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Zurück nach Morgen

Erinnerung als eine – ideelle – Ressource

16.2. – 20.5.2013 | Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Eingabedatum: 18.02.2013

bilder

Die Ausstellung "Zurück nach Morgen" stellt die Frage nach dem Begriff der Erinnerung. Was ist Erinnerung? An was erinnern wir uns und wie? Wie orientieren wir uns in Erinnerungen? Wie wirken sie nach? Wie erinnern wir uns an Orte? Wie spiegeln und sammeln Räume Erinnerungen, lösen sie aus?
Erinnerung wird dabei verstanden als eine – ideelle – Ressource: Gegenwart ist immer durch Vergangenheit geprägt, die sich in Erinnerungen niederschlägt.

Zu diesem Thema in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzigwerden Arbeiten von Yvon Chabrowski (D), Dominique Gonzalez-Foerster (F/BR), Wiebke Loeper (D), Inken Reinert (D), Anri Sala (AL/F), Michaela Schweiger (D), Maya Schweizer (F/D) gezeigt.

"Yvon Chabrowski widmet sich der Inszenierung von massenmedialen Bildern, die Wahrnehmung und Erinnerung konstruieren. Dominique Gonzalez-Foerster schafft räumliche Atmosphären über Erinnerungsfragmente, die wiederum eigene Erinnerungen auslösen und auch in Richtung Zukunft weisen. Wiebke Loeper verfolgt Themen wie Heimat und Identität gepaart mit autobiografischen Referenzen. Es geht um Orte, die Ausdruck von Hoffnung, Verlust und Freude sind. Inken Reinert recycelt nostalgiefrei die jüngere Vergangenheit, indem sie sie einer vollständigen De- und Neumontage unterwirft. Anri Salas Installation fragt nach der eigenen Identität, die als eine an Abwesenheit und Anwesenheit, an Menschen, Situationen und Orte geknüpfte Konstruktion erscheint. Michaela Schweiger beschäftigt sich mit den Bedingungen des architektonischen und des urbanen Raumes und medialen Räumen wie dem Kino und dem Internet. Maya Schweizer setzt sich mit persönlichen wie gesellschaftlich-historischen Fragen über Bilder und Texte aus dem kollektiven sowie dem persönlichen Gedächtnis auseinander." (pm)

Bei vielen der gezeigten Arbeiten setzen sich die Künstler mit der eigenen Familiengeschichte, aber auch mit Funde des Alltags auseinander, die sich sowohl in fiktiven wie auch in konkreten Räumen niederschlagen.

"Die Ausstellung verbindet die Konstruktion und Inszenierung von Erinnerung. Sie widmet sich sowohl Medien des Speicherns und Archivierens von Erinnerung als auch der künstlerischen Reflexion von Geschichte, die auch private, persönliche, familiäre sein kann. In den Kunstwerken entfalten sich Erinnerungen, die auf individueller Erfahrung beruhen. Sie thematisieren die Vergänglichkeit und die Neustrukturierung von Erinnerung."(pm)

kuratiert von Julia Schäfer und Heidi Stecker, GfZK Leipzig

Ausstellungsgestaltung: Kay Bachmann und Philipp Paulsen

Stiftung Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Karl-Tauchnitz-Str. 9-11
D-04107 Leipzig
gfzk.de
+49-341-140 81 25


chk



Medien zum Thema: Erinnerung



Auf der Karte finden Sie folgende Standorte:











    Weiteres zum Thema: Erinnerung



    pieces of mind - Haus am Kleistpark Berlin vom 18.11.01


    pieces of mind - eine Ausstellung im Haus am Kleistpark

    Auf der Dia-Installation sind riesige rosa Seerosen vor dem Hintergrund der Stadtsilhouette Venedigs zu sehen - Moment mal, Seerosen in der Lagune? Nach dem schnellen ersten Blick wird deutlich: bei den Seerosen handelt es sich eigentlich um umgewandelte Spülhandschuhe und damit um eine weitere Arbeit aus dem work in progress der chinesischen Künstlerin Ping Qui.
    Überhaupt der zweite Blick: er ist erforderlich bei den Fotografien von Objekten der Künstlerin Salome Haettenschweiler - scheinbar glamouröse Handtaschen, aber eigentlich Skulpturen von Entrümpeltem, das nach seinem Glanzauftritt wieder in die Vergessenheit entschwindet. Genaueres Hinsehen verlangen auch die bemalten Holzscheiben von Maren Krusche, die an eine Reihe von Seifenblasen oder Perlen erinnern und eine auf die Wand gemalte Fortsetzung finden, so als ob Schatten das Reale reflektierten. Und erst nach einem Augenblick des Verwunderns wird deutlich, daß die kleine Installation "ein bißchen Zeit" nichts anderes als das Innere eines Loches zeigt, das die Künstlerin Renate Herter durch die Wand gebohrt hat.

    Kuratorin Klara Wallner hat die eher trockenen Räume gelungen bespielt: Zwei Videokabinette mit Videos von Anna Werkmeister und Yaeko Osono/Danny Nimbis bilden die Endpunkte, verbunden sind die Arbeiten über die Räume hinweg durch das Ausstellungsdesign der Gruppe rude_architecture, das u. a. aus Hockern, die an einer Leine von den Besuchern mitgenommen werden können, besteht. Damit wird einerseits die Möglichkeit gegeben, länger, ohne zu ermüden, vor den Arbeiten zu verweilen, zum anderen wird ein spielerisches Element eingebracht (und das kam zumindest bei der Eröffnung auch gleich gut an).

