BURG 100: Professoren und Professorinnen der BURG stellen aus

100. Jubiläum der Burg Giebichenstein Kunsthochschule

nur noch bis 7. Juni 2015 | Volkspark Halle
Eingabedatum: 23.05.2015

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Anlässlich ihres 100. Jubiläums präsentiert die Burg Giebichenstein Kunsthochschule vom 16. April bis 7. Juni 2015 eine große Gesamtschau von Werken und Lehrergebnissen ihrer aktuellen Professoren und Professorinnen. Unter dem Titel

„Professoren und Professorinnen der BURG aus Kunst und Design... beobachten, bewegen, bilden, bürsten gegen den Strich…“

zeigt die BURG im Volkspark Halle eine breit gefächerte Ausstellung mit diskursiver Plattform, auf der ein umfangreiches Rahmenprogramm stattfinden wird.

Professoren und Professorinnen prägen eine Kunsthochschule maßgeblich, indem sie für die Gestaltung von Forschung und Ausbildung verantwortlich sind. Sie sind Lehrer, Künstler, Vorbilder, Gestalter, Freunde, Forscher, Mentoren, Kritiker, Denker, Betrachter. Dennoch werden sie nur vereinzelt mit ihren eigenen Werken sichtbar. Zum ersten Mal sind nun anlässlich des Jubiläums alle an der BURG lehrenden Professoren und Professorinnen in einer Gesamtschau vereint und zeigen relevante Arbeiten und Lehrergebnisse aus Kunst und Design, darunter Exponate von Malerei bis Spielhaus, von Skulptur bis Open-Space-Büromöbel, von Plakat bis Videoinstallation.

Veränderlicher Titel der Ausstellung

Der Titel der Ausstellung setzt sich aus Tätigkeitswörtern aller Beteiligten zusammen, die ihren eigenen künstlerischen, gestalterischen und wissenschaftlichen Arbeitsprozess beschreiben. Er vermittelt so einen ersten Eindruck der Vielfalt, die den Besucher erwartet. Die sich immer wieder verändernde Auswahl von Tätigkeitswörtern im Titel veranschaulicht die Dynamik der Ausstellung und des Programms. Schlaglichtartig wird die Wahrnehmung auf einen Ausschnitt des künstlerischen und gestalterischen Schaffens an der BURG gelenkt. Die vollständige Aufzählung lautet:

„Professoren und Professorinnen aus Kunst und Design…
antizipieren, antworten, bauen, beglücken, beobachten, bewegen, bilden, bürsten gegen den Strich, denken nach, entwerfen, erfinden, experimentieren sinnstiftend, explorieren, falten, forsche(l)n, fühlen, gestalten, graben, haben Spaß, interpretieren, kratzen, lernen lehrend, machen, mäandern, öffnen sich, sammeln, schneiden, sehen, sensibilisieren, sinnieren, stauchen, stehen still, stempeln, strukturieren, träumen, transformieren, tun etwas, übersetzen, vernetzen, visualisieren, verbinden Kopf-Hand, wachsen, wandeln um, zeichnen.“

Die ausstellenden Professoren und Professorinnen sind Dr. Nike Bätzner, Georg Barber, Anna Berkenbusch, Aart van Bezooijen, Dr. Sara Burkhardt, Guido Englich, Bettina Erzgräber, Stella Geppert, Bettina Göttke-Krogmann, Dr. Matthias Götz, Sabine Golde, Kathrin Grahl, Thomas Greis, Bernd Hanisch, Dieter Hofmann, Hubert Kittel, Ulrich Klieber, Dr. Dieter Rudolf Knoell, Peter Kolbe, Annette Krisper-Beslic, Daniel Kruger, Frithjof Meinel, Klaus Michel, Una Moehrke, Axel Müller-Schöll, Martin Neubert, Dr. Matthias Noell, Ute Pleuger, Bruno Raetsch, Ulrich Reimkasten, Thomas Rug, Rainer Schade, Rudolf Schäfer, Joachim Schielicke, Karin Schmidt-Ruhland, Dr. Rainer Schönhammer, Anette Scholz, Michaela Schweiger, Johann Stief, Andrea Tinnes, Christine Triebsch, Sven Völker, Vincenz Warnke, Rolf Wicker und Andrea Zaumseil.




„Burg 100“, 2015. Fotos Rudolf Schäfer

Rahmenprogramm

Bestandteil der Ausstellung ist ein umfangreiches Rahmenprogramm sowie verschiedene Plattformen, auf denen ausgehend von der Geschichte der BURG die Aufgaben einer Kunsthochschule im 21. Jahrhundert zur Diskussion gestellt werden. Jeweils dienstags und mittwochs stellen Professoren und Professorinnen weitere Aspekte ihres Schaffens vor und beim „Material Slam“ wird auf ungewöhnliche Weise kreative Zusammenarbeit erprobt.

