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A.R. Penck - Weserburg, Bremen (1.8.09-17.1.10)

Eingabedatum: 23.07.2009

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In einer zweiteiligen Ausstellungsreihe fokussiert die Weserburg, Bremens Museum für moderne Kunst, das Thema der deutschen Wiedervereinigung. Mit A.R. Penck (geb. 1939 als Ralf Winkler) wird ein Künstler präsentiert, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit dem deutschen Thema auseinander setzt.

Dem deutschen Maler, Grafiker, Zeichner und Bildhauer war in der DDR die offizielle Anerkennung als Künstler untersagt, weswegen sein Wirkungskreis zunächst auf den Untergrund beschränkt war. In den 1960er Jahren wird man auch im Westen auf ihn aufmerksam. Der Künstler - dessen Ausbürgerung 1980 erzwungen wurde - setzt sich auch in seinen Arbeiten mit dem Thema der Trennung und Wiedervereinigung Deutschlands auseinander: Beispielhaft dafür stehen seine seit den 1960er-Jahren entstehenden Standart-Bildern (aus Standard und Art), mit denen Penck eine auf einfachen Zeichenstrukturen basierende künstlerische Sprache entwickelte, die die gesellschaftliche Befindlichkeit im Zeitalter der Spaltung Deutschlands zum Ausdruck bringt.

Der Direktor Carsten Ahrens erläutert die Aktualität und Bedeutung Pencks folgendermaßen:
"Ausgehend von Pencks Existenz als politischer Künstler zwischen
den Blöcken versteht sich die Ausstellung im Jahr 20 nach dem
Mauerfall als ein Diskussionen anstiftendes Forum. Penck steht mit seiner Biografie und seinem Werk beispielhaft für den Konflikt zwischen der Vision einer anderen besseren Welt und den herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen, sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik. Sein Denken über eine Gesellschaft jenseits von Sozialismus und Kapitalismus gewinnt gerade jetzt an Schärfe und Aktualität, da wir eine der größten weltweiten Systemkrisen der jüngeren Zeit erleben."

Die Ausstellung in der Weserburg zeigt Werke des Künstlers aus unterschiedlichen Schaffensperioden: Von den frühen Portraits, über die Standart-Bilder bis zu den TM-Bildern werden auch Werke aus den letzten Jahren zu sehen sein. Ein Großteil der Werke stammt dabei aus der Sammlung Böckmann.

Abbildung: A.R. Penck: TM, 1974, Sammlung Böckmann, © A.R. Penck Courtesy Galerie Michael Werner

Köln, Berlin und New York Öffnungszeiten:
Di,Mi,Fr 10-18 Uhr
Do 10-21 Uhr
Sa,So 11-18 Uhr

Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
28199 Bremen

weserburg.de

Verena Straub


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