Anzeige
me



Neo Rauch Baden Baden


Eingabedatum: 20.05.2011

bilder

Für alle Neo Rauch Fans bietet sich, nach den umfangreichen Ausstellungen 2009 in München und Leipzig, erneut die Gelegenheit, seine Werke in einer Einzelausstellung im Frieder Burda Museum in Baden-Baden seine Werke in der zu sehen.

Die große Sommerausstellung 2011 im Museum Frieder Burda widmet sich Neo Rauch. Vom 28. Mai bis 18. September 2011 werden rund 40 Hauptwerke des Leipziger Künstlers der vergangenen 20 Jahre gezeigt. Viele der ausgestellten Arbeiten waren bisher selten öffentlich zu sehen. Sie spiegeln die Fülle der Imagination und der Themen des Künstlers wider.

Es steckt eine unbändige Kraft in der Bildwelt des Malers Neo Rauch. Seine Motive wirken wie eine Mischung aus Realismus und Surrealismus, beeinflusst durch Pop-Art und Comics. Bevölkert von seltsamen Figuren, teils exzentrisch ausstaffiert mit Kostümen und Requisiten entstehen großartige, die Sinne berührende Szenarien: die Welt als absurdes Theater, das keine lineare Zeit kennt. Wer länger hinschaut, kommt vielleicht auch einer Erzählung auf die Spur.

Der Leipziger Maler war von der Idee, seine Werke in dem vom Architekten Richard Meier geplanten Museum zu präsentieren, sofort angetan. Schon beim ersten Besuch urteilte Neo Rauch: „Das Gebäude hat mich auf Anhieb überzeugt, als architektonische und skulpturale Setzung in dem bestehenden Umfeld. Das ist nicht selbstverständlich, weil ich normalerweise sehr strenge Maßstäbe an zeitgenössische Architektur anlege. Zum inneren Raumkonzept kann ich auch nichts anders sagen, als dass ich gar nicht umhin kam, mir meine Arbeiten hineinzuspiegeln. Ich fing sofort an, im Geiste das Haus zu bebildern.“

Vier bedeutende großformatige Gemälde sowie zehn Zeichnungen Neo Rauchs sind Teil der Sammlung Frieder Burda. Frieder Burda sagt: „Neo Rauch ist für mich ein sehr wichtiger Künstler, der seinen eigenen Weg beschreitet mit einer unverwechselbaren Malerei. Er zählt sicherlich zu den bedeutendsten Malern der Gegenwart. Als ich Rauch mit Blick auf diese Ausstellung in seinem Atelier in Leipzig besuchte, sah ich ein großes Ölgemälde, das kurz vor der Vollendung stand. Der Titel: „Die Ausschüttung“. Ich war fasziniert vom Mythos, dem Geheimnisvollen, von den Farben, von der Ausstrahlung dieses Bildes.“

Neo Rauch, 1960 in Leipzig geboren, zählt zu den international bedeutendsten Künstlern seiner Generation. Er studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink, war dann dort als Assistent und von 2005 bis 2009 ebenda Professor und hat dort seit 2009 eine Honorarprofessur inne.

Seine Malerei steht kunsthistorisch in der Tradition von Tizian, Tintoretto, Velázquez oder El Greco. Als moderne Bezugspunkte verweist der Künstler selbst auf Beckmann, Bacon, Beuys und Baselitz. 1997 trat er erstmals mit einer großen Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig an die Öffentlichkeit. 2006 widmete das Kunstmuseum Wolfsburg ihm eine Retrospektive.

2007 und 2008 folgten im Metropolitan Museum of Art in New York und im Max-Ernst-Museum Brühl die Ausstellung „para“. Im vergangenen Jahr ehrten sowohl München (Pinakothek der Moderne) als auch Leipzig (Museum der bildenden Künste) den Maler mit der großen Doppelausstellung „Begleiter“.