· Dienstag 21.4.2015, 18.30 Uhr: „Jour Fixe – Thiersch in Halle“. Vortrag von Prof. Johann Stief zum Wirken von Paul Thiersch und Podiumsgespräch von Prof. Dieter Hofmann, Rektor, mit Georg Thiersch, dem Urenkel von Paul Thiersch.

· Mittwoch 22.4.2015, 18 Uhr: „Gespräch Episode 2 – SIBYLLE“. Prof. Ute Mahler und Prof. Thomas Greis im Gespräch über ihre gemeinsame Arbeit, über Mode und Modefotografie. Moderiert von Dr. Jule Reuter.

· Samstag 25.4.2015, 18—1 Uhr: „Museumsnacht Halle – Leipzig“, jeweils um 19 Uhr, 21 Uhr, 23 Uhr Führungen durch die Ausstellung.
21.30–23 Uhr: „Gaststerne – eine Nacht der kurzen Filme von temporär Lehrenden des Fachgebiets Zeitbasierte Künste“. Ausgewählt und eingeladen von Prof. Michaela Schweiger.
Mit Arbeiten von Ulf Aminde, Daniel Burkhardt, Ulu Braun, Matthias Müller/Christoph Girardet, Marcel Odenbach – vorgeschlagen von Daniela Kinateder (Montage), Sylvia Schedelbauer, Katarina Zdjelar – vorgeschlagen von Katrin Mundt (Gastkritik).

· Mittwoch 29.4.2015, 18—20 Uhr: „Material Slam 1 – Ein Wettstreit zwischen den kreativsten Teams der Burg“. Prof. Aart van Bezooijen lädt ein. Das Publikum stimmt ab!

· Dienstag 5.5.2015, 18 Uhr: „Jour Fixe: Kunst — Design — Bildung“. Prof. Dr. Sara Burkhardt moderiert Gespräche mit Lehrenden, Studierenden und dem Publikum über Lernen und Lehren an einer Kunsthochschule.

· Mittwoch 6.5.2015, 18 Uhr: „Lesung – Prof. Ulrich Klieber“. Prof. Ulrich Klieber liest aus seinem neu erschienenen Buch „On the road again. Geschichten zur Kunst“ (2014).

· Freitag 8.5.2015, 16 Uhr, zum Kaffee: „BURG fragt – BURG antwortet, Gespräche mit Ehemaligen“. Moderiert von Prof. Dr. Nike Bätzner und Prof. Dr. Sara Burkhardt.

· Mittwoch 13.5.2015, 18—20 Uhr: „Material Slam 2 – Ein Wettstreit zwischen den kreativsten Teams der Burg“. Prof. Aart van Bezooijen lädt ein – das Publikum stimmt ab!

· Mittwoch 20.5.2015, 18 Uhr: „Lesung – Prof. Ulrich Reimkasten“. Prof. Ulrich Reimkasten liest aus dem Buch „,Samstags bei Renau‘“, das sich dem Wirken des spanischen Künstlers und Lehrers Josep Renau in der DDR widmet.

· Donnerstag 21.5.2015, 19—24 Uhr: Konzert für zeitgenössische Musik „Farben der Moderne“, Staatskapelle Halle. In Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Werke von Arnold Schönberg, Krzysztof Penderecki, Erkki-Sven Tüür, Howard J. Buss, Paul Patterson, Walter Piston und Witold Lutosławski.

· Dienstag 2.6.2015, 18 Uhr: „Jour fixe – Gegenseitige Verflechtungen. Die Burg von A bis Z“. Prof. Dr. Matthias Noell präsentiert die Publikation „Die Burg Giebichenstein in Halle, alphabetisch geordnet. Eine Hochschulenzyklopädie“.

· Mittwoch 3.6.2015, 18—20 Uhr: „Material Slam 3 – Ein Wettstreit zwischen den kreativsten Teams der Burg“. Prof. Aart van Bezooijen lädt ein – das Publikum stimmt ab!

· Freitag/Samstag 5.6.2015 und 6.6.2015: Symposium „Wundersame Erkenntnismodelle“. In Zusammenhang mit der Ausstellung Assoziationsraum Wunderkammer (Franckesche Stiftungen). Moderiert von Prof. Dr. Nike Bätzner und Prof. Dr. Sara Burkhardt.

