Newsletter -- Künstlerdatenbank ---- Textkorpus ---- Ateliers

Mapping the Collection: Neues zweijähriges Forschungsprojekt startet mit einem Blog am Museum Ludwig

Museum Ludwig, Köln
Eingabedatum: 02.10.2018

Responsive image

bilder

Im Juli 2018 hat das zweijährige Forschungsprojekt Mapping the Collection am Museum Ludwig begonnen. Dank des Terra Foundation Collection Research Fellowship for American Artwird nun die Sammlung US-amerikanischer Kunst vor 1980 in der Sammlung des Museum Ludwig unter neuen Gesichtspunkten erforscht und ausgewertet. Es handelt sich hierbei um ein Forschungsstipendium der Terra Foundation for American Art mit Sitz in Chicago und Paris, die die Erforschung und das Verständnis von US-amerikanischer Kunst weltweit fördert. Erste Ergebnisse werden nun in einem neuen Blog vorgestellt: blog.museum-ludwig.de/
Das Museum Ludwig besitzt eine der wichtigsten Sammlungen US-amerikanischer moderner und zeitgenössischer Kunst außerhalb der USA. Das Fundament für die Museumsgründung legte das Stifter*innenpaar Peter und Irene Ludwig 1976 mit der Schenkung von 350 Werken moderner Kunst an die Stadt Köln. In Deutschland zählte das Sammler*innen-Ehepaar zu den ersten, die in den Jahrzehnten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in den Vereinigten Staaten sammlerisch tätig wurden. Die Nachkriegszeit läutete eine Phase ein, in der US-amerikanische Kunst und Kultur sich immer größerer Beliebtheit in Europa erfreuten und die kulturelle Szene stark beeinflussten. Durch ihre Aktivität als Sammler*innen beteiligten sich die Ludwigs aktiv an dieser Entwicklung. Die Sammlung des Museums verschafft einen guten Überblick über die Entwicklung der Kunst in den Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg und umfasst Werke von einigen der weltweit bekanntesten Künstler*innen, darunter auch Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist und Jackson Pollock. Doch das Bild der Kunst, das sich aus dieser Entwicklung ergab und das bis heute mit unserer Vorstellung der US-amerikanischen Kunst verbunden ist, ist zentriert auf die Identität des weißen, heterosexuellen, männlichen Künstlers und dessen formalen und ästhetischen Vorstellungen. Von diesem Bild ausgeschlossen sind Künstlerinnen sowie Artists of Color und alle, die nicht den heteronormativen Standards gerecht werden.

Das Forschungsprojekt Mapping the Collection nimmt die Sammlung, die in ihr vertretenen Kunstwerke und Künstler*innen, ihre sammlungsspezifische Geschichte und Entwicklung in den Blick. Hierbei soll, unter Einbezug der sozialen, politischen und historischen Bedingungen, eine Neubewertung und Erweiterung der Geschichtsperspektiven vollzogen werden. Diese Neubewertung knüpft an künstlerische Perspektiven an, die zu den Diskursen rund um Postkolonialismus, Dekolonisierung und Genderrepräsentation der frühen 1990er Jahre beigetragen haben.

Das Forschungsprojekt gliedert sich in drei Phasen. Die erste betrifft die Sichtbarmachung der Forschungsergebnisse, die ab sofort im Museums-Blog der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Kunstbewegungen, Kunstwerke oder künstlerische Praktiken werden vor dem Hintergrund ihrer historischen, sozialen und politischen Produktionsbedingungen neu betrachtet.

Janice Mitchell, Terra Foundation Research Fellow am Museum Ludwig über ihre neue Aufgabe: „Ich bin seit Juli hier am Museum und habe mir zunächst einen Überblick über die Sammlung der US-amerikanischen Kunst bis 1980 verschafft. Es gibt noch jede Menge zu entdecken. In den kommenden Wochen werde ich mich auf den Abstrakten Expressionismus konzentrieren und neue Querverbindungen, unter anderem nach Mexiko, aufzeigen. Dies alles kann man in unserem Blog mitverfolgen.“
Die zweite Phase des Projekts, die auf diesen Erkenntnissen aufbaut, besteht aus punktuellen Eingriffen in die permanente Sammlungspräsentation, die in diesem Zuge auch kommentiert wird. Dieser Prozess wird binnen zwei Jahren in verschiedenen Räumen der Sammlung sichtbar gemacht.

Als dritte Phase wird, zeitgleich zu den Sammlungsinterventionen in zwei Jahren, eine Konferenz zur Rezeption US-amerikanischer Kunst und Kultur im Nachkriegsdeutschland ausgerichtet. Die Konferenz bringt Wissenschaftler*innen, Kurator*innen und Künstler*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammen.

