Newsletter -- Künstlerdatenbank ---- Textkorpus ---- Ateliers

Isa Genzken. Neue Werke

22. 11. 2014 - 22. 02. 2015 | Museum der Moderne Salzburg
Eingabedatum: 22.11.2014

bilder

Das Museum der Moderne Salzburg stellt eine neue sensationelle Werkgruppe der deutschen Künstlerin Isa Genzken als weltweite Premiere vor. Salzburg, 21. November 2014. In dieser Fokusausstellung wird erstmalig eine neue Werkgruppe aus rund zwanzig Skulpturen und Wandarbeiten präsentiert, die die international gefeierte deutsche Künstlerin Isa Genzken eigens für diesen Anlass geschaffen hat. Isa Genzken (geboren 1948 in Bad Oldesloe, lebt in Berlin) ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen, die ihr Werk im Kontext Nachkriegsdeutschlands in einem kritischen Dialog mit der europäischen und der US-amerikanischen Kunst entwickelte. „Über einen Zeitraum von inzwischen vier Dekaden hat sie ein Werk geschaffen, das sich gleichermaßen durch permanente Erneuerung und innerhalb der unterschiedlichen Werkgruppen durch eine überaus spezifische künstlerische Arbeitsweise und eine unverwechselbare Sprache auszeichnet“, fasst Sabine Breitwieser, Direktorin am Museum der Moderne Salzburg und Kuratorin der Ausstellung, zusammen. Sie konnte Isa Genzken, deren Werk seit den 1970er-Jahren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen auf der ganzen Welt präsent ist, aufgrund ihrer langjährigen Zusammenarbeit für diese Premiere in Salzburg gewinnen. Bereits 1996 widmete sie Genzken eine große Werkschau in der Generali Foundation. Genzkens jüngste, überaus erfolgreiche Retrospektive in den Vereinigten Staaten, die – von Sabine Breitwieser ko-kuratiert – am Museum of Modern Art in New York ihren Ausgang nahm und anschließend ans Museum of Contemporary Art in Chicago tourte, ist derzeit noch bis Anfang Januar 2015 am Dallas Art Museum zu sehen.

Mit ihren in regelmäßigen Abständen völlig neu konzipierten Werken löst Isa Genzken stets Diskussionen aus. Ihre einzelnen Werkgruppen treten auf wie Protagonisten in einem Spiel mit offenem Ende, in dem Elemente des Persönlichen, Autobiografischen und Fiktiven sich in einer bislang ungekannten Dialektik zusammen mit technisch-wissenschaftlichen Prinzipien und dem Konstruktiven formieren. In der jüngsten Retrospektive entfaltete sich jedoch ein Gesamtwerk, das sich als in sich schlüssig erwies. Auch die neue Werkgruppe schließt, trotz aller Überraschungseffekte, an die Suche der Künstlerin nach einer zeitgemäßen Skulptur an. Die Ausstellung umfasst 16 freistehende Skulpturen, zwei Boden- und sieben Wandarbeiten, die ungewöhnlich inszeniert sind. Sie bilden eine Art Prozession, die die Besucher_innen vom Treppenhaus bis in den Skulpturenbereich auf Ebene 2 führt, wo der Parcours mit Wandarbeiten aus Spiegelfolie und Klebebändern endet.

