SUPERFLEX INVESTMENT BANK FLOWERPOTS

Kunstprojekt für den öffentlichen Raum der Stadt Metzingen

30.06. - 30.10. 2017 | Stadt Metzingen
Eingabedatum: 04.07.2017

Werkabbildung

© SUPERFLEXbilder

Die Stadt Metzingen startet am 30. Juni 2017 erstmals ein Kunstprojekt, das für den öffentlichen Raum konzipiert ist und die besondere städtische Situation reflektiert. Metzingen besteht aus einem historischen Zentrum und einer expandierenden OutletCity, die eng mit dem Markennamen Hugo Boss verbunden ist und pro Jahr über 3,5 Millionen Touristen aus der ganzen Welt anlockt.
Für das erste ARTPROJECT METZINGEN konnte das international agierende Künstlerkollektiv SUPERFLEX aus Kopenhagen/DK gewonnen werden.

Speziell für Metzingen hat das dänische Künstlerkollektiv bestehend aus Bjørnstjerne Christiansen (* 1969), Jakob Fenger (* 1968) und Rasmus Nielsen (* 1969) das Kunstprojekt „INVESTMENT BANK FLOWERPOTS“ neu formuliert.

Ausgangspunkt für das Stadtprojekt bilden Elemente aus der sogenannten Toolbox (Baukasten) der Künstler: Nach der Finanzkrise 2008 entstanden kleine Pflanzentöpfe in der Gestalt global agierender Investment Banken, die bisher als Sockelskulpturen im musealen Innenraum gezeigt wurden. Erstmals werden nun die modellartigen Bankarchitekturen in einen großen Maßstab übertragen. Die Modelle internationaler Finanztempel werden zu riesigen, gulliverartigen Pflanzenkübeln transformiert, an exponierten Plätzen im Stadtgebiet aufgestellt und mit attraktiven, duftenden Pflanzen bestückt, die zugleich auch toxisch und psychoaktiv sind, ähnlich der Wertpapiere die die Globalplayers „verdealt“ hatten.

Jeder Investmentbank wird dabei eine spezielle Pflanze zugeordnet:
Morgan Stanley – Brugmansia (Stechapfel), Royal Bank of Canada – Ricinus Communis, Barclays – Nerium Oleander.

Für Superflex ist die Stadt Metzingen ein „einzigartiges Setting“, um die Architektur der Royal Bank of Canada (London/UK), Barclays (London/UK) und Morgan Stanley (London/UK) „neu zu kontextualisieren“. Mit den überdimensionierten Bankskulpturen, die wie Herrscherbildnisse den öffentlichen Raum dominieren, hat die dänische Künstlergruppe Bilder für den endlosen Zyklus von Spekulation und Wirtschaftswachstum geschaffen, die die Investmentbranche antreiben.

Zur Eröffnung am Freitag, den 30. Juni 2017 wird SUPERFLEX an Passanten und Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung kleine Tüten mit Saatgut der INVESTMENT BANK FLOWERS verteilen. Durch das Aussäen des eigenen Saatguts kann jede/r greifbares ökonomisches Wachstum statt fiktiver Spekulationsgewinne erzielen.

Parallel zum Kunstprojekt in Metzingen wird SUPERFLEX – im Rahmen des Hyundai Kunstpreises – die Turbinenhalle der Tate Modern in London im Herbst 2017 bespielen.



Eröffnung: 30. Juni 2017, 19 Uhr
Kelternplatz (historisches Zentrum) 72555 Metzingen
SUPERFLEX ist anwesend.
1. Juli – 30. Oktober 2017
http://artprojects-metzingen.com
http://superflex.net



DE 72555 Metzingen






Daten zu Superflex:

- 11. Shanghai Biennale 2016
- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Beaufort 2015
- Berlin Biennale 2001
- Fifth edition of Beaufort 2015
- Gwangju Biennale 2011
- Istanbul Biennial, 2005
- Kunstverein Hannover
- Liverpool Biennale 2012
- Manif d’art 5,Québec, 2010
- Marrakech Biennale, 2016
- MoMA Collection
- Prospect New Orleans 1, 2008
- Sharjah Biennial 11, 2013
- Taipei Biennale 2010
- Taipei Biennial, 2008
- The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989 - ZKM, 2011



