber AAD, das attraktives Bauen mit der Schaffung von erlebbarer Natur verbindet“, fasst Hauck die Ergebnisse zusammen. Einige setzten die Planungen nun sogar um. Ihre Ergebnisse stellen die Wissenschaftler in der neuen Publikation „Animal-Aided Design im Wohnumfeld“ vor, die online frei zum Download bereitsteht.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Hauck will er nun weiter daran arbeiten, dass Mensch und Tier gleichberechtigte Mitbewohner in Städten werden.

Hintergrund

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) förderte das Forschungsprojekt (Voruntersuchung zu einem Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben) „Animal-Aided Design (AAD) - Einbeziehung der Bedürfnisse von Tierarten in die Planung und Gestaltung von Freiräumen“ als Kooperationsprojekt der Universität Kassel und der Technischen Universität München mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) über eine Laufzeit von 3 Jahren. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt wurde vom Landschaftsarchitekten Dr. Thomas E. Hauck (Uni Kassel, Fachgebiet Freiraumplanung) und vom Biologen Wolfgang W. Weisser (TU München, Lehrstuhl für Terrestrische Ökologie) geleitet.

Universität Kassel
Download der Publikation: www.bfn.de

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