In den 1970er-Jahren suchte Genzken – als Reaktion auf den russischen und sowjetischen Konstruktivismus und den amerikanischen abstrakten Expressionismus – nach einer zwar europäischen, aber doch international relevanten Antwort auf den Minimalismus. Sie schuf in aufwendigen Arbeitsprozessen hergestellte Skulpturen, bis zu zehn Meter lange Ellipsoide und Hyperbolos aus Holz in unterschiedlich behandelten Oberflächen und Farben, die den Boden nur am Mittelpunkt oder an den beiden äußersten Punkten berühren. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Formen und Dimensionen konnten diese Skulpturen nie vollständig von einem Punkt im Raus aus erfasst werden. Die Betrachter_innen wurden dazu veranlasst, ihr Verhältnis zu den Arbeiten in Form einer räumlichen Begehung zu bestimmen. In scheinbar völliger Abkehr vom Prinzip der auf mathematischen Berechnungen basierenden und auf die Ausführung durch Spezialist_innen angewiesenen Werke begann Genzken in den 1980er-Jahren, mit Gips- und Betongüssen zu arbeiten – sie entschloss sich damit zu einem künstlerischen Arbeitsprozess, den sie allein kontrollieren konnte. Diese an Ruinen erinnernden Skulpturen nahmen Architekturformen wie Fenster und Türen an und fanden später in Epoxidharzgüssen, die die innere Metallstruktur offenlegten, ihre Fortsetzung. In dieser Zeit begann Genzken, auch Arbeiten für den öffentlichen Raum zu entwickeln und mit Film zu arbeiten. Parallel zu ihrer bildhauerischen Arbeit hat sich Genzken auch immer mit Malerei und Fotografie beschäftigt. Ihre Gemälde aus den Basic Research- und MLR-Serien, die in Frottage- und Sprühtechnik entstanden sind, sowie ihre Fotoarbeiten auf Basis von Röntgenbildern nehmen inzwischen den gleichen Stellenwert wie ihre Skulpturen ein.

Von hier war es ein relativ kleiner Schritt zu jener Arbeitsweise, die Genzken seit den 2000er-Jahren verfolgt, nämlich zur Herstellung von Werkensembles in Form einer von ihr eigens entwickelten Assemblage-Technik: Skulpturen und Wandarbeiten aus Materialien aus dem Baumarkt oder aus Dekorgeschäften werden zu Dioramen zusammengefügt und mit Sprühfarbe akzentuiert. „Ich wollte immer den Mut haben, etwas ganz anderes, ganz und gar Verrücktes und Unmögliches oder auch Falsches zu tun. (...) Film ist für mich die Verbindung von allen Künsten und möglicherweise auch die öffentliche Kunst, d. h. die am meisten gesehene. Das macht den Film so attraktiv, um für ihn wirklich neue Ideen zu entwickeln“, deklariert sich Isa Genzken in einem Interview Mitte der 1990er-Jahre. In zahlreichen Assemblagen der letzten Dekade, wie zum Beispiel in Empire/Vampire. Who Kills Death (2002–2004) oder in der Serie Kinder Filmen (2005) und in ihren Schauspielern (2012) – den Vorläufern zur neuen Werkgruppe, die in Salzburg Premiere hat – führt sie uns Film als Diorama und Filmset von seltsamen, der Konsum- und Warenwelt entnommenen Gestalten und Formen vor. Wie sie selbst sagt, will sie „Skulpturen machen, die eine Filmszene darstellen, also Modellcharakter haben, nicht Skulpturen im traditionellen Sinn, sondern in einer Bewegung der Figuren und der Perspektive“.

Die Ausstellung ist eine Koproduktion von Museum der Moderne Salzburg und MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main.

Museum der Moderne Salzburg
Mönchsberg 32
5020 Salzburg, Austria

museumdermoderne.at


Presse



Daten zu Isa Genzken:


- *1948 in Bad Oldesloe, Germany.

- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Berlin Biennale 2016

- Bienal de Sao Paulo, 2010

- Biennale Venedig 2015

- Boijmans Post War Collection

- Buchholz - Gallery

- Das imaginäre Museum, 2016

- Der Brancusi-Effekt, Wien, 2014, GA

- Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen 2017

- documenta 11, 2002

- documenta 7, 1982

- documenta 9, 1992

- Fellbach Triennale 2013

- Flick Collection

- Frieze London 2013

- Frieze London 2016

- Galerie Chantal Crousel

- Galerie David Zwirner

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015

- MoMA Collection

- Playing among the Ruins,2011

- Preistraeger Goslarer Kaiserring

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung F.C. Flick

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Skulptur Projekte Münster 1987

- skulptur projekte münster 1997

- skulptur projekte münster 2007

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

- UNTITLED 2018

- Yokohama Triennale, 2014
  • Museum Ludwig Köln (11 / 01)

  • Künstlerliste Documenta11 (05.02)

  • Art 33 Basel: Kunst ohne Grenzen

  • Städtische Galerie im Lenbachhaus: Soziale Fassaden u.a. (07.6. - 17.8.03)

  • Kunsthalle Baden-Baden: Durchgehend geöffnet (5.7.-7. 9.03)