Über Janice Mitchell
Janice Mitchell ist derzeit Promotionskandidatin am Central Saint Martins. Neben US-amerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts liegen ihre Forschungsinteressen im Bereich der zeitgenössischen Kunst sowie einer kritischen Kunstpraxis.

Über die Terra Foundation for American Art
Die Terra Foundation for American Art fördert die Forschung, das Verständnis und das Erleben der bildenden Künste der Vereinigten Staaten für ein nationales und internationales Publikum. Im Bewusstsein dessen, wie wichtig es ist, das Kunstwerk im Original zu erleben, bietet die Stiftung, über die Präsentation und die Erweiterung der eigenen Kunstsammlung in Chicago hinaus, die Möglichkeit zur Auseinandersetzung und Recherche. Dabei unterstützt und fördert die Stiftung innovative Ausstellungen, Forschungsprojekte und Bildungsprogramme mit dem Ziel, einen interkulturellen Dialog mit der amerikanischen Kunst voranzutreiben. Der Tätigkeit der Stiftung liegt die Überzeugung zugrunde, dass Kunst das Potential hat, Kulturen sowohl zu unterscheiden als auch zu vereinen.


Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln
museum-ludwig.de

Presse



  • Museum Ludwig Köln (11 / 01)

  • Museum für Gegenwartskunst in Siegen (09 / 01)

  • Thomas Ruff (Feb. 02)

  • Prüderie und Leidenschaft

  • Der (im)perfekte Mensch

  • Stiftung Museum Schloss Moyland (11.01)

  • Museum Folkwang Essen (02 / 02)

  • Farblandschaften bei VAN HAM (02.02)

  • Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)

  • Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin (01 / 02)

  • Mai-Auktion Moderne & Gegenwart von Ketterer Kunst in Hamburg

  • Malerei ohne Malerei

  • Blindflug? Wohin steuert der Kunstbetrieb?

  • Gerhard Richter - Malerei

  • Katharina Fritsch - K21 Kunstsammlung im Ständehaus

  • Gerhard Richter Retrospektive Forty Years of Painting

  • Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) (05 / 02)

  • Museum Kurhaus Kleve - Ulrich Erben

  • Nationalgalerie Berlin. Das XIX. Jahrhundert

  • Art Bodensee 2013 mit internationalen Galerien

  • Geschwindigkeit - Terrain der Zeit

  • 10 Jahre Videokunst-Förderpreis Bremen 2001

  • Kultur im digitalen Zeitalter

  • Dieter Roth Foundation (5.5.02)

  • Vitra Design Museum - Design und Architektur

  • Hamburger Auktionen von Ketterer Kunst

  • Stiftung Museum Schloss Moyland (12 / 01)

  • Highlights im Sommer in Hessen

  • Eva Hesse

  • Painting on the Move - 3teiliger Ausstellungszyklus in Basel

  • Matthew Barney - CREMASTER 3

  • Lehmbruck Museum (06 / 02)

  • Danica Dakic im Kunstverein Ulm

  • Nam June Paik - Wilhelm Lehmbruck Museum

  • Die Sammlung der Deutschen Bank (7.6.02)

  • Das Vitra Design Museum - Berlin

  • Markus Lüpertz im Museum Würth

  • Museum als Medium - Medien im Museum. Perspektiven der Museologie

  • Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2002 vergeben

  • Matthew Barney - Museum Ludwig Köln

  • Niele Toroni

  • Ludwig Forum Aachen (07 / 02)

  • Die Sammlung der Ruhr-Universität Bochum (14.7.02)

  • Joan Miró im museum kunst palast in Düsseldorf

  • Between Senses - Strukturen und Strategien der Malerei im 20. Jahrhundert

  • Interview zu der Sammlung von Simone u. Heinz Ackermans: (Sep 02)

  • ArtInvestor - Handbuch für Kunst und Investment

  • Tom Wood, Bus Odyssey

  • ArtClub Kunstmuseum Wolfsburg

  • top



    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Card image cap

    FLANSCH Thomas Bayrle

    19. 10. - 6. 12. 2018 | Marburger Kunstverein

    Card image cap

    Thomas Hirschhorn Never Give Up The Spot

    19. Oktober 2018 – 3. Februar 2019 | Museum Villa Stuck, München

    Card image cap

    Frauke Dannert

    18.10. - 9.12.2018 | Kunstmuseum Bonn

    Card image cap

    ETAGE Video/Sound/Duftinstallation

    14. 10. - 18. 11. 2018 | Kunstverein Neuhausen

    Card image cap

    Yvonne Roeb erhält den Kallmann-Preis

    Oktober 2018 | Kallmann-Museum Ismaning