Imi Knoebel, Bilder

15. 07. - 3. 12. 2017 | Skulpturenpark Waldfrieden, Wuppertal
Eingabedatum: 15.07.2017

Werkabbildung

Imi Knoebel, Fishing Yellow I, © VG Bild-Kunst, Foto: Michael Richterbilder

Imi Knoebels Herkunft ist der Minimalismus. Diese künstlerische Haltung bestimmt sein Schaffen von den frühesten Anfängen bis zum heutigen Tag. Seit er Mitte der Sechzigerjahre als maßgebender Mitwirkender in den Kreis der jungen Künstler um Beuys eintrat, sind es nur wenige, dafür aber umso grundlegendere Fragen, denen sein Werk nachspürt. So präsentiert die Ausstellung des Skulpturenparks in der oberen Ausstellungshalle die Installation „Raum 19“. Diese Arbeit Knoebels weist in ihren frühen Fassungen in die ersten Jahre seiner Laufbahn zurück und verkörpert zugleich die Kontinuität in seinem Schaffen. Mehrfach ist "Raum 19" daher als Schlüsselwerk bezeichnet worden.

Beispielhaft zeigen sich hier innerhalb einer Installation die Beziehungen von raumgreifenden Körpern zu flächigen Schichtungen. Es sind die Übergänge und Verbindungen, auch der Werke untereinander, die sich in die Rezeption der Werke Knoebels einschreiben. Dies gilt auch für seine farbigen Tafelbildern, die Knoebel in einer kleinen Auswahl ebenfalls im Skulpturenpark zeigen wird.

In Imi Knoebels über mehr als fünf Jahrzehnte zurückreichendem Schaffen sprechen Material und Farbe über nichts anderes als sich selbst. Frei und unbefrachtet sind auch die Beziehungen, in denen sich die Elemente seiner Installationen in immer neuen Varianten zueinander fügen und seine Werke als Ganzes die Kommunikation mit ihrer jeweiligen Umgebung aufnehmen. Von Knoebels „dezidiertem Einlassen auf den Raum“ ist im Zusammenhang mit seinen Ausstellungen immer wieder die Rede. Hier weisen Knoebels Werke weit über über sich hinaus und werden Teil eines Gesprächs der Kunst mit sich selbst, das Imi Knoebel mit jeder Ausstellung in neuen Konstellationen inszeniert. Auch im Skulpturenpark Waldfrieden wird der Künstler voraussichtlich seinem Dialog mit dem Betrachter neue Impulse hinzufügen.

Biografisches

Imi Knoebel wird 1940 in Dessau geboren. Seine Kindheit verbringt er in Grumbach bei Dresden, später zieht seine Familie nach Mainz. Ab 1962 besucht er die Werkkunstschule im nahe gelegenen Darmstadt, wo er seinen späteren Freund Rainer Giese kennenlernt, mit dem er 1964 an die Kunstakademie nach Düsseldorf wechselt. Dort wird er, nach einem Jahr in der Klasse für Gebrauchsgrafik, wiederum gemeinsam mit Giese, 1965 in die Klasse von Joseph Beuys aufgenommen. Beide haben inzwischen den Vornamen IMI angenommen, bei dem es sich um die Kurzform ihres Abschiedsgrußes "Ich Mit Ihm" handelt.

Joseph Beuys überlässt ihnen neben der Beuys-Klasse (Raum 20) einen eigenen Raum (Raum 19), den sie anfangs mit Jörg Immendorff und Blinky Palermo teilen. Hier entstehen nun Werke, wie zum Beispiel eine Serie aus insgesamt 44 Linienbildern, vor allem aber die frühe Installation Raum 19, die (in einer späteren Fassung) auch im Skulpturenpark Waldfrieden gezeigt wird.

Aus seinen Anfängen in Düsseldorf entwickelt Knoebel sein Werk, mit dem er sich im Lauf der Jahre internationale Anerkennung verschafft. Von den vielen Auszeichnungen, die sein Schaffen begleiten, ist die jüngste der Kythera-Preis, der ihm 2012 verliehen wurde.

Skulpturenpark Waldfrieden
Hirschstraße 12
42285 Wuppertal
skulpturenpark-waldfrieden.de

Öffnungszeiten:
November bis Februar: Freitag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
März bis Oktober: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr

Presse






Daten zu Imi Knoebel:

- Art Basel 2013
- Art Basel 2016
- Art Basel Hong Kong 2014
- Art Basel Hong Kong, 2016
- Art Basel Miami Beach 2013
- art basel miami beach, 2014
- art cologne 2015
- Boijmans Post War Collection
- Daimler Art Collection
- documenta 7, 1982
- documenta 8, 1987
- Galeria Helga de Alvear
- Galerie Thaddaeus Ropac
- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015
- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung
- MoMA Collection
- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt
- Sammlung DZ Bank, Frankfurt
- Sammlung MMK, Frankfurt
- Sammlung Würth
- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD
- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein
- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Imi Knoebel



Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21+ K20 (04 / 02)


Am 18. April 2002 war es soweit, die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde durch ein zweites Haus ergänzt: K21. Anders als im Mutterhaus werden hier auch die neuen Medien stärker zur Geltung kommen, d.h. Foto, Video, Installation u.a. Also ein Museum für die internationale Kunst der Gegenwart, sozusagen als Fortsetzung des Haupthauses. K 20 bleibt als Haupthaus das Zentrum, während K21 den Status einer Dependance hat.