  • "Adorno: Die Möglichkeit des Unmöglichen" im Frankfurter Kunstverein (29.10.03 - 4.1.04)

  • Isa Genzken erhält Internationalen Kunstpreis (29.4.04)

  • Sammlung Grässlin

  • Isa Genzken - Galerie im Taxispalais, Innsbruck (10.06.-20.08.06)

  • Isa Genzken - Kunsthalle Kiel (22.7.06 – 17.9.06:)

  • Isa Genzken im Deutschen Pavillon Biennale von Venedig 2007

  • Tausendundein Künstler - Künstlerdatenbank des Institutes für Auslandsbeziehungen (16.10.06)

  • Cerith Wyn Evans - Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (25.11.06 - 25.2.07)

  • Reality Bites

  • 52. Biennale Venedig 2007 (10.6.07-21.11.07)

  • Zur Halbzeit noch ein Ausflug nach Münster?

  • Visite. Von Gerhard Richter bis Rebecca Horn - KAH Bonn (11.4.-17.8.08)

  • Nicolaus Schafhausen erneut zum Kurator des Deutschen Pavillons der Biennale di Venezia berufen

  • "Die Moderne als Ruine" - Generali Foundation, Wien (19.6.-20.9.09)

  • Isa Genzken – Sesam öffne dich! (15.08. – 15.11.2009)

  • Susanne Gaensheimer wird neue Kommissarin für den Deutschen Pavillon der 54. Biennale von Venedig

  • Rirkrit Tiravanija. Just Smile and Don´t Talk - Kunsthalle Bielefeld

  • Auswertung der Flugdaten - K21 Ständehaus, Düsseldorf

  • Wolfgang-Hahn-Preis KÖLN 2011 an John Miller

  • MMK 1991-2011. 20 Jahre Gegenwart

  • Frauenzimmer

  • Warhol: Headlines

  • Erweiterungsbau des Frankfurter Städel Museums

  • Fresh Widow. Fenster-Bilder seit Matisse und Duchamp

  • Gesamtkunstwerk: New Art from Germany in der Saatchi Galerie, London

  • Ein Wunsch bleibt immer übrig - Kasper König zieht Bilanz

  • Vlassis Caniaris

  • Sabine Breitwieser wird neue Direktorin in Salzburg

  • Performance Künstlerin Andrea Fraser erhält Wolfgang-Hahn-Preis 2013

  • Liebe ist kälter als das Kapital

  • Rineke Dijkstra. The Krazy House

  • Das Glück kommt aus dem Nichts. Werke aus der Slg. Wilhelm Otto Nachf.

  • Aus der Datenbank - 200 Künstler mit Biennale Hintergrund

  • Collagierte Skulpturen

  • Künstler des Jahres 2013

  • 69 WERKE VON RICHTER, GRAUBNER, PENCK und GENZKEN aus der Sammlung Böckmann gehen nach Nürnberg

  • Unser aktuelles top 69 Ranking im Februar 2014 - ungefiltert

  • Venedig-Biennale 2015: Florian Ebner wird Kurator des Deutschen Pavillons

  • Die top 106 im Mai 2014

  • I´M ISA GENZKEN

  • DER BRANCUSI-EFFEKT

  • Boom She Boom

  • Künstler liste Ende Oktober 2014

  • Veronika Kellndorfer - Tropical Modernism

  • top



    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image


    Card image cap

    Lili Fischer »Alles beginnt mit Zeichnen…«

    19. 10. 2018 -10. 02. 2019 | Hamburger Kunsthalle

    Card image cap

    FLANSCH Thomas Bayrle

    19. 10. - 6. 12. 2018 | Marburger Kunstverein

    Card image cap

    Thomas Hirschhorn Never Give Up The Spot

    19. Oktober 2018 – 3. Februar 2019 | Museum Villa Stuck, München

    Card image cap

    Frauke Dannert

    18.10. - 9.12.2018 | Kunstmuseum Bonn

    Card image cap

    Peter Weibel erhält Lovis-Corinth-Preis

    Oktober 2018 | Kunstforum Ostdeutsche Galerie

    Card image cap

    Yvonne Roeb erhält den Kallmann-Preis

    Oktober 2018 | Kallmann-Museum Ismaning