Anzeige
kunstkraftwerk

Alicja Kwade erhält den hectorpreis 2015

Hector-Stiftung

November 2014 | Kunsthalle Mannheim
Eingabedatum: 24.11.2014

bilder

Die hectorpreis-Trägerin 2015 heißt Alicja Kwade. Die Wahl-Berlinerin gilt als eine der wichtigsten NachwuchskünstlerInnen ihrer Generation. Für ihre Skulpturen und Installationen verwendet die 35-Jährige klassische Werkstoffe wie Metall, Holz, Stein und Glas, aber auch Objekte und Gebrauchsgegenstände. Mit ihren Arbeiten stellt Kwade (geboren 1979 in Polen) Fragen nach Sein und Schein, Echtheit und Wertigkeit, Zeit und Raum. Mit ihrem Werk arbeitet sie an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Physik und Philosophie.

Alicja Kwade studierte an der Universität der Künste Berlin und erhielt bereits 2008 den Piepenbrock Förderpreis für Skulptur, der mit einer Präsentation im Hamburger Bahnhof verbunden war. Einzelausstellungen fanden u.a. im ZKM Karlsruhe, in der Kestner Gesellschaft in Hannover sowie in den Kunstvereinen in Münster und Bremerhaven statt.

„Das Werk von Alicja Kwade zeichnet sich durch ein großes Gespür für Material, Oberflächen und Raumbeziehungen aus. Mit ihrer erkennbar eigenen, delikaten, materialintensiven Formensprache gelingt es der Künstlerin, brisante Gedanken sichtbar zu machen und zugleich zu verdichten“, lautet das Jury-Urteil. „Sie formuliert mit reduzierten Mitteln eine anspielungsreiche skulpturale Sprache im Spannungsfeld von Konzept und Sinnlichkeit. Kwade erweitert einen zeitgenössischen Skulpturbegriff um Fragen nach existentiellen Dimensionen wie Zeit und Unendlichkeit.“ Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin der Kunsthalle Mannheim, freut sich über die einstimmige Jury-Entscheidung: „Die Qualität der Konzepte bzw. Werke sowie ein hoher Grad an Reflexion in Bezug auf den Skulpturbegriff der Gegenwart waren unsere obersten Kriterien. Die komplexen Arbeiten von Alicja Kwade haben uns eindeutig überzeugt. In ihrem Werk wird die ganze Welt des Skulpturalen deutlich.“

Der hectorpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin in der Kunsthalle Mannheim verbunden. Er wird alle drei Jahre von der Kunsthalle Mannheim und der H.W. u. J. Hector-Stiftung vergeben und fördert junge Künstler, die im Bereich der Bildhauerei, Objektkunst und Rauminstallation arbeiten. Der hectorpreis unterstreicht den Sammlungsschwerpunkt Skulptur in der Kunsthalle Mannheim.

Die Jury setzte sich zusammen aus Prof. Tamara Grcic, Künstlerin und Professorin für Bildhauerei an der Kunsthochschule Mainz, Prof. Olaf Metzel, Künstler und Professor für Bildhauerei an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, Enrico Lunghi, Direktor MUDAM – Musée d’Art Moderne Luxemburg, Dr. Ulrike Lorenz, Direktorin Kunsthalle Mannheim und Dr. Hanns-Dieter Hasselbach, Mitglied des Kuratoriums der H.W. & J. Hector Stiftung.

Alicja Kwade hat sich in einem Kandidatenfeld von insgesamt 22 KünstlerInnen durchgesetzt, die von einer Kommission aus Kunsthochschulprofessoren, Kuratoren und Kunstkritikern vorgeschlagen und zur Bewerbung eingeladen wurden. Die Werke von Alicja Kwade werden vom 26. Juni bis 06. September 2015 im Rahmen des hectorpreises 2015 in der Kunsthalle Mannheim präsentiert.

kunsthalle-mannheim.de

Presse











Daten zu Alicja Kwade:


- *1979 in Katowice, Polen

-

- Art Basel 2013

- Art Basel 2016

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2017

- Daimler Art Collection

- Der Duchamp-Effekt. Ready-Made

- Frieze London 2016

- Gallery Weekend Berlin 2016

- Hartware MedienKunstVerein 2015

- Johann König

- Kochi-Muziris Biennale 2016

- Kunstverein Münster

- Museum Morsbroich, 2014

- Ökonomie der Aufmerksamkeit, 2014 Wien

- Playing among the Ruins,2011

- UNENDLICHER SPASS, Schirn, 2014

Weiteres zum Thema: Alicja Kwade



Berlin meets Vienna - Salon Österreich, Wien


Das Projekt "Salon Österreich" versammelt Arbeiten von 30 in Berlin lebenden Künstlern, die sich mit dem Thema "Österreich" beschäftigen. Klischees, Missverständnisse und historische Divergenzen zwischen den Ländern werden dabei zum Thema gemacht.

