Anzeige
Responsive image

Walid Raad


Eingabedatum: 17.05.2011

bilder

Scratching on Things I Could Disavow. A History of Art in the Arab World
(An Dingen rührend, die ich verleugnen könnte: Eine Geschichte der Kunst in der arabischen Welt) ist das jüngste Projekt des in New York lebenden libanesischen Künstlers Walid Raad. Die Präsentationen in englischer und deutscher Sprache finden in der Ausstellung statt, die vom 26. Mai bis 15. Juni 2011 im Ausstellungsraum von Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in der Himmelpfortgasse, Wien zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum gezeigt wird. Es ist dies die zweite Koproduktion mit den Wiener Festwochen, die das gemeinsame Interesse in performative Crossover-Produktionen widerspiegelt.

In Scratching on Things I Could Disavow leitet Walid Raad den Besucher von einer Analyse des internationalen Artist Pension Trusts und seinen Verstrickungen in einem virtuellen Netzwerk von neoliberalen Akteuren über die feststellbaren materiellen Umformung von Museumsinfrastruktur und Ausstellungsräumen in der arabischen Welt, schließlich zu unerklärlichen physischen Phänomene wie das Verflachen von Raum, die Miniaturisierung von Kunstwerken, sowie die Verfügbarkeit von Farben, Linien und Formen für die zeitgenössische arabische Kunstproduktion.

Walid Raads umfassendes Projekt thematisiert rasante Entwicklung einer neuen physischen Infrastruktur für bildende Kunst in Städten wie Abu Dhabi, Beirut, Kairo, Doha, Istanbul und Sharjah. In einem Kontext, in dem Kulturtourismus ein Instrument ökonomischen Wachstums und Macht geworden ist, stützt sich Raads Projekt auf die ideologischen, wirtschaftlichen und politischen Dimensionen dieses Phänomens, um damit die Frage zu stellen, ob und wie Kultur und Tradition in der arabischen Welt durch die verschiedenen Kriege in der Region affiziert wurden – sowohl materiell als auch immateriell. Jenes Konzept „des Rückzugs von Tradition nach einer unvergleichlichen Katastrophe” (the withdrawal of tradition past a surpassing disaster) von Jalal Toufic bildet dabei den theoretischen Rahmen von Raads Arbeiten.

Scratching on Things I Could Disavow führt die recherchebasierte Methodologie von Walid Raads Projekt The Atlas Group (1989–2004) fort, jenes visuellen und performativen Archivprojekts, das die sozialen, politischen und psychologischen und ästhetischen Konditionen der libanesischen Bürgerkriege (1975–1990/91) erforschte. In der Erweiterung des historischen und theoretischen Überbaus von The Atlas Group, stellt dieses neue Projekt einen Wendepunkt in Raads künstlerischer Praxis dar.

Konzeption und Produktion Walid Raad
Mitarbeit Konzeptentwicklung, Produktionsassistenz Carlos Chahine, Raphael Fleuriet, Ryan Garrett, Kristine Khouri, Mores Mc Wreath, Celesta Rottiers, Lucien Samaha, Herman Sorgeloos, Situ Studio, Rémi Vidal
Ausführender Produzent Klein verzet vzw
Koproduktion Wiener Festwochen, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Festival d’Automne à Paris, Kunstenfestivaldesarts, Brüssel, Les Halles, Brüssel, HAU /Hebbel am Ufer, Berlin, Le CENTQUATRE, Paris

Öffnungszeiten: Mo bis Fr (werktags), 12 bis 19 Uhr
Sa, So, Feiertag, 12 bis 18 Uhr


Präsentation
Premiere: Donnerstag, 26. Mai 2011, 19.30 Uhr
Folgetermine:
27., 30., 31. Mai 2011 sowie 1., 3., 6., 7., 8., 9., 10., 14., 15. Juni 2011 um 19 Uhr
28., 29. Mai 2011 sowie 2., 4., 5., 11., 12., 13. Juni 2011 um 18 Uhr und um 21 Uhr

Abbildung: Walid Raad
Scratching on Things I Could Disavow, 2010
© Walid Raad
Courtesy: Galerie Sfeir-Semler (Beirut/Hamburg)

Thyssen-Bornemisza Art Contemporary
Himmelpfortgasse 13, 1010 Wien
tba21.org

Medienmitteilung



Walid Raad:


- Aichi Trienniale 2013

- Anthony Reynolds Gallery

- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- Bienal de São Paulo, 2014

- Das imaginäre Museum, 2016

- Die Zukunft der Tradition - Haus der Kunst, München

- documenta 11, 2002

- documenta 13, 2012

- Eine Geschichte Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou, 2016

- Fifth edition of Beaufort 2015

- Frieze LA 2019

- Frieze London 2013

- Frieze London 2016

- Galleries ART DUBAI CONTEMPORARY 2015

- Gangwon International Biennale 2018

- Istanbul Biennial 2015

- Kochi-Muziris Biennale 2018

- MACBA COLLECTION

- Marrakech Biennale MB5, 2014

- Medienturm Kunstverein Graz

- Museo Reina Sofía, Collection

- Sfeir-Semler - Galerie

- SHARJAH BIENNIAL 10, 2011

- SHARJAH BIENNIAL 9, 2009

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

- Whitney Biennale 2000


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image


Anzeige
Responsive image

Chatbot

Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


Card image cap

Oskar Manigk. HIER + DA Underground, Revolte + Post-Wende

21. 09. - 10. 11. 2019 | Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin

Card image cap

B3 / THE ARTS+ 2019: Zwischen Sehnsuchtsorten und Scheinwelten

15. bis 20. Oktober 2019 | B3 Biennale des bewegten Bildes

Card image cap

Moderne. Ikonografie. Fotografie. Das Bauhaus und die Folgen 1919-2019

22.9.2019 - 9.2.2020 | Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg

Card image cap

Praemium Imperiale

September 2019