VERBOTENE LIEBE. Kunst im Sog von Fernsehen - Kunstverein Medienturm, Graz + Kölnischer Kunstverein


Eingabedatum: 24.09.2010

bilder

Wie setzen sich zeitgenössische Künstler heute mit dem Medium Fernsehen auseinander? Dieser Frage gehen zwei Ausstellungen nach, die zeitgleich im Medienturm Graz und im Kölnischen Kunstverein zu sehen sind.

Der Titel "VERBOTENE LIEBE. Kunst im Sog von Fernsehen" bezieht sich zum einen auf die bakannte deutsche Vorabend-Soap, die weltweit ihre Nachahmer findet, und zum anderen auf die kanadische Doku- Fiction "Forbidden Love: The Unashamed Stories of Lesbian Lives" (1992). Seichte, melodramatische Beziehungsgeschichten und Intrigen bilden das Zentrum der Geschichten, die Millionen von Zuschauer tagtäglich konsumieren.

Mit der Ausstellung wollen die Kuratoren einen anderen Blick auf diese Soap-Operas werfen. Wie gehen zeitgenössische Künstler mit diesem Thema um? Im Mittelpunkt der beiden Präsentationen stehen Werke, in denen die Verführungsstrategien dieser Serien ebenso wie deren Inszenierung, Verklärung und massenmediale Macht zur Schau gestellt und kritisch reflektiert werden.

In der Grazer Ausstellung werden unter anderem die verstörenden Körper-Collagen des Künstlerduos BitteBitteJaJa (Ulu Braun / Roland Rauschmeier) zu sehen sein. Die einzelnen Körperelemente und Gliedmaßen dieser deformierten Gestalten stammen aus Bildern unterschiedlicher Fernsehausstrahlungen. Zusammengesetzt ergeben sie das Bild "vorzüglicher Schein- Toten“, die vielmehr an Science-Fiction oder Horrorfilme erinnern.
Des Weiteren werden Arbeiten von Christoph Draeger und Reynold Reynolds, Zuzanna Janin, Susanne Schuda, Frédéric Moser und Philippe Schwinger zu sehen sein.

Parallel zeigt der Kölnische Kunstverein eine gleichnamige Ausstellung, in der die "Verführungsmethoden des Fernsehens" mit ihren "grellen Manierismen" im Vordergrund der künstlerischen Auseinandersetzung stehen sollen.
Die Präsentation umfasst Arbeiten von: Judith Barry, Joseph Beuys, Paul Chan, Mel Chin and the GALA Committee, Jaime Davidovich, Simon Denny, Kalup Linzy, Christoph Schlingensief, Ryan Trecartin, Francesco Vezzoli und Andy Warhol.

Abbildung: Susanne Schuda, Dawn B. Schicksal,
aus: the bir(d)th, aka die Schudas reloaded, ich lass die Betten runter, 2008. Videostill.

Ausstellungsdauer: 25.9.-19.12.10

Öffnungszeiten Medienturm:
Di-Sa 10-13 Uhr
Mi-Fr 15-18 Uhr

Kunstverein Medienturm
Josefigasse 1
8020 Graz

medienturm.at

Öffnungszeiten Kölnischer Kunstverein:
Di-Fr 13-19 Uhr
Sa,So 11-18 Uhr

Kölnischer Kunstverein
Die Brücke
Hahnenstraße 6
50667 Köln

koelnischerkunstverein.de

Verena Straub



Christoph Schlingensief:


- Art Basel 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Berlin Biennale 1998

- Biennale Venedig 2011 Pav

- Frieze LA 2019

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

- Migros Museum, Sammlung

- Montevideo Biennale 2013

- nbk Berlin

- Playtime, 2014

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien


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