Das Ausstellungsprojekt, das nur 10 Tage lang zu sehen sein wird, findet seinen Bestimmungsort in einem alten prächtigen Großbürgerhaus. Die barocken Räumlichkeiten sollen einen Kontrast zur jungen Berliner Kunstszene bilden und zugleich einen Dialog zwischen österreichischer Kultur und deutscher zeitgenössischer Kunst schaffen.
Ausgewählt wurden insgesamt dreißig Berliner Künstler, die sich mit den Beziehungen beider Länder auseinandersetzen und um die Aufhebung von Vorurteilen und Klischees bemüht sind.
Bekannte, bereits etablierte Künstler wie Christian Jankowski, Via Lewandowsky, Frank Nitsche, Jorinde Voigt, Ralf Ziervogel und Gregor Hildebrandt werden ebenso vertreten sein wie bislang unbekannte, noch zu entdeckende KünstlerInnen.

Künstlerliste:
Silva Agostini, Georg Barber (Atak), Alexandra Baumgartner, Olivia Berckemeyer, Roland Boden, Barbara Breitenfellner, Fernando Bryce, Thomas Chapman, Martin Dammann, Adib Fricke, Roland Fuhrmann, Axel Geis, Gregor Hildebrandt, Christian Hoischen, Olaf Holzapfel, Christian Jankowski, Klaus Jörres, Lisa Junghanß, Michael Kalki, Alicja Kwade, Peter Langer, Daniel Lergon, Via Lewandowsky, Marit Neeb, Frank Nitsche, Nik Nowak, Serkan Özkayan, Antoine Prum, Jenny Rosemeyer, Michael Sailstorfer, Thomas Scheibitz, Michael Kunze, Philip Topolovac, Jorinde Voigt, Markus Wirthmann, Ralf Ziervogel

Öffnungszeiten:
täglich 12-18 Uhr

Salon Österreich
Liechtensteinstraße 8 (II. Stock)
1090 Wien

salonoesterreich.jimdo.com

Alicja Kwade. Probleme massereicher Körper - Westfälischer Kunstverein, Münster


Die Skulpturen, Installationen, Fotografien und Filme von Alicja Kwade (geb. 1979 in Polen, arbeitet in Berlin) beschäftigen sich mit Problemen der Raumwahrnehmung und knüpfen formal an Werke der Minimal Art an. Der Westfälische Kunstverein zeigt aktuelle Arbeiten der Künstlerin.

Im Mittelpunkt der Ausstellung wird die Videoinstallation "Thoas, Agrios, Gration" (2009) präsentiert. Auf drei Leinwänden, die mitten im dunklen Raum stehen, sind Aufnahmen von scheinbar schwerelos im Raum schwebenden Gesteinsbrocken zu sehen. Kwade nimmt häufig alltägliche Objekte oder wertlose Fundstücke als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, um durch Präsentation und Inszenierung eine Verwandlung und "Wertsteigerung" an ihnen zu bewirken.
Physikalische Gegebenheiten nimmt sie dabei zum Ausgangspunkt, um die Grenzen des Möglichen auszuloten, sowie unsere Wahrnehmungsgewohnheiten von Raum zu irritieren und herauszufordern.

Formal knüpfen Kwades Werke mit ihren prägnanten Formen und perfektionierten Oberflächen an Arbeiten der Minimal Art an.

Abbildung: Alicja Kwade, "Thoas, Agrios, Gration", 2009, Foto: Roman März

Ausstellungsdauer: 24.4.-27.6.10

Öffnungszeiten:
Di-So 13-19 Uhr

Westfälischer Kunstverein
Friesenring 40
48147 Münster

Ausstellungsort:
Ehemalige Tanzschule Rebel
Berliner Platz 23
48147 Münster

westfaelischer-kunstverein.de