· Sonntag 7.6.2015: Finissage



Ausstellungsführungen

· Jeden Donnerstag um 16 Uhr mit Dr. Jule Reuter, Kuratorin, Burg Galerie im Volkspark
· Jeden Sonntag 14 Uhr mit Studierenden der BURG
· Während der Festwoche vom 26.–29. Mai 2015 täglich um 16 Uhr.
· Gruppenführungen bitte anmelden unter presse@burg-halle, Tel. 0345-7751 524


Die Ausstellung wurde am 15. April 2015 um 18 Uhr eröffnet. Der Ausstellungskatalog erscheint im Sommer 2015.

Das aktuelle Jubiläumsprogramm finden Sie als Download unter: burg-halle.de.
Mehr Informationen zum Jubiläumsprogramm erhalten Sie auf der Jubiläumswebseite unter: 100.burg-halle.de.

Professoren und Professorinnen aus Kunst und Design… denken nach, entwerfen, erfinden, experimentieren sinnstiftend…

Ausstellung und diskursive Plattform
16.4. – 7.6.2015

Volkspark Halle
Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
100.burg-halle.de
burg-halle.de

Öffnungszeiten:
Mo – So: 14 – 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

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Jonathan Meese - Deichtorhallen, Hamburg (30.04.- 03.09.06)


Jonathan Meese (geb. 1971) gehört zur Elite der jüngeren deutschen Künstler, die derzeit international höchste Anerkennung findet. Er wuchs in der Nähe von Hamburg auf, wo er bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste studierte. Nach Auftritten in Tokio und der Turbine Hall der Londoner Tate Modern im Februar diesen Jahres präsentiert er nun die erste große Ausstellung in seiner Heimatstadt.

Mit insgesamt 150 Gemälden, Skulpturen, fotografischen und installativen Arbeiten ist die Schau in den Deichtorhallen gleichzeitig die erste umfassende Werkübersicht von Jonathan Meese in Deutschland.

Dieser Premiere schließen sich zwei weitere an. Erstmals seit 14 Jahren werden in Europas größter zusammenhängenden Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst sämtliche Stellwände der 18 Meter hohen Halle beiseite geräumt, um einen direkten Dialog zwischen Meeses Werk und der Architektur auf rund 2500 Quadratmeter zu ermöglichen. Das Zentrum der Ausstellung bildet die acht Meter hohe, 20 Meter breite und 40 Meter lange "Black Box", in der Meese sein für Frank Castorfs "Kokain"-Inszenierung an der Berliner Volksbühne entworfenes Bühnenbild samt Drehbühne sowie eine Tribüne installiert. Rund um die zentrale Theaterspielstätte wird ein riesiges Gemälde entstehen.

Inszenierung und Performance
Am 27. und 28. April führen Regisseur Castorf und das Ensemble der Volksbühne exklusiv in Hamburg die Aufsehen erregende Inszenierung des immer wieder auf dem Index gelandeten Skandalromans der Zwanziger Jahre „Kokain“ auf. Produziert wird das voll funktionstüchtige Theater von Contemporary Fine Arts, Berlin. Ausstellung und Theater werden in der Meese-Schau der Deichtorhallen Hamburg wie selten zuvor miteinander verzahnt. Am 24. Mai wird Jonathan Meese selbst auf der Drehbühne mit seiner Performance "DER GEOMETRISCHE GOTT (die hermetische, ZEUSHAFTE NEUTRALITÄT der Tyrannis)" zu sehen sein.

Die Verbindung von "großem" Theater und Ausstellung ist auch für den multi-medial arbeitenden Ausnahmekünstler ein neues Terrain, für seine außergewöhnlichen Performances hingegen ist Meese weitläufig bekannt. In stets überbordender Kulisse aus Bildern, Texten, (Ab-)Zeichen, Objekten und eigenen Wortschöpfungen, die von allen erdenklichen Macht-Menschen, Mythen und Geistesgrößen der Historie, Stars und Sternchen der Popkultur oder seinen Helden aus Fiction und Filmen handeln, kreiert Meese fernab der Norm sein eigenes Universum. Es wird bevölkert von Caligula, Stalin, Marquise de Sade, Richard Wagner, Balthus, Zardoz oder Dr. No, um nur einige Personen und Figuren zu nennen, denen Meese neue Bedeutungszusammenhänge zuweist, wobei er absichtlich die Konventionen überschreitet und eigenen Gesetzen folgt.

