Gärten


Eingabedatum: 30.11.2006

bilder


Von Dürer über Monet bis Thomas Struth - ein bezaubernder Überblick über 500 Jahre Gartenmalerei anhand von mehr als 200 Werken. Mit Essays zu so reizvollen Themen wie Gärtnern als künstlerischem Lebensentwurf oder dem botanischen Blick der Maler.
Gärten sind Rückzugszonen, ideale und geschützte Orte, manchmal umfriedet, beengt und künstlich, bisweilen naturnah und wild. Der private Blick der Künstler auf einen, seinen Garten zeigt diesen als besonderen Ort, als Locus amoenus, oder aber er porträtiert eine Einzelpflanze daraus in all ihrer Schönheit, mit botanischer Genauigkeit. Das Spektrum reicht dabei vom mittelalterlichen Paradiesgärtlein oder wissenschaftlich detailgetreuen Zeichnungen aus dem Umfeld Albrecht Dürers über höfisch-galante Spiele im Schlosspark von Peter Paul Rubens oder Vincent van Goghs knorrigen Bäumen im Sanatoriumshof bis zu einer Videoinstallation von Fischli/Weiss – stets sind dabei Gartenbilder auch Seelenlandschaften. Einen beeindruckend umfangreichen Reigen an Blütenträumen versammelt der opulent bebilderte Band auf rund 400 Seiten.(Englische Ausgabe ISBN 3-7757-1871-0)
Die vorgestellten Künstler (Auswahl):
Max Beckmann, Joseph Beuys, Arnold Böcklin, Pierre Bonnard, Lovis Corinth, Camille Corot, Jacques-Louis David, Eugène Delacroix, Max Ernst, Fischli/Weiss, Jean-Honoré Fragonard, Lucian Freud, Caspar David Friedrich, Johann Wolfgang von Goethe, Vincent van Gogh, Paul Klee, Max Liebermann, August Macke, Edouard Manet, Henri Matisse, Claude Monet, Berthe Morisot, Edvard Munch, Emil Nolde, Camille Pissarro, Peter Paul Rubens , Pierre-Auguste Renoir, Thomas Struth, Antoine Watteau
Ausstellungen: Städel Museum, Frankfurt/Main 24.11.2006–11.3.2007 · Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München 5.4.–8.7.2007
Gärten
Ordnung Inspiration Glück
Hrsg. Sabine Schulze, Text von Andreas Beyer, Werner Busch, Cornelia Homburg, John House, H. Walter Lack, Beate Söntgen u.a.
Deutsch
2006. 392 Seiten, 262 Abb., davon 237 farbig
23,60 x 30,00 cm
gebunden mit Schutzumschlag
lieferbar
ISBN 3-7757-1870-2

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Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar (22.12.2001)


Schon früher hat die Berliner Fotografin Wiebke Loeper (geb. 1972) sich in ihren Arbeiten mit ihrer unmittelbaren Vergangenheit auseinandergesetzt. Orte der Kindheit und Jugendzeit in Ostberlin hat sie mit der Kamera besucht, sie mit alten Fotografien ihrer Eltern und ihren Erinnerungen verglichen. In "Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar" geht sie noch einen Schritt weiter in die Zeit zurück. Der Ausgangspunkt ist dieses Mal das Schicksal des Großvaters, des Fleischers Willi aus Pommern und dessen Bekannten, der ebenfalls Willy heißt und den gleichen Beruf erlernte. Während Großvater Willi nach Mecklenburg zog, wanderte der andere Willy jedoch nach Amerika aus und ließ sich in Bloomer, Wisconsin nieder. Loeper hat in ihren Arbeiten das Lebensumfeld der beiden Fleischer festgehalten: Wohnzimmer, Arbeitsplatz, Garten, Erinnerungsecken. In der Ausstellung sind die beiden Blöcke klar voneinander getrennt und mit Texten von Loeper kombiniert. Die Frage nach der eigenen Biografie, die sich die Fotografin gestellt zu haben scheint, beantwortet sich vielleicht aus den Bildern: Zwar gibt es Unterschiede, gerade in der Farbigkeit, aber bei näherem Hinsehen entdeckt man an beiden Orten den gleichen rosa Badezimmervorhang, die gleiche Wohnzimmerstehlampe und ähnliche Fotoecken.
Loeper setzt die Fotografie zuerst in ihrer ursprünglichen Funktion des Konservierens und Dokumentierens ein; wie sie selbst sagt, möchte sie das Wissen, die Geschichten und das Leben ihres Großvaters bewahren und weitergeben. Darüber hinaus sind ihre Arbeiten jedoch über das individuelle Schicksal hinaus die Suche nach der Identität einer ganzen Generation, die mit dem Untergang der DDR ihre Vergangenheit scheinbar verloren hat. Eine Suche, die vielleicht zu Umwegen führt, berechtigtermaßen vollkommen subjektiv ist und letztendlich dem Betrachter zeigt, daß Loeper genauso viele Geschichten wie ihr Großvater zu erzählen hat und ihre Biografie neu schreibt.

