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Alexandra Bircken - STRETCH

26. 03. - 25. 06. 2017 | Museum Abteiberg, Mönchengladbach
Eingabedatum: 27.03.2017

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»STRETCH« ist eine umfassende Werkschau der Künstlerin Alexandra Bircken, die sowohl frühe als auch neue ortsspezifische Arbeiten zeigt. Das Experiment mit dem Material und der Körper als Ausgangspunkt sind grundlegende Parameter ihrer skulpturalen Arbeit. Die Haut als Bekleidung, als Organ und zellulare Struktur, aber auch als Grenze zwischen Innen und Außen ist der Initiator für die Entwicklung der vielschichtig konstruierten Objekte. Materiell sind ihre Arbeiten geprägt von unterschiedlicher, oftmals kontrastierender Beschaffenheit. Gipsmodellagen, Wachse, Fragmente von Schaufensterpuppen und Kleidungsstücke, die als Körperteile zum Einsatz kommen, und mit Wolle verdichtete Strukturen werden als Versatzstücke genutzt und miteinander verbunden.

Die Arbeiten von Bircken (*1967, lebt in Köln) bestechen einerseits durch eine auratisch geladene Materialpräsenz und erinnern andererseits an den menschlichen Körper und dessen Schutzhüllen – sei es in stofflicher oder auch architektonischer Art und Weise. So erinnert beispielsweise das Walking House (2016) an ein archaisches Baumhaus oder – wie im Titel angelegt – an ein modulares, vermeintlich bewegliches Domizil. Demgegenüber stehen weiche, fließende Formen wie etwa jüngst ein grobmaschiges Wollgewebe bzw. Ornament mit dem Titel Cocoon Club (2016).

Rund sechzig Arbeiten werden im Museum Abteiberg zu sehen sein, verteilt im großen Wechselausstellungsraum und dem offenen Ausstellungsbereich in der Straßenebene. Über den Parcours verteilt tauchen diverse an menschliche Figuren erinnernde Skulpturen auf, die auf Treppen drapiert, stehend oder liegend dem Besucher gegenübertreten. Diese figurativen Arbeiten werden in Bezug gesetzt zur Maschine: als vom Menschen erschaffene Apparatur oder Machtinstrument. Die Dominanz- und Schutzbehauptung von Motorradkleidung, von Motorrädern von Waffen wird durch Verletzungsspuren thematisiert – etwa in Figuren, die aus Motorradbekleidungen gefertigt sind. Maschinen, diverse Waffen und zwei Motorräder sind wie Körper zerschnitten und dekontextualisiert.

Erstmalig sind in dieser Ausstellung, die gemeinsam mit dem Kunstverein in Hannover realisiert wird (dort zuvor 30.09. – 27.11.2016), frühe Objekte und Skizzen zu sehen, die an der Schnittstelle von Mode und Kunst entstanden. Mit dem Shop »Alex« (Köln) begann 2003 die künstlerische Arbeit Birckens, die zuvor eine Ausbildung zur Modedesignerin am St. Martins College in London absolviert hatte, wo sie lange lehrte und sich u. a. mit ihrem eigenen Label »Faridi« einen Namen machte. Bereits ihre frühen Accessoires lassen ein künstlerisches Interesse an Objekthaftem und Räumlichem erkennen. Alexandra Bircken entwickelte große ortsspezifische Interventionen, die das Zusammenspiel von Mensch und Maschine sowie Figur oder Roboter im Raum beleuchten. Der Ausstellungsparcours als eine räumliche Welt aus Protagonisten und Formwandlungen führt das Publikum auf die Fährte, sich selbst und die eigene Relation zu Welt und Zeit zu thematisieren.

Alexandra Birckens Werke wurden in jüngeren Museumsausstellungen etwa im Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam (2014) oder in The Hepworth Wakefield (2014) gezeigt. Zuvor stellte sie beispielsweise im Kunstverein in Hamburg (2012) sowie im Studio Voltaire in London (2011) und im Kölnischen Kunstverein (2010) aus. Die Ausstellung »STRETCH« wurde in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Hannover realisiert und erzeugt an beiden Orten unterschiedliche räumliche Situationen. Im Rahmen der Ausstellungstournee wird eine neue Publikation zum Werk von Alexandra Bircken erscheinen.

STÄDTISCHES MUSEUM ABTEIBERG
ABTEISTR. 27
41061 Mönchengladbach
museum-abteiberg.de

Presse



Alexandra Bircken:


- Art Basel 2013

- art basel miami beach, 2014

- Biennale Venedig 2019

- Boijmans Post War Collection

- Bonner Kunstverein

- Frieze LA 2019

- Herald St - Gallery

- Kölnischer Kunstverein

- Kunstverein Hamburg

- Kunstverein Hannover 2016

- Made in Germany 2

- Ökonomie der Aufmerksamkeit, 2014 Wien

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD


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