Hito Steyerl – Deine Mudda macht Show
30.10.2026 - 27.03.2027 | Deichtorhallen Hamburg, Hamburg
Eingabedatum: 28.10.2026

Wie keine andere Gegenwartskünstlerin verbindet Hito Steyerl in ihrem Werk hellsichtige Gesellschafts- und Technologiekritik mit Humor und popkulturellen Referenzen. In ihren künstlerischen und theoretischen Arbeiten hat sich Steyerl schon früh mit den technologisch-medialen und politischen Entwicklungen auseinandergesetzt, die heute unsere Gegenwart prägen: von digitaler Bildzirkulation über künstliche Intelligenz bis hin zu den Mechanismen des globalen Überwachungskapitalismus.
Im Zentrum von Hito Steyerls Werk stehen die Wechselwirkungen zwischen der Macht der Bilder und den gesellschaftlichen Machtverhältnissen: Wer produziert Bilder, wie zirkulieren sie und welche Wirkung entfalten sie? Wie verändern sie unser Verhältnis zur Wirklichkeit? Zugleich richtet die Künstlerin den Blick auf die Menschen und Infrastrukturen hinter den Technologien sowie auf deren materielle und soziale Bedingungen. Ausgehend von investigativen Recherchen entwickelt sie vielschichtige Erzählungen, in denen historische Ereignisse und geopolitische Konflikte auf Fiktion und Popkultur treffen. Dabei nimmt sie auch die wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Kunstinstitutionen kritisch in den Blick. Der Ausstellungstitel »Deine Mudda macht Show« verweist auf Steyerls charakteristisches Spiel mit Sprache und performativer Selbstironie, das ihr Werk durchzieht.
Die Deichtorhallen Hamburg präsentieren mit rund 18 Videoarbeiten und raumgreifenden Installationen – entstanden zwischen 1997 und 2025 – einen umfassenden Einblick in Steyerls Werk. Inszeniert sind die Arbeiten als ebenso unterhaltsamer wie erkenntnisreicher Parcours, der die nördliche Deichtorhalle in ihren ganzen Ausmaßen einbezieht und zu einem immersiven Gesamtkunstwerk werden lässt. Das Herzstück bildet die KI-basierte Videoarbeit »Mechanical Kurds«, die auf einer 12 mal 6 Meter großen Leinwand in einer eigens entwickelten Installation aus schwebenden Leuchtkörpern gezeigt wird. Erstmals in Deutschland zu sehen ist Hito Steyerls neuste Videoinstallation »The Island«.
English summary:
Deichtorhallen Hamburg presents "Deine Mudda macht Show," a major solo exhibition by artist and theorist Hito Steyerl. Featuring around 18 video works and expansive installations created between 1997 and 2025, the exhibition transforms the northern Deichtorhalle into an immersive environment. Steyerl's work uniquely fuses sharp societal and technological critique—focusing on artificial intelligence, surveillance capitalism, and the power of images—with humor and pop-cultural references. Highlights include the AI-based installation "Mechanical Kurds" presented on a monumental screen with floating light elements, and the German premiere of her latest video installation "The Island."
Im Zentrum von Hito Steyerls Werk stehen die Wechselwirkungen zwischen der Macht der Bilder und den gesellschaftlichen Machtverhältnissen: Wer produziert Bilder, wie zirkulieren sie und welche Wirkung entfalten sie? Wie verändern sie unser Verhältnis zur Wirklichkeit? Zugleich richtet die Künstlerin den Blick auf die Menschen und Infrastrukturen hinter den Technologien sowie auf deren materielle und soziale Bedingungen. Ausgehend von investigativen Recherchen entwickelt sie vielschichtige Erzählungen, in denen historische Ereignisse und geopolitische Konflikte auf Fiktion und Popkultur treffen. Dabei nimmt sie auch die wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Kunstinstitutionen kritisch in den Blick. Der Ausstellungstitel »Deine Mudda macht Show« verweist auf Steyerls charakteristisches Spiel mit Sprache und performativer Selbstironie, das ihr Werk durchzieht.
Die Deichtorhallen Hamburg präsentieren mit rund 18 Videoarbeiten und raumgreifenden Installationen – entstanden zwischen 1997 und 2025 – einen umfassenden Einblick in Steyerls Werk. Inszeniert sind die Arbeiten als ebenso unterhaltsamer wie erkenntnisreicher Parcours, der die nördliche Deichtorhalle in ihren ganzen Ausmaßen einbezieht und zu einem immersiven Gesamtkunstwerk werden lässt. Das Herzstück bildet die KI-basierte Videoarbeit »Mechanical Kurds«, die auf einer 12 mal 6 Meter großen Leinwand in einer eigens entwickelten Installation aus schwebenden Leuchtkörpern gezeigt wird. Erstmals in Deutschland zu sehen ist Hito Steyerls neuste Videoinstallation »The Island«.
English summary:
Deichtorhallen Hamburg presents "Deine Mudda macht Show," a major solo exhibition by artist and theorist Hito Steyerl. Featuring around 18 video works and expansive installations created between 1997 and 2025, the exhibition transforms the northern Deichtorhalle into an immersive environment. Steyerl's work uniquely fuses sharp societal and technological critique—focusing on artificial intelligence, surveillance capitalism, and the power of images—with humor and pop-cultural references. Highlights include the AI-based installation "Mechanical Kurds" presented on a monumental screen with floating light elements, and the German premiere of her latest video installation "The Island."
30.10.2026 - 27.03.2027
Deichtorhallen Hamburg, Hamburg
Deichtorstraße 1–2, 20095 Hamburg
Presse
Kontext
Einordnung:Hito Steyerl nimmt eine Schlüsselposition in der zeitgenössischen Medienkunst ein, indem sie die Tradition des kritischen Video-Essays – in ideeller Nachfolge von Harun Farocki – ins Zeitalter digitaler Bildzirkulation und generativer KI überführt. Ihre Arbeiten verknüpfen investigative Recherche, diskursive Institutionskritik und post-digitale Bildtheorie mit popkultureller Ästhetik und performativer Ironie. Durch den Einsatz raumgreifender, KI-basierter Videoinstallationen knüpft Steyerl an das Erbe des *Expanded Cinema* an und transformiert den Ausstellungsraum in ein immersives Gesamtkunstwerk. Innerhalb des aktuellen medien- und gesellschaftskritischen Diskurses fungiert ihr Werk damit als paradigmatischer Schnittpunkt: Sie reflektiert die Bedingungen des globalen Überwachungskapitalismus nicht nur inhaltlich, sondern macht die materiellen und technologischen Infrastrukturen moderner Macht- und Bildpolitiken formal erfahrbar.







