Anzeige
Glanzstuecke

Logo art-in.de


Richard Prince

It’s a Free Concert

19. 07. - 05. 10. 2014 | Kunsthaus Bregenz
Eingabedatum: 20.07.2014

Es gibt beinahe unzählige Texte, Bücher und Ausstellungskataloge über Richard Prince (geb. 1949) sowie von ihm selbst verfasste Essays für eigene und für Publikationen anderer Künstlerinnen und Künstler. Seine Ausstellungstätigkeit ist ebenfalls kaum überschaubar, und bereits zu Beginn seiner Karriere hatte er Einzelpräsentationen in wichtigen internationalen Museen. Bekannt ist er nicht zuletzt auch wegen der astronomischen Preise, die seine Arbeiten auf dem Kunstmarkt erzielen. Doch obwohl sein Werk diese große Verbreitung findet und viele glauben, es zu kennen, ist Richard Prince bis heute ein enigmatischer Künstler geblieben. Einmal gelegte Spuren weiß er konzeptuell überzeugend zu verwischen, indem er überraschend neue Pfade einschlägt. Dass er mitunter auf genau dieselben Wege zurückkehrt und beispielsweise die gleichen Titel, Themen und Motive aufgreift, die er zuvor für andere Serien verwendete, macht das Erfassen seines Gesamtwerks nicht einfacher. Es ist und bleibt ein Phänomen, dass, obwohl seine künstlerische Vorgehensweise letztendlich nicht zu durchschauen ist, seine Cowboys, Nurses und Jokes zum festen Bestandteil des Kanons zeitgenössischer Kunst zählen.

Erstes Aufsehen erregte Richard Prince Ende der 1970er Jahre durch abfotografierte Werbeanzeigen und Bilder aus Verkaufskatalogen, die weder Schrift noch Logos erkennen ließen. Schmuck und Accessoires gehobenen Lebensstils sowie edle Interieurs prägen die Atmosphäre dieser frühen Farbfotografien des Künstlers. Seine ein Jahrzehnt später auf der Grundlage von Marlboro-Zigaretten-Werbung entstandenen Cowboys erlangten rasch Kultstatus und zählten in Bregenz 2011 zu den Highlights der Gruppenausstellung So machen wir es. Aspekte der Populärkultur Amerikas und Porträts verschiedener sozialer Milieus tauchen in seinem Werk, das Gemälde, Fotografien, Skulpturen und Installationen umfasst, hauptmotivisch immer wieder auf. Hierzu zählen Gruppen unterschiedlicher Subkulturen wie Rocker und deren Girlfriends (so der Titel einer Werkserie von Prince).

Zu seinen populärsten Gemälden gehören die sogenannten Jokes und Cartoons, auf denen Witze in Form von Schriftbildern beziehungsweise Zeichnungen mit Acryl im Siebdruckverfahren auf Leinwände übertragen werden. Auch wenn Prince sich mit vordergründig Banalem wie den Motorhauben von Autos beschäftigt, gelingt es ihm, diese in einen Schwebezustand zu überführen, der gleichermaßen dem Trivialen wie dem Auratischen verhaftet ist. Speziell für das Kunsthaus Bregenz hat Prince eine Ausstellung konzipiert, die den Titel It’s a Free Concert trägt.

Ein Großteil seiner Arbeiten wird hier zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dabei stellt der Titel eine Art Leitmotiv dar, das sich durch die gesamte Präsentation zieht, ohne dass die einzelnen Arbeiten hierauf zu reduzieren wären. Zum einen könnte der Verweis auf ein Konzert als Hommage an die Festspielstadt Bregenz und ihre Open-Air-Oper gedeutet werden, zum anderen die Vorstellung von einer hippiesken Jugendkultur hervorrufen.

Es finden sich zahlreiche Anklänge an die Populär- und Subkultur, und Rockund Popstars wie Bob Dylan, Jimi Hendrix und Bands des sogenannten Doo-Wop-Stils aus den 1950er Jahren, mit denen der Künstler aufwuchs, sind omnipräsent. Die häufig mit Rockkonzerten verbundene Entgrenzung und das Überschreiten von Konventionen blitzen auch in den kleinformatigen Arbeiten auf, in denen Prince Werbefotos für Pornofilme mit Aufklebern versieht, die als Beschriftungen für DVDs dienen.

Neben Sex, Rock ’n’ Roll beziehungsweise anderen Formen populärer Musik ist das Auto — genauer amerikanische Straßenkreuzer der Marke Chevrolet El Camino und Buick Grand National — ein weiteres Projektionsfeld, das in der Ausstellung den (vermeintlich maskulinen) amerikanischen Traum von Freiheit ins Bild setzt. Dabei gelingt es Prince durch seinen gleichermaßen huldigenden wie auch kritischen Blick auf die eigene Kultur, deren komplexe verführerische Kraft lustvoll in Kunstwerke zu überführen.