"Ich erkämpfe mir Freiräume, in denen niemand mehr ist. Da ist keiner mehr unterwegs", sagte Meese einst über seine Arbeit, die nur schwierig definierten Stilrichtungen zuzuordnen ist. Dennoch begab er sich schon mehrmals in die produktive Auseinandersetzung mit verschiedenen Künstlerkollegen. Den dabei entstandenen ‚Werken in Zusammenarbeit’ - mit Jörg Immendorff, Albert Oehlen, Daniel Richter und Daniel Richter und Tal R sind in der Ausstellung eigene Räume gewidmet. Einer davon ist die Installation "MOR" (MUTTER), eine rosa Burg, die Meese mit TAL R für deren Gemeinschaftsausstellung im Kopenhagen Statens Museum konzipierte.

Neben der Burg und der "Black Box" werden noch zwei weitere große, freistehende und begehbare Skulpturen die große Deichtorhalle einnehmen. Der fünf Meter hohe "Maldororturm", dem Meese im Jahr 2000 seine endgültige Form gab und dem Abteimuseum Mönchengladbach schenkte, beinhaltet Fotocollagen, Schriften, Videos und Skulpturen, in denen Meese sich mit dem Wesen der Staatstyrannei beschäftigt. Außerdem der drehbare "Parzifalkopf", eigentlich der Schädel Richard Wagners, in dem Meese letztes Frühjahr an der Berliner Staatsoper die Performance: "JONATHAN MEESE IST MUTTER PARZIVAL" darbot. (Presse Deichtorhallen)

Abbildung: Blick in die Ausstellung "MOR", Kolaboration von Jonathan Meese und Tal R, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, 2005 (kommt auch in die Deichtorhallen). Photo: Jochen Littkemann

Öffnungszeiten: Di-So 11-18Uhr

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstr. 1-2
D-20095 Hamburg
Tel. +49 (0) 40-32103-250

deichtorhallen.de

Das große Rasenstück - Zeitgenössische Kunst im Öffentlichen Raum 6.5.06 - 9.7.2006


Eine Ausstellung der Stadt Nürnberg und des Deutschen Fußball-Bundes

Die Ausstellung „Das Große Rasenstück – Zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum“ ist das zentrale Kultur-Projekt der WM-Stadt Nürnberg. Zur FußballWeltmeisterschaft 2006 wird dieses „Kunst im öffentlichen Raum“-Projekt von den Kuratoren Raimar Stange (Berlin) und Florian Waldvogel (Frankfurt a.M.) realisiert.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Themen „Nürnberg“, „Sport“ und (selbstverständlich vor allem) „Fußball“. Hierfür wurden (internationale) Künstler und Künstlerinnen eingeladen, die nicht nur durch ihre spannenden ästhetischen Ansätze auch weltweit längst für Furore sorgen, sondern sich schon weit im Vorfeld der Ausstellung mit diesen Inhalten auseinandergesetzt haben. Die beteiligten internationalen Künstlerinnen und Künstler sind in alphabetischer Reihenfolge:
Alexandra Bircken, Köln, D
Neville Gabie, Gloucestershire, UK
Olaf Metzel, München, D
Jonathan Monk, Berlin, UK
Olaf Nicolai, Berlin, D
Dan Perjovschi, Bukarest, RO
Elizabeth Peyton, New York, USA
Uri Tzaig, Tel Aviv, IL
Rirkrit Tiravanija, New York, USA
Silke Wagner, Frankfurt a.M., D

Auf einer Achse zwischen Hauptbahnhof und Burg, der touristischen „Laufmeile“ Nürnbergs also, reihen sich vom 6. Mai bis 9. Juli 2006 zehn Arbeiten, die avancierte Positionen zeitgenössischer Kunst vorstellen. Damit ermöglicht die Fußball-Weltmeisterschaft, dank einer großzügigen Förderung durch denDeutschen Fußball-Bund, das Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ so augenfällig wie intelligent zu platzieren.

Die Fragen nach der geschichtlichen und architektonischen Situation Nürnbergs sind ein Teil des Konzeptes. Zentral jedoch ist die Frage nach der Qualität von Kunst im öffentlichen Raum am Anfang des neuen Jahrtausends. Was kann Kunst im öffentlichen Raum noch leisten, wie politisch darf und muss sie sein, wie ästhetisch avanciert, oder, auf der anderen Seite: Wie populistisch, unterhaltend, ja dekorativ gibt sie sich zwangsläufig? Und: Was überhaupt noch ist öffentlicher Raum heute? All dies wird auf der Folie des Themas Fußball abgehandelt, der dabei mehr ist als bloßer MOTIVator, spielt er sich doch selbst prominent im öffentlichen Raum ab.
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