Weiteres zum Thema: Superflex



SUPERFLEX - Kunsthalle Basel (17.04.-29.05.2005)


Über gesellschaftspolitische Wertevorstellungen reflektiert die dänische Künstlergruppe SUPERFLEX in der Ausstellung "SUPERSHOW - more than a show", die sich wie alle Arbeiten der Künstler zeit- und raumgebunden auf die spezifischen Gegebenheiten vor Ort bezieht.

"Die dänische Künstlergruppe SUPERFLEX (Rasmus Nielsen, Jakob Fenger und Bjørnstjerne Christiansen) hat in den letzten Jahren vielfältige Projekte in Brasilien, Thailand und Europa organisiert, um die herrschenden ökonomischen Strukturen und die Produktionsabläufe von Waren zu thematisieren. Diese künstlerischen Aktivitäten sind nicht unbedingt gegen Kommerzialität und Globalisierung gerichtet, sondern versuchen, wirtschaftliche Strukturen sichtbar zu machen und Produzenten wie Konsumenten in die Kunstprojekte mit einzubeziehen.
2003 hat SUPERFLEX in Brasilien zusammen mit den Bauern, welche die koffeinhaltigen Beeren der Guaraná-Pflanze anbauen, das Getränk "Guaraná Power" mit eigenem Logo entwickelt. Mit der Unterstützung dieser "Selbstorganisation" antwortet das Projekt auf das Preisdumping der Guaraná-Beeren durch die grossen Firmen, welche das Monopol auf die Pflanze und die Marke "Guaraná" besitzen.
...
Mit der "SUPERSHOW - more than a show" unterzieht SUPERFLEX die Kunsthalle Basel einer genauen Analyse und konfrontiert die Besucher mit der Steigerung des Wertes der Kunsthalle seit ihren Anfängen. Der "Kunsthalle-Faktor" wird von verschiedenen Experten berechnet, deren ökonomischen, kunstmarkt-orientierten Perspektiven in der Ausstellung vorgestellt werden. So wird der Kunsthalle-Faktor unter anderem aus der durchschnittlichen Differenz des einstmaligen Wertes von ausgestellten Kunstwerken und ihrem heutigen Wert berechnet werden. Der Mehrwert der Kunsthalle ist jedoch nicht nur durch ökonomische Werte definierbar. Aus diesem Grund wird SUPERFLEX auch den ideellen Wert der Institution aufzeigen. Im Zentrum der künstlerischen Aufmerksamkeit steht vor allem das Publikum: Die BesucherInnen werden zum Gegenstand und gleichzeitig zu Produzenten der SUPERSHOW. Die Ausstellung wird selbst zu einer "Wertsteigerungsmaschine", in welcher die BesucherInnen eine aktive Rolle bekommen und einen Mehrwert produzieren, der als ein dynamischer Prozess der Marke "Kunsthalle“ weitere Definitionen geben kann." (Presse /KH Basel)


Öffnungszeiten: Di/Mi/Fr: 11-18 Uhr, Do: 11-20.30 Uhr, Sa/So: 11-17 Uhr

Kunsthalle Basel | Steinenberg 7 | CH-4051 Basel | Tel +41 61 206 99 00

Website der Künstler: http://www.superflex.net/


Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:




    Anzeige
    Atelier


    Anzeige
    berlin




    Mehr als Fett und Filz – Materialien im Werk von Joseph Beuys

    Die Werke und mit ihnen die Materialien sind für Beuys Transportmittel seiner Ideen ... weiter


    Stefan Burger

    Nicht wenige Künstler*innen suchen seit einiger Zeit den Widerstand des Materials. Ihre Suche scheint nicht allein der Flucht aus der Langeweile angesichts der allzu vertraut gewordenen Oberflächen einer digital geprägten Welt geschuldet. weiter

    Alexander Kluge. Gärten der Kooperation

    Die beiden zentralen inhaltlichen Bezugspunkte der Ausstellung kreisen um die Metapher des Gartens und die Idee des Gemeinsamen. weiter


    Saâdane Afif. Ici. / Là-bas.

