Ben Vautier. Ist alles Kunst?

21. Oktober 2015 – 22. Januar 2016 | Museum Tinguely, Basel
Eingabedatum: 15.10.2015

bilder

Ben Vautier (*1935) ist seit den späten 1950er-Jahren als Künstler, Performer, Organisator, Spracherfinder und Neudenker der Kunst präsent. Er 1gehört zu den Pionieren der Fluxus Bewegung in Europa und war als Mitstreiter der École de Nice eng befreundet mit Künstlern wie Arman, Yves Klein und Martial Raysse. Er ist bekannt für seine Schriftbilder, die mit kurzen, prägnanten Sätzen das Leben und die Kunst gleichermassen befragen wie herausfordern. Ben Vautier ist im Museum Tinguely die erste umfassende Retrospektive in der Schweiz gewidmet. Neben einem Blick auf wesentliche Werkgruppen der ersten 20 Jahre seines Schaffens, richtet der Künstler im Museum Tinguely selbst über 30 Räume ein, in denen er verschiedene Themen der Gesellschaft, Kunst und Politik thematisiert, kommentiert und Position ergreift. Die Schau präsentiert in Basel weit über 400 Werke des bis heute sehr aktiven Künstlers und ist zu sehen vom 21. Oktober 2015 bis zum 22. Januar 2016.

Zum ersten Mal wird Ben Vautiers künstlerisches Universum umfassend in der Schweiz gezeigt. Der in Nizza lebende und bei vielen schlicht unter der Kurzform „Ben“ bekannte französischschweizerische Künstler signiert alles („Je signe tout“) – und kommentiert dabei mit seinen Bildern und Aktionen die Welt als Ganzes. „Kunst ist nutzlos“ („L’art est inutile“), „Ich bin der Wichtigste“ („Je suis le plus important“) – Ben Vautier fordert mit derartigen Aussagen seit fast sechzig Jahren ganz bewusst heraus, regt damit aber genauso häufig auch zum Nachdenken an. Mit seinen Schriftbildern stellt er essentielle Fragen nach der Wahrheit in der Kunst, der Rolle des Künstlers in der Gesellschaft und der Beziehung von Kunst und Leben. Sie behandeln ein breites Spektrum, von der Selbstreflexion als Künstler über postmoderne Kunsttheorien bis hin zu Völkerkunde und Religion. Sie zeugen von einem kritischen Geist, der sich nicht scheut, alles und jeden in Frage zu stellen – das eigene Ego mit eingeschlossen. In seiner Verschränkung von bildender Kunst, Philosophie und Alltag ist das Werk von Ben einzigartig. Von Duchamps Ready-Mades ausgehend, verfolgt Ben konsequent die Annahme, dass sich ein Kunstwerk nicht auf Grund seiner materiellen Beschaffenheit, sondern ausschliesslich durch die Signatur zu erkennen gibt. Die meist in Schreibschrift verfassten, bildhaften Kommentare können bei Ben sicherlich als wesentliches Merkmal seiner Kunst und somit zu seiner Signatur hinzugefügt werden.

Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 2
CH-4002 Basel
tinguely.ch/de

Presse



Ben Vautier:


- A Tale of Two Worlds 2017

- art berlin 2017

- daad Stipendiat

- Gwangju Biennale 1997

- Istanbul Biennial 1995

- MoMA Collection

- Plus de Lumiere - Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank Frankfurt

- Sammlung Kunstmuseum Liechtenstein

- Sammlung MMK Frankfurt

- TALKING PIECES Museum Morsbroich

- ZKM Sammlung Karlsruhe


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