Loepers Projekt in einem Buch festzuhalten ist ein Glücksfall; ihre Vorliebe für das Bewahren von Vergangenem und das Arbeiten mit unterschiedlichen Medien findet so eine ideale Form. Hier sind die Fotografien aus den USA und der DDR ohne Kommentar nebeneinandergestellt, in einem Textheft sind u. a. Erzählungen des Großvaters festgehalten. Auf einer beiliegenden CD-ROM hat die Fotografin Prozesse aus dem Arbeitsablaufs der amerikanischen Fleischer dokumentiert, die in der nächsten Generation nicht mehr fortgesetzt werden.

Zum Abschluss wird Wiebke Loeper am 19. Januar um 18 Uhr eine kleine Werkschau präsentieren und eine Einführung in ihre Arbeitsweise geben.

Das Buch "Wiebke Loeper. Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar. Eine Sammlung von Bildern aus Pommern, Mecklenburg und Wisconsin" ist bei der editition j. j. heckenhauer, Berlin 2001 erschienen. 28 farbige und 17 Duotone Abb. Mit deutsch-englischen Textauszügen von Richard Sennett sowie einer CD-ROM mit Videosequenzen. ISBN: 3-9806079-2-5, DM 68,-
Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar 2002 (vom 22.12. - 6.1. geschl.) Mi - Fr 15 - 19, Sa 14 - 18 Uhr zu besichtigen bei Photography now, Invalidenstr. 115. 10115 Berlin, Tel.: 030-27 59 62 10.

Christine Roth für art-in-berlin.

Lehmbruck Museum (06 / 02)


Der internationale Ruf des Lehmbruck Museums gründet sich im wesentlichen auf drei Faktoren: Der von Manfred Lehmbruck errichteten und von ihm und Klaus Hänsch erweiterten Museumsarchitektur, der Sammlung zur internationalen Plastik und Objektkunst des 20.Jhs, sowie das Zusammenwirken von Architektur und Kunst im Lehmbruck-Trakt.

Geschichte
Den Grundstein für die Sammlung legten weder fürstliche noch kirchliche Institutionen, es waren einzelne Bürger, die 1902 den Museumsverein gründeten, der mit seiner Ankaufs- und Ausstellungspolitik durchaus museale Funktion erfüllte. Wichtige Impulse bekam die Sammlung durch Dr. August Hoff, der u.a. auch den Nachlass Wilhelm Lehmbrucks ins Haus holte, allerdings unter fadenscheinigen Gründen 1933 entlassen wurde. Im Zuge dieser Zeit und ihrer Ereignisse – Entartete Kunst – musste auch das Werk Lehmbrucks aus dem Museum weichen und die Leihgaben der Familie Lehmbruck zurückgegeben werden. Museumsleiter Dr. Ernst D’ham und Dr. Gerhard Händler bauten die Sammlung in den Nachkriegsjahren wieder auf und führten es innerhalb kürzester Zeit zu internationalem Ruhm. Dabei konzentrierten sie sich auf zwei Schwerpunkte: den Aufbau einer internationalen Skulpturensammlung und einer Sammlung deutscher Malerei, die mit Lehmbruck und seinen Zeitgenossen einsetzt und bis in die 70er Jahre reicht – da die Ankaufsmittel reduziert wurden, reichte der Etat nur für einzelne Käufe.

