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Judith Hopf erhält Kunstpreis der Kunststiftung Ruth Baumgarte

Erstmalig verliehen:

Bielefeld

Eingabedatum: 07.01.2015

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Der Kunstpreis Ruth Baumgarte wird am 16. Januar 2015 erstmalig für das Jahr 2014 in der Bielefelder Kunsthalle verliehen. Er ist mit 20.000,- € einer der höchst dotierten Kunstpreise Deutschlands. Die Auszeichnung der Bielefelder Kunststiftung Ruth Baumgarte geht an Judith Hopf und würdigt damit das Werk der 1969 in Karlsruhe geborenen und heute in Berlin lebenden Künstlerin. Eine Ausstellung und eine Katalogpublikation sind in Vorbereitung.

Judith Hopf studierte an der Hochschule für Künste in Bremen und an der Berliner Universität der Künste. Seit 2008 lehrt sie an der Frankfurter Städelschule im Bereich Bildende Künste.

Mit zahlreichen Ausstellungen unter anderem in Großbritannien, Italien und den USA hat sie sich schon Mitte der 1990er Jahre einen Namen gemacht. Nicht zuletzt seit ihrer Teilnahme an der dOCUMENTA (13) gehört Judith Hopf zu den renommiertesten Künstlerinnen im zeitgenössischen Kunstgeschehen. Neben zahlreichen Einzelausstellungen in Kunstvereinen (Graz, Bonn, Karlsruhe), wurden ihre Arbeiten in jüngerer Zeit verstärkt im musealen Kontext – wie in der Fondazione Morra Grecco in Neapel, im Portikus Frankfurt und in der Secession in Wien – gezeigt.

Aufgrund der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen lässt sich ihr Werk nur schwer kategorisieren: Unter Nutzung verschiedenster Medien – ob Skulptur, Performance oder Zeichnung – verleiht sie ihren Arbeiten eine poetische und surreale Aura. Kritisch und humorvoll zugleich hinterfragt sie gesellschaftliche Normen und Zwänge sowie Strukturen und Machtverhältnisse. Hopfs Arbeiten fordern den Betrachter auf, seine eigenen Konventionen zu überdenken und sich selbst als Konsument in der Kunstwelt in Frage zu stellen.

„Mit ihren stets aktuellen und ethischen Fragestellungen thematisiert Hopf auf tiefgründige karikatureske Weise unsere gegenwärtigen Verhältnisse und lenkt ihre Kunst damit in eine progressive wegweisende Richtung“ – so begründet der Beirat der Kunststiftung Ruth Baumgarte seine Entscheidung.

Die Stifterin Ruth Baumgarte, Tochter des ehemaligen UFA Chefs Kurt Rupli, wuchs in Berlin auf und studierte dort Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste. Als Pressezeichnerin und Illustratorin zahlreicher Buch- und Zeitschriftenverlage und als freischaffende Malerin wurde sie nachhaltig durch weltweite Ausstellungen ihres Afrika-Zyklus bekannt. 1975 eröffnete sie die Bielefelder Galerie „Das Fenster“ und 1986 zusammen mit ihrem Sohn Alexander Baumgarte die Samuelis Baumgarte Galerie in Bielefeld.

Wenige Monate vor ihrem Tod – im Frühjahr 2012 – gründete die Künstlerin die nach ihr benannte, gemeinnützige Stiftung, die ihr künstlerisches Lebenswerk verwaltet, fördert und fortan alljährlich einen Preis an einen gegenständlich arbeitenden Künstler vergeben wird. ...

ruth-baumgarte.com

Presse


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