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Die ars viva Preisträger*innen 2023: Paul Kolling | Shaun Motsi | Leyla Yenirce

Mai 22
Eingabedatum: 05.05.2022

Die ars viva Preisträger*innen 2023: Paul Kolling | Shaun Motsi | Leyla Yenirce

Leyla Yenirce: Paradise, 2019, Videoinstallationbilder


Die Preisträger*innen ars viva 2023 stehen fest:
Paul Kolling | Shaun Motsi | Leyla Yenirce

Berlin. Die ars viva-Preisträger*innen 2023 wurden soeben gekürt. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt die renommierte Auszeichnung in diesem Jahr an Paul Kolling (*1993), Shaun Motsi (*1989) und Leyla Yenirce (*1992). Mit der ars viva 2023 feiert der Kulturkreis das 70-jährige Jubiläum des Preises.

Seit 1953 vergibt der Kulturkreis jährlich den ars viva-Preis für Bildende Kunst an herausragende junge, in Deutschland lebende Künstler*innen. Seitdem wurden mehr als 350 Künstler*innen geehrt, darunter Georg Baselitz, Katharina Sieverding, Albert Oehlen, Rosemarie Trockel, Candida Höfer, Thomas Ruff, Wolfgang Tillmanns, Thomas Struth, Jeanne Faust, Omer Fast, Peter Piller und Mariana Castillo Deball.

Im Fokus der Jury stehen Arbeiten, die eine eigenständige Formensprache und ein Bewusstsein für gegenwärtige Fragestellungen in Bezug zur (Kultur-)Geschichte erkennen lassen. Der Preis ist in diesem Jahr mit Ausstellungen im Goethe-Institut Paris, Frankreich, und im Haus der Kunst in München sowie einer Künstler*innenresidenz auf Fogo Island, Kanada, verbunden. Die Künstler*innen erhalten ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Darüber hinaus gibt der Kulturkreis einen zweisprachigen Katalog heraus, der im Kerber Verlag erscheinen wird. Die Jury kürte die Preisträger*innen aus 43 vorgeschlagenen Künstler*innen unter 35 Jahren.

Die künstlerische Praxis von Paul Kolling zeichnet sich durch technologie- und recherchebasierte Projekte aus, in welchen er aktuellen Fragen zu Ökonomie, Ökologie sowie Infrastruktur nachgeht. Durch die Nutzung von komplexen technischen und digitalen Systemen schafft er Installationen, Skulpturen sowie hybride Arbeiten, welche sich zwischen dem analogen und dem digitalen Raum bewegen. Ziel der multimedialen Werke ist es, ein besseres Verständnis dieser oft abstrakten und komplexen Themenfelder zu schaffen sowie neue Perspektiven auf diese zu eröffnen.

Anhand von Malerei, Installation und Text untersucht Shaun Motsi unterschiedliche Aspekte kultureller Narrative sowie deren Zusammenhänge in einem globalen Kontext. Im Fokus steht die Frage, wie Wissen und Informationen über zeitliche und geografische Räume konstruiert, vererbt und angeeignet werden. Seine Werke referieren auf westliche Hoch- und Populärkultur sowie auf eigene Erfahrungen. Fragen nach Repräsentation von POC in der amerikanischen Kultur spielen in seiner künstlerischen Praxis ebenso eine Rolle wie das Verwischen der Grenze zwischen Identität und Ästhetik qua Repräsentation.

Die Videoarbeiten, Installationen und Performances von Leyla Yenirce setzen sich mit vielschichtigen Aspekten und Themen der kurdisch-yezidischen Kultur sowie ihrer eigenen Identität auseinander. Anhand von Found-Footage entstehen oft filmisch-inszenatorische Werke, welche Themen wie Feminismus, Krieg, Popkultur, Genozid, Begehren, Sehnsucht und Ironie verhandeln. Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeiten bildet Sound, den die Künstlerin in ihrem bildgewaltigen Werk gezielt einsetzt.

Der Jury unter Vorsitz von Ulrich Sauerwein gehörten neben Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft die Kooperationspartner Nicolas Ehler (Goethe-Institut Paris, Frankreich), Emma Enderby und Dr. Jana Baumann (Haus der Kunst, München), Nicolaus Schafhausen und Micaela Dixon (Fogo Island Arts, Kanada), Min-young Jeon und Maximilian Kraus (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft) sowie Maurin Dietrich (Kunstverein München) als Fachberaterin an.

Die ars viva-Ausstellungen der neuen Preisträger*innen werden mit ortsspezifischen Arbeiten am 16. September 2022 im Goethe-Institut Paris und im Frühjahr/Sommer 2023 im Haus der Kunst in München eröffnet.

Biografien der Künstler*innen:

Paul Kolling, 1993 in Kandel, DE, geboren, studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. Es folgte ein Masterstudium der Bildenden Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Seit 2020 hat Kolling eine Lehrstelle an der Universität der Künste Berlin und nimmt seit 2021 am Berlin program for artists teil. Er hatte bereits zahlreiche Ausstellungen, darunter Gruppenausstellungen im The Shed, New York, USA (2021), im Kunstverein in Hamburg, DE (2021), im Deutschen Pavillon, 17. Internationale Architekturbiennale, Venedig, IT (2021), und im Museum für angewandte Kunst, Wien, AT (2019), sowie Einzelausstellungen im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg, DE (2020), und im Shimao Maritime Silk Road Museum, Fujian, CHN (2020). Aktuell sind seine Arbeiten im Weltmuseum Wien, AT, sowie im Zuge der Beijing Art and Technology Biennale im CAFA Art Museum in Peking, CHN, zu sehen.

Shaun Motsi, 1989 in Harare, ZWE, geboren, studierte bis 2020 Freie Bildende Kunst an der Städelschule in Frankfurt am Main. Er gewann 2020 den Sammlung Pohl Absolventenpreis sowie den Colliers International Rundgang-Preis der Städelschule. Seine Arbeiten waren bereits in einigen Gruppenausstellungen zu sehen, u. a. bei Elvira, Frankfurt am Main, DE (2021), in der Shedhalle, Zürich, CH (2020), im Portikus, Frankfurt am Main, DE (2020), bei PS120, Berlin, DE (2019), bei TOR Art Space, Frankfurt am Main, DE (2018), sowie bei der IX Berlin Biennale, Berlin, DE (2016). Einzelausstellungen hatte er u. a. bei Page NYC, New York, USA (2019) sowie bei PSM, Berlin, DE (2017).

Leyla Yenirce, 1992 in Qubine, TR, geboren, schloss 2015 das Studium der Kultur der Metropole an der HafenCity Universität Hamburg ab. Im Anschluss studierte sie Bildende Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2020 erhielt Yenirce den Karl H. Ditze Preis, 2021 den Bundespreis für Kunststudierende, den Ausstellungs- und Katalogförderpreis 2021 der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie den Playground Art Prize. Überdies ist sie Stipendiatin des Begabtenförderungswerkes der Heinrich-Böll-Stiftung. Ausgewählte Gruppenausstellungen hatte sie in der Bundeskunsthalle, Bonn, DE (2021/2022), beim kurdischen Filmfestival, Berlin, DE (2020), im Kunstverein in Hamburg, DE (2020), sowie im Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg, DE (2019). Im Herbst 2022 zeigt das Kunsthaus Hamburg ihre Arbeiten in einer Einzelausstellung.
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Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
www.kulturkreis.eu

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