Architektur
1964 eröffnete der Museumsneubau, der vom Manfred Lehmbruck unter dem Namen Wilhelm Lehmbruck Museum im Kant-Park errichtet wurde. Dem künstlerischen Vermächtnis Lehmbrucks hat sein Sohn ein eigenes Gebäude errichtet und dafür eine den Kunstwerken korrespondierende Architektur entworfen, die sich in zwei Gebäudeteile gliedert. Auf der einen Seite die auf die Sammlung zugeschnittene Beton-Glas-Architektur mit dem schwebenden Dach und dem zentralen Lichthof ; auf der anderen Seite die Stahl-Glas-Architektur der Großen Halle, mit ihrem flexiblen Stellwandsystem, die wegen der fast kompletten Rundumverglasung natürliches Licht erhält – im Gegensatz zu den Museumsbauten der 90er, die auf indirektes Licht setzen. Kaum fertiggestellt geriet das Gebäude aufgrund seiner antipodischen Lösung im Rahmen der Suche nach der idealen Museumsarchitektur in die internationale Diskussion. Mitte der 80er wurde der Bau dann nach den Plänen von Manfred Lehmbruck und Klaus Hänsch durch einen Erweiterungsbau räumlich verdoppelt. Erstmals kann die Sammlung moderner Skulptur adäquat präsentiert werden.

Die Sammlungen
Die Sammlung kennzeichnet das Lebenswerk von Wilhelm Lehmbruck, der in Duisburg geboren wurde. Auf verschiedenen räumlichen Ebenen lässt sich der künstlerische Werdegang direkt nachvollziehen. Dieser beginnt auf der oberen Galerie mit den Frühwerken der Düsseldorfer Akademiezeit und führt zu den Meisterwerken der Pariser Epoche mit der 1910 geformten Stehenden weiblichen Figur, die den Weltruhm des Künstlers begründete. Der Weg führt die Treppe hinunter zu den expressiven Hauptwerken, wie etwa dem Emporsteigenden Jüngling. Aber auch Werke internationaler Bildhauer sind dort ausgestellt. Der Rundgang durch die Vielfalt der modernen Plastik beginnt in den Kabinetten unterhalb der Haupthalle mit Barlach und Kollwitz. Der Weg führt weiter die Treppe hinauf in die Fenstergalerie, wo Arbeiten des Kubismus und Konstruktivismus das Ambiente beherrschen. Archipenko, Villon, Lipchitz, und viele andere prägten dieser Kunstrichtung, in deren Zentrum Brancusi steht.

Die graphische Sammlung des Museums konzentriert sich im wesentlichen auf die Zeichnung und Druckgraphik, seit einigen Jahren auch auf die Photographie von Bildhauern des 20. Jhs, die in der Skulpturensammlung vertreten sind.

Weitere Aktivitäten
Seit 1990 beteiligte sich das Museum im Rahmen der Industriekultur (Aufstellung von Großskulpturen aus Eigenbesitz im Stadtraum, an der Brunnenmeile Königstraße, U-Bahn-Kunst, der Rheinorange von Lutz Fritsch an der Rhein-Ruhr-Mündung und dem Garten von Dani Karavan am Innenhafen – einem Kunstprojekt im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Adresse: Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum
Zentrum Internationaler Skulptur
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg


Tel.: 0203-283 2630
Fax: 0203-283 3892
Internet: lehmbruckmuseum.de
e-mail: info@lehmbruckmuseum.de