K20, das Mutterhaus am Grabbeplatz liegt am Rand der Düsseldorfer Altstadt. Das Gebäude mit der elegant geschwungenen Fassade wurde von dem dänischen Architektenteam Dissing+Weitling entworfen und 1986 eröffnet.
Das Profil des Museums liegt in der westeuropäischen und amerikanischen Malerei des 20. Jhs. Neben einer kleinen Werkgruppe der französischen Fauves, sind dort Hauptwerke des Kubismus und Expressionismus zu sehen. Außerdem besitzt die Kunstsammlung 94 Werke von Paul Klee und hat damit den zweitgrößten Besitz des Künstlers in Deutschland. Die europäische Malerei ist mit der italienischen Pittura Metafisica und surrealistischen Werken vertreten. Die amerikanische Malerei ist u.a. durch Arbeiten von Pollock vertreten. Aber auch Arbeiten der Pop-Ikonen Warhol, Johns und Rauschenberg werden ausgestellt.
Seit 1989 lädt die Kunstsammlung in unregelmäßigen zeitlichen Abständen internationale Künstler zur Herstellung einer neuen Arbeit für die große Ausstellungshalle mit ihren extremen Dimensionen ein. Seither konnten speziell für diesen Raum konzipierte Werke von Dani Karavan, Richard Serra, Richard Long und Daniel Buren gezeigt werden.

Ausstellung: Gerhard Merz
Fragment Grande Galerie I-XIV
23.02. – 15.09.02

Parallel zur Eröffnung von K 21 wird Gerhard Merz im Rahmen dieser erfolgreichen Ausstellungsreihe am Grabbeplatz ein weiteres Projekt realisieren.
Für die große Ausstellungshalle hat der Künstler eine tonnengewölbte, helle Passage von 33 m Länge entworfen, die auf den Raumtypus der Grande Galerie des Louvre verweist. Klassizistisches wird in äußerster Reduktion zitiert und daraus ein «anderer» Klassizismus als Reflexionsform der Gegenwart konstruiert.
Adresse: K 20
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Tel: 0221-8381-130
Internet: kunstsammlung.de/

Öffnungszeiten: Di – Fr 10-18 h
Sa und So 11-18 h / Jeden 1. Mittwoch im Monat 10-22 h
K21 – befindet sich im ehemaligen Landesparlament von Nordrhein-Westfalen, im sogenannten Ständehaus, im Süden der Düsseldorfer Innenstadt im Park am Kaiserteil. Das Gebäude war 1880 als Ständehaus für die Versammlung der Provinzialstände von dem späteren Berliner Dombaumeister Julius Raschdorff im historistischen Stil der Neorenaissance errichtet worden. Für K21 wurde das ehemalige Landesparlament, das seit dem Umzug des Landtages im Jahr 1988 nicht mehr benutzt wurde von den Architekten Kiessler+ Partner in ein funktionales, aber auch eindrucksvolles Museum verwandelt.
Neben dem Einbau der für museale Belange notwendigen Technik wurden die historischen Elemente des Baus wie Kreuzgewölbe, Stützen, Kapitelle und Fassaden erhalten und behutsam restauriert. Der in der Vergangenheit mehrfach erweiterte Plenarsaal besitzt jetzt wieder sein ursprüngliche Dimension von 1880, während das östliche Haupttreppenhaus vom 2. OG mit einer neuen freischwebenden Treppenkonstruktion bis zur Kuppel hinauf geführt wird. Eine Glaskuppel überspannt das gesamte Haus und den Innenhof. Im Kuppelraum findet ein Skulpturengarten Platz, zudem werden auf der bühnenartigen Mittelfläche Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden, die das Museumsprogramm ergänzen.

Damit verfügt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen über ein zweites Haus in Düsseldorf. Das Programm des zweiten Hauses beginnt in der Zeit um 1980, als die postmoderne Wende die historischen Vorstellungen von Moderne und Avantgarde lockerte und erweiterte. Die Kunst fing damals an, ihre eigene Geschichte kritisch zu überdenken, gab dem Bild und der Metapher ebenso wie der Heterogenität und der Ambivalenz eine neue Bedeutung. Zugleich fand eine Ausweitung der künstlerischen Medien statt.