Hauptwerke in Baden-Baden

Von 1993 an hat Neo Rauch seine eigene, unverwechselbare Handschrift. Zu dieser Zeit ist die Farbe fast vollständig aus seinen Bildern verbannt, aber die Figürlichkeit bereits da. Nach und nach fließt dann die Farbe ein. In der Ausstellung im Museum Frieder Burda werden Werke gezeigt, die in den Jahren zwischen 1992 und 2011 entstanden.
Papierarbeiten, die fast schon in die Malerei gehen, werden zu sehen sein, darunter „Saum“ und „Hotel“. Ausgestellt werden Hauptwerke der vergangen 20 Jahre, Arbeiten, die an wichtigen Weggabelungen zu einer Richtungs-Entscheidung führten, wie zum Beispiel das in hellem Gelb und abgetöntem Grau gehaltene Gemälde „Mittag“ aus dem Jahr 1997. Hier manifestiert sich eine neue Farbpalette: auf den ersten Blick ausgewaschen, aber dennoch kraftvoll und lichterfüllt. Das subtile Spiel zwischen Bildraum, Perspektive und Linie sowie die traumwandlerische Atmosphäre ist kennzeichnend für die weitere Malerei von Neo Rauch.

Aus demselben Jahr stammt das Bild „Der Sucher“, das ebenfalls zu sehen sein wird. Als sich die ersten großen Erfolge einstellen, malt Rauch hier eine leere Staffelei, von der sich der Maler mit einem Metalldetektor bewaffnet suchend entfernt. In dem Moment schlägt eine Art gelber Meteorit ein. Der Maler im Kraftfeld zwischen Dienst, Arbeit, Stetigkeit und der wohl gehegten Flamme der Inspiration, die Großes schafft.

Ein selten gezeigter Wendepunkt ist das 2000 entstandene Gemälde „Sturmnacht“. Mit zwei auf drei Meter eines der großen Szenarien, die Rauch so gekonnt auf Leinwand bannt. Hier dominieren starke, tiefe Farben wie Rot, Blau, Gelb, Grün und Schwarz. Ausnahmesituationen stehen im Zentrum der tief geloteten Bilder.

Es geht immer auch um persönliche Befindlichkeiten, die er allerdings meisterhaft ins Allgemeingültige kehrt. Beispiel: „Das Interview“ (2006), nach den Erfolgen, dem Medienrummel, verarbeitet Rauch seine Erfahrungen in einem mächtigen aufrüttelnden Bild, in dem die Farbe Rot vorherrscht und die Interviewten vergeblich wieder belebt werden müssen. Beide Gesprächspartner hängen apathisch in ihren Sesseln. Auch „Der Rückzug“ (2006) hat persönliche Elemente, spielt er sich doch vor der Landschaft der Kaliwerke ab, die Rauch aus seiner Kindheit kennt.

Erstmals wird in Baden-Baden eine Skulptur aus Bronze von Neo Rauch zu sehen sein.

Kurator der Ausstellung ist Werner Spies

Der Kunsthistoriker Werner Spies, 1937 in Tübingen geboren, seit 1960 in Paris lebend und ehemaliger Direktor des Centre Pompidou, kuratiert die Ausstellung.
Werner Spies: „Wo gibt es Werke, in denen ein derartig verblüffendes Freispiel der Themen und eine derartig beunruhigende Mischung aus Körpern und Accessoires zur Siedehitze gebracht würden? Macht man sich die Mühe, ein wenig in diese Welt einzudringen, entdeckt man hinter der phantastischen Verschlüsselung einiges an Aktualität, nicht nur Vulkanausbrüche, hysterische Koppelungen von Ding und Gesellschaft, korrodierende Welt, über die eine schweflige Dämmerung hereinbricht, sondern auch Kinder, die von fanatischen Feiglingen mit einem Sprenggürtel um den Leib auf die Jagd geschickt werden. Es ist großartig, endlich wieder einen Künstler zu haben, der Fragen aufwirft und der schließlich durch seine furiose Malweise überwältigt.“
...
Im Hatje Cantz Verlag erscheint zu dieser Ausstellung ein Katalog.