  • Hello from Bloomer. Viele Grüße aus Wismar (22.12.2001)

  • Die surrealistische Revolution

  • "Der Berg" - Heidelberger Kunstverein

  • Ketterer Kunst - Dezember-Auktion 2002

  • Edouard Manet - Stuttgart Staatsgalerie (-9.2.03)

  • Das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück Museum des Monats Jan. 03

  • Niki de Saint Phalle - La Grotte

  • Teresa Hubbard/Alexander Birchler im Museum für Gegenwartskunst, Basel (31.1.-18.4.04)

  • Monets Garten - Kunsthaus Zürich (29.10.04-27.2.05)

  • Henry Moore - Staatliches Museum Schwerin (2.10.2004 - 21.11.2004)

  • Im Garten von Max Liebermann - Alte Nationalgalerie Berlin (13.10.04-9.1.05)

  • Monets Garten - Der Bildband zur Ausstellung Kunsthaus Zürich 29.10.04-27.2.05

  • Sammlung 2005 - Neupräsentation der erweiterten Sammlung im K21, Düsseldorf (bis auf weiteres)

  • 1. Europäische Lithografietage - München ( 30.08. - 04.09.05)

  • Veit Stratmann - Staatliches Museum Schwerin (27.08. - 09.10.05)

  • Im Licht der Zeit - Niederländische Malerei des 17.Jhs - Staatliches Museum Schwerin (28.1.-1.5.06)

  • Staatliches Museum Schwerin ist "Museum des Jahres" 2005

  • Klangpark zum ISCM World New Music Festival 2006 in Stuttgart - Bruce Odland (USA) & Sam Auinger (A)

  • Paolo Parisi - Lenbachhaus, München (24.6.-10.9.06)

  • Annelies Štrba – Wonder, Kunstverein Ulm (17.9.-29.10.06)

  • Allan Kaprow "Die Entstehung des Happenings" - Haus der Kunst, München (18.10.06-21.1.07)

  • Gärten

  • Jan Henderikse - Staatliches Museum Schwerin (23.3.-6.5.07)

  • Sonderausstellung des ZADIK auf der COLOGNE FINE ART 2007

  • Arno Fischer. Der Garten - Stiftung Moritzburg, Halle / Saale (20.07.-05.10.08)

  • Koordinaten MV - Vom Wesen des Wandels - Staatliches Museum Schwerin (22.11.08 – 15.2.09)

  • Paradies - Neue Blicke auf einen alten Traum - Diözesanmuseum Freising (17.03.-28.06.09)

  • Von Tugend und Glück - Die private Welt der Bürger 1815 – 1850 (26.09.09 - 31.01.10)

  • Arno Fischer. Retrospektive - Bundeskunsthalle Bonn

  • Arno Fischer. Retrospektive - Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

  • ECM - Eine kulturelle Archäologie

  • Karin Sander. Gebrauchsbilder und andere - Kunstmuseum St. Gallen

  • Big Picture + Aufruf zur Alternative (Anzeige)

  • Personalien: Heidi Specker

  • Spezial: Wunderkammer - Zeitgenössisches Kuriositätenkabinett, Brüssel

  • Erweiterungsbau des Frankfurter Städel Museums

  • Margherita Spiluttini. und dann (reframing architecture)

  • Jeff Koons. The Painter & The Skulptor

  • Thomas Scheibitz. One-Time Pad

  • Claude Monet - Von der Heydt Museum, Wuppertal (11.10.09 - 28.2.10)

  • Adolf Luther. Architektur als Licht und Spiegelung

  • ROBERT IRWIN - Double Blind

  • CULTURAL CLASH NOMADE

  • Carey Young - Legal Fictions

  • Eine Handvoll Erde aus dem Paradies

  • Richard Artschwager!

  • DER TRAUM DES KÖNIGS

  • Happy Birthday! Sammlung Goetz

  • Sarah Morris

  • At Work. Atelier und Produktion als Thema der Kunst heute

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