    In Düren und Montpellier wird die Arbeit „Ici. / Là-bas.“ von dem französischen Künstler Saâdane Afif zeitgleich gezeigt. weiter


    Denn hinter diesem Horizont liegt ein weiterer Horizont

    Die Ausstellung spiegelt den Blick der zeitgenössischen Kunst auf alternative Zukunftsentwürfe – mögliche Horizonte hinter dem jetzt sichtbaren Horizont. weiter


    MORE than ROME. Christoph Brech

    Ungewöhnlich, manchmal irritierend, oft verblüffend sind die Arbeiten des Münchner Bild- und Videokünstlers Christoph Brech. Seine Werke konzentrieren sich auf Phänomene der Zeit, der Übergänge, der Erinnerung. weiter

    graduiert ≈ präsentiert

    Vom 11. Oktober bis 12. November 2017 zeigt die Burg Galerie im Volkspark unter Arbeiten von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt aus den Jahren 2016 und 2017. weiter

    Ausstellung der Meisterschülerinnen/Meisterschüler der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

    Die Ausstellung versammelt traditionell zum Beginn des Akademischen Jahrs Arbeiten der Meisterschüler*innen, die im Winter- und Sommersemester ihre Prüfung erfolgreich abgelegt haben weiter


    Martin Parr: Souvenir - A Photographic Journey

    In seinen Arbeiten zeigt Martin Parr die gesellschaftliche Realität: Phänomene wie Konsum, Tourismus oder nationale Identitäten beleuchtet er aus einer unterhaltsamen Perspektive, die das Banale, Extreme und manchmal auch Abgründige im Alltäglichen sichtbar macht. weiter

    Roter Oktober. Kommunismus als Fiktion und Befehl

    Die russische Revolution kann als Beginn des proletarischen Zeitalters und der Etablierung international sehr unterschiedlicher Kommunismen gelten. Mittels zeitgenössischer Kunstwerke der verschiedensten Gattungen und Medien sowie einer Auswahl historischer Referenzwerke versucht die Ausstellung ... weiter

    Robert Sieg erhält den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle 2017

    Im Rahmen der heutigen Eröffnung der Meisterschüler-Ausstellung der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) 2017 hat Steffen Hildebrand (G2 Kunsthalle) den Meisterschülerpreis der G2 Kunsthalle an Robert Sieg für seinen filmischen Essay „Der unsichtbare Teich“ verliehen. weiter


    Hendrick Goltzius und Pia Fries: Proteus und Polymorphia

    Mehr als vierhundert Jahre trennen das künstlerische Œuvre des Manieristen aus dem späten 16. und dem frühen 17. Jahrhundert, Hendrick Goltzius, und der zeitgenössischen Malerin Pia Fries, die sich seit sieben Jahren künstlerisch mit dem Werk von Goltzius auseinandersetzt. weiter


    Folklore. Eine Kontroverse mit Werken aus den Sammlungen

    Die kontroverse Rolle von Folklore in der bildenden Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart steht im Mittelpunkt der neuen Sammlungsausstellung in Partnerschaft mit der Generali Foundation weiter

    Hiscox Kunstpreis 2017

    Die mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung erhält Daniel Hopp. Über das Aufenthaltsstipendium im Rahmen von »sommer.frische.kunst“ kann sich der Malerei-Student Simon Modersohn freuen. weiter


    DIORAMA. ERFIN­DUNG EINER ILLU­SION

    Vom 6. Okto­ber 2017 bis 21. Januar 2018 widmet sich die Schirn Kunst­halle Frank­furt in einer großen Ausstel­lung einer Kultur­ge­schichte des Sehens. weiter