Hier nochmals unser Video zur Neo Rauch Ausstellung 2009 in Leipzig:
VIDEO Neo Rauch

Abbildung: Neo Rauch, Ausschüttung, 2009, Öl auf Leinwand, 210 x 300 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin
und David Zwirner, New York, Foto: Uwe Walter, Berlin

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr,
Montag geschlossen

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden
Tel: 07221/39898-0
museum-frieder-burda.de

Medienmitteilung



Neo Rauch:


- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach 2014

- art berlin 2017

- Flick Collection

- Frieze LA 2019

- Galerie David Zwirner

- Galerie Eigen + Art

- MoMA Collection

- Sammlung Deutsche Bank 2020

- Sammlung F.C. Flick

- Sammlung Kunstmuseum Liechtenstein

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- UNTITLED 2018
  • Sammlung Scharpff in der Staatsgalerie Stuttgart (20.3. - 13.6.04)

  • Die Juni-Ausgabe des Kultur-Kanal mit folgenden Themen:

  • Über 11.000 Besucher auf der Vernissage der COLOGNE FINE ART 2006

  • Zurück zur Figur. Malerei der Gegenwart - Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München (2.6.–13.8.06)

  • Neo Rauch: Neue Rollen - Kunstmuseum Wolfsburg (11.11.06 - 11.03.07)

  • Das deutungsreiche Spiel - Von der Heydt Museum Wuppertal (24.6.-30.9.07)

  • Neo Rauch "para" - Max Ernst Museum, Brühl (28.10.07-30.3.08)

  • "... ich ist ein anderes" - Zum Buch >Die Inszenierung des Künstlers<, Hg. Anne Marie Freybourg

  • Personalien: Heribert C. Ottersbach folgt Neo Rauch an der Leipziger Kunsthochschule

  • Kunst Global

  • Neo Rauch - Museum der bildenden Künste Leipzig + Pinakothek der Moderne, München

  • Lebenslinien - Stationen einer Sammlung

  • Thorsten Brinkmann erhält den Kunstpreis Finkenwerder

  • Neo Rauch Baden Baden

  • Neo Rauch Katalog Baden-Baden

  • Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg. Ausgewählte Werke von Carl Andre bis Sergej Jensen

  • Franziska Holstein gewinnt den Kunstpreis der Sachsen Bank 2012

  • HEUTE. MALEREI

  • twitters tages themen kunst

  • jetzt hier. Gegenwartskunst.

  • art news today

  • Birgit Brenner. Für immer und ewig

  • Meisterschülerausstellung

  • 40 Jahre Sammlung - 10 Jahre Museum Frieder Burda

  • andreas gursky | neo rauch | jeff wall

  • The Golden Masters

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Weltenwechsel

  • Künstler und HGB-Absolvent Owen Gump ist Träger des 11. LVZ-Kunstpreises

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Bittersüße Zeiten - BAROCK und GEGENWART

  • KÜNSTLERRÄUME

  • DEUTSCHE KUNST NACH 1960

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Rosa Loy | Neo Rauch

  • N O C T U R A M A Katrin Heichel

  • Hinter dem Vorhang

  • IM KÄFIG DER FREIHEIT

  • Georges Adéagbo erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2017

  • Julian Schnabel - Palimpsest

  • Georges Adéagbo - À la rencontre de l'art

  • Künstler Kuratoren Kunstmarkt Biennalen

  • Edith Dekyndt erhält Kunstpreis Finkenwerder 2019

  • Edith Dekyndt The White, The Black, The Blue

  • Franziska Holstein

  • 2019 Jahresrückblick

  • top



    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image

    Chatbot

    Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


    Card image cap

    Cyrill Lachauer. I am not sea, I am not land

    23. 10. 2020 - 14. 04. 2021 | Sammlung Goetz im Haus der Kunst, München

    Card image cap

    POCHEN - PREIS DER ZUKUNFT

    22. 10. - 1.11. 2020 | Wirkbau Chemnitz

    Card image cap

    Actually, the Dead Are Not Dead

    17. 10. 2020 - 17. 01.2021 | Württembergischer Kunstverein Stuttgart

    Card image cap

    Dominik STEIGER. Tagtraumarbeiter

    16.10.2020 - 31.01.2021 | BRUSEUM, Neue Galerie Graz