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Gibt es »lebendige« Maschinen und »intelligente« Pflanzen?

Dez 22 | Bauhaus-Universität Weimar
Eingabedatum: 13.12.2022

Gibt es »lebendige« Maschinen und »intelligente« Pflanzen?

Jenny Brockmann, »Archive of a Future Memory #2«, Foto: Jenny Brockmannbilder


Ab 1. Januar 2023 untersuchen Forschende der Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar innerhalb eines DFG-geförderten Forschungsprojekts gemeinsam mit Philosoph*innen und Künstler*innen den kritischen Zusammenhang von Animismus und Maschinismus.

Unser Alltag ist geprägt durch intelligente Technologien wie Sprachassistenten, selbstparkende Autos und weitgehend eigenständig agierende Haushaltsgeräte. Diese erzeugen den Eindruck, dass wir es immer häufiger mit animistischen, also beseelten, Apparaten zu tun haben. Wir kommunizieren und interagieren mit Siri, Alexa & Co. als wären sie lebendige, menschliche Assistent*innen. Parallel dazu zeigen neueste Erkenntnisse aus den Lebenswissenschaften, dass Intelligenz und Kommunikation nicht dem Menschen und einigen wenigen Tierarten vorbehalten bleiben. Kognitive Fähigkeiten von Pflanzen erfahren derzeit starke Aufmerksamkeit. So sind Bäume, wie wir heute wissen, durch ein von Pilzen hergestelltes »Wood Wide Web« miteinander verbunden, dank dessen sie Informationen und Nährstoffe austauschen können.

Ausgehend von diesen Beobachtungen widmen sich Forschende der Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen des Projekts »Animismus/Maschinismus. Konfigurationen der Kritik zwischen Wissenschaft, Kunst und Technik« der Frage nach der Beseeltheit von Natur und technischen Apparaten. Das im Fachbereich Medienwissenschaft angesiedelte Forschungsvorhaben wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre mit 546.000 Euro gefördert.

Das interdisziplinäre Projektteam setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Henning Schmidgen, Professur für Medientheorie und Wissenschaftsgeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar, dem Philosophen Dr. Mathias Schönher, der auch die Projektleitung übernimmt, sowie der bildenden Künstlerin Jenny Brockmann. Die DFG fördert dabei explizit den künstlerischen Teil dieses Projekts. Tatsächlich wird der übergreifend historisch, theoretisch und ästhetisch reflektierte Ansatz als hochgradig innovative Methode bewertet. Die experimentelle Ausrichtung durch künstlerische Mittel birgt das Potenzial für neue disziplinübergreifende Forschungszugänge und geht damit über eine bloße akademische Beschäftigung hinaus. So ist beispielsweise auch die Einbindung der Öffentlichkeit in den Forschungsprozess durch Ausstellungen, Tagungen und Konferenzen ein wichtiger Bestandteil des Projektdesigns.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht ein neu gefasstes Verständnis von »Animismus«, also der Wahrnehmung von »Belebtheit« oder »Beseeltheit«, sowie der Verortung dieses Begriffs in der medienwissenschaftlichen Forschung, bspw. wenn wir vom »Eigenleben« der Technik sprechen. Es wird danach gefragt, welche Konsequenzen aus der Annahme einer animistischen Weltsicht resultieren würden, in der die Unterscheidung von nichtmenschlicher Natur und menschlicher Kultur aufgehoben wäre. Das Forschungsprojekt führt somit die aktuelle Debatte um einen neuen Animismus auf einen ihrer wichtigsten Entstehungsherde zurück, nämlich auf die von Félix Guattari und Gilles Deleuze entwickelte Philosophie des Maschinismus.

www.uni-weimar.de

Presse





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