Die Eröffnungspräsentation steht unter dem Titel Startkapital. Damit ist sowohl die konkrete Situation der jungen Institution gemeint als auch die Kunst selbst als unverzichtbares Kapital des Menschen. Gezeigt wird ein vielfältiges Panorama von Marcel Broodthaers, Nam June Paik und Imi Knoebel, ein großes Skulpturenensemble von Thomas Schütte sowie Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Thomas Struth und Jeff Wall.
Maßgebliche Unterstützung erfährt die Gründungsphase von K21 durch zahlreiche Dauerleihgaben aus der Sammlung von Simone und Heinz Ackermans, deren Schwerpunkt auf figurativen Skulpturen und Installationen seit den 80ern liegt. Dazu zählen unter anderen künstlerische Positionen von Katharina Fritsch, Robert Gober, Ilya Kabakov und Franz West. Gezeigt werden aber auch Arbeiten aus dem Bereich der Videokunst von Bill Viola, Tony Oursler und Paul Pfeiffer, die zu den neuesten Erwerbungen der Sammlung Ackermans gehören.

Die Zusammenarbeit mit zwei weiteren rheinischen Privatsammlungen trägt zu einer zusätzlichen Stärkung an hand von Dauerleihgaben bei: In wechselnden Ausschnitten werden die Sammlungen von Reiner Speck (Köln) sowie von Gaby und Wilhelm Schürmann (Herzogenrath) vorgestellt.

Im Untergeschoss befindet sich außerdem ein weiterer Raum, für Wechselausstellungen, in dem zum Auftakt Werke von Katharina Fritsch gezeigt werden.


Adresse: K 21
Ständehaus 1
40217 Düsseldorf
Tel. 0211. 83 81- 600

Öffnungszeiten: entsprechen denen von K20

Die ersten Publikumstage (20. und 21.04.02) sind Eintritts frei.

  • Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) (05 / 02)

  • 75 Jahre Kestner Gesellschaft

  • 4. KUNSTKÖLN Abschlussbericht 2003

  • ART COLOGNE 2003 - Abschlussbericht

  • Vision einer Sammlung - Museum der Moderne Salzburg Mönchsberg (23.10.04-06.03.05)

  • Art Cologne 2004 - Abschlussbericht

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz

  • Nichts - Schirn Kunsthalle, Frankfurt (12.7. – 1.10.06)

  • Schlussbericht: ART COLOGNE 2007 mit Erfolg ins Frühjahr verlegt

  • "paint it blue" - Neues Museum Weserburg, Bremen (11.3.07-28.5.07)

  • Erhard Klein ist ART COLOGNE-Preisträger 2007

  • Ad Absurdum - MARTa Herford (18.4.-27.7.08)

  • Videos aus dem Jahr 2009, eine Auswahl der Redaktion

  • Farbe in der zeitgenössischen Kunst - Kunstverein Gießen

  • Verortungen - Die Frage nach dem Raum in der zeitgenössischen Kunst

  • Sehen ist Denken - Die Sammlung der NATIONAL-BANK

  • Aufbruch - Malerei und realer Raum

  • Erweiterungsbau des Frankfurter Städel Museums

  • Atelier + Küche = Labore der Sinne

  • DIA ART FOUNDATION SPRING 2013 EXHIBITION AND PROGRAM SCHEDULE

  • Ein Drittel Weiß

  • S(ch)ichtwechsel!

  • From Beckmann to Warhol. 20th- and 21st-century art

  • When now is minimal

  • K u n s t & T e x t i l

  • Beuys…und um Beuys herum!

  • KONSTRUKTION – COLLECTOR‘S CHOICE ONLY #VI

  • Blinky Palermo

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Imi Knoebel. Werke 1966 - 2014

  • Selbstjustiz durch Fehleinkäufe

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Imi Knoebel - Malewitsch zu Ehren

  • Achenbach Art Auction

  • DEUTSCHE KUNST NACH 1960

  • Künstlerliste 2015 inklusive Messebeteiligungen

  • Ruhe vor dem Sturm!

  • Künstler mit 18,19 oder 20 Erwähnungen

  • GERHARD RICHTER. BIRKENAU

  • ICH

  • Henkel – Die Kunstsammlung

  • Blinky Palermo. Eine Herausforderung der Avantgarde

  • IN DIE DRITTE DIMENSION

  • Hanne Darboven - GEPACKTE ZEIT

  • Wirtschaftswerte – Museumswerte

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      Mit der sechsteiligen Ausstellungsreihe Poetische Expansionen möchte das ZKM zeigen, dass Dichtung und Literatur als entscheidende Impulsgeber für diese Entwicklungen der modernen Kunst zu betrachten sind weiter

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