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Tracing a Seeping Terrain. Eloïse Bonneviot & Anne de Boer

2.9. - 5.11.2023 | Heidelberger Kunstverein

Der Heidelberger Kunstverein kündigt die erste Ausstellung von Eloïse Bonneviot und Anne de Boer in Deutschland an. Sie stellt den Höhepunkt ihrer bisherigen Arbeit dar und erforscht durch Spielmechanismen kulturelle Antworten auf die ökologische Krise.

Das in Berlin lebende Künstler:innen-Duo setzt sich in interaktiven Installationen und performativen Arbeiten mit der Beziehung zwischen Menschen und anderen Lebewesen, Klimaangst und der Konstruktion von Welten auseinander. Sie entwickeln analoge und virtuelle Spiele, mit denen sie Geschichten inmitten des ökologischen Zusammenbruchs inszenieren.

Tracing a Seeping Terrain wurde speziell für den Heidelberger Kunstverein konzipiert. Die multimediale Installation erstreckt sich über die erste und zweite Etage und führt die Besucher:innen durch einen Parcours aus miteinander vernetzten Skulpturen. Der Höhepunkt dieser Installation ist die Projektion einer virtuellen Landschaft, die auf das Geschehen im Raum reagiert. Die Entscheidungen der Besucher:innen werden den (ökologischen) Zustand dieser Landschaft für immer verändern. Gaming wird hier als Möglichkeit präsentiert, sich mit dem Klimawandel jenseits von Ohnmachtsgefühlen auseinanderzusetzen.

Die Verbindung von analogen Aktionen und digitalen Effekten wird durch die Integration bestimmter Technologien ermöglicht. Eine davon ist die RFID-Technologie, die Radiowellen zur Datenübertragung nutzt. Durch Chips in den Tools, mit denen die Besucher:innen ausgestattet werden, kann mit den Skulpturen interagiert werden. Der Kontext, auf den das Duo hier reagiert, ist unsere hypervernetzte Realität. Die Unterscheidung zwischen online und offline spielt längst keine Rolle mehr. Unsere Realität wird von Computern und KISystemen mitgestaltet. Auch die RFID-Technologie ist bereits im Alltag angekommen, zum Beispiel beim kontaktlosen Bezahlen.

Neben der fiktiven, computergenerierten Landschaft sind in der Ausstellung auch Arbeiten zu sehen, die auf Karten von satellitenbasierten Systemen zurückgreifen, die in Echtzeit Informationen zur Überwachung und Bewältigung von Naturkatastrophen weltweit liefern.

Konkret geht es um den Copernicus Emergency Management Service der EU und der ESA, der Behörden und Organisationen bei der Vorhersage, Prävention und Reaktion auf verschiedene Krisensituationen unterstützt. In diesem Zusammenhang untersuchen De Boer und Bonneviot die Auswirkungen von Daten auf unser heutiges Verhältnis zu ökologischen Systemen und beleuchten, wie diese Technologien natürliche Umgebungen kommunizieren, erweitern und simulieren. Aber auch, welche Emotionen ihre Verbreitung auslösen kann. Die Bildsprache der Künstler:innen bezieht sich darüber hinaus auf projektive psychologische Tests, bei denen Bilder, die oft als Naturmotive gedeutet werden, das Beurteilungsinstrument sind. Diese Motive finden sich in einigen der Skulpturen wieder. Hier wird auf die Fähigkeit des Menschen verwiesen, Dinge anhand gemeinsamer Merkmale zu erkennen und zu kategorisieren. Dabei werden die aufgenommenen Informationen mit Erinnerungen abgeglichen. Diese Fähigkeit besitzen sowohl Tiere als auch Computersysteme durch maschinelles Lernen.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Wechselwirkungen zwischen unserer digitalen Umwelt und den Ökosystemen, die sie darstellt, spielerisch zu erkunden und fördert so einen Diskurs an der Schnittstelle von Daten, Technologie und Ökologie.

Kuratiert von Johanna Hardt

Parallel läuft die Ausstellung:
Winds of the Anthropocene Filme von Heather Dewey-Hagborg, Kyriaki Goni, Arjuna Neuman & Denise Ferreira da Silva, Sybille Neumeyer, Mimi ?n??ha 2.9. – 5.11.23

Heidelberger Kunstverein HDKV
69117 Heidelberg
Hauptstr. 97
WWW.HDKV.DE


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