    Pieces of mind sollen eine Bewegung nach innen beschreiben; viele der Arbeiten beschäftigen sich mit Sein oder Schein, mit Geschwindigkeit und Erinnerung, was der Ausstellung einen ruhigen, fast meditativen Grundcharakter gibt. Alle ausstellende Künstlerinnen leben und arbeiten in Berlin und sind zum Teil GEDOK-Mitglieder.

    Mit dieser Ausstellung feiert die GEDOK-Berlin (Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V.) ihr 75-jähriges Bestehen: vielleicht ein Geburtstagsgeschenk waren die Mittel des Hauptstadtfonds, die die Ausstellung und ein zusätzliches Musikbegleitprogramm ermöglicht haben.

    Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Dezember 2001im Haus am Kleistpark, Grunewaldstr. 6-7, 10823 Berlin zu sehen. Öffnungszeiten sind Di - So 14 - 19 Uhr, Eintritt frei. Das Konzert zur Ausstellung findet am 3.12. 2001 um 20 Uhr statt.


    Arte povera


    Nike Bätzners Buch über die Arte povera handelt von der wichtigsten Strömung der italienischen Nachkriegskunst, die seit ihren Anfängen Ende der sechziger Jahre zahlreiche künstlerische Tendenzen inner- und außerhalb Europas beeinflußte. Zu der Strömung zählten Künstler, die heute weit über die Grenzen Italiens hinaus bekannt sind und in der Kunstgeschichtsschreibung ihren festen Platz haben, wie beispielsweise Mario Merz, Jannis Kounellis, Giulio Paolini, Luciano Fabro, Michelangelo Pistoletto oder Alighiero Boetti.

    In einer spannenden und umfassenden Betrachtung vermittelt die Autorin einen Einblick in die Geschichte und das ästhetische Selbstverständnis der Arte povera. Dabei wird dem Zeitphänomen als inhaltlichem und formkonstituierendem Moment eine zentrale Rolle zugewiesen: "Grundsätzlich eröffnet die Integration von Zeit in das Medium der Kunst die Möglichkeit, die Grenzen zwischen den einzelnen Kunstgattungen aufzubrechen und das Augenmerk weg von der Statik auf ein Werden und Geworden-Sein der Werke zu lenken." Begriffsfelder wie Ereignis und Erinnerung, so der erweiterte Buchtitel, bestimmen dabei als Eckpfeiler die kunstwissenschaftliche Analyse und den philosophischen Diskurs des Buches.

    Grundlage für die Ausführungen bilden Werkbetrachtungen zu Paolini, Pistoletto und Kounellis, die exemplarisch das Spektrum der Bewegung widerspiegeln. Deutlich wird hierbei, daß die Künstler "... kein lineares Konzept (verfolgten), sondern die Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte (suchten) und lebendige Vielfalt gegenüber der dogmatisch puristischen Haltung der Amerikaner (wie in der Minimal Art propagierten)." Trotz der Vielfältigkeit der künstlerischen Haltungen innerhalb der Arte povera kann als gemeinsame Grundhaltung eine kritische Reflexion gegenüber der tradierten Auffassung, wie z.B. der Abgrenzung einzelner Gattungen oder der Idee der Autonomie von Kunst, ausgemacht werden.

    Die Zusammenarbeit der Autorin mit den Künstlern und die Untersuchung von neuem oder bisher wenig beachtetem Quellenmaterial ergeben einen authentischen Blick auf den ideengeschichtlichen Hintergrund der Arte povera. Das Buch wird somit unabdingbar für die zeitgenössische Kunstgeschichtsschreibung und stellt gleichzeitig für jeden Kunstinteressierten einen aufschlußreichen Einblick in das vielfältige Programm der Arte povera dar.

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  1. pieces of mind - Haus am Kleistpark Berlin vom 18.11.01

  2. Öffentliche Kunst als Denkmalkritik

  3. Nashville II

  4. Documenta11_Plattform5: Ausstellung/Exhibition

  5. Fischli & Weiss im Museum Ludwig "Fragen Projektionen" (noch bis 19.01.03)

  6. Vorschau 2003 - Kunst- und Ausstellungshalle, Bonn

  7. Portikus Frankfurt: Janet Cardiff & Georges Bures Miller (15.2.-16.3.03)

  8. Deutsches Architektur Museum: A New World Trade Center – Design Proposals (26.2.-6.4.03)

  9. Sprengel Museum Hannover: Tamara Grcíc / Marcelo Brodsky (7.5.- 31.8.03)

  10. Kunsthalle Baden-Baden: Durchgehend geöffnet (5.7.-7. 9.03)

  11. Fotografieausstellung im Museum Folkwang (16.8.-5.10.03)

  12. Kleine Prinzen (03.10.2003 - 04.01.2004 )

  13. Moritz Götze "Berliner Geschichte"

  14. "Die Sehnsucht des Kartografen" im Kunstverein Hannover (13.12.03 - 01.02.04)

  15. Der Preis der Schönheit - Wiener Werkstätte in einer Ausstellung im MAK in Wien - 7.3.04

  16. Augenkitzel. Barocke Meisterwerke und die Kunst des Informel in der Kunsthalle Kiel (24.1.-12.4.04)

  17. SOZIALE KREATUREN. Wie Körper Kunst wird im Sprengel Museum Hannover(29.2. - 13.6.04)

  18. Henri Cartier-Bresson im Martin-Gropius-Bau, Berlin (15.05. - 15.08.04)

  19. Olafur Eliasson im Kunstmuseum Wolfsburg (29.05.04 - 05.09.04)

  20. Pierre Huyghe und Rirkrit Tiravanija im Portikus, Frankfurt (19.06. – 04.07.04)

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    Museumsarchiv - Museen nach Städten


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