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Uni Kassel be­tei­ligt sich an Aus­stel­lung Suizid. Let´s talk about it!

10.9.21-27.2.22 | Museum für Sepulkralkultur, Kassel
Eingabedatum: 01.09.2021

Uni Kassel be­tei­ligt sich an Aus­stel­lung Suizid. Let´s talk about it!

Donna J. Wan (USA) Golden Gate Bridge #6 (2013) C-Print © Donna J. Wanbilder


Eine deutschlandweit einmalige Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur Kassel widmet sich einem schwierigen und herausfordernden Thema: dem Suizid und dem Umgang damit. Eröffnung ist am 10. September, dem Welttag der Suizidprävention. Wissenschaftlicher Leiter ist der Suizidologe Prof. Dr. Reinhard Lindner von der Universität Kassel.

Der Suizid ist ein verschwiegenes Leiden in unserer Gesellschaft. Etwa 10.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland durch eigene Hand, die meisten in schweren psychischen, sozialen und körperlichen Notlagen. Das Schweigen, das ihr Sterben begleitet, wirkt tödlich. Deshalb ist das öffentliche Gespräch über den Suizid, seine Ursachen und seine Folgen ein gesellschaftliches Anliegen.

Dem widmet sich eine Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur in Kassel, das sich seit 1992 mit den Themenfeldern Sterben, Tod, Trauer und Gedenken befasst. In Kooperation mit der Universität Kassel sowie weiteren nationalen und internationalen Partnern aus den Bereichen Kunst, Kultur und Wissenschaft ist die Ausstellung „Suizid – Let’s talk about it!“ entstanden.

Zu sehen sind zeitgenössische künstlerische sowie kultur- und sozialgeschichtliche Exponate; über Stimmen Betroffener, epidemiologische Daten und inhaltsbezogene Forschung auf dem Gebiet der Human- und Geisteswissenschaften sucht das Museum mit diesem Projekt einen Weg, eine neue Sprache für die Annäherung an Suizid und Suizidalität und die daran knüpfenden Erfahrungshorizonte von Schmerz, Trauer und Schweigen, aber auch Humor zu finden.

Neben Prof. Dr. Lindner sind Dr. Dirk Pörschmann, Direktor des Museums für Sepulkralkultur, und Kuratorin Tatjana Ahle weitere Leiter. Lindner, der auch Leiter des Nationalen Suizidpräventionsprogramms (NaSPro) ist, hat gemeinsam mit Studierenden der Universität Kassel Impulse für das Konzept der Ausstellung gegeben. Die Studierenden bieten auch begleitende Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten an.

Für die Dauer der Ausstellung wurde ein umfangreiches Begleitprogramm konzipiert. Das Museum wird dadurch für ein halbes Jahr zur Bühne für Kulturschaffende und zum Zentrum der Auseinandersetzung mit philosophischen, juristischen, interkulturellen und -religiösen und humanwissenschaftlichen Fragen zum Suizid.
...

Ausstellung: 10. September 2021 bis 27. Februar 2022
Eröffnung der Ausstellung: 10. September 2021, 18.30 Uhr
Internationales Symposium „Arts meet Science” am 28. Januar 2022

Museum für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25-27
D-34117 Kassel
www.sepulkralmuseum.de

Universität Kassel
Institut für Sozialwesen
Fachgebiet Theorie, Empirie und Methoden der Sozialen Therapie
www.uni-kassel.de



Presse





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