Und ganz nebenbei verbindet er in der Bregenzer Ausstellung allein über die Werktitel seiner schon jetzt legendären Auto-Arbeiten, die Namen wie Elvis oder The Doors tragen, den Kreislauf von Musik und Straßenkultur. In dieser ersten großen institutionellen Einzelausstellung von Richard Prince in Österreich wird nicht nur die Vielfältigkeit seiner Vorgehensweise deutlich, sondern auch deren beeindruckende konzeptionelle Stärke.
Text: Yilmaz Dziewior
Kunsthaus Bregenz
Karl Tizian Platz
6900 Bregenz
www.kunsthaus-bregenz.at

Pressemitteilung





Kataloge/Medien zum Thema: Richard Prince



Richard Prince:


- Almine Rech Gallery

- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2016

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- artbasel2021

- ARTRIO 2013 Brasilien

- documenta 9 1992

- Flashback - Museum für Gegenwartskunst Basel 2006

- Frieze LA 2019

- Frieze LA 2019

- Frieze LA 2019

- Frieze London 2022

- Frieze London 2022

- Frieze London 2022

- Gagosian Gallery

- Galerie Eva Presenhuber

- Medienturm Kunstverein Graz

- Mis-Understanding Photography 2014 GA

- MoMA Collection

- Sadie Coles HQ - Gallery

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank 2020

- Sammlung DZ Bank Frankfurt

- Sammlung F.C. Flick

- Solomon R. Guggenheim Collection
  • ART FORUM BERLIN 2001 / Abschlußbericht

  • SONIC YOUTH etc.: SENSATIONAL FIX - Kunsthalle Düsseldorf und im KIT (noch bis10.5.09)

  • Museum Morsbroich: TALKING PIECES - Text und Bild in der Zeitgenössischen Kunst (-20.04.03)

  • Kunstmuseum Basel: Looking In - Looking Out (26.04 - 29. 06.03)

  • 6. Internationale Foto-Triennale in Esslingen (18.7.-3.10.04)

  • Richard Prince - Sammlung Goetz, München (22.11.04 - 7.5. 05)

  • Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel (30.10.05-12.2.06)

  • Superstars - Das Prinzip Prominenz. Von Warhol bis Madonna, Kunsthalle Wien (04.11.05 - 22.02.06)

  • Vom Pferd erzählen. Das Pferd in der zeitgenössischen Kunst - Kunsthalle Göppingen (25.6.-20.8.06)

  • Brave Lonesome Cowboy - Kunstmuseum St.Gallen (25.8.07 - 27.1.08)

  • Über 200 Werke aus der DZ BANK Kunstsammlung für das Städel Museum, Frankfurt

  • Pop Life. Warhol, Haring, Koons, Hirst,... - Hamburger Kunsthalle

  • "American Dream" Fotografische Geschichten aus Amerika

  • SO MACHEN WIR ES

  • Erweiterungsbau des Frankfurter Städel Museums

  • Alex Katz

  • twitters tages themen kunst

  • Peter Piller - Richard Prince

  • KONZEPT: 20 Jahre DZ BANK Kunstsammlung

  • Daten von der Frieze

  • Unser aktuelles top 69 Ranking im Februar 2014 - ungefiltert

  • Die top 106 im Mai 2014

  • (Mis)Understanding Photography

  • Richard Prince

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Matt Mullican

  • Peter Piller – Belegkontrolle

  • Künstlerdatenbank

  • MEYER VAISMAN

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Von Bildern. Strategien der Aneignung

  • Peter Halley THE SCHIRN RING

  • Künstlerliste 2018

  • Neues aus der Künstlerdatenbank

  • Jan Groover

  • Künstlerliste art berlin 2017

  • Peter Saul

  • Künstlerliste 2017

  • Künstlerliste mit Biennalebeteiligungen

  • Künstlerliste mit nur einer bzw. zwei Biennalebeteiligungen

  • Der Begriff - oder/III - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • Nur so am Rande: Wer twittert wie

  • Der Begriff - Aneignung - in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • Max-Beckmann-Preis an Cindy Sherman

  • Hyper! A journey into art and music

  • Unsere top 109 der Künstler*liste 2019

  • Feelings. Kunst und Emotion

  • ASTRID KLEIN. DASS VOLLKOMMENE LIEBE DIE ANGST AUSTREIBE

  • top



    Anzeige
    art zurich


    Anzeige
    Responsive image

    Anzeige Galerie Berlin

    Responsive image
    Meinblau Projektraum




    Anzeige Galerie Berlin

    Responsive image
    Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin




    Anzeige Galerie Berlin

    Responsive image
    Pfefferwerk Stadtkultur




    Anzeige Galerie Berlin

    Responsive image
    Urban Spree Galerie




    Anzeige Galerie Berlin

    Responsive image
    GEDOK-Berlin e.V.